Pecorino Abruzzese
Pecorino Abruzzese wird fein gerieben über die fertige Pasta gegeben und bringt salzige Würze sowie zusätzliche Tiefe.
Frische Eierpasta aus den Abruzzen
Frische, kantige Eierpasta aus den Abruzzen trifft auf langsam geschmortes Ragù aus zarter Lammschulter, Tomaten, Rosmarin und Minze. Pecorino Abruzzese vollendet das kräftige Pastagericht.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Maccheroni alla chitarra con ragù di agnello gehören zu den charakteristischen Pastagerichten der Abruzzen. Der frische Eiernudelteig wird auf der Chitarra durch gespannte Drähte geschnitten und erhält dadurch seine markante quadratische Form und eine griffige Oberfläche. Dazu kommt ein langsam geschmortes Ragù di agnello, das die Pasta mit würziger, sämiger Sauce umhüllt.
Die Maccheroni sind bissfest, kantig und griffig. Das Ragù ist sämig, herzhaft und aromatisch, mit zartem Lamm, fruchtiger Tomate und einer warmen Kräuternote. Pecorino bringt zum Schluss salzige Würze und zusätzliche Tiefe.
Schritt für Schritt
Semola auf der Arbeitsfläche zu einem Ring formen. Eier und 4 g Salz in die Mitte geben, mit einer Gabel verquirlen und nach und nach die Semola einarbeiten. Den Teig 10–15 Minuten kräftig kneten, bis er glatt, fest und elastisch ist. Zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, fest und elastisch.
Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen und die Zwiebel bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Knoblauch, Rosmarin und Minze kurz unterrühren.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und nur leicht gefärbt.
Die Lammwürfel dazugeben, mit einem Teil des Salzes und dem schwarzen Pfeffer würzen und bei mittlerer bis hoher Hitze 8–10 Minuten rundum anrösten. Mit dem Weißwein ablöschen und 2–3 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten und heißes Wasser einrühren.
Daran erkennst du es: Die Lammwürfel sind rundum gebräunt, der Wein ist teilweise eingekocht.
Das Ragù zugedeckt bei niedriger Hitze etwa 90 Minuten sanft schmoren lassen. Zwischendurch umrühren, damit nichts ansetzt. Am Ende soll das Fleisch weich sein und die Sauce sämig am Lamm haften.
Daran erkennst du es: Das Lamm ist weich und die Sauce haftet sämig am Fleisch.
Den Pastateig in vier Stücke teilen. Jedes Stück auf der mit Semola bestäubten Arbeitsfläche zu einer länglichen, etwa 2–3 mm dicken Teigplatte ausrollen. Die Platte in Rechtecke schneiden, die etwas kürzer als die Chitarra sind.
Daran erkennst du es: Die Teigplatten sind gleichmäßig dünn und passen auf die Chitarra.
Je ein Teigstück auf die gespannten Drähte der Chitarra legen. Mit dem Nudelholz mehrmals gleichmäßig darüberrollen, bis die Drähte den Teig durchschneiden. Die Maccheroni auf der bestäubten Arbeitsfläche locker auslegen, damit sie nicht zusammenkleben.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist in einzelne, quadratische Stränge geschnitten und klebt nicht zusammen.
Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Die frischen Maccheroni portionsweise hineingeben und nach dem erneuten Aufkochen 3–4 Minuten garen, bis sie bissfest sind. Etwa 150 ml Pastawasser abschöpfen, dann die Pasta abgießen.
Daran erkennst du es: Die Maccheroni sind bissfest und im Kern nicht mehr mehlig.
Wichtig: Beim Abgießen vorsichtig mit dem heißen Wasser und Dampf umgehen.
Die Maccheroni mit dem Lammragù vermengen. Falls die Sauce zu fest ist, nach und nach etwas Pastawasser unterrühren. Auf vier Teller verteilen und mit dem geriebenen Pecorino Abruzzese servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce umhüllt die Pasta gleichmäßig und bleibt sämig.
Gut zu wissen
Pecorino Abruzzese wird fein gerieben über die fertige Pasta gegeben und bringt salzige Würze sowie zusätzliche Tiefe.
Die fein gemahlene Semola rimacinata bildet die Grundlage des festen Eiernudelteigs. Die zusätzliche Semola verhindert beim Ausrollen und Schneiden, dass die Teigplatten und Maccheroni zusammenkleben.
Der Geschmack wird etwas salziger und kräftiger.
Pecorino Abruzzese im gleichen Gewicht durch fein geriebenen Pecorino Romano ersetzen und wie im Rezept über die fertige Pasta geben.
Die Arbeitsfläche sparsam mit der vorgesehenen Semola bestäuben und die geschnittenen Maccheroni locker auslegen.
Die Teigplatte leicht mit Semola bestäuben und kurz antrocknen lassen, bevor sie erneut auf die Chitarra gelegt wird.
Das Ragù bis zu einer sämigen Konsistenz schmoren lassen und Pastawasser nur schluckweise zugeben.
Das Ragù vor dem Vermengen kurz offen weiter einkochen lassen.
Die Pasta portionsweise in kräftig kochendes Wasser geben und ab dem erneuten Aufkochen beobachten.
Die Pasta sofort abgießen und direkt mit dem Ragù vermengen.
Häufig gefragt
Der frische Eiernudelteig wird auf einem rechteckigen Brett mit gespannten Drähten geschnitten. Die Drähte erinnern an Saiten einer Gitarre und geben der Pasta ihre kantige, quadratische Form.
Ja. Pecorino Romano eignet sich als Ersatz und macht das Gericht etwas salziger und kräftiger.
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