Guanciale
Guanciale ist luftgetrocknete Schweinebacke und gibt der Füllung eine würzige, schmelzende Note. Er ist häufig beim italienischen Feinkosthändler oder an gut sortierten Wursttheken erhältlich.
Fleischgericht aus dem Latium
Kräftiger Rinderbraten aus dem Latium: mit Guanciale, Knoblauch, Majoran und Gewürznelken gespickt, in Rotwein mariniert und langsam in einer dunklen Tomatensauce geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieser kräftige Rinderbraten ist in der Küche des Latiums, besonders im römischen Raum, verankert. Gewürznelken geben ihm sein typisches warmes Aroma, während Guanciale, Rotwein und Tomate für eine dunkle, sämige Schmorsoße sorgen. Je nach Haushalt unterscheiden sich Einlagen und Garzeit; hier wird ein ganzer Braten langsam im Topf gegart.
Zartes, in kräftige Scheiben geschnittenes Rindfleisch mit dunkler, sämiger Sauce. Guanciale sorgt für würzige Fülle, während Gewürznelken und Majoran warm und aromatisch wirken; der Rotwein bringt eine herbe, tiefe Note.
Schritt für Schritt
Den Rinderbraten in eine große Schüssel legen, mit dem Rotwein übergießen, abdecken und 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Rohes Fleisch abgedeckt und gekühlt aufbewahren.
Das Fleisch aus dem Wein nehmen und gründlich trocken tupfen. Den Wein durch ein feines Sieb gießen und für später auffangen. Mit einem spitzen Messer sechs bis acht tiefe Einschnitte in den Braten setzen. Guanciale, Knoblauch, Majoran, zwei Gewürznelken, 1 TL Salz und etwas Pfeffer vermengen und in die Einschnitte drücken.
Wichtig: Nach dem Kontakt mit rohem Fleisch Hände, Messer und Schneidebrett gründlich reinigen.
Das Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Den Braten rundherum kräftig anbraten, bis er eine dunkle Kruste hat. Das dauert etwa 8 bis 10 Minuten. Das Fleisch kurz herausnehmen.
Daran erkennst du es: Eine deutlich gebräunte, dunkle Kruste rundum.
Wichtig: Beim Anbraten Spritzer von heißem Öl vermeiden.
Zwiebel, Möhre und Sellerie im Bratfett bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten. Den Braten wieder in den Topf legen und mit dem aufgefangenen Rotwein ablöschen. Den Wein 5 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht stark gebräunt; der Wein ist sichtbar reduziert.
Passierte Tomaten und Wasser einrühren. Die drei übrigen Gewürznelken in einen kleinen Teefilter oder ein Gewürzsäckchen geben und in die Sauce legen. Mit dem restlichen Salz und dem Pfeffer würzen. Die Sauce einmal aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Sauce beginnt gleichmäßig zu blubbern.
Den Topf zudecken und den Braten bei sehr kleiner Hitze knapp unter dem Siedepunkt etwa 2½ bis 3 Stunden schmoren. Das Fleisch alle 30 Minuten wenden. Die Sauce soll am Ende deutlich eingedickt sein und das Fleisch beim Einstechen weich nachgeben. Falls sie vorher zu stark reduziert, etwas Wasser aus der Zutatenmenge nachgießen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch gibt beim Einstechen weich nach und die Sauce ist deutlich eingedickt.
Wichtig: Den Topf vorsichtig öffnen, da heißer Dampf austreten kann.
Das Gewürzsäckchen entfernen. Den Braten aus dem Topf nehmen und 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend in kräftige Scheiben schneiden und mit der dunklen Tomatensauce servieren.
Daran erkennst du es: Der Braten lässt sich nach der Ruhezeit in saubere, kräftige Scheiben schneiden.
Gut zu wissen
Guanciale ist luftgetrocknete Schweinebacke und gibt der Füllung eine würzige, schmelzende Note. Er ist häufig beim italienischen Feinkosthändler oder an gut sortierten Wursttheken erhältlich.
Zwei Gewürznelken werden in die Einschnitte des Bratens gedrückt; die drei übrigen aromatisieren die Sauce im Gewürzsäckchen.
Pancetta schmeckt etwas milder und schmilzt meist weniger stark als Guanciale.
Pancetta ebenfalls in kurze Stifte schneiden und wie Guanciale in die Einschnitte des Bratens drücken.
Den Braten sorgfältig trocken tupfen und das Öl vor dem Einlegen erhitzen.
Die Kruste lässt sich nicht vollständig nachholen; den Braten dennoch rundum weiter anbraten, bevor die Sauce angesetzt wird.
Bei sehr kleiner Hitze und mit geschlossenem Deckel schmoren.
Etwas Wasser aus der vorgesehenen Menge nachgießen und den Braten zugedeckt weitergaren.
Den Braten vor dem Schneiden 15 Minuten ruhen lassen.
Eine mildere Variante mit Pancetta statt Guanciale.
Eine saucenreichere Ausführung für Brot oder eine Beilage.
Die 12-stündige Marinierphase kann vollständig am Vortag vorbereitet werden. Den Braten währenddessen abgedeckt im Kühlschrank lassen.
Braten und Sauce rasch abkühlen lassen, abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.
Nicht längere Zeit bei Raumtemperatur stehen lassen.
Häufig gefragt
Pancetta eignet sich als Ersatz. Sie schmeckt etwas milder und schmilzt meist weniger stark als Guanciale.
Den Wein durch ein feines Sieb gießen, auffangen und im vierten Schritt zum Ablöschen und Reduzieren verwenden.
Das Fleisch soll beim Einstechen weich nachgeben und die Sauce am Ende deutlich eingedickt sein.
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