Pasta e fagioli alla piemontese

Pasta e fagioli aus dem Piemont

Sämige piemontesische Bohnensuppe mit getrockneten Borlotti-BohnenGefleckte Sorte der Gartenbohne, die frisch, getrocknet oder aus der Dose verwendet wird., kurzer Pasta, SchweineschwarteGebrühte und enthaarte Haut des Schweins mit hohem Bindegewebsanteil. und Schweinerippchen.

Zum Rezept
Pasta e fagioli alla piemontese
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 2 Std. 25 Min.
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 24 Std. 5 Min.
Gesamtzeit ca. 27 Std. 5 Min.
Menge Für 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte, Suppen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsame Garen macht die getrockneten Bohnen weich und entwickelt einen tiefen, herzhaften Geschmack.
  • Ein Teil der Bohnen bindet den Sud natürlich und sorgt für die gewünschte sämige Konsistenz.
  • Die Pasta gart direkt im Bohnensud und nimmt dadurch das Aroma der Brühe und der Einlagen auf.

Diese kräftige Pasta e fagioli verbindet cremig gebundene Bohnen mit kurzer getrockneter Pasta, aromatischem Gemüse, Rosmarin und langsam gegartem Schwein. Ein Teil der Bohnen wird zerdrückt, während die übrigen Bohnen ganz bleiben und der Pasta im Bohnensud garen.

Dichtflüssig und löffelbar, mit cremigem Bohnensud, ganzen weichen Bohnen, zarter Pasta und herzhaften Stücken von Schwein. Rosmarin, Knoblauch und das gedünstete Gemüse geben der Suppe ein warmes, würziges Aroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Bohnen einweichen

    Die getrockneten Bohnen in eine große Schüssel geben, mit reichlich kaltem Wasser bedecken und 12 bis 24 Stunden quellen lassen. Anschließend abgießen und gründlich abspülen.

    12 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Bohnen sind vollständig mit Wasser bedeckt und nach dem Einweichen sichtbar aufgequollen.

    • Die Bohnen benötigen deutlich mehr Wasser als die angegebene Kochwassermenge; die Schüssel nicht zu knapp füllen.
  2. Schwarte vorbereiten

    Die Schweineschwarte mit kaltem Wasser abspülen, in einem Topf mit frischem Wasser 5 Minuten sprudelnd kochen und abgießen. Kurz abkühlen lassen und in etwa 1 cm breite Streifen schneiden.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schwarte ist kurz sprudelnd gekocht und lässt sich nach kurzem Abkühlen schneiden.

    • Das Vorkochen entfernt überschüssige Rückstände und erleichtert das Schneiden.

    Wichtig: Die Schwarte vor dem Schneiden kurz abkühlen lassen, damit sie sicher gehandhabt werden kann.

  3. Gemüse anschwitzen

    Zwiebel, Karotte und Sellerie sehr fein würfeln. Das Olivenöl in einem großen schweren Topf erhitzen und das Gemüse bei niedriger bis mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten weich dünsten. Die fein gehackte Knoblauchzehe zugeben und 1 Minute mitdünsten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber nicht dunkel gebräunt; der Knoblauch duftet aromatisch.

    • Bei niedriger bis mittlerer Hitze bleibt das Gemüse süßlich und verbrennt nicht.
  4. Bohnen langsam garen

    Bohnen, Schweineschwarte, Schweinerippchen, Lorbeerblatt und Rosmarin in den Topf geben. Mit etwa 1,5 l Wasser auffüllen, sodass die Bohnen gut bedeckt sind, und langsam zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, den Topf halb abdecken und die Bohnen 90 bis 120 Minuten sanft garen. Bei Bedarf portionsweise heißes Wasser nachgießen.

    105 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich und lassen sich leicht zerdrücken; der Sud bleibt ausreichend flüssig.

    • Die Bohnen sollten während des Garens gut mit Flüssigkeit bedeckt bleiben.
    • Nur sanft köcheln lassen, damit die Bohnen möglichst ganz bleiben.
  5. Fleisch ablösen

    Sobald die Bohnen weich sind, Schweinerippchen, Lorbeerblatt und Rosmarinzweig herausnehmen. Das Fleisch von den Knochen lösen, in mundgerechte Stücke teilen und zurück in den Topf geben. Die Schweineschwarte bleibt in der Suppe.

    Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht von den Knochen lösen und ist zart gegart.

    • Lorbeerblatt und Rosmarinzweig vollständig entfernen, bevor die Pasta eingerührt wird.

    Wichtig: Beim Herausnehmen und Zerlegen des Fleisches vorsichtig mit dem heißen Inhalt umgehen.

  6. Bohnensud binden

    Etwa ein Drittel der Bohnen mit etwas Kochsud zerdrücken oder kurz mit dem Stabmixer pürieren. Dadurch wird die Suppe gebunden, während die übrigen Bohnen ganz bleiben. Falls der Sud sehr dick ist, 400 bis 600 ml heißes Wasser zugießen und erneut aufkochen lassen.

    Daran erkennst du es: Der Sud ist sämig, enthält aber weiterhin deutlich erkennbare ganze Bohnen.

    • Nur einen Teil der Bohnen pürieren, damit die Suppe Struktur behält.
    • Beim Mixen im heißen Topf langsam und vorsichtig arbeiten.

    Wichtig: Beim Pürieren heißer Flüssigkeit Spritzer vermeiden und den Stabmixer vollständig in den Sud eintauchen.

  7. Pasta im Bohnensud garen

    Salz und Pfeffer einrühren. Die trockene Pasta direkt in den Bohnensud geben und nach Packungsangabe garen. Regelmäßig umrühren und bei Bedarf noch etwas heißes Wasser zugießen, damit die Pasta gleichmäßig gart und die Suppe sämig bleibt.

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist gar, aber noch formstabil, und die Suppe bleibt dickflüssig statt trocken.

    • Die Pasta nimmt während des Garens Flüssigkeit auf; regelmäßig umrühren und die Konsistenz beobachten.
    • Die Garzeit richtet sich nach der verwendeten Pasta und ihrer Packungsangabe.
  8. Ruhen lassen und abschmecken

    Den Topf vom Herd nehmen und die Pasta e fagioli 5 Minuten ruhen lassen. Die Konsistenz prüfen: Sie soll dickflüssig und löffelbar sein, aber nicht trocken. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist dickflüssig und löffelbar, aber nicht trocken; Salz und Pfeffer sind ausgewogen.

    • Die Pasta bindet den Sud auch während der Ruhezeit weiter; bei Bedarf mit etwas heißem Wasser lockern.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Pasta direkt im Bohnensud: Die Pasta wird direkt in der gebundenen Bohnensuppe gegart und nimmt dadurch deren Aroma auf. Während des Garens regelmäßig umrühren und die Flüssigkeitsmenge beobachten.
  • Konsistenz nach der Ruhezeit: Die Suppe dickt nach dem Herausnehmen vom Herd weiter nach. Sie soll löffelbar bleiben und nicht trocken wirken.

Zutatenwissen

Fagioli di Cuneo IGP

Die getrockneten Borlotti-Bohnen aus dem Piemont sind der regionale Bezug dieses Rezepts. Falls sie nicht erhältlich sind, können getrocknete Borlotti verwendet werden; Geschmack und Cremigkeit bleiben ähnlich, der regionale Bezug wird allgemeiner.

Schweineschwarte

Die Schwarte wird vorgekocht, in Streifen geschnitten und bleibt während des Bohnengarens in der Suppe. Sie trägt zur herzhaften, gebundenen Textur bei.

Kurze Pasta

Ditalini oder Tubetti passen wegen ihrer kurzen Form gut zur löffelbaren Bohnensuppe und können direkt im Sud garen.

Sinnvolle Alternativen

Getrocknete Borlotti-Bohnen

Die Suppe bleibt ähnlich cremig und herzhaft; der spezifische regionale Bezug zu Cuneo ist weniger ausgeprägt.

Die getrockneten Borlotti wie im Rezept 12 bis 24 Stunden einweichen und anschließend wie beschrieben garen.

Andere kurze getrocknete Pasta

Die Garzeit und die benötigte Wassermenge können je nach Pastaform leicht abweichen.

Eine kurze, kompakte Pasta verwenden und nach ihrer Packungsangabe direkt im Bohnensud garen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bohnen bleiben hart oder garen ungleichmäßig.

Die Bohnen zu Beginn gut mit Wasser bedecken und bei Bedarf portionsweise heißes Wasser nachgießen.

Mit heißem Wasser auffüllen und weiter sanft garen, bis die Bohnen weich sind.

Die Suppe wird trocken oder die Pasta klebt am Topfboden.

Während des Pastagarens häufig umrühren und bei Bedarf heißes Wasser ergänzen.

Etwas heißes Wasser einrühren, erneut erwärmen und die Konsistenz prüfen.

Die Suppe verliert ihre Struktur und wird vollständig breiig.

Nur etwa ein Drittel der Bohnen pürieren und die übrigen Bohnen ganz lassen.

Falls vorhanden, mit etwas zusätzlichem heißen Sud und ganzen gegarten Bohnen ausgleichen.

Varianten

Borlotti-Variante

Eine alltagstaugliche Fassung mit getrockneten Borlotti statt Fagioli di Cuneo IGP.

Servieren und kombinieren

  • Heiß servieren: Die Pasta e fagioli nach der fünfminütigen Ruhezeit heiß servieren, solange der Sud dickflüssig und löffelbar ist.

Allergene und Nährwerte

  • Sellerie: enthält · Staudensellerie ist ausdrücklich als Zutat enthalten.
  • Gluten: uncertain · Die verwendete kurze Pasta ist nicht näher spezifiziert. Bei Weizenpasta ist Gluten zu erwarten; die Produktkennzeichnung prüfen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich statt Fagioli di Cuneo IGP auch andere Borlotti verwenden?

Ja. Getrocknete Borlotti sind im Rezept als Alternative vorgesehen. Geschmack und Cremigkeit bleiben ähnlich, der spezifische regionale Bezug zu Cuneo wird jedoch allgemeiner.

Wie dick soll die Pasta e fagioli sein?

Sie soll dickflüssig und löffelbar sein, aber nicht trocken. Falls der Sud zu dick wird, portionsweise heißes Wasser einrühren.

Warum wird die Pasta direkt im Bohnensud gegart?

So nimmt sie das Aroma der Bohnen, des Gemüses und des Schweins auf. Regelmäßiges Umrühren und bei Bedarf zusätzliches heißes Wasser verhindern, dass die Pasta zu trocken gart.

Aus unserer Küche

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