Strutto finden
Schweineschmalz, auf Italienisch Strutto, bekommst du in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder beim Metzger.
Frische Eierpasta aus der Emilia-Romagna
Handgeformte Garganelli aus frischem Eierpastateig mit einem sämigen Ragù aus Borlotti-Bohnen, Pancetta und Tomate.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Garganelli al ragù matto bringt eine rustikale Seite der Emilia-Romagna auf den Teller. Die gerillten, handgerollten Eierpasta-Röhrchen nehmen das sämige Ragù aus Borlotti-Bohnen, Pancetta und Tomate besonders gut auf. In der Romagna steht „matto“ hier für eine Variante ohne Rinderhack – nicht für ein völlig anderes Gericht.
Die frischen Garganelli sind zart und bissfest, mit einer deutlich gerillten Oberfläche. Das Ragù schmeckt herzhaft, tomatig und leicht speckig, mit cremiger Bindung und weichen Bohnenstücken.
Schritt für Schritt
Das Weizenmehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Eier hineinschlagen und mit einer Gabel verquirlen, dabei nach und nach Mehl vom Rand einarbeiten. Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. In ein Tuch wickeln und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Das Schweineschmalz in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Pancetta 3 bis 4 Minuten anbraten, ohne sie zu dunkel werden zu lassen. Zwiebel, Möhre, Staudensellerie und Knoblauch hinzufügen und etwa 5 Minuten weich dünsten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich gedünstet und die Pancetta leicht angebraten, aber nicht dunkel.
Borlotti-Bohnen, passierte Tomaten, Wasser und Lorbeerblatt einrühren. Mit dem abgemessenen Salz und Pfeffer würzen und das Ragù 25 Minuten offen bei kleiner Hitze köcheln lassen. Etwa ein Viertel der Bohnen mit dem Kochlöffel zerdrücken, damit die Sauce sämiger wird. Das Lorbeerblatt anschließend entfernen.
Daran erkennst du es: Das Ragù ist sämig, die Bohnen sind weich und ein Teil der Bohnen ist zerdrückt.
Den Nudelteig portionsweise mit dem Nudelholz oder der Pastamaschine dünn ausrollen, etwa 1 mm dick. Die Teigplatten mit dem Messer in Quadrate von ungefähr 4 cm Kantenlänge schneiden.
Daran erkennst du es: Die Teigplatten sind dünn und gleichmäßig ausgerollt.
Jedes Teigquadrat diagonal um ein dünnes Holzstäbchen legen und die beiden gegenüberliegenden Ecken leicht zusammendrücken. Das Stück über ein Gnocchi-Brett oder einen Pastakamm rollen, damit die typische Riffelung entsteht. Die Garganelli auf ein mit Hartweizengrieß bestäubtes Tuch legen und 20 Minuten antrocknen lassen.
Daran erkennst du es: Die geformten Garganelli liegen stabil auf dem Tuch und sind außen leicht angetrocknet.
Das Wasser mit dem Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die frischen Garganelli hineingeben und 2 bis 4 Minuten garen, bis sie bissfest sind. Vor dem Abgießen 150 ml Kochwasser zurückbehalten und die Pasta anschließend abgießen.
Daran erkennst du es: Die Garganelli sind bissfest.
Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Dampf und das kochende Wasser achten.
Die Garganelli direkt unter das Ragù heben. Bei Bedarf esslöffelweise Kochwasser einarbeiten, bis die Sauce die Pasta glänzend umhüllt. Den geriebenen Parmigiano-Reggiano unterheben, abschmecken und sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet glänzend an den Garganelli.
Gut zu wissen
Schweineschmalz, auf Italienisch Strutto, bekommst du in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten oder beim Metzger.
Der Hartweizengrieß verhindert, dass die geformten Garganelli am Tuch festkleben, während sie 20 Minuten antrocknen.
Die Pancetta nur leicht anbraten und nicht zu dunkel werden lassen, damit ihr Geschmack rund bleibt und nicht bitter wird.
Das Ragù schmeckt etwas leichter und weniger rund.
Das Schweineschmalz durch 15 ml mildes Olivenöl ersetzen und das Öl wie das Schmalz zum Anschwitzen von Pancetta und Gemüse verwenden.
Den Teig portionsweise gleichmäßig dünn ausrollen und die Platten nicht zu dick lassen.
Die bereits geformten Garganelli etwas länger garen und die Bissprobe verwenden.
Die Pancetta nur 3 bis 4 Minuten bei mittlerer Hitze anbraten und anschließend direkt das Gemüse hinzufügen.
Mit dem Gemüse und den übrigen Ragù-Zutaten fortfahren; stark verbrannte Stücke vor dem Aufgießen entfernen.
Kochwasser nur esslöffelweise einarbeiten und etwa ein Viertel der Bohnen im Ragù zerdrücken.
Die Pasta kurz mit dem Ragù weiterziehen lassen, damit die Sauce etwas bindet.
Häufig gefragt
In dieser Romagna-Variante bezeichnet „matto“ ein Ragù ohne Rinderhack. Hier entsteht die sämige Sauce aus Borlotti-Bohnen, Pancetta und Tomate.
Ja. Den Teig portionsweise bis auf etwa 1 mm Dicke ausrollen. Alternativ gelingt das Ausrollen mit einem Nudelholz.
Ein dünnes Holzstäbchen dient als Formhilfe. Für die Riffelung wird das Teigstück über ein Gnocchi-Brett oder einen Pastakamm gerollt.
Die frischen Garganelli garen etwa 2 bis 4 Minuten. Sie sind fertig, sobald sie bissfest sind.
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