Römischer Kichererbsentopf mit Pasta

Römischer Kichererbsen-Eintopf

Ein sämiger römischer Kichererbsentopf aus Latium mit getrockneten Kichererbsen, kurzer Pasta, Rosmarin, Knoblauch, Sardellen und etwas Tomate.

Zum Rezept
Römischer Kichererbsentopf mit Pasta
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 20 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 11 Std. 3 Min.
Gesamtzeit ca. 14 Std. 10 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte, Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Hülsenfrüchte, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln
Servierrolle Als Hauptgericht vorgesehen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Kichererbsen garen zunächst langsam im Rosmarinsud und entwickeln dadurch eine weiche, volle Konsistenz.
  • Pasta und Kichererbsen werden im selben Topf gegart, sodass die Pastastärke die Brühe natürlich bindet.
  • Sardellen, Knoblauch, Rosmarin und Tomate sorgen für eine würzige Grundlage, ohne den milden Geschmack der Kichererbsen zu überdecken.

Pasta e ceci alla romana verbindet zarte Kichererbsen mit kurzer Pasta in einer dichten, wärmenden Brühe. Rosmarin, Knoblauch und wenige Sardellen geben dem Gericht Tiefe, während die Pasta direkt im Kichererbsentopf gart und ihre Stärke an die Brühe abgibt.

Die Pasta e ceci ist sämig und leicht fließend, mit weichen Kichererbsen und kurzen, al dente gegarten Nudeln. Rosmarin und Knoblauch prägen den Duft, während Sardellen und Tomate für herzhafte Tiefe sorgen. Schwarzer Pfeffer und Olivenöl setzen zum Schluss würzige und fruchtige Akzente.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Kichererbsen garen und Topf ansetzen

  1. Kichererbsen einweichen

    Die getrockneten Kichererbsen in reichlich kaltem Wasser 10–12 Stunden einweichen. Anschließend in einem Sieb abgießen und unter kaltem Wasser gründlich abspülen.

    • Die Kichererbsen vollständig mit Wasser bedecken, da sie beim Einweichen deutlich an Volumen gewinnen.
  2. Kichererbsen weich garen

    Die Kichererbsen mit 1,5 l frischem Wasser und einem Rosmarinzweig in den großen Topf geben. Aufkochen und anschließend bei niedriger Hitze 90–120 Minuten sanft garen, bis die Kichererbsen weich sind. Falls der Wasserstand stark sinkt, portionsweise heißes Wasser nachgießen. Erst gegen Ende der Garzeit salzen. Den Rosmarinzweig entfernen und mindestens 600 ml Kochsud zurückbehalten.

    Daran erkennst du es: Die Kichererbsen lassen sich leicht zerdrücken und sind bis zur Mitte weich.

    • Mindestens 600 ml Kochsud für den späteren Pastatopf zurückbehalten.
  3. Rosmarin-Würzbasis ansetzen

    Die Nadeln des zweiten Rosmarinzweigs abzupfen und fein hacken. Zwei Esslöffel Olivenöl im weiten Topf erhitzen. Knoblauch und gehackten Rosmarin bei niedriger Hitze etwa 2 Minuten anschwitzen, ohne sie zu bräunen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Knoblauch und Rosmarin duften aromatisch, bleiben aber hell und ungebäunt.

    • Die niedrige Hitze bewahrt das feine Rosmarinaroma und verhindert, dass der Knoblauch bitter wird.
  4. Sardellen und Tomate einarbeiten

    Die Sardellenfilets hinzufügen und unter Rühren vollständig auflösen. Die passierten Tomaten einrühren und etwa 2 Minuten einkochen lassen.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sardellen sind nicht mehr als Stücke sichtbar und die Tomate ist leicht eingedickt.

  5. Kichererbsen mit Kochsud verbinden

    Die gegarten Kichererbsen mit 600 ml Kochsud in den Topf geben. Mit dem Salz würzen, alles aufkochen und 10 Minuten sanft köcheln lassen, damit sich die Aromen verbinden.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brühe ist aromatisch verbunden und die Kichererbsen bleiben weich.

    • Bei Bedarf etwas Kochsud zurückbehalten, falls die Pasta später zusätzliche Flüssigkeit benötigt.
  6. Pasta direkt im Topf garen

    Die kurze Pasta direkt in den Kichererbsentopf geben und 8–10 Minuten garen. Dabei regelmäßig umrühren. Wenn die Mischung zu fest wird, portionsweise heißes Wasser zugießen. Die fertige Pasta e ceci soll sämig und leicht fließend sein, nicht suppig.

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist gegart, aber noch bissfest, und die Brühe haftet sämig an den Zutaten.

    • Die Pasta gibt beim direkten Garen Stärke ab; deshalb regelmäßig rühren und die Flüssigkeit schrittweise anpassen.
  7. Ruhen lassen und servieren

    Den Topf vom Herd nehmen und 3 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Mit dem frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer würzen, das restliche Olivenöl darübergeben und die Pasta e ceci sofort heiß in tiefen Tellern servieren.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Konsistenz ist nach der Ruhezeit sämig und leicht fließend.

    • Die Pasta e ceci dickt während der kurzen Ruhezeit noch leicht nach.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Kochsud zurückbehalten: Mindestens 600 ml Kochsud zurückbehalten. Er bildet die Flüssigkeitsbasis für den späteren Pastatopf und hilft dabei, die gewünschte sämige Konsistenz einzustellen.
  • Pasta direkt im Kichererbsentopf garen: Die Pasta wird nicht separat gekocht. Ihre Stärke bindet den Kichererbsensud und trägt wesentlich zur sämigen Konsistenz bei.
  • Kichererbsen spät salzen: Die Kichererbsen erst gegen Ende ihrer Garzeit salzen, wie im Rezeptablauf angegeben.

Zutatenwissen

Einweichzeit einplanen

Die getrockneten Kichererbsen benötigen 10–12 Stunden Einweichzeit, bevor sie gegart werden.

Rosmarin auf zwei Garschritte verteilen

Ein Rosmarinzweig aromatisiert den Kochsud. Die Nadeln des zweiten Zweigs werden fein gehackt und bilden mit Knoblauch und Olivenöl die Würzbasis.

Kurze Pasta passt zur Topfkonsistenz

Ditalini oder eine andere kurze Pastasorte lässt sich direkt im Kichererbsentopf garen und verteilt sich gleichmäßig in der sämigen Brühe.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Pasta e ceci wird zu fest oder setzt am Topfboden an.

Die Pasta regelmäßig umrühren und heißes Wasser portionsweise ergänzen, sobald die Mischung zu fest wird.

Mit wenig heißem Wasser verdünnen und vorsichtig weitergaren, bis die Pasta die gewünschte Konsistenz erreicht.

Die Würzbasis schmeckt bitter oder das Rosmarinaroma wirkt hart.

Beides bei niedriger Hitze etwa 2 Minuten anschwitzen und hell lassen.

Eine stark gebräunte Würzbasis nicht weiterverwenden; bei nur leichter Bräunung mit den Kichererbsen und der Tomate fortfahren und abschmecken.

Das fertige Gericht wirkt wie eine dünne Suppe statt wie ein sämiger Eintopf.

Heißes Wasser nur portionsweise nachgießen und die Pasta direkt im Kichererbsentopf garen.

Das Gericht kurz ohne Deckel weiterziehen lassen und anschließend 3 Minuten ruhen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Heiß in tiefen Tellern servieren: Die Pasta e ceci sofort heiß in tiefen Tellern anrichten. Schwarzer Pfeffer und das restliche Olivenöl kommen erst unmittelbar vor dem Servieren darüber.
  • Konsistenz nach Wunsch einstellen: Für eine besonders sämige Version nur wenig heißes Wasser nachgießen. Wenn eine etwas fließendere Konsistenz gewünscht ist, die Flüssigkeit während des Pastagarens vorsichtig erhöhen.

Allergene und Nährwerte

  • Fisch: enthält · Die Rezeptur enthält Sardellenfilets in Öl.
  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Ditalini werden üblicherweise aus Weizen hergestellt; bei Verwendung einer ausdrücklich glutenfreien kurzen Pasta kann die Allergenlage abweichen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum sollte ich mindestens 600 ml Kochsud zurückbehalten?

Der Kochsud bildet die Flüssigkeitsbasis für den zweiten Topf. Die darin enthaltene Stärke und das Kichererbsenaroma helfen dabei, die Pasta e ceci sämig zu binden.

Wann werden die Kichererbsen gesalzen?

Die Kichererbsen werden erst gegen Ende ihrer Garzeit gesalzen. Anschließend wird der Sud nochmals mit den Kichererbsen aufgekocht, bevor die Pasta dazukommt.

Kann ich statt Ditalini eine andere Pasta verwenden?

Ja. Das Rezept sieht Ditalini oder eine andere kurze Pasta vor, die direkt im Kichererbsentopf gegart werden kann.

Wie soll die fertige Pasta e ceci aussehen?

Sie soll sämig und leicht fließend sein, aber nicht suppig. Während die Pasta gart, lässt sich die Konsistenz mit heißem Wasser schrittweise anpassen.

Aus unserer Küche

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