Crespelle Salsiccia e Bufalina aus der Basilikata

Herzhafte Crespelle, Basilikata

Dünne Semola-Crespelle werden mit würziger Salsiccia-Tomatensauce und Mozzarella di bufalaWeicher, ungereifter Käse mit elastischer, gezogener Masse und mildem Geschmack. gefüllt, zu kleinen Fagottini gefaltet und mit Tomaten-Oliven-Sauce überbacken. Stracciatella und Basilikumöl setzen zum Schluss cremige und frische Akzente.

Zum Rezept
Crespelle Salsiccia e Bufalina aus der Basilikata
Vorbereitung 55 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 100 Minuten
Menge Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Pfannkuchenartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln
Verzehrkontext Abendmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Semola im dünnflüssigen Teig verleiht den Crespelle ein aromatisches, leicht elastisches Mundgefühl.
  • Die Salsiccia-Tomatensauce bringt Würze und Tiefe, während Mozzarella di bufala in der Füllung schmilzt und die Fagottini verbindet.
  • Die zweite Tomatensauce mit schwarzen Oliven sorgt unter den Fagottini für zusätzliche Saftigkeit und herzhafte Kontraste.
  • Stracciatella und Basilikumöl ergänzen das überbackene Gericht mit cremiger Frische und kräuterigem Aroma.

Diese in Matera verankerte Variante der Basilikata-Küche verbindet dünne, in der Pfanne ausgebackene Semola-Crespelle mit würziger Salsiccia, Tomatensauce und Mozzarella di bufala. Die geviertelten Crespelle werden zu kleinen Fagottini gefaltet, überbacken und anschließend mit Stracciatella und Basilikumöl vollendet. Gemeint sind ausdrücklich Pfannencrespelle und nicht die regional ebenfalls so genannten frittierten Hefeteigstücke.

Die Crespelle sind zart und leicht elastisch, die Füllung würzig, saftig und käsig. Darunter liegt eine sämige Tomaten-Oliven-Sauce; oben treffen leicht gebräunter Parmigiano, kühle cremige Stracciatella und intensiv grünes Basilikumöl aufeinander.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig und Salsiccia-Saucen

  1. Crespelle-Teig anrühren und ruhen lassen

    Eier und Salz in einer Schüssel verrühren. Die Semola rimacinata einarbeiten und die Milch nach und nach mit dem Schneebesen unterrühren, bis eine glatte, dünnflüssige Masse entsteht. Die geschmolzene Butter einrühren und den Teig 20 Minuten ruhen lassen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und dünnflüssig.

    • Die Milch langsam einarbeiten, damit sich keine Klümpchen bilden.
    • Die Ruhezeit verbessert die Bindung des Teigs und erleichtert das Ausbacken.
  2. Salsiccia-Basis ansetzen

    Während der Teig ruht, das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Porree und Knoblauch bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten glasig dünsten. Die Salsiccia aus der Haut drücken, zerbröseln und 5 Minuten mitbraten.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Porree und Knoblauch sind weich, die Wurstmasse ist angebraten und nicht mehr roh an der Oberfläche.

    • Die Salsiccia beim Braten mit dem Kochlöffel in kleine Stücke teilen.
    • Nicht zu stark bräunen, damit die Sauce später ausgewogen bleibt.

    Wichtig: Rohe Salsiccia getrennt von verzehrfertigen Zutaten behandeln und Hände sowie Arbeitsgeräte danach gründlich reinigen.

  3. Salsiccia-Tomatensauce köcheln

    Den Rotwein angießen und vollständig einkochen lassen. 1 l passierte Tomaten und das Salz einrühren. Die Sauce bei kleiner Hitze 30 Minuten offen köcheln lassen, bis sie sämig ist.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und die Salsiccia vollständig durchgegart.

    • Die Sauce offen köcheln lassen, damit überschüssige Flüssigkeit verdampft.
    • Gelegentlich umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.

    Wichtig: Die Salsiccia-Sauce erst weiterverwenden, wenn die Wurstmasse vollständig durchgegart ist.

  4. Tomaten-Oliven-Sauce erwärmen

    Die zweite Portion passierter Tomaten mit den gehackten Oliven in einem kleinen Topf erwärmen und 5 Minuten leise köcheln lassen. Nicht zusätzlich salzen, da Oliven und Käse bereits Würze mitbringen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist heiß und leicht aromatisiert, ohne stark einzudicken.

    • Die Sauce nur leise köcheln lassen, damit die Olivenstruktur erhalten bleibt.
    • Mit dem Salzen bis zum fertigen Gericht warten.

Crespelle backen und Fagottini formen

  1. Crespelle ausbacken

    Eine beschichtete Pfanne mit etwa 22 cm Durchmesser erhitzen und dünn mit Butter ausstreichen. Pro Crespella eine kleine Kelle Teig hineingeben, durch Schwenken verteilen und etwa 45 bis 60 Sekunden backen. Sobald die Oberfläche fest ist und sich der Rand löst, wenden und die zweite Seite 20 bis 30 Sekunden backen. Den restlichen Teig ebenso verarbeiten; insgesamt etwa 10 dünne Crespelle backen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist fest, der Rand löst sich und beide Seiten sind hell goldgelb.

    • Die Pfanne nur dünn fetten, damit die Crespelle nicht schwer werden.
    • Die erste Crespella dient als Probe für Teigkonsistenz und Hitze.

    Wichtig: Pfannenstiel und heiße Butter vorsichtig handhaben.

  2. Fagottini füllen und in die Form setzen

    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Jede Crespella vierteln. Auf jedes Viertel etwa 1 Esslöffel Salsiccia-Füllung und ein Stück Mozzarella di bufala geben. Die Teigstücke zu kleinen Fagottini falten und mit der Nahtseite nach unten in eine gebutterte Auflaufform setzen.

    10 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Fagottini sind geschlossen und liegen mit der Nahtseite nach unten in der Form.

    • Die Crespella-Viertel nicht überfüllen, damit die Fagottini geschlossen bleiben.
    • Die Nahtseite nach unten verhindert, dass sich die Fagottini beim Backen öffnen.

    Wichtig: Die Auflaufform vor dem Einsetzen der Fagottini dünn buttern; beim späteren Herausnehmen ist sie sehr heiß.

Überbacken und vollenden

  1. Fagottini überbacken

    Die Tomaten-Oliven-Sauce über die Fagottini verteilen und mit dem Parmigiano bestreuen. Auf der mittleren Schiene 15 Minuten backen, bis die Sauce heiß ist und der Käse leicht goldbraun wird.

    15 Minuten 180 °C

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist heiß und der Parmigiano leicht goldbraun.

    • Die Fagottini sollen von Sauce umgeben, aber nicht vollständig darin ertränkt sein.
    • Während des Backens kann das Basilikumöl vorbereitet werden.

    Wichtig: Die Form mit Ofenhandschuhen aus dem Backofen nehmen.

  2. Basilikumöl zubereiten

    Während die Fagottini backen, die Basilikumblätter 10 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren, sofort in Eiswasser geben und anschließend gut trocken tupfen. Mit dem Olivenöl und dem Salz fein pürieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Basilikumöl ist fein püriert und leuchtend grün.

    • Das Basilikum nach dem Eiswasser gründlich trocken tupfen, damit das Öl nicht verwässert.
    • Das kurze Blanchieren stabilisiert die grüne Farbe.

    Wichtig: Beim Umgang mit kochendem Wasser und beim Umfüllen in Eiswasser vorsichtig arbeiten.

  3. Ruhen lassen und servieren

    Die gebackenen Fagottini 2 Minuten ruhen lassen. Die Stracciatella glatt rühren, portionsweise darübergeben und mit etwas Basilikumöl vollenden.

    2 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Fagottini sind kurz abgekühlt, die Stracciatella liegt cremig auf den Portionen und das Basilikumöl ist verteilt.

    • Die kurze Ruhezeit stabilisiert die Füllung und macht das Portionieren leichter.
    • Stracciatella erst nach dem Backen auftragen, damit sie cremig bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Semola rimacinata: Sehr fein gemahlener Hartweizengrieß sorgt für aromatische, elastische Crespelle. Er ist in italienischen Feinkostgeschäften, gut sortierten Supermärkten oder online erhältlich.
  • Pfannencrespelle statt Hefeteigstücke: Dieses Rezept verwendet dünne, flüssige Semola-Crespelle aus der Pfanne. Es ist ausdrücklich von frittierten Hefeteig-Crespelle abgegrenzt.
  • Arbeiten parallelisieren: Die Salsiccia-Sauce kann während der Teigruhe köcheln. Das Basilikumöl lässt sich während der Backzeit vorbereiten.
  • Stracciatella erst zum Schluss: Stracciatella und Basilikumöl werden erst nach der kurzen Ruhezeit aufgetragen. So bleiben die Creme und das frische Kräuteraroma klar erkennbar.

Zutatenwissen

Semola rimacinata verwenden

Die feine Hartweizengrießqualität macht den Teig aromatisch und elastisch. Feiner Hartweizengrieß funktioniert als Ersatz, ergibt aber eine etwas rustikalere Textur.

Mozzarella di bufala abtropfen lassen

Gut abgetropfte Mozzarella di bufala verhindert, dass die Füllung zu viel Flüssigkeit in die Fagottini abgibt. Kuhmilch-Mozzarella ist eine mildere Alternative.

Stracciatella ersetzen

Stracciatella ist das cremige Innere einer Burrata. Falls sie nicht erhältlich ist, kann fein zerzupfte Burrata verwendet werden; die Oberfläche wird dann etwas stückiger.

Sinnvolle Alternativen

feiner Hartweizengrieß

Die Crespelle werden etwas rustikaler und weniger fein-elastisch.

Semola rimacinata im gleichen Gewicht durch feinen Hartweizengrieß ersetzen und den Teig wie beschrieben ruhen lassen.

Kuhmilch-Mozzarella

Der Geschmack wird milder; der Käse schmilzt meist etwas gleichmäßiger.

Gut abtropfen lassen, in kleine Stücke teilen und wie die Büffelmozzarella in die Crespelle geben.

Burrata

Der Abschluss wird etwas stückiger, bleibt aber cremig.

Burrata fein zerzupfen, glatt rühren und erst nach der Ruhezeit auf den Fagottini verteilen.

grobe Schweinsbratwurst ohne Haut

Die Würzung kann etwas milder oder weniger kräuterbetont ausfallen.

Die Bratwurst aus der Haut drücken, zerbröseln und wie die Salsiccia anbraten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Crespelle-Teig ist klumpig.

Die Milch nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten und den Teig anschließend ruhen lassen.

Den Teig durch ein Sieb passieren und vor dem Ausbacken erneut kurz verrühren.

Die Crespelle werden dick und schwer.

Nur eine kleine Kelle verwenden und die Pfanne durch Schwenken dünn auskleiden.

Den restlichen Teig mit wenig zusätzlicher Milch verdünnen und die nächste Crespella dünner ausbacken.

Die Fagottini stehen in einer wässrigen Sauce.

Die Sauce offen sämig einkochen lassen und die Mozzarella gut abtropfen lassen.

Die Sauce vor dem Füllen weiter einkochen und überschüssige Flüssigkeit aus der Form vorsichtig abgießen.

Die Fagottini öffnen sich beim Backen.

Pro Viertel nur etwa einen Esslöffel Füllung verwenden und die Nahtseite nach unten legen.

Geöffnete Fagottini mit etwas Sauce bedecken und weiterbacken; die Form bleibt essbar, aber weniger kompakt.

Das Basilikumöl ist dunkel oder bräunlich.

Nur 10 Sekunden blanchieren und unmittelbar in Eiswasser geben.

Mit frischen blanchierten Basilikumblättern ein neues Öl ansetzen.

Varianten

Burrata-Abschluss

Stracciatella wird durch fein zerzupfte Burrata ersetzt.

Mildere Mozzarella-Variante

Kuhmilch-Mozzarella ersetzt die Büffelmozzarella in der Füllung.

Mit grober Schweinsbratwurst

Frische Salsiccia wird durch grobe Schweinsbratwurst ohne Haut ersetzt.

Servieren und kombinieren

  • Heiß als vollständige Portion servieren: Die Fagottini direkt nach dem Auftragen von Stracciatella und Basilikumöl heiß portionieren. Die cremige Oberfläche sollte sichtbar bleiben.
  • Mit frischem Salat ergänzen: Ein schlicht angemachter grüner oder bitterer Salat bringt Frische und einen leichten Kontrast zur cremigen, würzigen Sauce.
  • Mit trockenem Rotwein kombinieren: Ein trockener Rotwein passt geschmacklich zur Salsiccia, zur Tomatensauce und zu den kräftigen Käsen.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Salsiccia-Sauce und die Tomaten-Oliven-Sauce können bis zu 24 Stunden im Kühlschrank vorbereitet werden. Crespelle ebenfalls ausbacken, vollständig abkühlen lassen und abgedeckt kalt stellen. Vor dem Überbacken die Fagottini zusammensetzen und die Form direkt aus dem Kühlschrank in den vorgeheizten Backofen geben; die Backzeit bei Bedarf verlängern, bis die Mitte heiß ist.

Aufbewahren

Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Stracciatella und Basilikumöl möglichst getrennt aufbewahren und erst beim Servieren ergänzen.

Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen; Reste vor dem Verzehr vollständig durchwärmen.

Einfrieren

Das Einfrieren ist wegen der empfindlichen Crespelle- und Käsetextur nicht vorgesehen; die Sauce kann nach dem Auftauen wässriger werden.

Aufwärmen

  • Backofen: Fagottini abgedeckt bei 160 °C Ober-/Unterhitze erwärmen und zum Schluss kurz offen weiterwärmen. Stracciatella und Basilikumöl erst danach auftragen.
  • Mikrowelle: Eine Portion abgedeckt in kurzen Intervallen erwärmen. Danach kurz ruhen lassen und mit frischer Stracciatella sowie Basilikumöl vollenden.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Semola rimacinata ist ein Weizenprodukt und enthält Gluten.
  • Eier: enthält · Die Crespelle werden mit Eiern zubereitet.
  • Milch: enthält · Milch und mehrere daraus hergestellte Milchprodukte sind im Rezept enthalten.

Lebensmittelsicherheit

  • Rohe Salsiccia: Rohe Salsiccia getrennt von verzehrfertigen Zutaten verarbeiten. Hände, Messer, Brett und Arbeitsflächen nach dem Kontakt gründlich reinigen.
  • Abkühlen und Aufbewahren: Reste nach dem Essen zeitnah abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank lagern. Nicht über längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Heiße Auflaufform: Die Auflaufform nach dem Backen nur mit Ofenhandschuhen anfassen und vor dem Portionieren kurz ruhen lassen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Semola rimacinata ersetzen?

Ja. Feiner Hartweizengrieß funktioniert im gleichen Gewicht, macht die Crespelle jedoch etwas rustikaler.

Kann ich Kuhmilch-Mozzarella verwenden?

Ja. Gut abtropfen lassen und in kleine Stücke teilen. Der Geschmack wird milder und der Käse schmilzt meist etwas gleichmäßiger.

Was kann ich statt Stracciatella verwenden?

Fein zerzupfte Burrata ist die naheliegendste Alternative. Die Oberfläche wird dadurch etwas stückiger.

Sind diese Crespelle frittiert?

Nein. Der Teig ist dünnflüssig und wird portionsweise in einer leicht gebutterten Pfanne ausgebacken. Das Rezept ist damit von frittierten Hefeteig-Crespelle abgegrenzt.

Kann ich die Fagottini vorbereiten?

Ja. Saucen und Crespelle können bis zu 24 Stunden vorher vorbereitet und gekühlt werden. Die Fagottini anschließend zusammensetzen und vollständig heiß überbacken.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.

Kommentare werden geladen …

Schreib einen Kommentar