Kaninchenfleisch auswählen
Ausgelöste Keulen und Schultern lassen sich besonders unkompliziert portionieren. Kaninchenkeulen oder ausgelöste Kaninchenstücke sind häufig beim Metzger, auf Wochenmärkten oder auf Vorbestellung erhältlich.
Emilia-Romagna · Eierpasta
Handgeformte Maccheroni al pettine treffen auf ein helles Ragù aus geschmortem Kaninchen, Pancetta, Gemüse und Weißwein. Die geriffelten Röhren nehmen die sämige Sauce besonders gut auf.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Maccheroni al pettine gehören zur emilianischen Pastaküche und zeichnen sich durch ihre geriffelte Röhrenform aus. Dafür wird frischer Eiernudelteig in kleine Quadrate geschnitten, um ein Holzstäbchen gerollt und auf einem Pettine, einem kleinen Nudelbrett mit Rillen, geprägt. Dazu passt ein helles Ragù aus langsam geschmortem Kaninchen, Gemüse und Weißwein – ein kräftiges, bodenständiges Pastagericht mit hausgemachtem Charakter.
Die Pasta ist bissfest und leicht elastisch, während sich die Rillen mit dem sämigen Ragù füllen. Das Kaninchen schmeckt fein-würzig und saftig, die Pancetta bringt herzhafte Tiefe, Gemüse und Weißwein runden die Sauce ab. Parmigiano Reggiano sorgt für eine salzige, nussige Note.
Schritt für Schritt
Tupfe das Kaninchenfleisch trocken und schneide es, falls nötig, in etwa 4 cm große Stücke. Erhitze Olivenöl und Butter in einem breiten Topf. Brate die Pancetta bei mittlerer Hitze aus, bis sie leicht goldbraun ist. Gib die Kaninchenstücke dazu und bräune sie rundum kräftig an.
Daran erkennst du es: Die Pancetta ist leicht goldbraun und das Kaninchen rundum kräftig gebräunt.
Wichtig: Rohes Kaninchenfleisch getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln verarbeiten.
Nimm das Kaninchen kurz aus dem Topf. Gib Zwiebel, Karotte und Sellerie in das Bratfett und dünste alles 6–8 Minuten, bis das Gemüse weich wird. Lösche mit dem Weißwein ab und lasse ihn 2–3 Minuten einkochen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und der Weißwein sichtbar eingekocht.
Lege das Kaninchen wieder in den Topf. Gieße die Brühe an und gib Lorbeerblatt, Rosmarin, Salz und etwas Pfeffer dazu. Der Sud soll das Fleisch knapp bedecken. Decke den Topf ab und lasse das Ragù bei niedriger Hitze etwa 60 Minuten sanft schmoren. Wende die Fleischstücke gelegentlich. Während dieser Zeit kannst du den Pastateig zubereiten.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart und lässt sich später leicht vom Knochen lösen.
Gib das Mehl auf die Arbeitsfläche und forme eine Mulde. Schlage die Eier hinein und füge das Salz hinzu. Verarbeite alles zunächst mit einer Gabel, dann mit den Händen zu einem festen Teig. Knete ihn 8–10 Minuten, bis er glatt und elastisch ist. Decke ihn ab und lasse ihn 30 Minuten ruhen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.
Rolle den Teig portionsweise mit dem Nudelholz oder der Pastamaschine etwa 1 mm dünn aus. Schneide ihn in Rechtecke von ungefähr 4 x 6 cm. Wickele jedes Rechteck diagonal um das dünne Holzstäbchen und rolle es anschließend über den Pettine, damit die typische Riffelung entsteht. Ziehe das Stäbchen vorsichtig heraus und lege die Maccheroni auf ein leicht bemehltes Küchentuch.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist zu geriffelten Röhren geformt und behält ihre Struktur.
Nimm das geschmorte Kaninchen aus dem Ragù und löse das Fleisch von den Knochen, falls du Stücke mit Knochen verwendet hast. Zupfe oder hacke das Fleisch grob und gib es zurück in den Topf. Entferne Lorbeerblatt und Rosmarinzweig. Lasse das Ragù ohne Deckel weitere 10–15 Minuten einkochen, bis es sämig ist. Schmecke es mit Salz und Pfeffer ab.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist sämig und haftet am Fleisch.
Bringe das Wasser zum Kochen, salze es und gare die Maccheroni al pettine portionsweise 3–5 Minuten. Sobald sie an die Oberfläche steigen und bissfest sind, schöpfe sie direkt in das Ragù. Gib bei Bedarf etwas Kochwasser dazu und schwenke die Pasta vorsichtig, bis Sauce und Nudeln verbunden sind.
Daran erkennst du es: Die Maccheroni steigen an die Oberfläche und sind bissfest.
Rühre etwa die Hälfte des Parmigiano Reggiano unter die Pasta. Verteile die Maccheroni al pettine auf vier Teller und streue den restlichen Käse darüber.
Daran erkennst du es: Die Sauce umhüllt die Pasta und der Käse ist gleichmäßig verteilt.
Gut zu wissen
Ausgelöste Keulen und Schultern lassen sich besonders unkompliziert portionieren. Kaninchenkeulen oder ausgelöste Kaninchenstücke sind häufig beim Metzger, auf Wochenmärkten oder auf Vorbestellung erhältlich.
Weizenmehl Tipo 00 ergibt einen feinen, elastischen Pastateig, der sich dünn ausrollen und zu geriffelten Maccheroni formen lässt.
Frisch geriebener Parmigiano Reggiano wird teilweise unter die Pasta gerührt und teilweise zum Servieren darübergestreut.
Das Ragù wird milder und weniger fein-würzig.
Ersetze das Kaninchenfleisch in gleicher Menge durch Hähnchenoberkeule und verfahre ansonsten wie beschrieben.
Den Teig portionsweise etwa 1 mm dünn ausrollen, bevor du ihn in Rechtecke schneidest.
Die noch nicht geformten Teigstücke weiter ausrollen; bereits geformte Stücke vorsichtig dünner neu ausrollen.
Das Ragù weitere 10–15 Minuten offen einkochen lassen, bis es sämig ist.
Die Sauce bei niedriger Hitze weiter reduzieren und gelegentlich umrühren.
Die Pasta mit Abstand auf ein leicht bemehltes Küchentuch legen.
Verklebte Stücke vorsichtig voneinander lösen und bei Bedarf neu formen.
Die Pasta prüfen, sobald sie an die Oberfläche steigt, und portionsweise garen.
Die Pasta sofort aus dem Wasser nehmen und nur kurz mit dem Ragù schwenken.
Häufig gefragt
Ein Pettine ist ein kleines Nudelbrett mit Rillen. Die Teigrechtecke werden darübergerollt, damit die Maccheroni ihre typische geriffelte Oberfläche erhalten.
Ja. Als klar gekennzeichnete Alternative eignet sich Hähnchenoberkeule in gleicher Menge. Das Ragù wird dadurch milder und weniger fein-würzig.
Die frisch geformte Pasta wird portionsweise etwa 3–5 Minuten gegart. Sie ist fertig, sobald sie an die Oberfläche steigt und bissfest ist.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …