Steinpilze und Einweichwasser
Das gefilterte Einweichwasser enthält konzentriertes Pilzaroma und wird deshalb mit der Tomatensauce verwendet. Es sollte sorgfältig durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gegossen werden.
Frische Röhrenpasta, handgerollt
Handgerollte frische Röhrenpasta aus Bobbio mit getrockneten Steinpilzen, Tomaten, Butter und Grana PadanoItalienischer Hartkäse mit geschützter Ursprungsbezeichnung und körniger Textur..
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Maccheroni alla Bobbiese sind eine regionale Pastaspezialität aus Bobbio in der Emilia-Romagna. Der frische Ei-Teig wird von Hand zu hohlen Röhren gerollt, die eine aromatische Pilz-Tomatensauce besonders gut aufnehmen.
Die Maccheroni sind zart-elastisch und bissfest, während die Sauce sämig, tomatig und herzhaft nach Steinpilzen duftet. Butter und Grana Padano runden das Aroma weich und würzig ab.
Schritt für Schritt
Das Mehl auf die Arbeitsfläche häufen und in der Mitte eine Mulde formen. Eier, Olivenöl und Salz hineingeben, mit einer Gabel verrühren und das Mehl nach und nach einarbeiten. Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. Nur falls er trocken bleibt, das lauwarme Wasser teelöffelweise einarbeiten.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nicht mehr mehlig oder rissig.
Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Währenddessen können die Steinpilze eingeweicht und die Sauce vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Der Teig fühlt sich nach der Ruhe geschmeidiger und entspannter an.
Die getrockneten Steinpilze mit dem heißen Wasser übergießen und 15 Minuten einweichen. Die Pilze herausnehmen, gut ausdrücken und fein schneiden. Das Einweichwasser durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen und auffangen.
Daran erkennst du es: Die Pilze sind weich und biegsam; das Einweichwasser ist frei von groben Rückständen.
Wichtig: Vorsicht beim Umgang mit heißem Wasser.
Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Butter und Olivenöl in einem Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel und Knoblauch 5 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Steinpilze, passierte Tomaten und das gefilterte Einweichwasser dazugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Sauce 20 bis 25 Minuten sanft einkochen lassen. Während die Sauce einkocht, kann die Pasta geformt werden.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sichtbar eingedickt und umhüllt den Löffel leicht.
Den Pastateig in 8 Portionen teilen. Jede Portion zu einem etwa 1 cm dicken Strang rollen und in 3 bis 4 cm lange Stücke schneiden. Jedes Stück längs auf eine sehr dünne, saubere Stricknadel oder einen geeigneten Metallstab legen. Mit leichtem Druck über die Arbeitsfläche rollen, bis eine etwa 8 bis 10 cm lange hohle Röhre entsteht. Die Maccheroni vorsichtig abstreifen und zwischen sauberen Tüchern 20 bis 30 Minuten antrocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die Röhren sind hohl, halten ihre Form und kleben beim Anfassen nicht mehr stark.
Wichtig: Nur eine saubere, glatte Stricknadel oder einen geeigneten Metallstab verwenden und die geformte Pasta vor dem Kochen vorsichtig abstreifen.
Einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen und mit dem Salz für das Kochwasser würzen. Die Maccheroni portionsweise hineingeben und 5 bis 7 Minuten garen. Nach 5 Minuten ein Stück probieren; die Pasta soll durchgegart, aber noch bissfest sein. Etwa 100 ml Kochwasser auffangen, dann die Maccheroni abgießen.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist durchgegart, aber im Kern noch leicht bissfest.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Dampf und das kochende Wasser achten.
Die gekochte Pasta in die Sauce geben und vorsichtig durchschwenken. Bei Bedarf etwas vom aufgefangenen Kochwasser ergänzen, bis die Sauce die Röhren gut umhüllt. Die Maccheroni auf vier Teller verteilen und mit dem frisch geriebenen Grana Padano servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet gleichmäßig an den Röhren, ohne wässrig zu wirken.
Gut zu wissen
Das gefilterte Einweichwasser enthält konzentriertes Pilzaroma und wird deshalb mit der Tomatensauce verwendet. Es sollte sorgfältig durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gegossen werden.
Beide angegebenen Weizenmehle eignen sich für den frischen Pastateig. Entscheidend ist, das Wasser nur bei Bedarf und schrittweise zu ergänzen.
Der frisch geriebene Käse wird zum Servieren über die geschwenkte Pasta gegeben und ergänzt die Pilz-Tomatensauce mit würziger Tiefe.
Die Sauce wird milder und weniger waldig; das intensive Steinpilzaroma und das Einweichwasser entfallen.
Die Champignons putzen, fein schneiden und direkt mit Zwiebel und Knoblauch anbraten. Kein Einweichwasser verwenden; bei Bedarf einen kleinen Schluck Wasser ergänzen.
Das Wasser nur teelöffelweise und ausschließlich bei Bedarf zugeben. Den Teig ausreichend kneten.
Etwas Mehl einarbeiten und den Teig erneut glatt kneten. Danach nochmals kurz ruhen lassen.
Das Wasser langsam durch ein sehr feines Sieb oder einen Kaffeefilter gießen.
Die Sauce vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen und grobe Rückstände zurücklassen.
Die Stränge etwa 1 cm dick ausrollen und die Stücke mit leichtem Druck gleichmäßig über den Stab rollen.
Die Pasta länger portionsweise weitergaren und die Garprobe wiederholen.
Die Sauce sanft reduzieren und Kochwasser nur schluckweise zugeben.
Die Sauce einige Minuten ohne Deckel weiter einkochen lassen.
Eine mildere Pilzvariante ohne getrocknete Steinpilze und ohne Einweichwasser.
Die Pasta wird ohne abschließenden Hartkäse serviert; die Pilz-Tomatensauce bleibt der geschmackliche Schwerpunkt.
Häufig gefragt
Ja. Verwende einen anderen dünnen, glatten und sauberen Metall- oder Holzstab. Wichtig ist, dass die Teigröhren hohl bleiben und sich anschließend leicht abstreifen lassen.
Nur wenn der Teig trotz gründlichen Knetens trocken, rissig oder schwer verbindbar bleibt. Das Wasser teelöffelweise einarbeiten, damit der Teig nicht zu weich wird.
Es trägt konzentriertes Pilzaroma in die Sauce. Vor der Verwendung sollte es durch ein feines Sieb oder einen Kaffeefilter gegossen werden, damit Rückstände entfernt werden.
Du kannst 150 g braune Champignons verwenden. Putze und schneide sie fein und brate sie direkt mit Zwiebel und Knoblauch an. Die Sauce wird dadurch milder und weniger waldig; Einweichwasser brauchst du dann nicht.
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