Wirsing und Sud
Der Wirsing wird in breite Streifen geschnitten und erst in der zweiten Schmorphase zugegeben. Dadurch verbindet er sich mit dem Sud und bleibt als geschmorte Gemüsekomponente erkennbar.
Schmorgericht aus Venetien
Herzhafte Schweinerippchen werden mit Wirsing, Wurzelgemüse, Weißwein und Fleischfond langsam geschmort, bis Fleisch und Kohl den kräftigen Sud aufgenommen haben.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Costine di maiale con verza verbindet kräftige Schweinerippchen mit dem erdigen Geschmack von Wirsing und klassischem Suppengemüse. Das Fleisch wird zuerst gebräunt, anschließend mit Weißwein abgelöscht und langsam mit Fond geschmort. Der Wirsing kommt später hinzu, damit er weich wird, aber als eigene Komponente im aromatischen Sud erhalten bleibt.
Die Rippchen schmecken würzig und saftig, mit herzhaften Röstnoten und einer milden Weinaromatik. Der Wirsing wird weich und nimmt den kräftigen Sud auf, während Rosmarin und Lorbeer eine zurückhaltende Kräuternote ergänzen.
Schritt für Schritt
Sichtbares überschüssiges Fett von den Schweinerippchen entfernen. Die Stücke mit der Hälfte des Salzes und dem Pfeffer würzen. Den Wirsing putzen, vierteln, den Strunk entfernen und die Blätter in breite Streifen schneiden. Zwiebel, Möhre und Sellerie fein würfeln und den Knoblauch hacken.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist gleichmäßig vorbereitet und die Rippchen sind gewürzt.
Das Olivenöl im schweren Schmortopf erhitzen. Die Rippchen darin bei mittlerer bis kräftiger Hitze rundum 8–10 Minuten anbraten, bis sie gebräunt sind. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Rippchen sind rundum gebräunt.
Wichtig: Beim Einlegen der Rippchen in das heiße Öl vorsichtig arbeiten.
Zwiebel, Möhre und Sellerie im verbliebenen Bratfett 5 Minuten weich dünsten. Den Knoblauch hinzufügen und 1 Minute mitdünsten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich geworden, ohne dass der Knoblauch dunkel gebräunt ist.
Mit dem Weißwein ablöschen und 2–3 Minuten einkochen lassen. Die Rippchen wieder in den Topf geben, 400 ml Fleischfond angießen und Lorbeerblatt sowie Rosmarin hinzufügen.
Daran erkennst du es: Der deutliche Weingeruch ist abgemildert und die Flüssigkeit verbindet sich mit dem Bratensatz.
Wichtig: Die Flüssigkeit vorsichtig in den heißen Topf geben, da sie stark aufschäumen kann.
Den Topf abdecken und die Rippchen bei niedriger Hitze 45 Minuten sanft schmoren lassen. Sie sollen nur leicht köcheln, nicht sprudelnd kochen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit bewegt sich nur sanft und die Rippchen garen ohne sprudelndes Kochen.
Den Wirsing und die restlichen 100 ml Fleischfond einarbeiten. Wieder abdecken und weitere 35–40 Minuten schmoren, bis das Fleisch weich ist und sich der Wirsing mit dem Sud verbunden hat. Die Rippchen nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist weich und der Wirsing ist vollständig zusammengefallen, ohne seine Verbindung zum Sud zu verlieren.
Lorbeerblatt und Rosmarinzweig entfernen. Das Gericht mit dem restlichen Salz abschmecken und die Rippchen mit dem geschmorten Wirsing und dem kräftigen Sud sofort servieren.
Daran erkennst du es: Lorbeer und Rosmarin sind entfernt, der Sud ist kräftig abgeschmeckt und die Rippchen sind weich.
Gut zu wissen
Der Wirsing wird in breite Streifen geschnitten und erst in der zweiten Schmorphase zugegeben. Dadurch verbindet er sich mit dem Sud und bleibt als geschmorte Gemüsekomponente erkennbar.
Lorbeerblatt und Rosmarinzweig aromatisieren den Sud während des Schmorens und werden vor dem Servieren wieder herausgenommen.
Mit alkoholfreiem Weißwein bleibt eine weinartige Säurenote erhalten; zusätzlicher Fond ergibt einen runderen, weniger weinbetonten Sud.
Den trockenen Weißwein im gleichen Volumen durch alkoholfreien Weißwein ersetzen. Für eine alkoholfreie, mildere Variante stattdessen 150 ml zusätzlichen Fleischfond verwenden und den Bratensatz besonders gründlich lösen.
Weißkohl bleibt etwas fester und schmeckt milder als Wirsing; die Schmorzeit kann leicht länger ausfallen.
Den Weißkohl putzen, vom Strunk befreien, in breite Streifen schneiden und an derselben Stelle wie den Wirsing in der zweiten Schmorphase zugeben.
Den Topf nach dem Aufkochen auf niedrige Hitze stellen und nur ein leichtes Köcheln zulassen.
Etwas heißen Fleischfond nachgießen, den Topf wieder abdecken und die Hitze reduzieren.
Die Rippchen mit Abstand anbraten und bei Bedarf in mehreren Durchgängen arbeiten.
Die Rippchen herausnehmen und den Bratensatz mit dem Gemüse weiter aromatisch aufbauen, bevor mit Wein abgelöscht wird.
Den Knoblauch erst nach dem weich gedünsteten Gemüse zugeben und nur kurz mitdünsten.
Falls der Knoblauch deutlich verbrannt ist, das Gemüse aus dem Topf nehmen, den Topf auswischen und mit frischem Öl neu ansetzen.
Häufig gefragt
Der Wirsing kommt später in den Topf, damit er den kräftigen Sud aufnehmen und weich werden kann, ohne während der gesamten Garzeit zu zerfallen.
Die Flüssigkeit soll sich bei niedriger Hitze nur leicht bewegen. Sprudelndes Kochen ist nicht vorgesehen, weil der Sud sonst zu schnell reduziert.
Die Rippchen werden mit dem geschmorten Wirsing und dem kräftigen Sud direkt aus dem Topf serviert.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …