Gerichtsform und GerichtsartAufläufe und überbackene Formgerichte, Nudelgerichte
Prägende ZutatenfamilieEier, Fleisch, Gemüse, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Weizen
Prägende ZubereitungsverfahrenBacken, Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren
AnlasskontextFeierlicher Anlass
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Was dieses Rezept zuverlässig macht
Das langsam geschmorte Ragù entwickelt mit Weißwein, Milch und Kräutern ein tiefes, rundes Aroma ohne Tomaten.
Béchamel verbindet Ragù und Pasta zu einer besonders cremigen, saftigen Schichtung.
Frische Eierlasagneblätter garen schnell und ergeben zarte, klar erkennbare Pastaschichten.
Parmigiano Reggiano sorgt für Würze und eine goldbraune, aromatische Kruste.
Lasagne al ragù bianco verbindet zarte frische Eierpasta mit einem hellen, langsam geschmorten Fleischragù und weicher Béchamel. Die toskanische Prägung zeigt sich im tomatenfreien Ragù, das mit Weißwein, Rosmarin und Salbei aromatisiert wird. Zwischen den dünnen Pastaschichten bleibt die Füllung saftig und würzig, während die Oberfläche im Ofen goldbraun gratiniert.
Cremige, weiche Schichten treffen auf zartes Ragù mit feiner Kräuterwürze. Die Oberfläche wird goldbraun und leicht knusprig, während die Lasagne im Inneren saftig, mild-würzig und reichhaltig bleibt.
Schritt für Schritt
Zubereitung
Zubereitung
1
Gemüse schneiden und Kräuter bündeln
Zwiebel, Möhre und Sellerie sehr fein würfeln. Rosmarin, Salbei und Lorbeer mit Küchengarn zu einem kleinen Kräuterbündel binden.
Sehr kleine Würfel lösen sich später fast vollständig im Ragù auf und geben ihm eine gleichmäßige Struktur.
2
Gemüse anschwitzen
Das Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre und Sellerie bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Knoblauch und Kräuterbündel hinzufügen.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und duftet, aber kaum gebräunt.
Bei zu hoher Hitze würde das Gemüse bräunen, bevor es weich genug ist.
3
Hackfleisch braten
Das Hackfleisch in den Topf geben und bei mittlerer bis hoher Hitze 8 bis 10 Minuten unter Rühren braten, bis es krümelig ist und leicht Farbe angenommen hat.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Das Hackfleisch ist vollständig krümelig und leicht gebräunt.
Das Fleisch zunächst kurz anliegen lassen und dann zerteilen, damit es leichter Farbe annimmt.
Wichtig: Nach Kontakt mit rohem Hackfleisch Hände, Arbeitsfläche und Küchenutensilien gründlich reinigen.
4
Ragù ablöschen und aufgießen
Mit dem Weißwein ablöschen und 3 bis 4 Minuten einkochen lassen. Milch und heiße Brühe angießen, mit Salz und Pfeffer würzen und einmal aufkochen lassen.
4 Minuten
Daran erkennst du es: Der Weingeruch ist deutlich milder und die Flüssigkeit leicht reduziert.
Beim Angießen den Topfboden gut lösen, damit die aromatischen Röststoffe in das Ragù gelangen.
5
Ragù bianco schmoren
Das Ragù zugedeckt bei sehr niedriger Hitze etwa 75 Minuten sanft schmoren lassen und gelegentlich umrühren. Falls es zu stark eindickt, esslöffelweise heißes Wasser ergänzen. Zum Schluss soll es saftig, aber nicht suppig sein. Das Kräuterbündel entfernen und das Ragù abschmecken.
75 Minuten
Daran erkennst du es: Das Ragù ist saftig, aromatisch und gebunden, aber nicht suppig.
Während das Ragù schmort, kann die Béchamel vorbereitet werden, sofern genügend Platz und Aufmerksamkeit vorhanden sind.
6
Béchamel kochen
Die Butter in einem Topf schmelzen. Mehl einrühren und bei niedriger Hitze etwa 2 Minuten unter Rühren anschwitzen, ohne es zu bräunen. Die Milch nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten. Unter ständigem Rühren aufkochen und 7 bis 8 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Sauce cremig ist. Mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Die Béchamel ist glatt und cremig und überzieht den Schneebesen leicht.
Die Milch portionsweise einarbeiten, damit keine Klümpchen entstehen.
Wichtig: Heiße Béchamel vorsichtig rühren und spritzendes Fett oder Flüssigkeit vermeiden.
7
Ofen vorheizen und Lasagneblätter blanchieren
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Die frischen Lasagneblätter portionsweise etwa 30 Sekunden blanchieren, herausheben und nebeneinander auf saubere Küchentücher legen.
10 Minuten180 °C
Daran erkennst du es: Die Lasagneblätter sind biegsam, aber noch stabil.
Die blanchierten Blätter nicht übereinanderlegen, damit sie nicht zusammenkleben.
Wichtig: Beim Herausheben der heißen Lasagneblätter auf spritzendes Kochwasser achten.
8
Lasagne schichten
Die Form mit Butter ausstreichen. Eine dünne Schicht Béchamel auf dem Boden verteilen. Darauf Lasagneblätter legen, mit Ragù und etwas Béchamel bedecken und mit Parmigiano bestreuen. Die Schichten wiederholen, bis Pasta, Ragù und Béchamel aufgebraucht sind. Mit einer Schicht Béchamel und dem restlichen Parmigiano abschließen.
15 Minuten
Daran erkennst du es: Die oberste Schicht ist vollständig mit Béchamel und Parmigiano bedeckt.
Die Saucen bis an die Ränder verteilen, damit die Pastablätter beim Backen nicht austrocknen.
9
Lasagne backen
Die Lasagne auf der mittleren Schiene 30 bis 35 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Sauce an den Rändern blubbert.
35 Minuten180 °C
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Sauce blubbert an den Rändern.
Falls die Oberfläche zu schnell bräunt, die Form locker mit Backpapier abdecken.
Wichtig: Die Auflaufform wird sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.
10
Lasagne ruhen lassen
Die Lasagne aus dem Ofen nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. So setzen sich die Schichten und lassen sich sauber portionieren.
10 Minuten
Daran erkennst du es: Die Schichten sind gesetzt und lassen sich ohne starkes Verlaufen portionieren.
Die Ruhezeit verbessert die Schnittfestigkeit und verteilt die Hitze in den Schichten.
Wichtig: Vor dem Portionieren kurz auf eine sichere Serviertemperatur abkühlen lassen.
Gut zu wissen
Hinweise zum Rezept
Saucen gleichmäßig verteilen: Ragù und Béchamel bis an die Ränder verstreichen, damit die frischen Lasagneblätter vollständig von Sauce umgeben sind und saftig bleiben.
Arbeiten parallelisieren: Während das Ragù schmort, kann die Béchamel vorbereitet werden. So bleibt die Gesamtzeit bei etwa drei Stunden einschließlich Ruhezeit.
Vor dem Anschneiden ruhen lassen: Die zehnminütige Ruhezeit ist wichtig, damit sich die Schichten stabilisieren und die Portionen sauberer schneiden lassen.
Zutatenwissen
Chianina-Rinderhack
Chianina-Rinderhack ist besonders bei spezialisierten Metzgereien, italienischen Feinkostläden oder gut sortierten Fleischhändlern zu finden. Normales Rinderhack funktioniert ebenfalls und ergibt ein etwas kräftigeres, weniger feines Ragù.
Frische Lasagneblätter
Die frischen Eierlasagneblätter werden vor dem Schichten kurz blanchiert. Danach nebeneinander auf Küchentüchern auslegen, damit sie nicht zusammenkleben.
Parmigiano Reggiano
Fein geriebener Parmigiano verteilt sich gleichmäßig zwischen den Schichten und bildet auf der Oberfläche eine aromatische, goldbraune Kruste.
Sinnvolle Alternativen
Rinderhackfleisch
Das Ragù schmeckt etwas kräftiger und weniger fein als mit Chianina-Rinderhack.
Chianina-Rinderhack im gleichen Gewicht durch gut gekühltes Rinderhack ersetzen und wie beschrieben anbraten.
Typische Fehler und ihre Lösung
Das Ragù ist beim Schichten suppig und läuft zwischen den Pastaschichten heraus.
Das Ragù zugedeckt sanft schmoren und gegen Ende prüfen, ob es saftig, aber nicht suppig ist.
Das Ragù vor dem Schichten ohne Deckel kurz weiter einkochen lassen.
Die Béchamel enthält Mehlklümpchen.
Die Milch nach und nach mit dem Schneebesen einarbeiten.
Die Sauce durch ein feines Sieb streichen und anschließend vorsichtig weiterköcheln lassen.
Die Pastaränder werden trocken oder hart.
Jede Schicht bis an die Ränder mit Sauce bedecken und mit Béchamel abschließen.
Beim Servieren etwas zusätzliche warme Béchamel oder Ragù dazugeben.
Die Lasagne lässt sich nicht sauber portionieren.
Die Lasagne nach dem Backen 10 Minuten ruhen lassen.
Die Stücke vorsichtig mit einem breiten Pfannenwender lösen und etwas länger abkühlen lassen.
Servieren und kombinieren
Für den Sonntags- oder Festtagstisch: Die Lasagne nach der zehnminütigen Ruhezeit warm und in sauberen Stücken servieren. Die goldbraune Oberfläche eignet sich besonders für eine festliche Präsentation aus der Form.
Allergene und Nährwerte
Weizen und Gluten: enthält · Enthalten durch Weizenmehl und frische Lasagneblätter.
Milch: enthält · Enthalten durch Milch, Butter und Parmigiano Reggiano.
Ei: enthält · Die frischen Lasagneblätter sind ausdrücklich mit Ei angegeben.
Sellerie: enthält · Enthalten durch Staudensellerie im Ragù.
Lebensmittelsicherheit
Umgang mit rohem Hackfleisch: Rohes Hackfleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Hände, Schneidebrett sowie Messer nach dem Kontakt gründlich reinigen.
Heiße Form und heißes Wasser: Beim Blanchieren und Herausnehmen der Lasagne die heißen Flüssigkeiten vorsichtig handhaben und die Auflaufform nur mit geeigneten Ofenhandschuhen bewegen.
Häufig gefragt
Fragen zum Rezept
Kann ich Chianina-Rinderhack ersetzen?
Ja. 500 g normales Rinderhack funktionieren ebenfalls. Das Ragù schmeckt dann etwas kräftiger und weniger fein.
Müssen frische Lasagneblätter blanchiert werden?
Im vorliegenden Rezept werden die frischen Lasagneblätter portionsweise etwa 30 Sekunden blanchiert und anschließend getrennt auf Küchentüchern ausgelegt.
Warum muss die Lasagne ruhen?
Die zehnminütige Ruhezeit lässt die Schichten stabilisieren, sodass sich die Lasagne sauberer portionieren lässt.
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