Casera und passende Alternative
Casera ist mild, buttrig und mittel gereift. Als Alternative passt mittelalter Bergkäse; er schmeckt meist etwas kräftiger und weniger nussig.
Lombardei · Ofen-Crespelle
Dünne Weizen-Buchweizen-Crespelle mit Kartoffeln, jungen Mangoldblättern und Casera, gerollt, halbiert und mit Salbei-Béchamel goldbraun überbacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese lombardische Ofen-Crespelle verbindet einen dünnen Teig aus Weizen- und Buchweizenmehl mit Kartoffeln, zarten Erbette beziehungsweise jungen Mangoldblättern und mittel gereiftem Casera. Die gefüllten Crespelle werden gerollt, halbiert und mit einer milden Salbei-Béchamel überzogen, bevor sie im Ofen leicht goldbraun backen.
Die Crespelle sind zart und leicht elastisch, die Füllung weich mit etwas Struktur. Casera bringt eine milde, buttrige Würze ein, während Salbei und gebräunte Béchamel für warme Kräuter- und Röstaromen sorgen.
Schritt für Schritt
Eier und Milch in einer Schüssel verquirlen. Beide Mehlsorten nach und nach einarbeiten, bis ein glatter, dünnflüssiger Teig entsteht. 1 g Salz und 0,5 g Pfeffer unterrühren. Den Teig abdecken und 30 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und dünnflüssig.
Inzwischen die Kartoffeln schälen und in etwa 1 cm dicke Stifte schneiden. Die Mangoldblätter beziehungsweise Erbette waschen und grob schneiden, den Lauch in feine Ringe teilen. Den Casera reiben und in 100 g für die Füllung sowie 50 g für die Oberfläche aufteilen.
Für die Béchamel 40 g Butter bei niedriger bis mittlerer Hitze schmelzen. Die Salbeiblätter kurz darin ziehen lassen, das Mehl einrühren und die Milch nach und nach unter ständigem Rühren zugießen. Die Sauce sanft erhitzen, bis sie leicht andickt. Salbei entfernen und die Béchamel mit Salz und Pfeffer würzen. Warm halten.
Daran erkennst du es: Die Béchamel ist glatt und leicht angedickt.
Einen großen Topf mit Wasser und dem Lorbeerblatt zum Kochen bringen. Die Kartoffelstifte hineingeben und 3–4 Minuten vorgaren. Dann die geschnittenen Erbette, 15 ml Olivenöl und 3 g Salz hinzufügen. Weitere 3 Minuten garen und anschließend gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstifte sind knapp gar, die Blätter zusammengefallen.
Die restlichen 30 ml Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Den Lauch darin 2–3 Minuten kräftig anbraten. Die abgetropften Kartoffeln und Erbette dazugeben und 2 Minuten schwenken. Die Mischung in eine Schüssel geben, 100 g Casera unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Daran erkennst du es: Der Lauch ist weich und leicht gebräunt, die Füllung gut vermischt.
Eine beschichtete Pfanne erhitzen und mit etwas von den 20 g Butter ausstreichen. Pro Crespella eine kleine Kelle Teig hineingeben und durch Schwenken dünn verteilen. Jede Crespella etwa 1 Minute backen, wenden und die zweite Seite ebenfalls etwa 1 Minute backen. Auf diese Weise 9 Crespelle ausbacken.
Daran erkennst du es: Die Crespelle sind dünn, biegsam und auf beiden Seiten leicht gebräunt.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Jede Crespella mit einem Teil der Gemüse-Käse-Füllung belegen, aufrollen und quer halbieren.
Eine Auflaufform mit 10 g Butter ausstreichen und die 18 halben Crespelle mit der Schnittfläche nach oben hineinsetzen. Die Salbei-Béchamel gleichmäßig darüber verteilen und mit den übrigen 50 g Casera bestreuen.
Die Crespelle 10–12 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht goldbraun ist. Heiß servieren, pro Portion drei halbe Crespelle.
Daran erkennst du es: Die Béchamel ist heiß und die Oberfläche leicht goldbraun.
Gut zu wissen
Casera ist mild, buttrig und mittel gereift. Als Alternative passt mittelalter Bergkäse; er schmeckt meist etwas kräftiger und weniger nussig.
Junge Mangoldblätter können in dieser Füllung auch als Erbette verwendet werden. Die Blätter werden grob geschnitten und zusammen mit den Kartoffelstiften kurz gegart.
Der Geschmack wird meist etwas kräftiger und weniger nussig, die cremige Schmelze bleibt erhalten.
Den Casera vollständig durch mittelalten Bergkäse ersetzen, reiben und wie im Rezept in 100 g für die Füllung und 50 g für die Oberfläche aufteilen.
Den Teig 30 Minuten ruhen lassen und pro Crespella nur eine kleine Kelle verwenden; die Pfanne beim Eingießen schwenken.
Dicke Crespelle kurz weiterbacken, bis sie biegsam sind, und beim Füllen etwas weniger Füllung verwenden.
Das Gemüse nach dem Garen gut abtropfen lassen, bevor es mit Lauch, Öl und Casera vermischt wird.
Die Füllung einige Minuten in der Pfanne weiter schwenken, damit überschüssige Feuchtigkeit verdampft.
Das Mehl gründlich in die Butter rühren und die Milch nach und nach unter ständigem Rühren einarbeiten.
Die Sauce kräftig glatt rühren und bei Bedarf durch ein feines Sieb passieren.
Die Crespelle nur 10–12 Minuten bei 180 °C überbacken und gegen Ende beobachten.
Die Form locker abdecken und weiterbacken, bis die Füllung heiß ist.
Häufig gefragt
Ja. Junge Mangoldblätter sind im Rezept bereits als mögliche Alternative zu Erbette vorgesehen. Sie werden gewaschen, grob geschnitten und zusammen mit den Kartoffelstiften kurz gegart.
Mittelalter Bergkäse passt gut als Ersatz. Er ist meist etwas kräftiger und weniger nussig, schmilzt aber ebenfalls gut in der Füllung und auf der Oberfläche.
Das Rezept ergibt 18 halbe Crespelle. Pro Portion werden drei Hälften serviert.
Der Buchweizen prägt den Teig mit seiner nussigen Note. Für das vorgesehene Geschmacksbild sollte er zusammen mit dem Weizenmehl verwendet werden.
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