Lampascioni finden
Die kleinen Wildzwiebelknollen sind am ehesten in italienischen Feinkostläden, auf gut sortierten Wochenmärkten oder im italienischen Lebensmittelhandel erhältlich.
Schmorgericht aus Apulien
Anguilla con i lambascioni verbindet saftige Aalstücke mit herb-würzigen Lampascioni in einem aromatischen Schmorsud aus Zwiebel, Knoblauch, Weißwein und Tomate.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Anguilla con i lambascioni verbindet Aal mit den herb-würzigen Lampascioni, einer in Apulien geschätzten Wildzwiebelknolle. Das Gericht wird in der lokalen Küche von Lesina am gleichnamigen See im Norden Apuliens genannt. Durch das sanfte Schmoren werden die Aalstücke saftig, während die Lampascioni ihren kräftigen Geschmack an den Tomatensud abgeben.
Die Lampascioni schmecken herb-würzig und leicht erdig, während der Aal saftig und zart aus dem Schmorsud kommt. Tomate und Weißwein geben der Sauce Fruchtigkeit und Tiefe, Lorbeer und Petersilie runden das Aroma ab.
Schritt für Schritt
Die Lampascioni von Wurzeln und äußerer Haut befreien, gründlich abspülen und in reichlich kaltem Wasser einweichen. Das Wasser während der Einweichzeit zwei- bis dreimal wechseln, damit die Knollen milder werden.
Die Lampascioni abgießen, in einen Topf mit frischem, leicht gesalzenem Wasser geben und 15 bis 20 Minuten knapp weich kochen. Anschließend abgießen und gut abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Knollen sollen knapp weich, aber nicht zerfallen sein.
Den Aal mit Küchenpapier trocken tupfen und leicht mit etwas Salz und Pfeffer würzen. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch hacken und die Petersilie fein schneiden.
Das Olivenöl in einem breiten, schweren Schmortopf erhitzen. Die Aalstücke portionsweise rundum 3 bis 4 Minuten anbraten, herausnehmen und beiseitestellen. Durch das portionsweise Arbeiten bleibt die Hitze im Topf erhalten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche der Aalstücke ist rundum leicht gebräunt.
Die Zwiebel im selben Topf bei mittlerer Hitze 5 Minuten weich dünsten. Den Knoblauch zufügen und 30 Sekunden mitdünsten. Mit dem Weißwein ablöschen und etwa 2 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, ohne deutlich gebräunt zu sein.
Tomaten, Wasser, Lorbeerblatt und das restliche Salz einrühren. Die vorgekochten Lampascioni in den Sud geben und 5 Minuten sanft köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Der Sud bewegt sich nur leicht und die Lampascioni sind vollständig vom Sud umgeben.
Die Aalstücke wieder in den Topf legen. Alles zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze 20 bis 25 Minuten schmoren lassen. Die Stücke nach der Hälfte der Garzeit vorsichtig wenden.
Daran erkennst du es: Der Aal bleibt saftig und die Stücke lassen sich vorsichtig wenden, ohne zu zerfallen.
Den Deckel abnehmen und den Schmorsud weitere 5 Minuten einkochen lassen. Den Lorbeer entfernen, die Petersilie unterheben und das Gericht vor dem Servieren 5 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Aal ist vollständig undurchsichtig und löst sich leicht vom Mittelgrat.
Wichtig: Den Aal erst servieren, wenn das Fleisch vollständig undurchsichtig ist und sich leicht vom Mittelgrat löst.
Gut zu wissen
Die kleinen Wildzwiebelknollen sind am ehesten in italienischen Feinkostläden, auf gut sortierten Wochenmärkten oder im italienischen Lebensmittelhandel erhältlich.
Den Fischhändler bitten, den Aal auszunehmen, zu häuten oder nach Wunsch mit Haut zu portionieren und in 6 bis 8 cm große Stücke zu schneiden. Tiefgekühlter küchenfertiger Aal ist ebenfalls möglich, kann aber etwas weicheres Fleisch ergeben.
Die Perlzwiebeln schmecken deutlich milder und weniger herb als Lampascioni.
Die Perlzwiebeln putzen und ohne die lange Einweichzeit verwenden. Je nach Größe können sie direkt vorgekocht oder nur kurz blanchiert werden, bevor sie in den Schmorsud kommen.
Die Lampascioni 8 bis 12 Stunden wässern und das Wasser zwei- bis dreimal wechseln.
Die Knollen vor dem weiteren Kochen nochmals in frischem Wasser wässern und anschließend erneut knapp weich vorkochen.
Die Aalstücke portionsweise rundum anbraten und zwischen den Portionen ausreichend Platz lassen.
Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen und den nächsten Durchgang bei höherer Topftemperatur kurz nachbräunen.
Den Aal zugedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze sanft schmoren und nur nach der Hälfte der Garzeit vorsichtig wenden.
Den Topf sofort von der Hitze nehmen und die Stücke im Sud ruhen lassen, statt weiter einzukochen.
Den Deckel am Ende abnehmen und den Sud etwa 5 Minuten einkochen lassen.
Die Aalstücke kurz herausnehmen und den Sud allein weiter reduzieren, bevor alles wieder vorsichtig vermengt wird.
Perlzwiebeln ersetzen die Lampascioni und geben dem Schmorsud eine deutlich mildere, weniger herbe Zwiebelnote.
Die Lampascioni können bereits am Vorabend vorbereitet und 8 bis 12 Stunden gewässert werden. Das Wasser währenddessen zwei- bis dreimal wechseln und die Knollen anschließend vorkochen.
Häufig gefragt
Am ehesten findest du sie in italienischen Feinkostläden, auf gut sortierten Wochenmärkten oder im italienischen Lebensmittelhandel.
Ja. Perlzwiebeln eignen sich als Ersatz, schmecken aber deutlich milder und weniger herb.
Außerhalb von Fischgeschäften ist küchenfertiger Aal oft tiefgekühlt erhältlich. Nach dem Auftauen kann das Fleisch etwas weicher sein.
Das Fleisch ist vollständig undurchsichtig und löst sich leicht vom Mittelgrat.
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