Lunas de Serramanna

Pizza aus Sardinien

Goldene, im Backofen gebackene sardische Pizzette aus Serramanna mit Safran im Teig, würziger Tomatensauce und geriebenem Pecorino Sardo.

Zum Rezept
Lunas de Serramanna – goldene Pizzette aus Sardinien
Vorbereitung 35 Minuten
Kochen / Backen 14 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 110 Minuten
Gesamtzeit ca. 2 Std. 40 Min.
Menge 4 Lunas de Serramanna à etwa 18 cm
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der Safran verleiht dem Teig eine warme goldene Farbe und ein dezentes, blumiges Aroma.
  • Das Vorbacken hält den dünnen Fladen stabil, bevor Sauce und Käse daraufkommen.
  • Die einfache Kombination aus Tomate und Pecorino Sardo lässt den sardischen Charakter klar hervortreten.
  • Das kurze Ruhen nach dem Backen gibt dem Käse Zeit, sich zu setzen, ohne dass der Rand seine Knusprigkeit verliert.

Lunas de Serramanna sind eine sardische Pizzette aus Serramanna im Campidano. Der Teig erhält Safran für seine goldene Farbe und eine feine florale Note. In dieser gut planbaren Backofen-Fassung werden die runden Teigfladen zunächst ohne Belag gebacken, anschließend mit Tomatensauce und Pecorino Sardo vollendet und warm serviert. Traditionell werden die Teigstücke kurz in heißem Öl oder Schmalz ausgebacken; hier sorgt der Backofen für eine unkomplizierte Haushaltsvariante.

Die Lunas schmecken außen goldbraun und leicht knusprig, innen weich und elastisch. Die Tomatensauce bringt saftige Frische, während der Pecorino Sardo würzige, leicht salzige Käsenoten beisteuert. Safran bleibt fein und floral im Hintergrund.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Safran ziehen lassen

    Die Safranfäden in 50 ml vom lauwarmen Wasser geben und 10 Minuten ziehen lassen. Die Trockenhefe im übrigen lauwarmen Wasser auflösen.

    10 Minuten
    • Das Safranwasser färbt den Teig gleichmäßiger, wenn die Fäden ausreichend ziehen.
  2. Teig kneten

    Mehl, Hefewasser, Safranwasser, Olivenöl und Salz in eine Schüssel geben. Alles vermengen und den Teig anschließend 8 bis 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.

    • Nicht nur kurz vermengen, sondern den Teig bis zur elastischen Konsistenz ausarbeiten.
  3. Teig gehen lassen

    Eine Schüssel mit dem Olivenöl zum Einölen ausstreichen, den Teig hineinlegen und abdecken. An einem zugfreien Ort 60 bis 90 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen ungefähr verdoppelt hat.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Teigvolumen hat sich ungefähr verdoppelt.

    • Während der Teig geht, kann die Tomatensauce zubereitet werden.
  4. Tomatensauce einkochen

    Während der Teig geht, die passierten Tomaten mit 20 ml Olivenöl und 5 g Salz in einem kleinen Topf aufkochen. Die Sauce bei mittlerer Hitze 10 Minuten offen einkochen lassen und anschließend abkühlen lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingekocht und nicht mehr dünnflüssig.

    • Die Sauce offen einkochen lassen, damit überschüssige Flüssigkeit entweichen kann.

    Wichtig: Topf und Sauce sind heiß; beim Umrühren vorsichtig arbeiten.

  5. Teig portionieren und Backofen vorheizen

    Den Teig in vier gleich große Stücke teilen, zu Kugeln formen und abgedeckt 20 Minuten ruhen lassen. Den Backofen mit Ober- und Unterhitze auf 250 °C vorheizen; bei Umluft 230 °C einstellen. Ein oder zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.

    20 Minuten 250 °C
    • Bei zwei Backblechen die Backgänge entsprechend der Ofenkapazität planen.

    Wichtig: Beim Vorheizen und späteren Einschieben des Blechs auf die hohe Ofentemperatur achten.

  6. Fladen vorbacken

    Jede Teigkugel auf wenig Mehl zu einem runden Fladen von etwa 18 cm Durchmesser drücken. Die Fladen auf das Blech legen und zunächst 6 bis 8 Minuten ohne Belag auf der unteren Schiene backen.

    8 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Die Fladen sind stabil genug zum Belegen, aber noch nicht vollständig gebräunt.

    • Die Fladen nur leicht vorbacken, damit sie beim zweiten Backen nicht austrocknen.

    Wichtig: Das heiße Blech vorsichtig aus dem Ofen nehmen.

  7. Belegen und fertig backen

    Die Fladen herausnehmen, jeweils mit etwas Tomatensauce bestreichen und mit dem geriebenen Pecorino bestreuen. Die Lunas weitere 5 bis 6 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis der Rand goldbraun und der Käse geschmolzen ist.

    6 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist goldbraun und der Pecorino geschmolzen.

    • Die Sauce sparsam verteilen, damit der dünne Fladen knusprig bleibt.

    Wichtig: Blech, Fladen und geschmolzener Käse sind sehr heiß.

  8. Kurz ruhen lassen und servieren

    Die Lunas de Serramanna 2 Minuten ruhen lassen und warm servieren.

    2 Minuten
    • Direkt nach der kurzen Ruhezeit servieren.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Sauce während der Gehzeit zubereiten: Die Tomatensauce lässt sich während der Gehzeit des Teigs zubereiten und anschließend abkühlen lassen.
  • Backgänge einplanen: Je nach Ofen und Blech können die Lunas auf einem oder in zwei Backgängen gebacken werden.
  • Warm servieren: Die Lunas werden nach einer kurzen Ruhezeit warm serviert.

Zutatenwissen

Safran einkaufen

Safranfäden sind in gut sortierten Gewürzgeschäften, Feinkostläden und an größeren Supermarkt-Gewürztheken erhältlich.

Pecorino Sardo finden

Pecorino Sardo ist häufig an italienischen Käsetheken, in Feinkostläden oder im gut sortierten Käsehandel erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

keine Ersetzung

Der Teig bleibt heller und verliert seine feine florale Safrannote.

Den Safran weglassen und das Wasser wie im Grundrezept verwenden.

junger Pecorino

Der Geschmack wird milder und weniger kräftig.

Den Pecorino Sardo im gleichen Mengenbereich durch jungen Pecorino ersetzen und fein reiben.

Pecorino Romano

Der Belag schmeckt deutlich salziger und kräftiger.

Pecorino Romano im gleichen Mengenbereich verwenden und die Salzmenge der Sauce etwas reduzieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Fladen bleiben dicht und gehen beim Backen kaum auf.

Den Teig 60 bis 90 Minuten ruhen lassen und auf eine ungefähr verdoppelte Teigmenge achten.

Die geformten Fladen vor dem Backen nicht zusätzlich verkürzen; bei deutlich zu kompakter Teigstruktur lässt sich die fehlende Gehzeit nur begrenzt ausgleichen.

Der Fladen wird weich und bleibt in der Mitte feucht.

Die Sauce 10 Minuten offen einkochen lassen und nur mit etwas Sauce bestreichen.

Die belegte Luna einige Minuten länger backen, bis der Rand goldbraun und der Käse geschmolzen ist.

Der Rand wird trocken oder zu dunkel.

Die Zeiten als Richtwerte nutzen und den Rand sowie den geschmolzenen Käse beobachten.

Die Lunas sofort aus dem Ofen nehmen und warm servieren; trockene Ränder lassen sich nicht vollständig zurücknehmen.

Der Belag schmeckt übermäßig salzig.

Bei Pecorino Romano die Salzmenge der Sauce etwas reduzieren.

Die Sauce nicht zusätzlich salzen und den Käse sparsam verteilen.

Varianten

Safranfreie Lunas

Eine hellere Version mit demselben Teigaufbau, aber ohne Safranfäden.

Milde Pecorino-Variante

Die Lunas werden mit jungem Pecorino statt Pecorino Sardo belegt und schmecken dadurch milder.

Servieren und kombinieren

  • Direkt warm servieren: Die Lunas nach der zweiminütigen Ruhezeit warm servieren, solange der Pecorino noch geschmolzen und der Rand goldbraun ist.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Rezept enthält Weizenmehl.
  • Milch: enthält · Der Pecorino Sardo ist ein Milchprodukt.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich den Safran weglassen?

Ja. Der Safran kann entfallen. Der Teig bleibt dann heller und verliert seine feine florale Note.

Welcher Käse eignet sich als Ersatz für Pecorino Sardo?

Junger Pecorino ist eine mildere Alternative. Pecorino Romano schmeckt deutlich salziger und kräftiger; dann sollte die Salzmenge der Sauce etwas reduziert werden.

Kann ich zwei Backbleche gleichzeitig verwenden?

Das Rezept sieht ein oder zwei Backbleche vor. Je nach Ofen können die Lunas in einem oder in zwei Backgängen gebacken werden.

Werden Lunas de Serramanna traditionell gebacken?

Traditionell werden die runden Teigstücke kurz in heißem Öl oder Schmalz ausgebacken. Diese Fassung überträgt die Struktur in eine Haushaltsbackofen-Variante.

Aus unserer Küche

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