Bombas

Sardische Hackfleischbällchen

Sardische Hackfleischbällchen aus Rinderhack, Pecorino und getrockneten Tomaten, die bemehlt, angebräunt und in einer einfachen Tomatensauce geschmort werden.

Zum Rezept
Bombas – sardische Hackfleischbällchen im Sugo
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 40 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 15 Minuten
Gesamtzeit ca. 85 Minuten
Menge 16 Stück
Gerichtsform und Gerichtsart Bällchen, Kroketten und kompakte Röllchen
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Pecorino, getrocknete Tomaten, Knoblauch und Petersilie geben der Fleischmasse eine kräftige, mediterrane Würze.
  • Das kurze Anbräunen sorgt für Röstaromen, während das anschließende Schmoren die Bällchen saftig hält.
  • Die Tomatensauce nimmt die würzigen Bratensäfte auf und verbindet alle Bestandteile zu einem runden Gericht.

Bombas sind geformte Fleischbällchen aus Sardinien. Für diese Version werden Rinderhack, sardischer Pecorino, Semmelbrösel, Eier und getrocknete Tomaten zu einer gebundenen Masse verarbeitet. Nach dem Bemehlen werden die Bällchen rundum angebräunt und anschließend in Tomatensauce sanft geschmort.

Die Bombas sind außen leicht gebräunt, innen zart und saftig. Der Pecorino schmeckt würzig und salzig, getrocknete Tomaten bringen eine konzentrierte Fruchtnote, während die sämige Tomatensauce das Gericht abrundet.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Fleischmasse anrühren und ruhen lassen

    Rinderhack, Pecorino, Semmelbrösel, Eier, getrocknete Tomaten, Knoblauch, Petersilie, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben. Alles 2 bis 3 Minuten gründlich verkneten, bis eine gleichmäßige, gebundene Masse entsteht. Die Schüssel abdecken und die Masse 15 Minuten ruhen lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig verbunden und lässt sich formen.

    • Die Ruhezeit hilft den Semmelbröseln, Flüssigkeit aufzunehmen und die Masse zu binden.
  2. Bombas formen und bemehlen

    Die Masse in 16 gleich große Portionen teilen und mit leicht angefeuchteten Händen zu Kugeln von etwa 4 cm Durchmesser formen. Jede Kugel dünn im Weizenmehl wenden und überschüssiges Mehl abklopfen.

    Daran erkennst du es: Alle 16 Bällchen sind möglichst gleich groß und dünn bemehlt.

    • Leicht angefeuchtete Hände verhindern, dass die Fleischmasse stark an den Fingern klebt.
  3. Tomatensauce kochen

    15 ml Olivenöl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Passierte Tomaten, Wasser und Salz einrühren. Die Basilikumblätter dazugeben und die Sauce 15 Minuten sanft köcheln lassen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und die Sauce leicht eingekocht.

    • Die Sauce kann während des Anbräunens der Bombas weiter warm gehalten werden.
  4. Bombas anbräunen

    Während die Sauce köchelt, das Olivenöl zum Anbraten in einer großen Pfanne erhitzen. Die Bombas portionsweise 6 bis 8 Minuten rundum anbräunen und dabei vorsichtig wenden. Sie müssen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig durchgegart sein.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist rundum leicht gebräunt, das Innere darf noch nicht vollständig gar sein.

    • Die Pfanne nicht überfüllen, damit die Bällchen bräunen statt im eigenen Dampf zu garen.

    Wichtig: Rohes Hackfleisch nach dem Formen und Anbräunen nicht mit verzehrfertigen Lebensmitteln in Kontakt bringen.

  5. In der Sauce schmoren

    Die angebräunten Bombas in die Tomatensauce legen. Den Topf abdecken und die Bällchen bei niedriger Hitze etwa 20 Minuten sanft schmoren lassen. Nach der Hälfte der Zeit vorsichtig wenden, damit sie gleichmäßig garen und nicht zerfallen.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bällchen sind stabil, vollständig gegart und die Sauce ist sämig eingekocht.

    • Beim Wenden einen flachen Pfannenwender oder zwei Löffel verwenden, damit die Bällchen ihre Form behalten.

    Wichtig: Die Bombas vollständig durchgaren, bevor sie serviert werden.

  6. Garprobe und Servieren

    Eine Bombas zur Kontrolle halbieren. Das Innere soll vollständig durchgegart und die Sauce sämig eingekocht sein. Die Bällchen heiß in ihrer Tomatensauce servieren.

    Daran erkennst du es: Das Innere ist vollständig durchgegart, ohne rohen oder glasigen Kern.

    • Die Bombas direkt mit reichlich Tomatensauce auf den Teller geben.

    Wichtig: Bei Hackfleischgerichten die Garprobe immer an einem Bällchen durchführen, bevor serviert wird.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Arbeitsschritte kombinieren: Die Tomatensauce kann während des Anbräunens der Bombas zubereitet werden. So bleibt die Gesamtzeit trotz der einzelnen Garphasen überschaubar.
  • Gleich große Bällchen: Möglichst gleich große Bombas garen gleichmäßiger und lassen sich leichter gemeinsam in der Sauce fertig schmoren.
  • Sämige Sauce: Die Sauce sollte nach dem Schmoren leicht eingekocht und sämig sein, aber die Bällchen noch vollständig umgeben.

Zutatenwissen

Sardischer Pecorino

Sardischer Pecorino ist in italienischen Feinkostläden, an gut sortierten Käsetheken und in manchen größeren Supermärkten erhältlich.

Getrocknete Tomaten

Die getrockneten Tomaten werden fein gehackt und direkt in die Fleischmasse eingearbeitet. Dadurch verteilen sich ihre konzentrierten Frucht- und Würzaromen gleichmäßig.

Sinnvolle Alternativen

Pecorino Romano

Pecorino Romano schmeckt meist kräftiger und salziger als sardischer Pecorino.

Pecorino Romano in gleicher Menge fein reiben und verwenden. Das Salz in der Fleischmasse vorsichtig dosieren, damit die Bombas nicht zu salzig werden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bombas werden eher grau und weich als rundum gebräunt.

Die Bombas portionsweise anbräunen und zwischen den Bällchen etwas Platz lassen.

Die bereits angebräunten Bällchen aus der Pfanne nehmen und die restlichen portionsweise fertig bräunen.

Die Bällchen zerfallen beim Wenden oder Schmoren.

Die Masse gründlich binden lassen, gleichmäßig formen und die Bombas vorsichtig wenden.

Zerfallene Stücke in der Sauce belassen und besonders behutsam weitergaren; die Sauce bleibt trotzdem verwendbar.

Das Innere der Bombas ist noch roh oder glasig.

Gleich große Bällchen formen und vor dem Servieren eine Bombas halbieren.

Die Bällchen bei niedriger Hitze in der abgedeckten Sauce weitergaren, bis das Innere vollständig durchgegart ist.

Servieren und kombinieren

  • Mit zusätzlichem Sugo servieren: Die Bombas mit reichlich von der sämigen Tomatensauce servieren. Wer besonders viel Sugo mag, gibt beim Anrichten einen zusätzlichen Löffel Sauce über die Bällchen.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Der sardische Pecorino ist ein Milchprodukt.
  • Eier: enthält · Die Fleischmasse enthält Eier.
  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Semmelbrösel und Weizenmehl werden verwendet.

Lebensmittelsicherheit

  • Hackfleisch vollständig durchgaren: Die Bombas erst servieren, wenn das Innere vollständig durchgegart ist. Zur Kontrolle eine Bombas halbieren und den Kern prüfen.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wo bekomme ich sardischen Pecorino?

Sardischer Pecorino ist in italienischen Feinkostläden, an gut sortierten Käsetheken und in manchen größeren Supermärkten erhältlich.

Kann ich sardischen Pecorino ersetzen?

Ja. Pecorino Romano eignet sich als Ersatz und wird in gleicher Menge verwendet. Da er meist kräftiger und salziger schmeckt, sollte das Salz in der Fleischmasse vorsichtig dosiert werden.

Kann die Sauce parallel zu den Bombas zubereitet werden?

Ja. Die Sauce kann während des Anbräunens der Bombas köcheln. Anschließend werden die angebräunten Bällchen in die Sauce gelegt und dort fertig geschmort.

Aus unserer Küche

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