Lasagne al ragù di coniglio

Lasagne aus den Marken

Eine kräftige Lasagne aus den Marken mit langsam geschmortem Kaninchenragù, cremiger Salsa al latte, frischen Eierlasagneplatten und Pecorino. Nach dem Backen ruht sie kurz, damit sich die Schichten sauber schneiden lassen.

Zum Rezept
Lasagne al ragù di coniglio
Vorbereitung 65 Minuten
Kochen / Backen 105 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Std. 5 Min.
Menge 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte, Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Binden, Gelieren und Stocken, Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsam geschmorte Kaninchenragù entwickelt eine tiefe, fein-würzige Aromatik und bleibt durch die Sauce saftig.
  • Die cremige Salsa al latte verbindet die einzelnen Schichten und gleicht die kräftige Tomatensauce aus.
  • Pecorino aus den Marken und Parmigiano sorgen für eine würzige, goldbraune Kruste.
  • Die 15-minütige Ruhezeit macht die Lasagne schnittfest, ohne dass sie ihre saftige Struktur verliert.

Diese Lasagne bringt zartes Kaninchenragù in die Auflaufform. Das Fleisch schmort langsam mit Tomaten, Gemüse, Weißwein und Kräutern, bevor es mit frischen Eierlasagneplatten, milder Milchcreme und Käse geschichtet und goldbraun gratiniert wird.

Die Lasagne duftet nach geschmortem Kaninchen, Rosmarin und goldbraunem Käse. Beim Anschneiden zeigen sich weiche Pasta, sämiges Ragù und cremige helle Sauce; der Pecorino bringt eine salzige, fein-würzige Spitze.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Kaninchenragù zubereiten

  1. Gemüse und Kaninchen vorbereiten

    Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch sehr fein würfeln. Das Kaninchen trocken tupfen und mit etwas von der Pfeffermenge würzen.

    10 Minuten
    • Sehr fein geschnittenes Gemüse löst sich später gleichmäßig in der Sauce auf.
  2. Kaninchen anbraten

    Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die Kaninchenstücke rundherum 6 bis 8 Minuten kräftig anbraten, herausnehmen und beiseitestellen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundherum kräftig gebräunt.

    • Den Topf nicht zu voll belegen, damit das Fleisch brät statt zu dünsten.

    Wichtig: Beim Herausnehmen auf heißes Öl und austretenden Bratensaft achten.

  3. Gemüse anschwitzen und ablöschen

    Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch im Bratfett bei mittlerer Hitze etwa 7 Minuten anschwitzen, bis das Gemüse weich wird. Mit dem Weißwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen.

    9 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht dunkel gebräunt; der Wein ist leicht reduziert.

    • Beim Ablöschen den Topfboden mit dem Kochlöffel lösen, damit die Röststoffe in die Sauce gelangen.

    Wichtig: Den Wein vorsichtig zugießen, da das heiße Bratfett spritzen kann.

  4. Ragù schmoren

    Passierte Tomaten, Brühe, Rosmarin und Lorbeerblatt einrühren. Das Kaninchen wieder in den Topf legen, alles aufkochen und zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 55 bis 65 Minuten sanft schmoren. Die Stücke nach der Hälfte der Zeit wenden.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht vom Knochen lösen und die Sauce ist aromatisch eingekocht.

    • Die Hitze so einstellen, dass die Sauce nur sanft köchelt und nicht stark sprudelt.

    Wichtig: Den Deckel vorsichtig abnehmen, da heißer Dampf austritt.

  5. Fleisch lösen und Ragù abschmecken

    Das Kaninchen aus dem Topf nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen. Das Fleisch von den Knochen lösen, grob zupfen und zurück in die Sauce geben. Rosmarinzweig und Lorbeerblatt entfernen. Mit dem Salz und dem restlichen Pfeffer abschmecken. Das Ragù sollte sämig, aber nicht trocken sein.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig von den Knochen gelöst und die Sauce haftet sämig daran.

    • Das Fleisch nur grob zupfen, damit es in der Lasagne noch als kleine Stücke erkennbar bleibt.

    Wichtig: Das Fleisch vor dem Auslösen kurz abkühlen lassen, damit es sich sicher verarbeiten lässt.

Salsa al latte, Schichten und Backen

  1. Salsa al latte kochen

    Für die Salsa al latte die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und 1 Minute anschwitzen. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Muskatnuss und Salz einrühren und die Sauce 5 bis 7 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie cremig bindet.

    12 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt, cremig und überzieht den Schneebesen leicht.

    • Die Milch portionsweise einarbeiten, damit keine Klümpchen entstehen.

    Wichtig: Die Sauce während des Bindens ständig rühren, damit sie am Topfboden nicht ansetzt.

  2. Ofen und Form vorbereiten

    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form mit der Butter ausstreichen. Ein wenig Kaninchenragù und Salsa al latte auf dem Boden verteilen.

    10 Minuten 190 °C
    • Eine dünne erste Saucenschicht verhindert, dass die untersten Lasagneplatten an der Form haften.

    Wichtig: Die Form erst in den vollständig vorgeheizten Ofen geben.

  3. Lasagne schichten

    Eine Lage Lasagneplatten darauflegen. Mit Ragù, Salsa al latte, etwas Pecorino und etwas Parmigiano bedecken. Die Schichten wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Mit einer Lage Sauce und dem restlichen Käse abschließen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die oberste Schicht besteht aus Sauce und gleichmäßig verteiltem Käse.

    • Die Lasagneplatten möglichst vollständig mit Sauce bedecken, damit sie beim Backen weich werden.
  4. Lasagne backen

    Die Form mit Backpapier und anschließend locker mit Aluminiumfolie abdecken. Die Lasagne 20 Minuten backen. Die Folie abnehmen und weitere 15 bis 20 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

    40 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Sauce blubbert an den Rändern.

    • Die Folie locker auflegen, damit sie den Käse nicht berührt.

    Wichtig: Beim Abnehmen der Folie tritt heißer Dampf aus.

  5. Ruhen lassen und servieren

    Die Lasagne aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten ruhen lassen. In sechs Stücke schneiden und warm servieren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schichten stehen beim Anschneiden stabil und bleiben saftig.

    • Die Ruhezeit nicht überspringen, damit die Sauce beim Schneiden nicht herausläuft.

    Wichtig: Die Form bleibt nach dem Backen sehr heiß; beim Schneiden einen sicheren Untergrund verwenden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ragù sämig einkochen: Das Ragù soll an den Fleischstücken haften und nicht wässrig in die Form laufen. Falls es noch sehr flüssig ist, kurz ohne Deckel weiterköcheln lassen.
  • Sauce klümpchenfrei binden: Die Milch portionsweise zugießen und jede Zugabe glatt rühren, bevor die nächste folgt. So wird die Salsa al latte gleichmäßig cremig.
  • Vor dem Schneiden ruhen lassen: Die 15 Minuten Ruhezeit geben den Saucen und den Lasagneplatten Zeit, sich zu setzen. Dadurch bleiben die sechs Stücke beim Servieren besser in Form.

Zutatenwissen

Kaninchen einkaufen

Kaninchenkeulen oder Kaninchenstücke bekommst du häufig beim Metzger, auf Wochenmärkten oder mit Vorbestellung an der Fleischtheke.

Pecorino aus den Marken

Italienische Feinkostläden, gut sortierte Käsetheken und größere Wochenmärkte führen oft verschiedene Pecorino-Sorten aus Mittelitalien. Ein junger Pecorino ist mild und schmilzt gleichmäßig.

Frische Eierlasagneplatten

Frische Eierlasagneplatten bringen eine zarte Textur in die geschichtete Lasagne und werden direkt mit Ragù und Salsa al latte in die Form gelegt.

Sinnvolle Alternativen

Hähnchenoberkeule ohne Haut

Das Ragù wird milder und etwas weniger fein-würzig.

Die Kaninchenkeulen oder Kaninchenstücke durch 700 g Hähnchenoberkeule ohne Haut ersetzen und das Ragù nach derselben Methode zubereiten.

Milder Pecorino aus einer anderen italienischen Region

Der Geschmack bleibt würzig, kann aber je nach Sorte etwas milder oder weniger regional geprägt ausfallen.

Den Pecorino aus den Marken im gleichen Gewicht durch einen nicht zu kräftigen Pecorino aus einer anderen italienischen Region ersetzen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Lasagne wird beim Anschneiden sehr flüssig.

Das Ragù sämig einkochen lassen und die Saucen gleichmäßig, aber nicht übermäßig dick zwischen den Platten verteilen.

Die Lasagne vor dem Schneiden vollständig 15 Minuten ruhen lassen; dadurch stabilisieren sich die Schichten.

Die Salsa al latte enthält Mehlklümpchen.

Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einarbeiten.

Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und anschließend kurz weiterköcheln lassen.

Die Lasagneplatten oder die Oberfläche trocknen aus.

Jede Plattenschicht vollständig mit Sauce bedecken und die Form zunächst mit Backpapier und Folie abdecken.

Die Lasagne beim Servieren mit etwas vorhandener Sauce aus der Form begleiten.

Varianten

Lasagne mit Hähnchenragù

Eine mildere Variante der Lasagne entsteht, wenn das Kaninchen durch Hähnchenoberkeule ohne Haut ersetzt wird.

Servieren und kombinieren

  • Warm in sechs Stücken servieren: Die Lasagne nach 15 Minuten Ruhezeit in sechs Stücke schneiden und warm servieren, damit die Schichten stabil bleiben und die Saucen noch cremig sind.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Weizenmehl und Eierlasagneplatten sind Bestandteile der Zubereitung.
  • Milch: enthält · Butter, Vollmilch und Käse werden verwendet.
  • Ei: enthält · Die Lasagneplatten sind als frische Eierlasagneplatten angegeben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich das Kaninchen ersetzen?

Ja. Hähnchenoberkeule ohne Haut eignet sich als Alternative im gleichen Gewicht. Das Ragù wird dadurch milder und etwas weniger fein-würzig.

Warum muss die Lasagne vor dem Schneiden ruhen?

Die 15-minütige Ruhezeit lässt die Saucen und Lasagneplatten sich setzen. So bleiben die sechs Stücke beim Schneiden besser in Form.

Welcher Pecorino eignet sich für die Lasagne?

Ein junger Pecorino aus den Marken ist mild und schmilzt gleichmäßig. Ersatzweise passt ein nicht zu kräftiger Pecorino aus einer anderen italienischen Region.

Aus unserer Küche

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