Ricotta gut abtropfen lassen
Gut abgetropfter Ricotta bindet die Masse, ohne sie unnötig weich zu machen.
Polpette aus Ligurien
Saftige ligurische Fleischbällchen aus Rinderhack, Ricotta, Brot, Majoran und Pinienkernen, die angebraten und anschließend in einer schlichten Tomatensauce sanft geschmort werden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese Polpette genovesi al sugo verbinden eine zarte, mit Ricotta und eingeweichtem Weißbrot gebundene Fleischmasse mit Majoran, Knoblauch und Pinienkernen. Nach dem Anbraten garen die Fleischbällchen in Tomatensauce fertig und bleiben dabei würzig und saftig.
Die Polpette sind weich und saftig, außen leicht gebräunt und von einer würzigen, fruchtigen Tomatensauce umgeben. Majoran und Knoblauch prägen das Aroma, während die Pinienkerne eine dezente nussige Note beitragen.
Schritt für Schritt
Das Weißbrot in kleine Stücke zupfen, mit der Milch übergießen und 10 Minuten weich werden lassen. Anschließend gut ausdrücken und die Milch auffangen, falls die Masse später noch etwas Feuchtigkeit braucht.
Daran erkennst du es: Das Brot ist weich und lässt sich gut ausdrücken.
Eine Knoblauchzehe, die frischen Majoranblättchen oder den getrockneten Majoran und 20 g Pinienkerne fein hacken. Rinderhackfleisch, Ricotta, ausgedrücktes Brot, Ei, Parmigiano Reggiano, die Knoblauch-Majoran-Pinienkern-Mischung, Salz und etwas Pfeffer in die Schüssel geben.
Alles zuerst mit einer Gabel, dann mit den Händen zu einer gleichmäßigen, formbaren Masse verkneten. Falls sie ungewöhnlich trocken wirkt, 1 bis 2 EL der aufgefangenen Milch einarbeiten. Die Masse abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig und formbar.
Mit leicht angefeuchteten Händen etwa 24 gleich große Bällchen formen. Sie sollten ungefähr die Größe einer Walnuss haben. Die Polpette dünn im Mehl wenden und überschüssiges Mehl vorsichtig abschütteln.
Daran erkennst du es: Alle Bällchen sind gleich groß und dünn mit Mehl überzogen.
Eine breite, hohe Pfanne oder einen Schmortopf bei mittlerer Hitze erwärmen. 1 EL Olivenöl hineingeben, die zweite Knoblauchzehe leicht andrücken und mit den restlichen 20 g Pinienkernen etwa 1 Minute anrösten, ohne dass der Knoblauch dunkel wird.
Daran erkennst du es: Die Pinienkerne duften aromatisch, der Knoblauch bleibt hell.
Die Polpette portionsweise in die Pfanne setzen und rundherum etwa 5 Minuten anbraten. Dabei vorsichtig wenden, damit sie nicht aufbrechen. Mit dem Weißwein ablöschen und 2 Minuten offen einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Polpette sind rundherum leicht gebräunt und bleiben beim Wenden intakt.
Wichtig: Beim Ablöschen vorsichtig arbeiten, da heißes Öl und Wein spritzen können.
Passierte Tomaten, Wasser und Salz einrühren. Die Sauce aufkochen lassen, den Deckel auflegen und die Polpette 15 Minuten bei niedriger bis mittlerer Hitze sanft garen. Den Deckel abnehmen und die Sauce weitere 5 Minuten einkochen lassen. Eine Polpette anschneiden und prüfen, ob die Mitte vollständig gegart ist. Heiß mit der Tomatensauce servieren.
Daran erkennst du es: Die Mitte einer angeschnittenen Polpette ist vollständig gegart; die Sauce ist leicht eingedickt.
Wichtig: Hackfleischbällchen vollständig durchgaren und vor dem Servieren im Inneren prüfen.
Gut zu wissen
Gut abgetropfter Ricotta bindet die Masse, ohne sie unnötig weich zu machen.
Weiches, altbackenes Weißbrot ohne harte Rinde lässt sich gleichmäßig einweichen und verbindet sich besser mit der Fleischmasse.
20 g kommen fein gehackt in die Polpette, weitere 20 g werden für die Tomatensauce angeröstet.
Der Geschmack wird etwas milder, die Bindung bleibt ähnlich.
Parmigiano Reggiano im gleichen Gewicht durch fein geriebenen Grana Padano ersetzen.
Die Sauce verliert die Weinnote und schmeckt etwas milder.
Beim Ablöschen 100 ml Gemüsebrühe oder Wasser verwenden und wie im Rezept offen einkochen lassen.
Das Aroma wird etwas kräftiger und mediterraner.
Nur eine Majoranvariante ersetzen und Oregano sparsam nach Geschmack dosieren.
Ricotta gut abtropfen lassen und das eingeweichte Brot kräftig ausdrücken.
Etwas mehr ausgedrücktes Brot oder eine kurze zusätzliche Ruhezeit kann die Masse stabilisieren.
Bei mittlerer Hitze arbeiten und die Polpette vorsichtig rundherum wenden.
Die Hitze reduzieren und die Polpette in der Sauce sanft fertig garen.
Die Masse gleichmäßig verkneten, gleich große Bällchen formen und vorsichtig wenden.
Bruchstücke in der Sauce belassen und die übrigen Polpette möglichst wenig bewegen.
Nur etwa 1 Minute bei mittlerer Hitze anrösten und den Knoblauch hell halten.
Falls möglich den dunklen Knoblauch entfernen und mit den Tomaten fortfahren.
Die Polpette werden in einer tomatigen Sauce ohne Weißwein geschmort.
Die Majorannote wird durch eine Kombination aus Majoran und etwas Oregano verstärkt.
Häufig gefragt
Ja. Verwende entweder 1 EL frische Majoranblättchen oder 1 TL getrockneten Majoran, nicht beide Mengen gleichzeitig.
Das Brot gut ausdrücken und die Milch auffangen. Nur falls die Fleischmasse trocken wirkt, 1 bis 2 EL davon unterarbeiten.
Das eingeweichte Brot bindet die Fleischmasse und trägt dazu bei, dass die Polpette weich und saftig bleiben.
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