Kardonen einkaufen und putzen
Kardonen sind lange, gerippte Stiele. Du findest sie am ehesten auf italienischen Märkten, in gut sortierten Gemüseläden oder saisonal auf Wochenmärkten. Vor dem Garen äußere Blätter und harte Fäden entfernen.
Herzhafte Gemüsesuppe aus den Abruzzen
Herzhafte abruzzesische Suppe mit zarten Kardonen, kleinen Fleischklößchen und einer leicht stockenden Ei-Pecorino-Einlage.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Minestra di cardi all’abruzzese ist eine wärmende Gemüsesuppe aus den Abruzzen. Zarte Kardonen werden blanchiert und anschließend in kräftiger Rinderbrühe mit kleinen Fleischklößchen gegart. Zum Schluss bindet eine Mischung aus Ei, Pecorino und Muskat die heiße Suppe leicht und verleiht ihr eine würzige, cremige Struktur.
Die Suppe duftet kräftig nach Rinderbrühe, Pecorino und Muskat. Die Kardonen sind weich, aber noch als zarte Stücke erkennbar, während die kleinen Fleischklößchen für Biss sorgen. Die Ei-Käse-Einlage wirkt leicht cremig und würzig, ohne die Brühe vollständig zu verdicken.
Schritt für Schritt
Die äußeren Blätter und die harten Fäden der Kardonen entfernen. Die Stiele in etwa 4 cm lange Stücke schneiden und bis zur weiteren Verarbeitung in kaltes Wasser mit dem Saft der halben Zitrone legen.
Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen. Die Kardonen abgießen, in das kochende Wasser geben und 20 bis 25 Minuten garen, bis sie fast weich sind. Abgießen und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Stiele sind fast weich und lassen sich mit einem Messer leicht anstechen.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit dem heißen Wasser umgehen.
Zwiebel, Karotte und Sellerie klein würfeln. Die Rinderbrühe mit dem Gemüse und dem Lorbeerblatt aufkochen und 20 Minuten leise köcheln lassen. Dieser Schritt kann parallel zum Blanchieren der Kardonen erfolgen. Das Lorbeerblatt anschließend entfernen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich genug, um Aroma an die Brühe abzugeben, und die Brühe duftet kräftig.
Hackfleisch, 1 Ei, Paniermehl, 40 g Pecorino, Petersilie, Salz und etwas Pfeffer gründlich vermengen. Daraus etwa 20 kleine Klößchen von jeweils ungefähr 12 g formen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und lässt sich zu kleinen, kompakten Klößchen formen.
Die Fleischklößchen vorsichtig in die heiße Brühe geben und 8 Minuten knapp unter dem Siedepunkt garen. Die Brühe soll nur leicht blubbern, damit die Klößchen ihre Form behalten.
Daran erkennst du es: Die Klößchen sind fest geworden und vollständig von heißer Brühe umgeben.
Die blanchierten Kardonen in die Brühe geben und alles weitere 10 bis 12 Minuten köcheln lassen, bis die Stiele weich sind und die Aromen verbunden sind.
Daran erkennst du es: Die Kardonen sind weich, aber noch als Stücke erkennbar.
Die 2 Eier mit 50 g Pecorino und der Muskatnuss verquirlen. Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung unter langsamem Rühren in die heiße, nicht mehr sprudelnd kochende Suppe geben. 1 bis 2 Minuten ziehen lassen, bis die Ei-Käse-Mischung leicht stockt.
Daran erkennst du es: Die Ei-Käse-Mischung ist leicht gestockt und verteilt sich als feine Einlage in der Brühe.
Die Minestra mit Salz und Pfeffer abschmecken und sofort heiß servieren. Nach Geschmack etwas zusätzlichen Pecorino darüberstreuen.
Daran erkennst du es: Die Suppe ist heiß, würzig abgeschmeckt und die Ei-Pecorino-Einlage ist leicht gestockt.
Gut zu wissen
Kardonen sind lange, gerippte Stiele. Du findest sie am ehesten auf italienischen Märkten, in gut sortierten Gemüseläden oder saisonal auf Wochenmärkten. Vor dem Garen äußere Blätter und harte Fäden entfernen.
Fein geriebener Pecorino verteilt sich gleichmäßig in den Fleischklößchen und in der Ei-Einlage. Ein Teil kann zusätzlich zum Servieren verwendet werden.
Die verwendete Getreideart ist nicht festgelegt. Bei einer glutenfreien Zubereitung muss ausdrücklich glutenfreies Paniermehl gewählt werden.
Mangoldstiele schmecken milder und garen schneller als Kardonen.
Die Mangoldstiele ebenfalls in Stücke schneiden, aber bereits während des Garens auf ihre Weichheit prüfen und die Blanchierzeit bei Bedarf verkürzen.
Den Topf vom Herd nehmen und die Suppe vor dem langsamen Einrühren nicht mehr sprudelnd kochen lassen.
Die Suppe sofort vorsichtig weiterrühren und nicht erneut aufkochen.
Kleine, gleichmäßige Klößchen formen und sie nur knapp unter dem Siedepunkt garen.
Die verbliebenen Stücke vorsichtig weitergaren und beim Servieren mit der Kelle aufnehmen.
Die Kardonen sorgfältig putzen und bis zur angegebenen Weichheit blanchieren.
Die Kardonen in der Brühe länger leise köcheln lassen, bis sie weich sind.
Häufig gefragt
Ja. Als Alternative eignen sich Mangoldstiele. Sie schmecken milder und sind schneller gar, daher sollte die Garzeit angepasst werden.
Bei zu starker Hitze kann die Ei-Pecorino-Mischung grob ausflocken. Den Topf deshalb vom Herd nehmen und die Mischung langsam in die heiße, nicht mehr sprudelnde Suppe rühren.
Äußere Blätter und harte Fäden entfernen, die Stiele in etwa 4 cm lange Stücke schneiden und bis zum Blanchieren in Zitronenwasser legen.
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