Rustikale Bohnensuppe mit Cime di rapa

Puglia · Bohnensuppe

Cremige Cannellini und leicht herbe Cime di rapa verbinden sich mit Knoblauch, Chili und nativem Olivenöl zu einer rustikalen pugliesischen Suppe. Geröstetes Bauernbrot macht sie besonders sättigend.

Zum Rezept
Rustikale Bohnensuppe mit herben Rübenspitzen
Vorbereitung 30 Minuten
Kochen / Backen 75 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 10 Stunden
Gesamtzeit ca. 12 Stunden
Menge 4 Portionen Suppe
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Hülsenfrüchte
Prägende Zubereitungsverfahren Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln, Schmoren

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die sämigen Cannellini geben der Suppe Körper, während Cime di rapa für herbe, grüne Würze sorgt.
  • Knoblauch, getrocknete Chili und natives Olivenöl setzen einen klaren mediterranen Akzent.
  • Geröstetes Bauernbrot ergänzt die weiche Suppe mit knusprigem Biss und macht sie besonders rustikal.

Cime di rapa e fagioli verbindet cremig-weiche Cannellini mit dem leicht herben Geschmack von Cime di rapa. Die pugliesische Suppe wird mit Knoblauch, Chili und Olivenöl abgeschmeckt und bekommt durch geröstetes Brot ihren rustikalen Charakter. Sie passt besonders gut auf den Tisch, wenn ein kräftiges Gemüsegericht gefragt ist.

Die Suppe ist weich, sämig und gut löffelbar. Cannellini sorgen für eine cremige Textur, Cime di rapa bringt eine feine Bitterkeit und grüne Frische, während Knoblauch, Chili und Olivenöl warm und würzig nachklingen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Einweichen und vorbereiten

  1. Bohnen einweichen

    Die Cannellini-Bohnen mit reichlich kaltem Wasser bedecken und 8–12 Stunden einweichen. Anschließend abgießen und kurz abspülen.

    • Die Bohnen vollständig mit Wasser bedecken, da sie während des Einweichens an Volumen gewinnen.
  2. Cime di rapa vorbereiten

    Die Cime di rapa gründlich waschen, harte Stiele entfernen und die zarten Blätter sowie Röschen grob schneiden.

    • Nur harte Stiele entfernen; zarte Stiele können mit den Blättern und Röschen verwendet werden.

Bohnen und Gemüse garen

  1. Bohnen garen

    Die eingeweichten Bohnen mit 1,5 l frischem Wasser, Zwiebel, Sellerie und Lorbeerblättern in einen Topf geben. Aufkochen, dann zugedeckt bei kleiner Hitze 60–75 Minuten garen, bis die Bohnen weich sind. In den letzten 15 Minuten salzen. Zwiebel, Sellerie und Lorbeer entfernen und etwa 700 ml Kochsud aufbewahren.

    75 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bohnen sind vollständig weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Während die Bohnen garen, können die Cime di rapa vorbereitet und das Blanchierwasser aufgesetzt werden.
    • Etwa 700 ml Kochsud zurückbehalten; davon werden später 600–700 ml verwendet.

    Wichtig: Die Bohnen vollständig weich garen, bevor die Suppe fertiggestellt wird.

  2. Cime di rapa blanchieren

    Das Blanchierwasser mit 1 TL Salz aufkochen, das Gemüse 3–4 Minuten hineingeben und anschließend abgießen.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Blätter sind zusammengefallen, bleiben aber grün und nicht weichgekocht.

    • Das Gemüse nach dem Blanchieren gründlich abtropfen lassen, damit die Suppe nicht unnötig verwässert.

Suppe vollenden und servieren

  1. Öl aromatisieren

    35 ml Olivenöl in einem breiten Topf erwärmen. Knoblauch und Chilischote bei kleiner Hitze etwa 1 Minute ziehen lassen, ohne den Knoblauch zu bräunen.

    1 Minute

    Daran erkennst du es: Der Knoblauch duftet aromatisch, bleibt aber hell und ist nicht gebräunt.

    • Bei zu hoher Hitze wird der Knoblauch schnell bitter.
  2. Suppe zusammenführen

    Cime di rapa und gegarte Bohnen in den Topf geben. 600–700 ml Bohnen-Kochsud angießen und alles 10 Minuten sanft köcheln lassen. Mit Salz abschmecken. Die Suppe soll sämig, aber noch gut löffelbar sein.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist sämig, die Bohnen und das Gemüse sind heiß, aber noch klar erkennbar.

    • Mit zunächst 600 ml Kochsud beginnen und bei Bedarf bis zu 700 ml ergänzen.
    • Die Suppe während dieser Phase nur sanft köcheln lassen, damit die Bohnen ihre Form behalten.
  3. Brot rösten und servieren

    Die Brotscheiben in einer trockenen Pfanne von beiden Seiten 2–3 Minuten rösten. Die Suppe auf vier Teller verteilen, mit dem restlichen Olivenöl beträufeln und mit dem gerösteten Brot servieren.

    6 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Brot ist auf beiden Seiten knusprig und goldbraun geröstet.

    • Das Brot kann während des letzten Köchelns der Suppe geröstet werden.
    • Das restliche Olivenöl erst kurz vor dem Servieren darübergeben.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Einweichzeit einplanen: Die getrockneten Cannellini benötigen 8–12 Stunden Einweichzeit. Diese Phase liegt vor der eigentlichen Kochzeit.
  • Kochsud aufbewahren: Etwa 700 ml Kochsud zurückbehalten. Er bringt Geschmack und Stärke in die Suppe und hilft, die gewünschte sämige Konsistenz einzustellen.
  • Olivenöl aufteilen: Von den insgesamt 50 ml werden 35 ml zum Aromatisieren verwendet; der restliche Anteil kommt erst beim Servieren über die Suppe.

Zutatenwissen

Cime di rapa finden

Die italienischen Rübenspitzen findest du am ehesten in italienischen Feinkostläden, größeren Supermärkten oder auf gut sortierten Wochenmärkten.

Cannellini für eine sämige Suppe

Die weißen Bohnen werden weich gekocht und geben der Suppe zusammen mit dem Kochsud ihre sämige, cremige Struktur.

Sinnvolle Alternativen

Junger Brokkoli mit etwas Blattspinat

Die Suppe wird milder und weniger leicht bitter.

Cime di rapa durch jungen Brokkoli mit etwas Blattspinat ersetzen, das Gemüse ebenfalls putzen, grob schneiden und 3–4 Minuten blanchieren.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bohnen bleiben hart.

Die Bohnen bei kleiner Hitze garen, bis sie vollständig weich sind, und erst dann mit den übrigen Zutaten zusammenführen.

Mit zusätzlichem Wasser weitergaren, bis die Bohnen weich sind, und anschließend die Konsistenz erneut mit Kochsud einstellen.

Die Suppe schmeckt bitter nach Knoblauch.

Knoblauch und Chili nur bei kleiner Hitze etwa eine Minute im Öl ziehen lassen.

Stark gebräunten Knoblauch entfernen und das Aromatisieren mit frischem Knoblauch und etwas Öl wiederholen.

Die Suppe ist zu dünn oder zu dick.

Zunächst 600 ml Kochsud angießen und nur so viel ergänzen, bis die Suppe sämig, aber gut löffelbar ist.

Bei zu dicker Suppe weiteren Kochsud einrühren; bei zu dünner Suppe einige Minuten sanft offen einkochen lassen.

Servieren und kombinieren

  • Mit geröstetem Bauernbrot servieren: Die Suppe auf vier Teller verteilen, mit dem restlichen nativen Olivenöl extra beträufeln und jeweils eine knusprig geröstete Scheibe Bauernbrot dazugeben.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Cannellini können 8–12 Stunden vor dem Kochen in reichlich kaltem Wasser eingeweicht werden. Danach abgießen, abspülen und direkt weiterverarbeiten.

Allergene und Nährwerte

  • Sellerie: enthält · Sellerie ist als Stange Bestandteil des Bohnen-Kochsuds.
  • Glutenhaltiges Getreide: uncertain · Bauernbrot kann glutenhaltiges Getreide enthalten; die genaue Getreideart ist nicht angegeben.

Lebensmittelsicherheit

  • Getrocknete Bohnen vollständig garen: Die eingeweichten Cannellini-Bohnen vollständig weich garen, bevor sie mit Cime di rapa und Kochsud zur fertigen Suppe zusammengeführt werden.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wo finde ich Cime di rapa?

Am ehesten in italienischen Feinkostläden, größeren Supermärkten oder auf gut sortierten Wochenmärkten.

Kann ich Cime di rapa ersetzen?

Ja. Junger Brokkoli mit etwas Blattspinat ist eine brauchbare Alternative. Die Suppe wird dadurch milder und weniger leicht bitter.

Wie dick sollte die Suppe sein?

Sie soll sämig, aber noch gut löffelbar sein. Dafür zunächst 600 ml Kochsud angießen und bei Bedarf bis zu 700 ml ergänzen.

Wie wird das Bauernbrot serviert?

Die Brotscheiben werden in einer trockenen Pfanne von beiden Seiten 2–3 Minuten geröstet und anschließend zur Suppe gereicht.

Aus unserer Küche

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