Carducci
Carducci sind herbe regionale Wildgemüse. Sie können auf italienischen Wochenmärkten, bei gut sortierten Gemüsehändlern oder in mediterranen Lebensmittelläden erhältlich sein und sind nicht mit gleichnamigen Pilzen zu verwechseln.
Spezzatino aus Apulien
Apulisches Schmorgericht aus zartem Lammfleisch und herben Carducci, das mit einer Ei-Pecorino-Mischung und Semmelbröseln im Ofen goldbraun überbacken wird.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Spezzatino ai carducci sanseverese verbindet Lamm aus der Schulter oder Keule mit den herben Carducci, einem regional verwendeten Wildgemüse. Fleisch und Gemüse schmoren langsam in einem aromatischen Fond, bevor Ei und Pecorino für eine goldene, gestockte Oberfläche sorgen. Geröstetes Brot aus Hartweizengrieß passt besonders gut dazu.
Das Gericht schmeckt kräftig, würzig und leicht herb. Das Lamm wird weich, die Carducci behalten etwas Struktur, während die gestockte Ei-Pecorino-Schicht für eine saftige Mitte und eine goldbraune, leicht knusprige Oberfläche sorgt.
Schritt für Schritt
Die Carducci gründlich waschen. Harte Außenfasern und zähe Blattteile entfernen, die Stangen in etwa 4 cm lange Stücke schneiden und bis zur weiteren Verarbeitung in Wasser mit dem Saft der halben Zitrone legen.
Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Carducci darin 8 bis 10 Minuten blanchieren, bis sie etwas weich sind, aber noch Struktur haben. Abgießen und im Sieb gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Carducci sind leicht weich, aber noch deutlich bissfest und strukturiert.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit dem heißen Wasser arbeiten.
Das Lammfleisch mit Küchenpapier trocken tupfen. Das Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch bei mittlerer Hitze 4 bis 5 Minuten glasig braten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig und der Knoblauch duftet, ohne gebräunt zu sein.
Wichtig: Rohes Lammfleisch und Küchenutensilien danach nicht mit verzehrfertigen Zutaten in Kontakt bringen, ohne sie gründlich zu reinigen.
Die Hitze erhöhen, das Lamm dazugeben und die Würfel rundherum 8 bis 10 Minuten anbraten. Mit dem Weißwein ablöschen und ihn 2 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Lammwürfel sind rundherum gebräunt, der Weißwein ist sichtbar reduziert.
Wasser, Lorbeerblätter, Salz und etwas Pfeffer hinzufügen. Den Topf abdecken und das Fleisch bei niedriger Hitze etwa 55 Minuten sanft schmoren lassen. Es soll weich werden, aber nicht zerfallen.
Daran erkennst du es: Das Lamm ist weich, behält aber noch seine Würfelform.
Die blanchierten Carducci unterheben und alles weitere 15 Minuten offen schmoren lassen. Falls zu viel Flüssigkeit vorhanden ist, den Fond kurz einkochen lassen. Den Lorbeer entfernen und das Gericht vom Herd nehmen.
Daran erkennst du es: Die Carducci sind weich, behalten aber Struktur; der Fond ist nicht wässrig.
Die Eier in einer Schüssel verquirlen. Pecorino und etwas Pfeffer einrühren. Die Lamm-Carducci-Mischung in eine flache Auflaufform geben und die Ei-Pecorino-Mischung gleichmäßig darüber verteilen.
Wichtig: Eier und rohe Zutaten hygienisch verarbeiten und die fertige Speise anschließend vollständig durchgaren.
Die Semmelbrösel darüberstreuen. Die Form auf der mittleren Schiene in den auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorgeheizten Backofen stellen und etwa 15 bis 20 Minuten backen, bis die Oberfläche gestockt und goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Die Ei-Pecorino-Schicht ist gestockt und die Oberfläche goldbraun.
Wichtig: Die Auflaufform wird sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
Das Gericht 10 Minuten ruhen lassen und anschließend heiß servieren. Dazu passt schlicht geröstetes Brot aus Hartweizengrieß.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist fest geworden und das Gericht lässt sich portionieren.
Gut zu wissen
Carducci sind herbe regionale Wildgemüse. Sie können auf italienischen Wochenmärkten, bei gut sortierten Gemüsehändlern oder in mediterranen Lebensmittelläden erhältlich sein und sind nicht mit gleichnamigen Pilzen zu verwechseln.
Fein geriebener Pecorino verteilt sich gleichmäßig in der Ei-Mischung und unterstützt die kräftige, würzige Oberfläche.
Geröstetes Brot aus Hartweizengrieß nimmt den kräftigen Schmoransatz auf und passt als einfache Begleitung zum fertigen Gericht.
Die Alternative schmeckt ähnlich herb, ist meist etwas milder und zarter als Carducci.
Cardy oder Kardonen putzen, in etwa 4 cm lange Stücke schneiden und wie die Carducci im Zitronenwasser lagern, blanchieren und anschließend einschmoren.
Die Carducci nur 8 bis 10 Minuten blanchieren und anschließend weitere 15 Minuten offen mit dem Lamm schmoren.
Die weichen Carducci trotzdem verwenden, den Fond vor dem Überbacken etwas stärker einkochen lassen.
Das Lamm mit Küchenpapier trocken tupfen und bei Bedarf portionsweise anbraten.
Den Fond vor dem Umfüllen kurz einkochen lassen und die Oberfläche goldbraun backen.
Das Gericht einige Minuten länger backen, bis die Ei-Mischung sichtbar gestockt ist.
Ersetze die Carducci durch geputzte Cardy- oder Kardonenstangen. Die Variante bleibt herb und aromatisch, schmeckt aber meist etwas milder und zarter.
Häufig gefragt
Carducci sind herbe regionale Wildgemüse, die besonders in Apulien verwendet werden. Für das Rezept werden die harten Außenfasern und zähen Blattteile entfernt, bevor die Stangen blanchiert und geschmort werden.
Geputzte Cardy- oder Kardonenstangen eignen sich als Alternative. Sie schmecken ähnlich herb, sind aber meist etwas milder und zarter.
Schlicht geröstetes Brot aus Hartweizengrieß passt besonders gut zum kräftigen Schmoransatz.
Das Lamm soll weich sein, ohne zu zerfallen. Nach dem Überbacken ist die Ei-Pecorino-Schicht gestockt und die Oberfläche goldbraun.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …