Grana Padano fein reiben
Fein geriebener Grana Padano verteilt sich gleichmäßig in der Füllung und schmilzt schnell in der heißen Polenta.
Lombardei · Lodigiano
Lodigianische Schweinelenden-Röllchen mit Grana-Padano-Füllung, sanft in Gemüse-Wein-Sauce geschmort und mit cremiger Polenta serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pulpéte ligàde sind eine Spezialität aus dem Lodigiano in der Lombardei. Dünne Scheiben aus Schweinelende werden mit Grana Padano, Semmelbröseln, Ei und Kräutern gefüllt, aufgerollt und gebunden. Nach dem Anbraten schmoren die Röllchen in einer aromatischen Sauce aus Gemüse, Weißwein, Brühe und passierten Tomaten. Cremige Polenta nimmt die Sauce besonders gut auf.
Zarte, gebräunte Schweineröllchen mit würzig-käsiger Füllung, eingebettet in eine sanfte, tomatige Schmorsauce mit feinen Gemüse- und Weinaromen. Die Polenta ist weich, cremig und mild; die Sauce verbindet sich reichlich mit ihrer körnig-samtigen Textur.
Schritt für Schritt
Lege die Fleischscheiben zwischen zwei Bögen Backpapier und klopfe sie vorsichtig dünn. Würze beide Seiten mit einem Teil des Salzes für Fleisch und Füllung sowie mit dem schwarzen Pfeffer.
Daran erkennst du es: Die Scheiben sind gleichmäßig dünn und lassen sich aufrollen, ohne zu reißen.
Wichtig: Rohes Schweinefleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten und Arbeitsflächen anschließend gründlich reinigen.
Vermische Semmelbrösel, 70 g Grana Padano, Ei, Petersilie, Knoblauch, 30 ml Brühe und das restliche Salz für die Füllung zu einer formbaren Masse.
Daran erkennst du es: Die Masse ist feucht und formbar, aber nicht flüssig.
Verteile die Füllung dünn auf den Fleischscheiben und lasse dabei einen kleinen Rand frei. Rolle jede Scheibe von der schmalen Seite her fest auf und binde die Röllchen mit je einem Stück Küchengarn zusammen.
Daran erkennst du es: Die Füllung liegt vollständig im Inneren und die Röllchen halten ihre Form.
Wichtig: Nach dem Binden Hände und Arbeitsfläche wegen des Kontakts mit rohem Fleisch reinigen.
Erhitze Butter und Olivenöl in einem breiten Schmortopf. Brate die Pulpéte ligàde bei mittlerer bis hoher Hitze rundherum 6 bis 8 Minuten an, bis sie leicht gebräunt sind. Nimm sie kurz aus dem Topf.
Daran erkennst du es: Die Röllchen sind rundherum leicht gebräunt, aber noch nicht vollständig durchgegart.
Wichtig: Beim Wenden vorsichtig arbeiten, da Fett spritzen kann.
Gib Zwiebel, Möhre und Sellerie in den Topf und brate das Gemüse etwa 8 Minuten an. Lösche mit dem Weißwein ab und lasse ihn 2 Minuten einkochen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich geworden und der Wein hat sich sichtbar reduziert.
Wichtig: Beim Ablöschen kann heißer Dampf aufsteigen; das Gesicht nicht über den Topf halten.
Gieße Brühe und passierte Tomaten dazu, lege das Lorbeerblatt ein und würze die Sauce mit dem Salz für die Sauce. Lege die Röllchen wieder hinein, verschließe den Topf und schmorte alles bei niedriger Hitze 25 bis 30 Minuten. Wende die Röllchen nach etwa 15 Minuten vorsichtig.
Daran erkennst du es: Die Röllchen sind zart und vollständig durchgegart; die Sauce ist aromatisch und leicht gebunden.
Wichtig: Schweinefleisch und die ei-haltige Füllung vollständig durchgaren; nicht nur auf die Bräunung der Außenseite verlassen.
Während die Röllchen schmoren, bringst du Wasser und Salz in einem Topf zum Kochen. Rühre den Maisgrieß langsam ein, damit keine Klümpchen entstehen, und lasse ihn bei niedriger Hitze 30 bis 35 Minuten quellen. Rühre dabei regelmäßig um.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist weich, cremig und ohne harte Körner.
Wichtig: Bei niedriger Hitze regelmäßig rühren, da spritzende Polenta sehr heiß sein kann.
Nimm die Polenta vom Herd und rühre Butter und Grana Padano unter. Entferne Lorbeerblatt und Küchengarn, schmecke die Schmorsauce ab und serviere je zwei Pulpéte ligàde mit Polenta und reichlich Sauce.
Daran erkennst du es: Die Polenta glänzt leicht und ist cremig; die Sauce ist ausgewogen abgeschmeckt.
Gut zu wissen
Fein geriebener Grana Padano verteilt sich gleichmäßig in der Füllung und schmilzt schnell in der heißen Polenta.
Regelmäßiges Rühren verhindert Klümpchen und hält die Polenta während des Quellens cremig.
Die drei Salzangaben gehören zu unterschiedlichen Zubereitungsphasen und sollten getrennt abgewogen werden.
Der Geschmack wird etwas kräftiger und meist salziger.
Parmesan fein reiben und in derselben Menge wie Grana Padano verwenden. Die Sauce und Füllung anschließend vorsichtig nachsalzen.
Die Sauce verliert die Weinaromen, bleibt aber aromatisch und etwas milder.
Den Weißwein durch 150 ml Brühe ersetzen und die Brühe im Schritt zum Ablöschen direkt angießen.
Die Röllchen werden zarter und milder; die Schmorzeit kann etwas kürzer ausfallen.
Dünne Kalbsschnitzel wie die Schweinelende klopfen, füllen, aufrollen und bis zur vollständigen Garung schmoren.
Die Füllung dünn auftragen und rundum einen kleinen Rand frei lassen.
Ausgetretene Füllung in der Sauce belassen und die Röllchen vorsichtig weitergaren; die Sauce wird dadurch etwas sämiger.
Nach dem Ablöschen den Topf verschließen und bei niedriger Hitze schmoren.
Etwas Brühe ergänzen, die Hitze reduzieren und die Röllchen zugedeckt fertig garen.
Den Maisgrieß langsam einrieseln lassen und dabei kontinuierlich rühren.
Die Polenta kräftig weiterrühren und bei Bedarf mit etwas heißem Wasser glätten.
Jedes Röllchen vor dem Servieren einzeln kontrollieren.
Das Garn vorsichtig mit einer Küchenzange oder Gabel herausziehen und das Röllchen erneut prüfen.
Die Schmorsauce wird ohne Wein zubereitet und erhält ihre Tiefe ausschließlich aus Gemüse, Brühe und passierten Tomaten.
Die fertige Polenta wird zusätzlich mit fein gehackten frischen Kräutern aromatisiert.
Die Röllchen können bis zum Schmoren vorbereitet, gebunden und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Füllung und Sauce lassen sich ebenfalls vorbereiten; vor dem Garen die Röllchen kurz temperieren lassen und anschließend vollständig durchgaren.
Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank lagern und innerhalb von zwei Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Röllchen und Sauce vollständig abkühlen lassen, portionsweise luftdicht verpacken und einfrieren. Die Polenta besser frisch zubereiten, da ihre Textur nach dem Einfrieren fester werden kann.
Über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen und anschließend langsam vollständig erhitzen.
Die Sauce und die geschmorten Röllchen lassen sich besser einfrieren als die fertige Polenta.
Häufig gefragt
Geeignet sind dünne Scheiben aus Schweinelende oder Schweinelonza. Sie sollten sich vorsichtig klopfen und aufrollen lassen, ohne zu reißen.
Ja. Die Polenta kann begonnen werden, sobald die Röllchen in der Sauce schmoren. Ihre etwa 30 bis 35 Minuten Quellzeit überschneiden sich mit der Schmorzeit.
Für eine alkoholfreie Variante kann der Weißwein durch 150 ml zusätzliche Brühe ersetzt werden. Die Sauce schmeckt dann milder und ohne Weinaromen.
Das Küchengarn wird nach dem Schmoren und vor dem Anrichten vollständig entfernt.
Den Maisgrieß langsam in die kochende Flüssigkeit einrieseln lassen und dabei kontinuierlich rühren. Während des Quellens regelmäßig weiterrühren.
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