Maccheroni alla Bobbiese mit Pilz-Tomatensauce

Frische Röhrenpasta, handgerollt

Handgerollte frische Röhrenpasta aus Bobbio mit getrockneten Steinpilzen, Tomaten, Butter und Grana PadanoItalienischer Hartkäse mit geschützter Ursprungsbezeichnung und körniger Textur..

Zum Rezept
Maccheroni alla Bobbiese mit Pilz-Tomatensauce
Vorbereitung 75 Minuten
Kochen / Backen 30 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 105 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Milchprodukte, Pilze, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Trocknen, Ziehenlassen und Aufgießen
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die hohle Form hält die kräftige Pilz-Tomatensauce im Inneren und sorgt für viel Geschmack bei jedem Bissen.
  • Getrocknete Steinpilze und ihr aromatisches Einweichwasser geben der einfachen Tomatensauce eine intensive, waldige Tiefe.
  • Frische Ei-Pasta bleibt bei sorgfältiger Garzeit außen zart und behält innen einen angenehmen Biss.

Maccheroni alla Bobbiese sind eine regionale Pastaspezialität aus Bobbio in der Emilia-Romagna. Der frische Ei-Teig wird von Hand zu hohlen Röhren gerollt, die eine aromatische Pilz-Tomatensauce besonders gut aufnehmen.

Die Maccheroni sind zart-elastisch und bissfest, während die Sauce sämig, tomatig und herzhaft nach Steinpilzen duftet. Butter und Grana Padano runden das Aroma weich und würzig ab.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig vorbereiten

  1. Pastateig kneten

    Das Mehl auf die Arbeitsfläche häufen und in der Mitte eine Mulde formen. Eier, Olivenöl und Salz hineingeben, mit einer Gabel verrühren und das Mehl nach und nach einarbeiten. Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. Nur falls er trocken bleibt, das lauwarme Wasser teelöffelweise einarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nicht mehr mehlig oder rissig.

    • Wasser nur nach und nach zugeben, damit der Teig nicht zu weich wird.
  2. Teig ruhen lassen

    Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Währenddessen können die Steinpilze eingeweicht und die Sauce vorbereitet werden.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig fühlt sich nach der Ruhe geschmeidiger und entspannter an.

    • Ein umgedrehtes Gefäß oder ein leicht feuchtes Tuch schützt den Teig vor dem Austrocknen.

Pilz-Tomatensauce zubereiten

  1. Steinpilze einweichen

    Die getrockneten Steinpilze mit dem heißen Wasser übergießen und 15 Minuten einweichen. Die Pilze herausnehmen, gut ausdrücken und fein schneiden. Das Einweichwasser durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen und auffangen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pilze sind weich und biegsam; das Einweichwasser ist frei von groben Rückständen.

    • Das Einweichwasser langsam durch das Sieb gießen, damit Sand und Rückstände zurückbleiben.

    Wichtig: Vorsicht beim Umgang mit heißem Wasser.

  2. Sauce sanft einkochen

    Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Butter und Olivenöl in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel und Knoblauch 5 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Steinpilze, passierte Tomaten und das gefilterte Einweichwasser dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Sauce 20 bis 25 Minuten sanft einkochen lassen. Während die Sauce einkocht, kann die Pasta geformt werden.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist sichtbar eingedickt und umhüllt den Löffel leicht.

    • Die Sauce nur sanft köcheln lassen, damit sie nicht am Topfboden ansetzt.

Maccheroni formen, garen und servieren

  1. Maccheroni rollen

    Den Pastateig in 8 Portionen teilen. Jede Portion zu einem etwa 1 cm dicken Strang rollen und in 3 bis 4 cm lange Stücke schneiden. Jedes Stück längs auf eine sehr dünne, saubere Stricknadel oder einen geeigneten Metallstab legen. Mit leichtem Druck über die Arbeitsfläche rollen, bis eine etwa 8 bis 10 cm lange hohle Röhre entsteht. Die Maccheroni vorsichtig abstreifen und zwischen sauberen Tüchern 20 bis 30 Minuten antrocknen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Röhren sind hohl, halten ihre Form und kleben beim Anfassen nicht mehr stark.

    • Die Stränge nicht zu dick rollen, sonst werden die Röhren innen schwer gar.

    Wichtig: Nur eine saubere, glatte Stricknadel oder einen geeigneten Metallstab verwenden und die geformte Pasta vor dem Kochen vorsichtig abstreifen.

  2. Pasta kochen

    Einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen und mit dem Salz für das Kochwasser würzen. Die Maccheroni portionsweise hineingeben und 5 bis 7 Minuten garen. Nach 5 Minuten ein Stück probieren; die Pasta soll durchgegart, aber noch bissfest sein. Etwa 100 ml Kochwasser auffangen, dann die Maccheroni abgießen.

    7 Minuten 100 °C

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist durchgegart, aber im Kern noch leicht bissfest.

    • Die Pasta portionsweise kochen, damit das Wasser weiter kräftig kocht.

    Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Dampf und das kochende Wasser achten.

  3. Mit Sauce schwenken und servieren

    Die gekochte Pasta in die Sauce geben und vorsichtig durchschwenken. Bei Bedarf etwas vom aufgefangenen Kochwasser ergänzen, bis die Sauce die Röhren gut umhüllt. Die Maccheroni auf vier Teller verteilen und mit dem frisch geriebenen Grana Padano servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce haftet gleichmäßig an den Röhren, ohne wässrig zu wirken.

    • Das Kochwasser schluckweise einarbeiten, damit die Sauce cremig bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ruhezeit sinnvoll nutzen: Während der Pastateig ruht, können die Steinpilze eingeweicht und die Sauce angesetzt werden. So bleibt die Gesamtzeit trotz der Handarbeit überschaubar.
  • Röhren dünn ausrollen: Die Teigstücke sollten gleichmäßig dünn um den Stab gerollt werden. Zu dicke Röhren garen langsamer und nehmen die Sauce weniger gut auf.
  • Garzeit nach Biss beurteilen: Die angegebene Kochzeit ist ein Richtwert. Durchmesser und Antrocknungsgrad beeinflussen die Garzeit, deshalb nach 5 Minuten probieren.

Zutatenwissen

Steinpilze und Einweichwasser

Das gefilterte Einweichwasser enthält konzentriertes Pilzaroma und wird deshalb mit der Tomatensauce verwendet. Es sollte sorgfältig durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gegossen werden.

Mehl Type 00 oder 405

Beide angegebenen Weizenmehle eignen sich für den frischen Pastateig. Entscheidend ist, das Wasser nur bei Bedarf und schrittweise zu ergänzen.

Grana Padano erst zum Schluss

Der frisch geriebene Käse wird zum Servieren über die geschwenkte Pasta gegeben und ergänzt die Pilz-Tomatensauce mit würziger Tiefe.

Sinnvolle Alternativen

Braune Champignons

Die Sauce wird milder und weniger waldig; das intensive Steinpilzaroma und das Einweichwasser entfallen.

Die Champignons putzen, fein schneiden und direkt mit Zwiebel und Knoblauch anbraten. Kein Einweichwasser verwenden; bei Bedarf einen kleinen Schluck Wasser ergänzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Pastateig klebt stark und lässt sich nicht zu stabilen Strängen rollen.

Das Wasser nur teelöffelweise und ausschließlich bei Bedarf zugeben. Den Teig ausreichend kneten.

Etwas Mehl einarbeiten und den Teig erneut glatt kneten. Danach nochmals kurz ruhen lassen.

Die Sauce enthält sandige Rückstände.

Das Wasser langsam durch ein sehr feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen.

Die Sauce vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen und grobe Rückstände zurücklassen.

Die Maccheroni bleiben innen fest, während die Oberfläche bereits weich ist.

Die Stränge etwa 1 cm dick ausrollen und die Stücke mit leichtem Druck gleichmäßig über den Stab rollen.

Die Pasta länger portionsweise weitergaren und die Garprobe wiederholen.

Die Sauce haftet nicht gut an den Röhren.

Die Sauce sanft reduzieren und Kochwasser nur schluckweise zugeben.

Die Sauce einige Minuten ohne Deckel weiter einkochen lassen.

Varianten

Maccheroni mit braunen Champignons

Eine mildere Pilzvariante ohne getrocknete Steinpilze und ohne Einweichwasser.

Ohne Grana Padano

Die Pasta wird ohne abschließenden Hartkäse serviert; die Pilz-Tomatensauce bleibt der geschmackliche Schwerpunkt.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Grana Padano: Die Maccheroni sofort nach dem Schwenken mit frisch geriebenem Grana Padano servieren, damit der Käse auf der warmen Sauce leicht anschmilzt.
  • Mit einem grünen Salat: Ein schlicht angemachter grüner Salat bringt Frische und einen knackigen Kontrast zur herzhaften Sauce.
  • Mit rustikalem Brot: Rustikales Brot eignet sich, um die verbleibende Pilz-Tomatensauce aufzunehmen.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl ist Bestandteil des Pastateigs.
  • Eier: enthält · Der Teig enthält Hühnereier.
  • Milch: enthält · Butter und Grana Padano sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich die Maccheroni ohne Stricknadel formen?

Ja. Verwende einen anderen dünnen, glatten und sauberen Metall- oder Holzstab. Wichtig ist, dass die Teigröhren hohl bleiben und sich anschließend leicht abstreifen lassen.

Wann brauche ich das zusätzliche Wasser im Teig?

Nur wenn der Teig trotz gründlichen Knetens trocken, rissig oder schwer verbindbar bleibt. Das Wasser teelöffelweise einarbeiten, damit der Teig nicht zu weich wird.

Warum wird das Einweichwasser der Steinpilze verwendet?

Es trägt konzentriertes Pilzaroma in die Sauce. Vor der Verwendung sollte es durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gegossen werden, damit Rückstände entfernt werden.

Welche Alternative gibt es zu getrockneten Steinpilzen?

Du kannst 150 g braune Champignons verwenden. Putze und schneide sie fein und brate sie direkt mit Zwiebel und Knoblauch an. Die Sauce wird dadurch milder und weniger waldig; Einweichwasser brauchst du dann nicht.

Aus unserer Küche

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