Riso e indivia

Minestra aus Latium

Eine sämige römische Minestra aus Rundkornreis, Scarola, Guanciale, Tomate und Pecorino Romano. Der Reis gart direkt in der kräftigen Gemüsebrühe und verbindet sich mit dem geschmorten Gemüse zu einem herzhaften warmen Reisgericht.

Zum Rezept
Herzhafte Reisküche aus Latium
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 3 Minuten
Gesamtzeit ca. 60 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Reisgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Reis
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Guanciale gibt dem Soffritto Tiefe und steuert zugleich aromatisches Fett bei.
  • Scarola und Tomate verbinden ihre herzhafte, leicht bittere und süßliche Note zu einem ausgewogenen Geschmack.
  • Rundkornreis bindet beim Garen einen Teil der Brühe und sorgt für die sämige Konsistenz.
  • Pecorino Romano und Petersilie setzen zum Schluss würzige und frische Akzente.

Riso e indivia bringt die bodenständige Küche Latiums in den Topf: leicht bittere Scarola, süßliche Tomate, aromatisches Gemüse und würziger Guanciale treffen auf Rundkornreis. Durch das Garen direkt in der Brühe wird die Minestra sämig und eher trocken als suppig. Heiß serviert mit Petersilie und Pecorino Romano passt sie besonders gut zu einer einfachen, herzhaften Alltagsküche.

Sämig und herzhaft, mit leichtem Biss im Reis, zart zusammengefallener Scarola, würzigem Guanciale, süßlicher Tomate und einem kräftigen Pecorino-Abschluss.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Scarola vorbereiten

    Entferne von der Scarola den Strunk und welke Außenblätter. Trenne die Blätter, wasche sie gründlich und schneide sie in breite Streifen. Lass sie im Sieb gut abtropfen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Scarola ist sauber gewaschen und gut abgetropft.

    • Breite Streifen behalten beim Schmoren etwas mehr Struktur.
  2. Guanciale auslassen

    Erhitze das Olivenöl in einem breiten Topf bei mittlerer Temperatur. Brate den Guanciale etwa 5 bis 6 Minuten an, bis etwas Fett austritt und die Würfel leicht gebräunt sind.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Guanciale-Würfel sind leicht gebräunt und haben etwas Fett abgegeben.

    • Nicht zu heiß braten, damit der Guanciale Fett abgibt, ohne bitter zu werden.
  3. Soffritto zubereiten

    Gib Zwiebel, Möhre und Sellerie dazu und dünste alles etwa 5 Minuten weich. Füge die leicht angedrückte Knoblauchzehe hinzu und brate sie 1 Minute mit.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich geworden, aber noch nicht stark gebräunt.

    • Das Gemüse fein schneiden, damit es sich gleichmäßig mit Reis und Scarola verbindet.
  4. Tomatenbasis einkochen

    Rühre die zerkleinerten Tomaten ein und lasse sie etwa 5 Minuten einkochen. Würze mit dem Salz und der Hälfte des Pfeffers.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Tomatenbasis ist leicht eingedickt und verbindet sich mit dem Soffritto.

  5. Scarola und Brühe zugeben

    Gib die Scarola in den Topf und lasse sie unter gelegentlichem Rühren 5 bis 7 Minuten zusammenfallen. Gieße anschließend die heiße Gemüsebrühe an und lasse alles 8 Minuten leise köcheln.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Scarola ist zusammengefallen und die Brühe hat die Aromen aufgenommen.

    • Die heiße Brühe unterstützt einen gleichmäßigen Garverlauf.
  6. Reis garen

    Streue den Reis ein und koche ihn ohne Deckel 18 bis 20 Minuten. Rühre regelmäßig, damit nichts ansetzt. Die Minestra soll am Ende sämig und eher trocken sein, während die Reiskörner noch leicht Biss behalten. Falls die Flüssigkeit zu schnell verschwindet, gieße schluckweise etwas heißes Wasser nach.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Minestra ist sämig und eher trocken; die Reiskörner haben noch leicht Biss.

    • Regelmäßiges Rühren verhindert, dass der Reis am Topfboden ansetzt.
  7. Ruhen lassen und servieren

    Schalte den Herd aus und lasse das Gericht 3 Minuten ruhen. Entferne die Knoblauchzehe, rühre die Petersilie und den restlichen Pfeffer ein und schmecke bei Bedarf nach. Serviere Riso e indivia sofort mit Pecorino Romano.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Minestra ist heiß, sämig und mit Petersilie und Pfeffer ausgewogen abgeschmeckt.

    • Pecorino erst beim Servieren darübergeben, damit sein würziger Geschmack klar hervortritt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Die richtige Konsistenz: Riso e indivia soll sämig und eher trocken als suppig sein. Wenn die Flüssigkeit beim Garen zu schnell verschwindet, schluckweise heißes Wasser nachgießen.
  • Reis nicht übergaren: Den Reis regelmäßig prüfen und den Topf vom Herd nehmen, sobald die Körner noch leicht Biss haben. Beim kurzen Ruhen zieht die Minestra weiter an.
  • Pecorino zum Schluss: Der Pecorino Romano wird erst beim Servieren ergänzt und bringt einen kräftigen, würzigen Abschluss.

Zutatenwissen

Guanciale einkaufen

Luftgetrocknete Schweinebacke findest du meist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder beim Metzger.

Scarola erkennen

Scarola wird im Handel auch als italienische Endivie angeboten. Die leicht bitteren Blätter werden vor dem Schmoren gründlich gewaschen und in breite Streifen geschnitten.

Sinnvolle Alternativen

Pancetta

Die Minestra wird meist milder und weniger intensiv, weil Pancetta weniger schmelzendes Fett und ein zurückhaltenderes Aroma mitbringt.

Ersetze den Guanciale durch Pancetta und brate sie auf dieselbe Weise mit dem Olivenöl an.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Reis setzt am Topfboden an.

Während des offenen Garens regelmäßig rühren und bei Bedarf schluckweise heißes Wasser nachgießen.

Wenn noch keine starke Röstnote entstanden ist, die Minestra vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen und mit etwas heißem Wasser weitergaren.

Die Minestra bleibt sehr flüssig.

Wasser nur schluckweise nachgießen und den Reis ohne Deckel garen.

Die Minestra einige Minuten ohne Deckel weiterköcheln lassen, bis sie sämiger wird.

Die Scarola wirkt zu bitter.

Strunk und welke Außenblätter vor dem Waschen sorgfältig entfernen.

Servieren und kombinieren

  • Heiß mit Petersilie und Pecorino: Riso e indivia sofort heiß servieren und mit der gehackten Petersilie sowie Pecorino Romano vollenden. So bleiben die Minestra sämig und die würzigen Aromen klar erkennbar.

Allergene und Nährwerte

  • Sellerie: enthält · Staudensellerie ist ausdrücklich als Zutat enthalten.
  • Milch: enthält · Pecorino Romano ist ein Käse aus Schafsmilch.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welcher Reis eignet sich für Riso e indivia?

Am besten eignet sich ein Rundkornreis, zum Beispiel Carnaroli. Er gibt beim Garen genügend Stärke ab, damit die Minestra sämig wird, während die Körner bei sorgfältiger Garzeit noch leicht Biss behalten.

Kann ich Guanciale ersetzen?

Ja. Pancetta eignet sich als Alternative. Die Minestra wird damit meist milder und weniger intensiv, weil Pancetta weniger schmelzendes Fett und ein zurückhaltenderes Aroma mitbringt.

Wie sollte die fertige Minestra sein?

Riso e indivia soll sämig und eher trocken als suppig sein. Die Reiskörner dürfen am Ende noch leicht Biss haben.

Aus unserer Küche

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