Backstarkes Weizenmehl
Mehl mit hoher Backstärke, möglichst W 350–380, unterstützt einen elastischen Teig und die typische Hohlform. Es ist in gut sortierten Supermärkten, Mühlenläden oder im Backfachhandel erhältlich.
Römisches Brötchen · Latium
Römische Brötchen aus dem Latium mit fester Biga, dünner knuspriger Kruste und charakteristisch geprägter Rosettenform. Das Innere bleibt leicht und fast hohl und eignet sich dadurch besonders gut zum Füllen als Panino.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Rosetta romana ist ein römisches Brötchen mit dünner, knuspriger Kruste und einem fast hohlen Inneren. Eine lange, feste Biga sorgt für die lockere Struktur, während das enge Aufrollen und der Rosettenstempel die typische Form prägen. Gebacken wird zunächst heiß und mit Dampf, danach trocknen die Brötchen bei niedrigerer Temperatur knusprig aus.
Außen goldbraun, dünn und knusprig, innen leicht, trocken-locker und fast hohl. Der Gerstenmalzsirup bringt eine milde malzige Note und unterstützt die Bräunung.
Schritt für Schritt
Die frische Hefe im kühlen Wasser auflösen. Das backstarke Weizenmehl dazugeben und nur so lange vermischen, bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Die feste Teigmasse abdecken und 18–20 Stunden bei etwa 18–20 °C ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Biga ist durchgeruht und aromatisch, bleibt aber eine feste, unregelmäßige Teigmasse.
Die Biga in Stücke zupfen und mit 50 ml Wasser sowie dem Gerstenmalzsirup in die Rührschüssel geben. Kurz verkneten, dann das Weizenmehl Type 550 nach und nach einarbeiten. Sobald der Teig zusammenhält, das Salz hinzufügen und weitere 8–10 Minuten kneten. Der Teig soll fest, glatt und elastisch sein.
Daran erkennst du es: Der Teig ist fest, glatt und elastisch und hält als zusammenhängende Masse.
Den Teig abdecken und 20 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig lässt sich anschließend leichter ausrollen und formen.
Den Teig in 10 gleich große Stücke von jeweils etwa 89 g teilen. Jedes Stück zu einem flachen, etwa 20 cm langen Streifen ausrollen, von der langen Seite her eng aufrollen und die Enden unterlegen, sodass eine straffe Kugel entsteht.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind straff und gleichmäßig geformt.
Jede Kugel leicht bemehlen und mit dem Rosettenstempel oder Apfelschneider eindrücken, ohne den Teig vollständig zu durchtrennen. Die geprägten Brötchen mit der Musterseite nach unten auf das mit Backpapier vorbereitete Blech setzen, abdecken und 45 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen, behalten aber noch Spannung.
Den statischen Ofen mit einer kleinen ofenfesten Metallschale auf dem Boden auf 240 °C vorheizen.
Wichtig: Die Metallschale wird sehr heiß und darf erst mit geeignetem Hitzeschutz angefasst werden.
Die Rosette vorsichtig umdrehen, sodass das Muster oben liegt. Das Blech einschieben und 100 ml kochendes Wasser in die heiße Metallschale geben. Die Rosette 5 Minuten bei 240 °C backen. Danach die Schale vorsichtig herausnehmen, die Temperatur auf 220 °C senken und die Brötchen weitere 15–18 Minuten goldbraun und knusprig backen.
Daran erkennst du es: Die Brötchen sind goldbraun und knusprig gebacken.
Wichtig: Beim Eingießen des kochenden Wassers entsteht sofort heißer Dampf. Gesicht und Hände fernhalten und die Schale nur mit geeignetem Hitzeschutz herausnehmen.
Die Rosette auf ein Kuchengitter setzen und mindestens 10 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Kruste ist stabil und die Brötchen lassen sich ohne Verformung aufschneiden.
Gut zu wissen
Mehl mit hoher Backstärke, möglichst W 350–380, unterstützt einen elastischen Teig und die typische Hohlform. Es ist in gut sortierten Supermärkten, Mühlenläden oder im Backfachhandel erhältlich.
Gerstenmalzsirup unterstützt die Bräunung und gibt den Brötchen eine milde malzige Note. Er ist meist im Reformhaus, Bioladen oder Backfachhandel erhältlich.
Die kleine Hefemenge wird in der Biga über viele Stunden langsam wirksam. Das trägt zur langen Reifezeit und zum Aroma des Teigs bei.
Der Teig wird weniger elastisch; die typische Hohlform kann kleiner ausfallen.
Das backstarke Weizenmehl in der Biga durch 500 g Weizenmehl Type 550 ersetzen und die übrigen Mengen und Ruhezeiten beibehalten.
Die Brötchen schmecken etwas süßer und erhalten weiterhin zusätzliche Bräunung.
Den Gerstenmalzsirup durch 8 g Honig ersetzen und den Honig zusammen mit dem Wasser zur Biga geben.
Mehl und Wasser nur so lange vermischen, bis kein trockenes Mehl mehr sichtbar ist.
Die Biga trotzdem weiterreifen lassen und beim Hauptteig auf eine vollständige, elastische Ausknetung achten.
Jedes Stück straff aufrollen und die Enden vollständig unter die Kugel legen.
Die Teiglinge vor dem Prägen vorsichtig nachspannen und erneut unterlegen.
Nur bis zu einem klar sichtbaren Muster prägen und den Teigling zusammenhängend lassen.
Die Einschnitte vorsichtig zusammendrücken und den Teigling mit der Musterseite nach unten weitergehen lassen.
Den Ofen vollständig auf 240 °C vorheizen, die Schale nach 5 Minuten entfernen und die Rosette auf einem Gitter auskühlen lassen.
Die Brötchen kurz bei 220 °C nachbacken und anschließend auf dem Gitter auskühlen lassen.
Häufig gefragt
Ja. Ein Apfelschneider kann die Rosettenprägung übernehmen. Drücke ihn nur so tief ein, dass das Muster sichtbar wird, der Teigling aber nicht vollständig durchtrennt ist.
Ja, als Ersatz für das backstarke Mehl funktionieren 500 g Weizenmehl Type 550. Der Teig wird weniger elastisch und die typische Hohlform kann kleiner ausfallen.
Ersetze 10 g Gerstenmalzsirup durch 8 g Honig. Die Rosette schmeckt dann etwas süßer, erhält aber weiterhin zusätzliche Bräunung.
Die feste Biga reift 18–20 Stunden. Dadurch entwickelt der Teig mehr Aroma und erhält eine gute Grundlage für eine lockere, fast hohle Krume.
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