Sepia mit intakten Tintenbeuteln
Frische Sepia ist meist an gut sortierten Fischtheken erhältlich. Bitte darum, die Tintenbeutel unbeschädigt zu lassen.
Sizilianisches Risotto
Cremiges sizilianisches Risotto mit zarter Sepia, ihrer dunklen Tinte und wildem Fenchel. Ricotta sitzt wie Schnee auf dem weichen Risotto-Kegel, während warme Tomatenlava über den Teller läuft.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
U ripiddu nivicatu verbindet die maritime Würze von Sepia und Tinte mit der aromatischen Note wilden Fenchels. Der Carnaroli-Reis wird nach und nach mit heißer Brühe cremig gegart, als lockerer Kegel angerichtet und mit Ricotta sowie warmer Tomatenlava vollendet.
Cremig und weich, aber im Kern noch leicht bissfest; die Sepia ist zart und würzig, die Tinte bringt eine intensive Meeresnote. Wilder Fenchel wirkt grün und anisartig, Ricotta mild und kühl, während die warme Tomatenlava fruchtige Säure und konzentrierte Würze beisteuert.
Schritt für Schritt
Erwärme die Gemüsebrühe in einem Topf und halte sie knapp unter dem Siedepunkt. Nimm 120 ml davon für die Tomatenlava beiseite.
Daran erkennst du es: Die Brühe bleibt heiß, ohne stark zu kochen.
Falls die Sepien noch nicht vollständig vorbereitet sind, entferne Knochen, Augen und Schnabel. Löse die Tintenbeutel vorsichtig heraus und bewahre sie unbeschädigt in einer kleinen Schale auf. Schneide Körper und Tentakel in etwa 3 cm große Stücke.
Blanchiere den wilden Fenchel 2 bis 3 Minuten in leicht gesalzenem Wasser. Lass ihn abtropfen, drücke überschüssiges Wasser heraus und hacke ihn grob.
Daran erkennst du es: Die Fenchelblätter sind weich, aber noch grün.
Erhitze 15 ml Olivenöl in einer breiten Pfanne. Brate Knoblauch und Fenchel 2 Minuten an, gib die Sepiastücke dazu und salze leicht. Lösche mit 40 ml Weißwein ab, decke die Pfanne zu und gare alles bei kleiner Hitze etwa 18 Minuten. Halte die Sepia anschließend warm.
Daran erkennst du es: Die Sepia ist nach der Garzeit zart gegart und bleibt saftig.
Verrühre das Tomatenkonzentrat in einem kleinen Topf mit den zurückgelegten 120 ml Brühe und 15 ml Olivenöl. Lass die Mischung bei kleiner Hitze etwa 5 Minuten sämig werden und schmecke sie vorsichtig mit Salz ab.
Daran erkennst du es: Die Mischung ist sämig und lässt sich löffeln.
Schmelze 20 g Butter in einem breiten Topf. Dünste die Zwiebel 3 Minuten glasig, gib den Reis dazu und röste ihn unter Rühren etwa 2 Minuten. Lösche mit den restlichen 40 ml Weißwein ab und lass ihn vollständig verdampfen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig, die Reiskörner sind leicht angeröstet und der Wein ist vollständig verdampft.
Gib die heiße Brühe nach und nach zum Reis. Rühre regelmäßig um und füge erst dann die nächste Kelle hinzu, wenn die vorherige fast aufgenommen ist. Gare den Reis insgesamt etwa 16 bis 18 Minuten, bis er cremig und innen noch leicht bissfest ist.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist cremig, während der Reiskern noch leicht bissfest bleibt.
Öffne die Tintenbeutel vorsichtig, verrühre die Tinte mit 2 Esslöffeln heißer Brühe und rühre sie etwa 2 Minuten vor Ende der Garzeit unter das Risotto. Nimm den Topf vom Herd und rühre die restlichen 20 g Butter ein. Prüfe die Würzung.
Daran erkennst du es: Das Risotto ist gleichmäßig dunkel gefärbt und glänzt cremig.
Verteile die warmen Sepiastücke auf vier tiefen Tellern. Gib das cremige Risotto darüber und forme es locker zu einem weichen Kegel. Setze jeweils ein Viertel der Ricotta obenauf und löffle die warme Tomatenlava darüber.
Daran erkennst du es: Der Risotto-Kegel bleibt weich und steht gerade genug für Ricotta und Tomatenlava.
Gut zu wissen
Frische Sepia ist meist an gut sortierten Fischtheken erhältlich. Bitte darum, die Tintenbeutel unbeschädigt zu lassen.
Finocchietto selvatico ist auf italienischen Märkten, in Kräuterläden oder gelegentlich in gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Carnaroli nimmt Brühe besonders gut auf und bleibt beim schrittweisen Garen im Kern leicht bissfest.
Das Gericht erhält eine dunkle Farbe und eine Tintenwürze, die etwas weniger frisch wirkt.
Verwende küchenfertige Sepia und rühre etwa 16 g flüssige Tintenpaste wie beschrieben kurz vor Ende der Risottogarzeit mit heißer Brühe an und unter das Risotto.
Die Fenchelnote wird milder und weniger wild-aromatisch.
Blanchiere das Fenchelgrün wie den wilden Fenchel, drücke es aus und hacke es grob. Ergänze eine kleine Prise Fenchelsamen beim Anbraten.
Die Tintenbeutel vorsichtig in einer Schale aufbewahren und die Tinte mit heißer Brühe glattrühren.
Falls vorhanden, flüssige Tintenpaste mit heißer Brühe verrühren und kurz vor Ende der Garzeit unter das Risotto geben.
Die heiße Brühe portionsweise einrühren und regelmäßig umrühren.
Etwas heiße Brühe nachgießen und vorsichtig weitergaren, bis der Reis cremig und im Kern leicht bissfest ist.
Ab etwa 16 Minuten regelmäßig probieren und den Topf vom Herd nehmen, sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Nicht weiterkochen; sofort Butter einarbeiten und servieren.
Die Tomatenlava nur etwa 5 Minuten bei kleiner Hitze sämig werden lassen.
Mit etwas heißer Brühe vorsichtig wieder geschmeidig rühren.
Häufig gefragt
Ja. Verwende küchenfertige Sepia und etwa 16 g flüssige Tintenpaste. Die Farbe wird kräftig, das Aroma wirkt jedoch etwas weniger frisch.
Ersetze 60 g wilden Fenchel durch 35 g Fenchelgrün und eine kleine Prise Fenchelsamen. Die Fenchelnote wird dadurch milder und weniger wild-aromatisch.
Das Risotto soll cremig sein, während der Reis innen noch leicht bissfest bleibt. Sobald diese Konsistenz erreicht ist, wird die Tinte eingerührt und das Risotto mit Butter vollendet.
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