Pasta e fasioi

Venetische Bohnensuppe

Herzhafte venetische Bohnensuppe mit Fagioli di Lamon, frischer Eierpasta, Pancetta und Cotenna. Ein Teil der Bohnen und die Kartoffel werden püriert, wodurch die Suppe sämig wird, während ganze Bohnen und Pasta für Biss sorgen.

Zum Rezept
Pasta e fasioi: Venetien im Suppenteller
Vorbereitung 12 Std. 35 Min.
Kochen / Backen 90 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Minuten
Gesamtzeit ca. 14 Std. 15 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte, Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Weizen, Wurzeln und Knollen
Prägende Zubereitungsverfahren Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das teilweise pürierte Bohnen-Kartoffel-Gemisch bindet die Kochflüssigkeit natürlich und erzeugt eine cremige, sämige Textur.
  • Ganze Bohnen und frische Eierpasta setzen einen klaren Kontrast zur gebundenen Suppenbasis.
  • Pancetta, Cotenna, Rosmarin und Lorbeer geben der milden Bohnenbasis herzhaften Geschmack und aromatische Tiefe.
  • Die Pasta gart direkt in der Suppe und nimmt dabei Bohnen- und Gemüsearomen auf.

Pasta e fasioi ist die venetische Variante der herzhaften Pasta e fagioli. Getrocknete Fagioli di Lamon werden mit aromatischem Gemüse, Kartoffel und Cotenna weich gekocht, teilweise passiert und anschließend mit frischer Eierpasta verbunden. Pancetta gibt der Brühe Würze und Tiefe; nach einer kurzen Ruhezeit nimmt die Suppe die Aromen besonders gut auf.

Sämige, herzhafte Suppe mit cremiger Bohnenbasis, weichen ganzen Bohnen und zarter, leicht bissfester Eierpasta. Pancetta und Cotenna sorgen für würzige Tiefe, während Rosmarin und schwarzer Pfeffer ein warmes, aromatisches Finish geben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Bohnen einweichen

    Die Bohnen in eine große Schüssel geben, mit 2 l kaltem Wasser bedecken und 12 Stunden quellen lassen. Anschließend in einem Sieb abgießen und gründlich abspülen.

    12 Stunden
    • Das Einweichen erfolgt am besten über Nacht.
  2. Bohnen, Kartoffel und Cotenna garen

    Die Cotenna in einem kleinen Topf mit Wasser bedecken, 5 Minuten sprudelnd kochen, abgießen und abspülen. In schmale Streifen schneiden. Die Bohnen mit 1,7 l frischem Wasser in einen großen Topf geben, aufkochen und bei kleiner Hitze 30 Minuten sanft köcheln lassen. Die Kartoffel dazugeben und weitere 45 bis 60 Minuten garen, bis Bohnen und Kartoffel weich sind. Die Cotenna in den letzten 30 Minuten mitgaren.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bohnen und die Kartoffel sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Die Gemüsevorbereitung kann parallel während der Bohnenkochzeit erfolgen.

    Wichtig: Die Cotenna vor dem Weiterverwenden vollständig sprudelnd blanchieren und abspülen.

  3. Pancetta und Gemüse dünsten

    Während die Bohnen garen, 20 ml Olivenöl in einem schweren Suppentopf erhitzen. Pancetta darin 3 bis 4 Minuten auslassen. Zwiebel, Möhre und Sellerie hinzufügen und bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten. Knoblauch und Petersilie einrühren und 1 Minute mitgaren.

    13 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht stark gebräunt.

    • Diesen Schritt während des Garens der Bohnen ausführen, damit die Gesamtzeit ohne Einweichen ungefähr 2 Stunden und 15 Minuten beträgt.
  4. Suppe aufbauen

    Etwa ein Drittel der gegarten Bohnen und die Kartoffel aus dem Bohnentopf nehmen und beiseitestellen. Die übrigen Bohnen, die Cotenna und etwa 1,2 l Kochflüssigkeit zum Gemüse geben. Rosmarinzweig und Lorbeerblatt hinzufügen und alles 15 Minuten sanft köcheln lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist aromatisch und die Bohnen bleiben weich.

    • Die zurückgestellten Bohnen und die Kartoffel für das spätere Pürieren beiseitestellen.
  5. Pürieren und abschmecken

    Rosmarin und Lorbeerblatt entfernen. Die beiseitegestellte Kartoffel und etwa zwei Drittel der Bohnen mit 300 ml Kochflüssigkeit fein pürieren. Das Püree zurück in den Suppentopf geben, die übrigen ganzen Bohnen unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Falls die Suppe sehr dick ist, nach und nach heißes Wasser ergänzen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist sämig, aber noch gut löffelbar; einige Bohnen bleiben ganz erhalten.

    • Beim Pürieren vorsichtig arbeiten, da die Bohnenmasse heiß ist.

    Wichtig: Den Stabmixer nur vollständig in die Flüssigkeit eintauchen und Spritzer vermeiden.

  6. Pasta in der Suppe garen

    Die frische Eierpasta in etwa 3 cm große Stücke schneiden oder zupfen. In die leicht wallende Bohnensuppe geben und unter häufigem Rühren 3 bis 4 Minuten garen, bis die Pasta weich, aber noch bissfest ist.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist weich, aber noch leicht bissfest.

    • Häufig rühren, damit die frische Pasta nicht am Topfboden ansetzt.
  7. Ruhen lassen und servieren

    Die Suppe vom Herd nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Die Cotenna auf die Portionen verteilen, die Pasta e fasioi mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darübergeben.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist leicht gebunden und die Pasta hat die Aromen aufgenommen.

    • Die Ruhezeit nicht überspringen; sie lässt die Suppe nachdicken und die Aromen verbinden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Einweichen über Nacht: Die 12 Stunden Einweichzeit sind zusätzlich zur im Rezept angegebenen aktiven Gesamtzeit von etwa 2 Stunden und 15 Minuten einzuplanen.
  • Zeit sparen: Die Gemüsevorbereitung und das Dünsten von Pancetta und Gemüse laufen parallel zur ersten Kochphase der Bohnen.
  • Kurze Ruhezeit: Die zehnminütige Ruhezeit sorgt dafür, dass Pasta und Bohnen die Aromen aufnehmen und die Suppe etwas sämiger wird.

Zutatenwissen

Fagioli di Lamon

Fagioli di Lamon sind die regionale Bohnenwahl dieser venetischen Fassung. Getrocknete Borlotti-Bohnen eignen sich als Ersatz, ergeben aber eine etwas weniger fein-cremige Suppe.

Cotenna

Cotenna ist Schweineschwarte. Sie wird blanchiert und mit den Bohnen gegart; dadurch erhält die Suppe zusätzliche herzhafte Tiefe und eine leicht gelierende Struktur.

Frische Eierpasta

Lasagneblätter oder andere frische Teigplatten lassen sich für die Pasta direkt in der Suppe in etwa 3 cm große Stücke schneiden oder zupfen.

Sinnvolle Alternativen

Getrocknete Borlotti-Bohnen

Die Suppe wird etwas weniger fein-cremig, bleibt aber aromatisch und sämig.

Die getrockneten Borlotti-Bohnen in derselben Menge verwenden und ebenso einweichen, abspülen und garen.

Keine direkte Ersetzung; Cotenna weglassen

Die Suppe bleibt stimmig, verliert jedoch etwas von ihrer herzhaften, leicht gelierenden Struktur.

Die Cotenna vollständig weglassen. Die übrigen Kochschritte unverändert ausführen und die Suppe am Ende sorgfältig abschmecken.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bohnen bleiben hart oder platzen nicht weich auf.

Die Bohnen 12 Stunden einweichen und anschließend garen, bis sie sich leicht zerdrücken lassen.

Mit zusätzlicher heißer Flüssigkeit weiter sanft köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind.

Die Suppe wird zu dick oder setzt beim Garen der Pasta an.

Die Suppe vor der Pasta auf eine gut löffelbare Konsistenz bringen und beim Pastagaren häufig rühren.

Nach und nach heißes Wasser einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Die Pasta wird weich und verliert ihren Biss.

Die Pasta nur 3 bis 4 Minuten garen und die Suppe anschließend sofort vom Herd nehmen.

Etwas heißes Wasser unterrühren und die Suppe sofort servieren.

Die Suppe schmeckt flach oder unausgewogen.

Nach dem Pürieren abschmecken und die Suppe nach der Ruhezeit erneut prüfen.

Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer vorsichtig nachwürzen und etwas Olivenöl ergänzen.

Varianten

Fassung ohne Cotenna

Eine leichtere Variante ohne Schweineschwarte, bei der die Bohnen- und Gemüsebasis im Mittelpunkt steht.

Fassung mit Borlotti-Bohnen

Die regionale Bohne wird durch getrocknete Borlotti-Bohnen ersetzt.

Servieren und kombinieren

  • Klassisch abschließen: Die Suppe heiß in tiefen Schalen servieren, mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darübergeben.
  • Nach dem Ruhen servieren: Die Suppe nach der zehnminütigen Ruhezeit servieren, damit Pasta und Bohnen die Aromen aufnehmen und die Textur leicht nachdickt.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Bohnen können eingeweicht und die Suppe bis zum Garen der Pasta vorbereitet werden. Die frische Eierpasta möglichst erst beim Aufwärmen beziehungsweise kurz vor dem Servieren in die Suppe geben, damit sie nicht übergart.

Aufbewahren

Die Suppe ohne lange Standzeit abkühlen lassen, in einen dicht schließenden Behälter füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Pasta nimmt beim Lagern weiter Flüssigkeit auf; beim Aufwärmen gegebenenfalls heißes Wasser ergänzen.

Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Servieren vollständig durcherhitzen.

Einfrieren

Die frische Pasta kann beim Einfrieren und Auftauen weich werden; deshalb wird das Einfrieren der fertigen Suppe nicht empfohlen.

Aufwärmen

  • Topf: Die Suppe bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren langsam erhitzen. Bei Bedarf etwas heißes Wasser ergänzen, da Bohnen und Pasta nachdicken.

Allergene und Nährwerte

  • Eier: enthält · Die Zutatenliste nennt ausdrücklich frische Eierpasta.
  • Sellerie: enthält · Staudensellerie ist als Zutat aufgeführt.
  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Die Pasta wird als frische Eierpasta beziehungsweise Lasagneblätter oder Teigplatten beschrieben; das verwendete Mehl ist nicht ausdrücklich angegeben.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich statt Fagioli di Lamon andere Bohnen verwenden?

Ja. Getrocknete Borlotti-Bohnen sind die naheliegende Alternative. Die Suppe wird damit etwas weniger fein-cremig, bleibt aber stimmig.

Kann die Cotenna weggelassen werden?

Ja. Die Suppe bleibt aromatisch, verliert aber etwas von ihrer herzhaften, leicht gelierenden Struktur.

Welche Pasta eignet sich für Pasta e fasioi?

Frische Eierpasta wie Lasagneblätter oder andere frische Teigplatten eignen sich. Sie werden in etwa 3 cm große Stücke geschnitten oder gezupft.

Wie kann ich die Konsistenz anpassen?

Wenn die Suppe sehr dick ist, nach und nach bis zu 300 ml heißes Wasser ergänzen. Dabei die Suppe weiter umrühren und die gewünschte Sämigkeit prüfen.

Aus unserer Küche

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