Verzini besorgen
Verzini sind frische lombardische Schweinewürste. Du findest sie am besten bei einer italienischen Metzgerei oder auf Vorbestellung beim Metzger.
Lombardischer Schweine-Schmortopf
Kräftiger lombardischer Schmortopf aus Schweinerippchen, Schweineschulter, Schwarte, Schweinefuß, Verzini und Wirsing. Das Fleisch schmort mit Weißwein, Tomaten und Fond zu einer sämigen Sauce; weiche Polenta ergänzt das Gericht.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cassoeula ist ein herzhafter lombardischer Schweinefleisch-Schmortopf mit viel Wirsing und frischen Verzini. Rippchen, Schulter, Schwarte und Schweinefuß verbinden sich beim langsamen Schmoren zu zartem Fleisch und einem gebundenen Sud. Serviert wird der kompakte Eintopf mit weicher Polenta.
Die Cassoeula schmeckt würzig, herzhaft und vollmundig. Das Fleisch wird weich, der Wirsing zart, aber nicht völlig zerfallen, und der Sud haftet sämig an den Zutaten. Dazu ist die Polenta weich und cremig.
Schritt für Schritt
Wirsing putzen, den harten Strunk entfernen und die Blätter in grobe Stücke schneiden. Zwiebeln, Möhren und Sellerie fein würfeln. Schwarte und Schweinefuß unter kaltem Wasser abspülen. Die Verzini rundum vorsichtig mit einem Holzspieß einstechen.
Schwarte und Schweinefuß in einen großen Topf geben, mit Wasser bedecken und 20 Minuten sanft köcheln lassen. Abgießen und beiseitestellen. So wird überschüssiges Fett reduziert, während Schwarte und Schweinefuß später für Bindung sorgen.
Daran erkennst du es: Nach dem Abgießen sind Schwarte und Schweinefuß vorgegart und nicht mehr von Kochwasser bedeckt.
Butter in einem großen schweren Schmortopf erhitzen. Rippchen und Schweineschulter portionsweise rundum anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Rippchen und Schulter zeigen rundum eine leichte Bräunung.
Zwiebeln, Möhren und Sellerie im selben Topf 5 Minuten weich dünsten. Das Fleisch wieder hineingeben, mit dem Weißwein ablöschen und 3 bis 4 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, 500 ml heißen Fleischfond, Lorbeer und Salbei hinzufügen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, und der Weißwein ist sichtbar eingekocht.
Schweinefuß und Schwarte in den Topf legen. Alles einmal aufkochen, dann zugedeckt bei sehr niedriger Hitze 75 Minuten schmoren lassen. Gelegentlich am Topf rütteln, aber den Inhalt nicht kräftig umrühren.
Daran erkennst du es: Der Sud bleibt gebunden, und die Fleischstücke beginnen weich zu werden.
Den Wirsing portionsweise unterheben. Den restlichen heißen Fleischfond angießen, den Deckel wieder auflegen und weitere 30 Minuten schmoren lassen.
Daran erkennst du es: Der Wirsing ist zart, aber noch als Blattstücke erkennbar.
Die Verzini auf den Wirsing legen und 25 bis 30 Minuten mitgaren, bis sie durchgegart sind. Den Schweinefuß herausnehmen, das weiche Fleisch vom Knochen lösen und zurück in den Topf geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Cassoeula soll sämig und kompakt, aber nicht flüssig sein.
Daran erkennst du es: Die Verzini sind durchgegart, das Fleisch löst sich weich vom Schweinefuß, und der Schmortopf ist sämig statt suppig.
Während die Cassoeula in den letzten 35 bis 40 Minuten gart, Wasser mit Salz aufkochen. Maisgrieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen und bei niedriger Hitze 35 bis 40 Minuten quellen lassen. Regelmäßig rühren, bis die Polenta weich und cremig ist.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist weich, cremig und ohne harte Körner.
Cassoeula und Polenta 20 Minuten ruhen lassen. Anschließend den Schmortopf zusammen mit der weichen Polenta servieren.
Daran erkennst du es: Der Schmorsud hat sich leicht gesetzt und haftet sämig an Fleisch und Wirsing.
Gut zu wissen
Verzini sind frische lombardische Schweinewürste. Du findest sie am besten bei einer italienischen Metzgerei oder auf Vorbestellung beim Metzger.
Frage beim Metzger nach einem küchenfertig zugeschnittenen Schweinefuß. Häufig ist eine Vorbestellung sinnvoll.
Die Schwarte liefert beim langen Schmoren Gelatine und trägt zur sämigen Konsistenz des Suds bei.
Den harten Strunk entfernen und die Blätter grob schneiden, damit sie im Schmortopf zart werden, ohne vollständig zu zerfallen.
Der Schmortopf bleibt würzig, schmeckt aber etwas weniger regionaltypisch.
Die milden frischen Schweinewürste rundum vorsichtig einstechen und wie die Verzini auf den Wirsing legen.
Die Cassoeula wird etwas weniger gebunden.
Den Schweinefuß auslassen und die übrigen Zutaten nach Rezept schmoren.
Die Sauce wird weniger gelatinehaltig und der Schmortopf etwas leichter.
Die Schwarte nicht verwenden und die übrigen Zutaten wie beschrieben vorbereiten und schmoren.
Das Fleisch portionsweise rundum anbraten.
Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen und die nächste Portion erst in den Topf geben, wenn wieder ausreichend Hitze vorhanden ist.
Den Topf während des Schmorens nur vorsichtig rütteln und die Cassoeula am Ende auf eine sämige, kompakte Konsistenz prüfen.
Den Schmortopf kurz ohne kräftiges Rühren weitergaren, bis der Sud konzentrierter ist.
Den Wirsing erst nach der ersten 75-minütigen Schmorphase portionsweise unterheben.
Bei stark zerfallenem Wirsing die Cassoeula trotzdem kompakt fertig garen und beim Servieren auf die sämige Konsistenz achten.
Den Maisgrieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen und während des Quellens regelmäßig weiterrühren.
Die Polenta bei niedriger Hitze mit kräftigem Rühren weiterquellen lassen, bis sie wieder möglichst glatt ist.
Häufig gefragt
Verzini sind frische lombardische Schweinewürste. Falls sie nicht erhältlich sind, kannst du milde frische Schweinewürste ohne Rauch- oder Kräuteraroma verwenden.
Ja. Ohne Schweinefuß wird die Cassoeula etwas weniger gebunden, da das Fleisch vom Knochen und die Gelatine als natürliche Bindung fehlen.
Ja. Ohne Schwarte wird der Schmortopf etwas leichter und die Sauce weniger gelatinehaltig.
Der Wirsing kommt erst nach der ersten 75-minütigen Schmorphase dazu und gart anschließend weitere 30 Minuten mit.
Ja. Die Polenta wird während der letzten 35 bis 40 Minuten der Schmorzeit gekocht, damit beide Komponenten warm serviert werden können.
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