Kaninchen einkaufen
Kaninchenkeulen oder Kaninchenstücke bekommst du häufig beim Metzger, auf Wochenmärkten oder mit Vorbestellung an der Fleischtheke.
Lasagne aus den Marken
Eine kräftige Lasagne aus den Marken mit langsam geschmortem Kaninchenragù, cremiger Salsa al latte, frischen Eierlasagneplatten und Pecorino. Nach dem Backen ruht sie kurz, damit sich die Schichten sauber schneiden lassen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Lasagne bringt zartes Kaninchenragù in die Auflaufform. Das Fleisch schmort langsam mit Tomaten, Gemüse, Weißwein und Kräutern, bevor es mit frischen Eierlasagneplatten, milder Milchcreme und Käse geschichtet und goldbraun gratiniert wird.
Die Lasagne duftet nach geschmortem Kaninchen, Rosmarin und goldbraunem Käse. Beim Anschneiden zeigen sich weiche Pasta, sämiges Ragù und cremige helle Sauce; der Pecorino bringt eine salzige, fein-würzige Spitze.
Schritt für Schritt
Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch sehr fein würfeln. Das Kaninchen trocken tupfen und mit etwas von der Pfeffermenge würzen.
Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die Kaninchenstücke rundherum 6 bis 8 Minuten kräftig anbraten, herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundherum kräftig gebräunt.
Wichtig: Beim Herausnehmen auf heißes Öl und austretenden Bratensaft achten.
Zwiebel, Möhre, Sellerie und Knoblauch im Bratfett bei mittlerer Hitze etwa 7 Minuten anschwitzen, bis das Gemüse weich wird. Mit dem Weißwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht dunkel gebräunt; der Wein ist leicht reduziert.
Wichtig: Den Wein vorsichtig zugießen, da das heiße Bratfett spritzen kann.
Passierte Tomaten, Brühe, Rosmarin und Lorbeerblatt einrühren. Das Kaninchen wieder in den Topf legen, alles aufkochen und zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 55 bis 65 Minuten sanft schmoren. Die Stücke nach der Hälfte der Zeit wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht vom Knochen lösen und die Sauce ist aromatisch eingekocht.
Wichtig: Den Deckel vorsichtig abnehmen, da heißer Dampf austritt.
Das Kaninchen aus dem Topf nehmen und 10 Minuten abkühlen lassen. Das Fleisch von den Knochen lösen, grob zupfen und zurück in die Sauce geben. Rosmarinzweig und Lorbeerblatt entfernen. Mit dem Salz und dem restlichen Pfeffer abschmecken. Das Ragù sollte sämig, aber nicht trocken sein.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig von den Knochen gelöst und die Sauce haftet sämig daran.
Wichtig: Das Fleisch vor dem Auslösen kurz abkühlen lassen, damit es sich sicher verarbeiten lässt.
Für die Salsa al latte die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Das Mehl einrühren und 1 Minute anschwitzen. Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Muskatnuss und Salz einrühren und die Sauce 5 bis 7 Minuten sanft köcheln lassen, bis sie cremig bindet.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt, cremig und überzieht den Schneebesen leicht.
Wichtig: Die Sauce während des Bindens ständig rühren, damit sie am Topfboden nicht ansetzt.
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Form mit der Butter ausstreichen. Ein wenig Kaninchenragù und Salsa al latte auf dem Boden verteilen.
Wichtig: Die Form erst in den vollständig vorgeheizten Ofen geben.
Eine Lage Lasagneplatten darauflegen. Mit Ragù, Salsa al latte, etwas Pecorino und etwas Parmigiano bedecken. Die Schichten wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Mit einer Lage Sauce und dem restlichen Käse abschließen.
Daran erkennst du es: Die oberste Schicht besteht aus Sauce und gleichmäßig verteiltem Käse.
Die Form mit Backpapier und anschließend locker mit Aluminiumfolie abdecken. Die Lasagne 20 Minuten backen. Die Folie abnehmen und weitere 15 bis 20 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Sauce blubbert an den Rändern.
Wichtig: Beim Abnehmen der Folie tritt heißer Dampf aus.
Die Lasagne aus dem Ofen nehmen und 15 Minuten ruhen lassen. In sechs Stücke schneiden und warm servieren.
Daran erkennst du es: Die Schichten stehen beim Anschneiden stabil und bleiben saftig.
Wichtig: Die Form bleibt nach dem Backen sehr heiß; beim Schneiden einen sicheren Untergrund verwenden.
Gut zu wissen
Kaninchenkeulen oder Kaninchenstücke bekommst du häufig beim Metzger, auf Wochenmärkten oder mit Vorbestellung an der Fleischtheke.
Italienische Feinkostläden, gut sortierte Käsetheken und größere Wochenmärkte führen oft verschiedene Pecorino-Sorten aus Mittelitalien. Ein junger Pecorino ist mild und schmilzt gleichmäßig.
Frische Eierlasagneplatten bringen eine zarte Textur in die geschichtete Lasagne und werden direkt mit Ragù und Salsa al latte in die Form gelegt.
Das Ragù wird milder und etwas weniger fein-würzig.
Die Kaninchenkeulen oder Kaninchenstücke durch 700 g Hähnchenoberkeule ohne Haut ersetzen und das Ragù nach derselben Methode zubereiten.
Der Geschmack bleibt würzig, kann aber je nach Sorte etwas milder oder weniger regional geprägt ausfallen.
Den Pecorino aus den Marken im gleichen Gewicht durch einen nicht zu kräftigen Pecorino aus einer anderen italienischen Region ersetzen.
Das Ragù sämig einkochen lassen und die Saucen gleichmäßig, aber nicht übermäßig dick zwischen den Platten verteilen.
Die Lasagne vor dem Schneiden vollständig 15 Minuten ruhen lassen; dadurch stabilisieren sich die Schichten.
Die Milch nach und nach unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einarbeiten.
Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und anschließend kurz weiterköcheln lassen.
Jede Plattenschicht vollständig mit Sauce bedecken und die Form zunächst mit Backpapier und Folie abdecken.
Die Lasagne beim Servieren mit etwas vorhandener Sauce aus der Form begleiten.
Eine mildere Variante der Lasagne entsteht, wenn das Kaninchen durch Hähnchenoberkeule ohne Haut ersetzt wird.
Häufig gefragt
Ja. Hähnchenoberkeule ohne Haut eignet sich als Alternative im gleichen Gewicht. Das Ragù wird dadurch milder und etwas weniger fein-würzig.
Die 15-minütige Ruhezeit lässt die Saucen und Lasagneplatten sich setzen. So bleiben die sechs Stücke beim Schneiden besser in Form.
Ein junger Pecorino aus den Marken ist mild und schmilzt gleichmäßig. Ersatzweise passt ein nicht zu kräftiger Pecorino aus einer anderen italienischen Region.
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