Ribollita: Toskanische Suppe mit Cavolo nero

Suppe aus der Toskana

Ribollita ist eine kräftige, sämige Suppe aus Cannellini-Bohnen, Cavolo nero, weiteren Gemüsesorten und altbackenem toskanischem Weißbrot. Nach dem ersten Garen ruht sie über Nacht und wird am nächsten Tag erneut aufgekocht.

Zum Rezept
Ribollita: Toskanische Suppe mit Cavolo nero
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 20 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Stunden
Gesamtzeit ca. 1 Tag
Menge 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Kochen in Flüssigkeit, Pürieren und Mixen, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegan, Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die pürierten Cannellini-Bohnen binden die Brühe natürlich und machen die Suppe besonders sämig.
  • Cavolo nero, Mangold, Wirsing, Kartoffeln und Wurzelgemüse sorgen für eine herzhafte, vielschichtige Gemüsebasis.
  • Altbackenes toskanisches Weißbrot nimmt die würzige Brühe auf und verbindet sich beim erneuten Aufkochen mit der Suppe.
  • Das Ruhen über Nacht vertieft den Geschmack und gibt dem Brot Zeit, die Flüssigkeit aufzunehmen.

Ribollita ist eine herzhafte toskanische Suppe mit Bohnen, Gemüse und Brot. Ihre besondere Konsistenz entsteht durch das Zusammenspiel aus pürierten und ganzen Cannellini-Bohnen, dem weich gegarten Gemüse und dem Brot, das die Brühe beim Ruhen bindet. Am nächsten Tag wird die Suppe erneut erhitzt und erhält dadurch ihren charakteristisch dichten, sämigen Charakter.

Dicht und löffelbar, mit weich gegartem Gemüse, cremig gebundenen Bohnen und herzhaften Brotstücken. Cavolo nero und schwarzer Pfeffer bringen eine kräftige, leicht herbe Würze ein, während Olivenöl für einen runden, fruchtigen Abschluss sorgt.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Bohnen einweichen

    Die Cannellini-Bohnen in einer großen Schüssel mit reichlich kaltem Wasser bedecken und 12 Stunden einweichen lassen.

    12 Stunden
  2. Bohnen garen

    Die Bohnen abgießen und abspülen. Mit 1 Lorbeerblatt, 1 geschälten Knoblauchzehe und etwa 1,5 l frischem Wasser in den großen Topf geben. Aufkochen und bei niedriger Hitze 60–75 Minuten sanft garen, bis die Bohnen weich sind. Das zweite Lorbeerblatt und die übrige Knoblauchzehe entfernen.

    Daran erkennst du es: Die Bohnen lassen sich leicht zerdrücken und sind vollständig weich.

    • Die Bohnen sollen weich, aber nicht zerfallen sein.
  3. Bohnen pürieren

    Etwa 1,5 l Kochflüssigkeit auffangen. Die Hälfte der Bohnen mit 300 ml Kochflüssigkeit fein pürieren. Die übrigen Bohnen beiseitestellen.

    Daran erkennst du es: Das Bohnenpüree ist glatt und dickflüssig.

    • Die aufgefangene Kochflüssigkeit später portionsweise verwenden, damit die Suppe nicht zu dünn wird.
  4. Gemüse vorbereiten

    Zwiebel, Möhren, Sellerie und Kartoffeln schälen beziehungsweise putzen und klein würfeln. Beim Cavolo nero die harten Mittelrippen entfernen und die Blätter in Streifen schneiden. Mangold und Wirsing ebenfalls in mundgerechte Streifen schneiden.

    • Die Gemüsestücke möglichst ähnlich groß schneiden, damit sie gleichmäßig weich werden.
  5. Aromatisches Gemüse dünsten

    45 ml Olivenöl in einem großen, schweren Topf erhitzen. Zwiebel, Möhren und Sellerie bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten weich dünsten. Die zweite Knoblauchzehe fein hacken und kurz mitdünsten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht gebräunt.

    • Bei mittlerer Hitze arbeiten, damit der Knoblauch nicht bitter wird.
  6. Gemüse und Würze zugeben

    Kartoffeln, Cavolo nero, Mangold, Wirsing und Tomatenmark hinzufügen. Mit den 12 g Salz und dem schwarzen Pfeffer würzen und alles gründlich vermengen.

    • Das Tomatenmark kurz mit dem Gemüse vermengen, damit es sich gleichmäßig verteilt.
  7. Suppe köcheln lassen

    1,2 l Bohnenkochflüssigkeit angießen und die Suppe zugedeckt bei niedriger Hitze 35 Minuten köcheln lassen. Falls sie zu trocken wird, etwas weitere Kochflüssigkeit ergänzen.

    35 Minuten

    Daran erkennst du es: Kartoffeln und Gemüse lassen sich leicht mit einer Gabel einstechen.

    • Die Suppe gelegentlich prüfen und bei Bedarf etwas Kochflüssigkeit ergänzen.
  8. Bohnen einrühren und fertig garen

    Das Bohnenpüree und die ganzen Bohnen einrühren. Die Suppe weitere 20 Minuten sanft köcheln lassen, bis das Gemüse weich und die Brühe deutlich sämig ist. Mit Salz zum Abschmecken würzen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Brühe ist sichtbar gebunden und das Gemüse vollständig weich.

    • Für eine besonders sämige Konsistenz einige Bohnen am Topfrand leicht zerdrücken.
  9. Brot und Suppe schichten

    Das altbackene Brot in grobe Stücke brechen. Die Hälfte des Brots auf dem Boden des großen Topfes oder der tiefen hitzefesten Form verteilen. Die Hälfte der Suppe darübergeben, anschließend das restliche Brot und die übrige Suppe einschichten.

    • Das Brot möglichst gleichmäßig verteilen, damit es überall Brühe aufnehmen kann.
  10. Kalt ruhen lassen

    Die Ribollita vollständig abkühlen lassen, abdecken und 8–12 Stunden kalt ruhen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist vollständig abgekühlt und das Brot hat einen großen Teil der Brühe aufgenommen.

    • Die Suppe erst abdecken und kalt stellen, wenn sie vollständig abgekühlt ist.
  11. Erneut aufkochen und servieren

    Am nächsten Tag die Suppe langsam erhitzen und unter gelegentlichem Rühren 10–15 Minuten erneut aufkochen lassen. Wird sie zu dick, etwas heißes Wasser einrühren. Mit dem restlichen Olivenöl und schwarzem Pfeffer in warmen Schalen servieren.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist durchgehend heiß und wieder deutlich sämig.

    • Heißes Wasser nach und nach einrühren, damit die Ribollita ihre sämige Konsistenz behält.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Die Ruhezeit gehört zum Rezept: Die Ribollita wird nach dem ersten Garen vollständig abgekühlt und 8–12 Stunden kalt gestellt. In dieser Zeit nimmt das Brot die Brühe auf und die Suppe wird dichter.
  • Am nächsten Tag erneut erhitzen: Das erneute Aufkochen am Folgetag prägt die typische Ribollita-Konsistenz. Dabei gelegentlich rühren und bei Bedarf heißes Wasser ergänzen.
  • Flüssigkeit nach Bedarf anpassen: Die genaue Flüssigkeitsmenge hängt davon ab, wie viel Brühe das Brot aufnimmt und wie sämig die Suppe werden soll. Zusätzliche Kochflüssigkeit oder heißes Wasser portionsweise einrühren.

Zutatenwissen

Cavolo nero finden und vorbereiten

Toskanischer Schwarzkohl ist in gut sortierten Gemüseabteilungen, italienischen Feinkostläden und auf Wochenmärkten erhältlich. Die harten Mittelrippen vor dem Schneiden entfernen.

Toskanisches Brot

Pane toscano ist ein ungesalzenes toskanisches Weißbrot. Falls es nicht erhältlich ist, passt ein festes, mildes Weißbrot mit kräftiger Kruste.

Bohnen einweichen

Die getrockneten Cannellini-Bohnen benötigen vor dem Garen eine zwölfstündige Einweichzeit in reichlich kaltem Wasser.

Sinnvolle Alternativen

Junger Grünkohl

Die Suppe schmeckt etwas herber und der Biss bleibt etwas weniger weich.

Den jungen Grünkohl wie den Cavolo nero von harten Teilen befreien und in Streifen schneiden.

Festes, mildes Weißbrot mit kräftiger Kruste

Das Ergebnis schmeckt etwas salziger und weniger typisch toskanisch.

Das Weißbrot altbacken verwenden, in grobe Stücke brechen und wie beschrieben einschichten.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bohnen bleiben nach dem Garen hart.

Die Bohnen zwölf Stunden einweichen und anschließend garen, bis sie sich leicht zerdrücken lassen.

Die Bohnen in der Suppe weiter sanft köcheln lassen und bei Bedarf etwas Flüssigkeit ergänzen.

Die Ribollita wird beim erneuten Erhitzen zu fest.

Heißes Wasser oder zurückbehaltene Bohnenkochflüssigkeit portionsweise einrühren.

Unter Rühren nach und nach heißes Wasser ergänzen, bis die gewünschte sämige Konsistenz erreicht ist.

Der Knoblauch schmeckt bitter.

Den gehackten Knoblauch erst kurz vor dem Ablöschen mit Kochflüssigkeit zugeben und nur kurz mitdünsten.

Ein Teil des Gemüses ist weich, während andere Stücke noch fest sind.

Kartoffeln, Wurzelgemüse und Blattgemüse passend und möglichst gleichmäßig schneiden.

Die Suppe weiter sanft köcheln lassen, bis die festeren Stücke weich sind.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch mit Olivenöl und Pfeffer: Die Ribollita in warmen Schalen servieren und mit dem restlichen nativen Olivenöl extra sowie frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer abschließen.
  • Am zweiten Tag servieren: Die Suppe nach der Ruhezeit langsam erneut aufkochen und direkt heiß servieren, damit ihre dichte, brotgebundene Konsistenz zur Geltung kommt.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Ribollita nach dem ersten Garen vollständig abkühlen lassen, abdecken und 8–12 Stunden kalt ruhen lassen. Am nächsten Tag langsam erneut erhitzen.

Aufbewahren

Die vollständig abgekühlte Suppe abdecken und für die angegebene Ruhezeit kalt stellen.

Aufwärmen

  • Topf: Die Ribollita langsam im großen Topf erhitzen und unter gelegentlichem Rühren 10–15 Minuten erneut aufkochen lassen. Bei Bedarf etwas heißes Wasser einrühren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Das verwendete toskanische Weißbrot ist ein glutenhaltiges Getreideprodukt.
  • Sellerie: enthält · Staudensellerie ist als eigene Zutat enthalten.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Cavolo nero ersetzen?

Ja. Als Alternative eignet sich junger Grünkohl. Die Suppe wird damit etwas herber und der Biss etwas weniger weich.

Welches Brot eignet sich für Ribollita?

Am besten passt altbackenes toskanisches Weißbrot. Falls es nicht erhältlich ist, funktioniert ein festes, mildes Weißbrot mit kräftiger Kruste.

Warum ruht die Ribollita über Nacht?

Das Brot nimmt während der Ruhezeit die Brühe auf und bindet die Suppe. Beim erneuten Aufkochen am nächsten Tag entsteht die typische dichte Konsistenz.

Was mache ich, wenn die Ribollita zu dick wird?

Beim erneuten Erhitzen etwas heißes Wasser einrühren. Die Flüssigkeit portionsweise zugeben, bis die gewünschte sämige Konsistenz erreicht ist.

Aus unserer Küche

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