Fagioli di Lamon
Fagioli di Lamon sind die regionale Bohnenwahl dieser venetischen Fassung. Getrocknete Borlotti-Bohnen eignen sich als Ersatz, ergeben aber eine etwas weniger fein-cremige Suppe.
Venetische Bohnensuppe
Herzhafte venetische Bohnensuppe mit Fagioli di Lamon, frischer Eierpasta, Pancetta und Cotenna. Ein Teil der Bohnen und die Kartoffel werden püriert, wodurch die Suppe sämig wird, während ganze Bohnen und Pasta für Biss sorgen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pasta e fasioi ist die venetische Variante der herzhaften Pasta e fagioli. Getrocknete Fagioli di Lamon werden mit aromatischem Gemüse, Kartoffel und Cotenna weich gekocht, teilweise passiert und anschließend mit frischer Eierpasta verbunden. Pancetta gibt der Brühe Würze und Tiefe; nach einer kurzen Ruhezeit nimmt die Suppe die Aromen besonders gut auf.
Sämige, herzhafte Suppe mit cremiger Bohnenbasis, weichen ganzen Bohnen und zarter, leicht bissfester Eierpasta. Pancetta und Cotenna sorgen für würzige Tiefe, während Rosmarin und schwarzer Pfeffer ein warmes, aromatisches Finish geben.
Schritt für Schritt
Die Bohnen in eine große Schüssel geben, mit 2 l kaltem Wasser bedecken und 12 Stunden quellen lassen. Anschließend in einem Sieb abgießen und gründlich abspülen.
Die Cotenna in einem kleinen Topf mit Wasser bedecken, 5 Minuten sprudelnd kochen, abgießen und abspülen. In schmale Streifen schneiden. Die Bohnen mit 1,7 l frischem Wasser in einen großen Topf geben, aufkochen und bei kleiner Hitze 30 Minuten sanft köcheln lassen. Die Kartoffel dazugeben und weitere 45 bis 60 Minuten garen, bis Bohnen und Kartoffel weich sind. Die Cotenna in den letzten 30 Minuten mitgaren.
Daran erkennst du es: Die Bohnen und die Kartoffel sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.
Wichtig: Die Cotenna vor dem Weiterverwenden vollständig sprudelnd blanchieren und abspülen.
Während die Bohnen garen, 20 ml Olivenöl in einem schweren Suppentopf erhitzen. Pancetta darin 3 bis 4 Minuten auslassen. Zwiebel, Möhre und Sellerie hinzufügen und bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten. Knoblauch und Petersilie einrühren und 1 Minute mitgaren.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht stark gebräunt.
Etwa ein Drittel der gegarten Bohnen und die Kartoffel aus dem Bohnentopf nehmen und beiseitestellen. Die übrigen Bohnen, die Cotenna und etwa 1,2 l Kochflüssigkeit zum Gemüse geben. Rosmarinzweig und Lorbeerblatt hinzufügen und alles 15 Minuten sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist aromatisch und die Bohnen bleiben weich.
Rosmarin und Lorbeerblatt entfernen. Die beiseitegestellte Kartoffel und etwa zwei Drittel der Bohnen mit 300 ml Kochflüssigkeit fein pürieren. Das Püree zurück in den Suppentopf geben, die übrigen ganzen Bohnen unterrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Falls die Suppe sehr dick ist, nach und nach heißes Wasser ergänzen.
Daran erkennst du es: Die Suppe ist sämig, aber noch gut löffelbar; einige Bohnen bleiben ganz erhalten.
Wichtig: Den Stabmixer nur vollständig in die Flüssigkeit eintauchen und Spritzer vermeiden.
Die frische Eierpasta in etwa 3 cm große Stücke schneiden oder zupfen. In die leicht wallende Bohnensuppe geben und unter häufigem Rühren 3 bis 4 Minuten garen, bis die Pasta weich, aber noch bissfest ist.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist weich, aber noch leicht bissfest.
Die Suppe vom Herd nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Die Cotenna auf die Portionen verteilen, die Pasta e fasioi mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darübergeben.
Daran erkennst du es: Die Suppe ist leicht gebunden und die Pasta hat die Aromen aufgenommen.
Gut zu wissen
Fagioli di Lamon sind die regionale Bohnenwahl dieser venetischen Fassung. Getrocknete Borlotti-Bohnen eignen sich als Ersatz, ergeben aber eine etwas weniger fein-cremige Suppe.
Cotenna ist Schweineschwarte. Sie wird blanchiert und mit den Bohnen gegart; dadurch erhält die Suppe zusätzliche herzhafte Tiefe und eine leicht gelierende Struktur.
Lasagneblätter oder andere frische Teigplatten lassen sich für die Pasta direkt in der Suppe in etwa 3 cm große Stücke schneiden oder zupfen.
Die Suppe wird etwas weniger fein-cremig, bleibt aber aromatisch und sämig.
Die getrockneten Borlotti-Bohnen in derselben Menge verwenden und ebenso einweichen, abspülen und garen.
Die Suppe bleibt stimmig, verliert jedoch etwas von ihrer herzhaften, leicht gelierenden Struktur.
Die Cotenna vollständig weglassen. Die übrigen Kochschritte unverändert ausführen und die Suppe am Ende sorgfältig abschmecken.
Die Bohnen 12 Stunden einweichen und anschließend garen, bis sie sich leicht zerdrücken lassen.
Mit zusätzlicher heißer Flüssigkeit weiter sanft köcheln lassen, bis die Bohnen weich sind.
Die Suppe vor der Pasta auf eine gut löffelbare Konsistenz bringen und beim Pastagaren häufig rühren.
Nach und nach heißes Wasser einrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Die Pasta nur 3 bis 4 Minuten garen und die Suppe anschließend sofort vom Herd nehmen.
Etwas heißes Wasser unterrühren und die Suppe sofort servieren.
Nach dem Pürieren abschmecken und die Suppe nach der Ruhezeit erneut prüfen.
Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer vorsichtig nachwürzen und etwas Olivenöl ergänzen.
Eine leichtere Variante ohne Schweineschwarte, bei der die Bohnen- und Gemüsebasis im Mittelpunkt steht.
Die regionale Bohne wird durch getrocknete Borlotti-Bohnen ersetzt.
Die Bohnen können eingeweicht und die Suppe bis zum Garen der Pasta vorbereitet werden. Die frische Eierpasta möglichst erst beim Aufwärmen beziehungsweise kurz vor dem Servieren in die Suppe geben, damit sie nicht übergart.
Die Suppe ohne lange Standzeit abkühlen lassen, in einen dicht schließenden Behälter füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Pasta nimmt beim Lagern weiter Flüssigkeit auf; beim Aufwärmen gegebenenfalls heißes Wasser ergänzen.
Nicht länger als nötig bei Raumtemperatur stehen lassen und vor dem Servieren vollständig durcherhitzen.
Die frische Pasta kann beim Einfrieren und Auftauen weich werden; deshalb wird das Einfrieren der fertigen Suppe nicht empfohlen.
Häufig gefragt
Ja. Getrocknete Borlotti-Bohnen sind die naheliegende Alternative. Die Suppe wird damit etwas weniger fein-cremig, bleibt aber stimmig.
Ja. Die Suppe bleibt aromatisch, verliert aber etwas von ihrer herzhaften, leicht gelierenden Struktur.
Frische Eierpasta wie Lasagneblätter oder andere frische Teigplatten eignen sich. Sie werden in etwa 3 cm große Stücke geschnitten oder gezupft.
Wenn die Suppe sehr dick ist, nach und nach bis zu 300 ml heißes Wasser ergänzen. Dabei die Suppe weiter umrühren und die gewünschte Sämigkeit prüfen.
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