Baccalà richtig auswählen
Der Baccalà sollte bereits entsalzt sowie von Haut und Gräten befreit sein. Gesalzener, getrockneter Baccalà muss vor der Verarbeitung gewässert werden.
Sizilien · Fischgericht
Zarte Fischbällchen aus entsalzenem Baccalà, Kartoffeln, Brot und Pecorino werden goldbraun gebraten und anschließend in einem schlichten Tomatensugo geschmort.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Polpette di baccalà al sugo sind zarte sizilianisch eingeordnete Fischbällchen aus entsalzenem Stockfisch, Brot und Kartoffeln. Die Masse wird mit Knoblauch, Petersilie und Pecorino gewürzt, zu kleinen Kugeln geformt und kurz goldbraun gebraten. Anschließend garen die Polpette im Tomatensugo fertig und nehmen dabei reichlich Sauce auf.
Die Polpette sind außen goldbraun und innen weich, saftig und fein faserig. Der Tomatensugo ist fruchtig, leicht würzig und legt sich reichlich um die Bällchen; Pecorino, Knoblauch und Petersilie geben dem Gericht eine herzhafte mediterrane Tiefe.
Schritt für Schritt
Falls du gesalzenen, getrockneten Baccalà verwendest, lege ihn 24 bis 36 Stunden in reichlich kaltes Wasser und wechsle das Wasser drei- bis viermal. Bereits entsalzenen Baccalà kannst du direkt verwenden.
Schäle die Kartoffeln, schneide sie in Stücke und koche sie in ungesalzenem Wasser etwa 20 Minuten weich. Gleichzeitig den Baccalà in einem zweiten Topf mit Wasser bedecken und etwa 8 bis 10 Minuten sanft garen. Die Kartoffeln sollen sich leicht zerdrücken lassen. Den Fisch abgießen, abkühlen lassen, Haut und verbliebene Gräten entfernen und das Fleisch fein zerpflücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelstücke lassen sich leicht zerdrücken.
Zupfe das Brot klein, übergieße es mit der Milch und lasse es 10 Minuten quellen. Drücke es anschließend gut aus. Schäle den Knoblauch und hacke ihn mit der Petersilie fein.
Daran erkennst du es: Das Brot ist vollständig weich und lässt sich gut ausdrücken.
Püriere die abgekühlten Kartoffeln grob. Vermenge sie mit Baccalà, ausgedrücktem Brot, Ei, Semmelbröseln, Pecorino, Knoblauch, Petersilie und Pfeffer. Schmecke erst jetzt vorsichtig mit Salz ab, da der Fisch noch eigene Würze mitbringen kann. Stelle die Masse 30 Minuten kalt.
Daran erkennst du es: Die gekühlte Masse ist kompakt genug, um geformt zu werden.
Teile die Masse in etwa 16 Portionen und forme daraus runde Bällchen. Wende sie dünn im Mehl und klopfe überschüssiges Mehl ab.
Daran erkennst du es: Alle Bällchen sind gleichmäßig geformt und nur dünn bemehlt.
Erhitze das Sonnenblumenöl in einem breiten Topf oder einer tiefen Pfanne. Brate die Polpette portionsweise rundherum etwa 6 bis 8 Minuten goldbraun. Lasse sie anschließend auf Küchenpapier abtropfen.
Daran erkennst du es: Die Polpette sind rundherum goldbraun und lassen sich vorsichtig wenden.
Wichtig: Beim Arbeiten mit heißem Öl vorsichtig wenden und Spritzer vermeiden.
Für den Sugo erhitze das Olivenöl in einem weiten Schmortopf. Dünste die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten weich. Gib die ganze Knoblauchzehe dazu und brate sie 1 Minute mit.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, aber noch nicht dunkel gebräunt.
Füge passierte Tomaten, Wasser, Lorbeerblatt und Salz hinzu. Lasse den Sugo 15 Minuten leise köcheln, damit er leicht eindickt und die Aromen verbindet.
Daran erkennst du es: Der Sugo ist heiß, leicht eingedickt und gleichmäßig verbunden.
Lege die gebratenen Polpette in den Sugo, decke den Topf ab und lasse sie bei niedriger Hitze weitere 15 Minuten schmoren. Wende sie nach der Hälfte der Zeit vorsichtig, damit sie gleichmäßig Sauce aufnehmen. Entferne vor dem Servieren das Lorbeerblatt und die ganze Knoblauchzehe.
Daran erkennst du es: Die Polpette sind durchgewärmt und vollständig mit Sugo überzogen.
Serviere die Polpette warm und überziehe sie reichlich mit dem Tomatensugo.
Gut zu wissen
Der Baccalà sollte bereits entsalzt sowie von Haut und Gräten befreit sein. Gesalzener, getrockneter Baccalà muss vor der Verarbeitung gewässert werden.
Pecorino Siciliano gibt der Masse eine würzige, schafmilchbetonte Note. Pecorino Romano ist kräftiger und meist salziger.
Mehligkochende Kartoffeln zerfallen nach dem Garen leichter und helfen dabei, die Polpette-Masse kompakt zu binden.
Die Polpette schmecken milder; die Entsalzungszeit entfällt.
Frisches Kabeljaufilet anstelle des entsalzenen Baccalà verwenden und wie im Rezept beschrieben im Wasser garen, abkühlen lassen und fein zerpflücken.
Der Geschmack wird kräftiger und salziger.
Pecorino Romano in vergleichbarer Menge verwenden und das zusätzliche Salz besonders vorsichtig dosieren.
Das Brot gründlich ausdrücken und die fertige Masse 30 Minuten kalt stellen.
Die Masse weiter kühlen und bei Bedarf vorsichtig mit etwas Semmelbröseln stabilisieren.
Das Salz erst nach dem Vermengen aller Zutaten vorsichtig abschmecken.
Die Polpette mit reichlich ungesalzenem Sugo servieren.
Portionsweise braten und zwischen den Bällchen ausreichend Platz lassen.
Die bereits gebratenen Bällchen im Sugo fertig schmoren und die nächste Portion mit mehr Abstand braten.
Die Masse gut kühlen, die Bällchen dünn bemehlen und sie im Sugo vorsichtig mit einem breiten Löffel wenden.
Nicht weiter wenden und die zerfallenen Stücke im Sugo als rustikale Einlage fertig garen.
Eine mildere Variante mit frischem Kabeljaufilet anstelle von entsalzenem Baccalà.
Häufig gefragt
Ja. Bereits entsalzener Baccalà kann direkt verarbeitet werden. Nur gesalzener, getrockneter Baccalà muss vorher 24 bis 36 Stunden in kaltem Wasser gewässert werden, wobei das Wasser drei- bis viermal gewechselt wird.
Ja. Frisches Kabeljaufilet macht die Polpette milder und die Entsalzungszeit entfällt.
Erst nachdem Kartoffeln, Fisch, Brot, Ei, Semmelbrösel, Pecorino, Knoblauch, Petersilie und Pfeffer vermengt sind. Baccalà und Pecorino können bereits viel Würze mitbringen.
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