Semola rimacinata verwenden
Die feine Hartweizengrießqualität macht den Teig aromatisch und elastisch. Feiner Hartweizengrieß funktioniert als Ersatz, ergibt aber eine etwas rustikalere Textur.
Herzhafte Crespelle, Basilikata
Dünne Semola-Crespelle werden mit würziger Salsiccia-Tomatensauce und Mozzarella di bufalaWeicher, ungereifter Käse mit elastischer, gezogener Masse und mildem Geschmack. gefüllt, zu kleinen Fagottini gefaltet und mit Tomaten-Oliven-Sauce überbacken. Stracciatella und Basilikumöl setzen zum Schluss cremige und frische Akzente.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese in Matera verankerte Variante der Basilikata-Küche verbindet dünne, in der Pfanne ausgebackene Semola-Crespelle mit würziger Salsiccia, Tomatensauce und Mozzarella di bufala. Die geviertelten Crespelle werden zu kleinen Fagottini gefaltet, überbacken und anschließend mit Stracciatella und Basilikumöl vollendet. Gemeint sind ausdrücklich Pfannencrespelle und nicht die regional ebenfalls so genannten frittierten Hefeteigstücke.
Die Crespelle sind zart und leicht elastisch, die Füllung würzig, saftig und käsig. Darunter liegt eine sämige Tomaten-Oliven-Sauce; oben treffen leicht gebräunter Parmigiano, kühle cremige Stracciatella und intensiv grünes Basilikumöl aufeinander.
Schritt für Schritt
Eier und Salz in einer Schüssel verrühren. Die Semola rimacinata einarbeiten und die Milch nach und nach mit dem Schneebesen unterrühren, bis eine glatte, dünnflüssige Masse entsteht. Die geschmolzene Butter einrühren und den Teig 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und dünnflüssig.
Während der Teig ruht, das Olivenöl in einem Topf erhitzen. Porree und Knoblauch bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten glasig dünsten. Die Salsiccia aus der Haut drücken, zerbröseln und 5 Minuten mitbraten.
Daran erkennst du es: Porree und Knoblauch sind weich, die Wurstmasse ist angebraten und nicht mehr roh an der Oberfläche.
Wichtig: Rohe Salsiccia getrennt von verzehrfertigen Zutaten behandeln und Hände sowie Arbeitsgeräte danach gründlich reinigen.
Den Rotwein angießen und vollständig einkochen lassen. 1 l passierte Tomaten und das Salz einrühren. Die Sauce bei kleiner Hitze 30 Minuten offen köcheln lassen, bis sie sämig ist.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und die Salsiccia vollständig durchgegart.
Wichtig: Die Salsiccia-Sauce erst weiterverwenden, wenn die Wurstmasse vollständig durchgegart ist.
Die zweite Portion passierter Tomaten mit den gehackten Oliven in einem kleinen Topf erwärmen und 5 Minuten leise köcheln lassen. Nicht zusätzlich salzen, da Oliven und Käse bereits Würze mitbringen.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist heiß und leicht aromatisiert, ohne stark einzudicken.
Eine beschichtete Pfanne mit etwa 22 cm Durchmesser erhitzen und dünn mit Butter ausstreichen. Pro Crespella eine kleine Kelle Teig hineingeben, durch Schwenken verteilen und etwa 45 bis 60 Sekunden backen. Sobald die Oberfläche fest ist und sich der Rand löst, wenden und die zweite Seite 20 bis 30 Sekunden backen. Den restlichen Teig ebenso verarbeiten; insgesamt etwa 10 dünne Crespelle backen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist fest, der Rand löst sich und beide Seiten sind hell goldgelb.
Wichtig: Pfannenstiel und heiße Butter vorsichtig handhaben.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Jede Crespella vierteln. Auf jedes Viertel etwa 1 Esslöffel Salsiccia-Füllung und ein Stück Mozzarella di bufala geben. Die Teigstücke zu kleinen Fagottini falten und mit der Nahtseite nach unten in eine gebutterte Auflaufform setzen.
Daran erkennst du es: Die Fagottini sind geschlossen und liegen mit der Nahtseite nach unten in der Form.
Wichtig: Die Auflaufform vor dem Einsetzen der Fagottini dünn buttern; beim späteren Herausnehmen ist sie sehr heiß.
Die Tomaten-Oliven-Sauce über die Fagottini verteilen und mit dem Parmigiano bestreuen. Auf der mittleren Schiene 15 Minuten backen, bis die Sauce heiß ist und der Käse leicht goldbraun wird.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist heiß und der Parmigiano leicht goldbraun.
Wichtig: Die Form mit Ofenhandschuhen aus dem Backofen nehmen.
Während die Fagottini backen, die Basilikumblätter 10 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren, sofort in Eiswasser geben und anschließend gut trocken tupfen. Mit dem Olivenöl und dem Salz fein pürieren.
Daran erkennst du es: Das Basilikumöl ist fein püriert und leuchtend grün.
Wichtig: Beim Umgang mit kochendem Wasser und beim Umfüllen in Eiswasser vorsichtig arbeiten.
Die gebackenen Fagottini 2 Minuten ruhen lassen. Die Stracciatella glatt rühren, portionsweise darübergeben und mit etwas Basilikumöl vollenden.
Daran erkennst du es: Die Fagottini sind kurz abgekühlt, die Stracciatella liegt cremig auf den Portionen und das Basilikumöl ist verteilt.
Gut zu wissen
Die feine Hartweizengrießqualität macht den Teig aromatisch und elastisch. Feiner Hartweizengrieß funktioniert als Ersatz, ergibt aber eine etwas rustikalere Textur.
Gut abgetropfte Mozzarella di bufala verhindert, dass die Füllung zu viel Flüssigkeit in die Fagottini abgibt. Kuhmilch-Mozzarella ist eine mildere Alternative.
Stracciatella ist das cremige Innere einer Burrata. Falls sie nicht erhältlich ist, kann fein zerzupfte Burrata verwendet werden; die Oberfläche wird dann etwas stückiger.
Die Crespelle werden etwas rustikaler und weniger fein-elastisch.
Semola rimacinata im gleichen Gewicht durch feinen Hartweizengrieß ersetzen und den Teig wie beschrieben ruhen lassen.
Der Geschmack wird milder; der Käse schmilzt meist etwas gleichmäßiger.
Gut abtropfen lassen, in kleine Stücke teilen und wie die Büffelmozzarella in die Crespelle geben.
Der Abschluss wird etwas stückiger, bleibt aber cremig.
Burrata fein zerzupfen, glatt rühren und erst nach der Ruhezeit auf den Fagottini verteilen.
Die Würzung kann etwas milder oder weniger kräuterbetont ausfallen.
Die Bratwurst aus der Haut drücken, zerbröseln und wie die Salsiccia anbraten.
Die Milch nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten und den Teig anschließend ruhen lassen.
Den Teig durch ein Sieb passieren und vor dem Ausbacken erneut kurz verrühren.
Nur eine kleine Kelle verwenden und die Pfanne durch Schwenken dünn auskleiden.
Den restlichen Teig mit wenig zusätzlicher Milch verdünnen und die nächste Crespella dünner ausbacken.
Die Sauce offen sämig einkochen lassen und die Mozzarella gut abtropfen lassen.
Die Sauce vor dem Füllen weiter einkochen und überschüssige Flüssigkeit aus der Form vorsichtig abgießen.
Pro Viertel nur etwa einen Esslöffel Füllung verwenden und die Nahtseite nach unten legen.
Geöffnete Fagottini mit etwas Sauce bedecken und weiterbacken; die Form bleibt essbar, aber weniger kompakt.
Nur 10 Sekunden blanchieren und unmittelbar in Eiswasser geben.
Mit frischen blanchierten Basilikumblättern ein neues Öl ansetzen.
Stracciatella wird durch fein zerzupfte Burrata ersetzt.
Kuhmilch-Mozzarella ersetzt die Büffelmozzarella in der Füllung.
Frische Salsiccia wird durch grobe Schweinsbratwurst ohne Haut ersetzt.
Die Salsiccia-Sauce und die Tomaten-Oliven-Sauce können bis zu 24 Stunden im Kühlschrank vorbereitet werden. Crespelle ebenfalls ausbacken, vollständig abkühlen lassen und abgedeckt kalt stellen. Vor dem Überbacken die Fagottini zusammensetzen und die Form direkt aus dem Kühlschrank in den vorgeheizten Backofen geben; die Backzeit bei Bedarf verlängern, bis die Mitte heiß ist.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Stracciatella und Basilikumöl möglichst getrennt aufbewahren und erst beim Servieren ergänzen.
Nicht längere Zeit ungekühlt stehen lassen; Reste vor dem Verzehr vollständig durchwärmen.
Das Einfrieren ist wegen der empfindlichen Crespelle- und Käsetextur nicht vorgesehen; die Sauce kann nach dem Auftauen wässriger werden.
Häufig gefragt
Ja. Feiner Hartweizengrieß funktioniert im gleichen Gewicht, macht die Crespelle jedoch etwas rustikaler.
Ja. Gut abtropfen lassen und in kleine Stücke teilen. Der Geschmack wird milder und der Käse schmilzt meist etwas gleichmäßiger.
Fein zerzupfte Burrata ist die naheliegendste Alternative. Die Oberfläche wird dadurch etwas stückiger.
Nein. Der Teig ist dünnflüssig und wird portionsweise in einer leicht gebutterten Pfanne ausgebacken. Das Rezept ist damit von frittierten Hefeteig-Crespelle abgegrenzt.
Ja. Saucen und Crespelle können bis zu 24 Stunden vorher vorbereitet und gekühlt werden. Die Fagottini anschließend zusammensetzen und vollständig heiß überbacken.
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