Rianata trapanese

Pizza in der Form

Kräftige sizilianische Blechpizza aus Trapani mit Tomatensauce, Sardellen, Pecorino, Knoblauch und reichlich getrocknetem Oregano.

Zum Rezept
Rianata trapanese: Sizilianische Pizza mit viel Oregano
Vorbereitung 40 Minuten
Kochen / Backen 50 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 2 Std. 50 Min.
Gesamtzeit ca. 4 Stunden
Menge 1 Blech von 30 × 40 cm, 8 Stücke
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Fisch, Gemüse, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der elastische Teig wird nicht ausgerollt, sondern vorsichtig in die geölte Form gedrückt und behält dadurch eine lockere, weiche Krume.
  • Die Sardellen werden teilweise in der Tomatensauce aufgelöst und teilweise auf dem Teig verteilt, sodass sich das herzhafte Aroma gleichmäßig und zugleich deutlich entfaltet.
  • Pecorino und Oregano kommen in mehreren Schichten zum Einsatz und verbinden salzige Würze, Schafskäsearoma und mediterrane Kräuternoten.
  • Das Backen im unteren Ofendrittel sorgt für einen goldbraunen Rand und eine festere, leicht knusprige Unterseite.

Die Rianata trapanese ist eine charaktervolle Pizza aus Trapani im Westen Siziliens. Ihr kräftiges Aroma entsteht durch Tomate, Sardellen, Pecorino und eine großzügige Menge Oregano. Der weiche, leicht klebrige Teig wird in einer geölten Form bis in die Ecken gedrückt und bleibt innen saftig, während der Rand goldbraun und die Unterseite angenehm fest wird. Für den Haushaltsbackofen eignet sich ein rechteckiges Blech besonders gut; anschließend lässt sich die Pizza in acht Stücke schneiden.

Die Rianata duftet intensiv nach Oregano, Knoblauch und würzigem Pecorino. Die Tomatensauce schmeckt fruchtig und herzhaft, mit deutlicher Sardellennote. Innen bleibt der Teig weich und elastisch, während Rand und Unterseite goldbraun und leicht knusprig werden.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Hefe anrühren

    100 ml vom lauwarmen Wasser mit der Hefe und dem Zucker in einer kleinen Schüssel verrühren. Etwa 5 Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe weitgehend aufgelöst hat.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Hefe ist weitgehend im Wasser aufgelöst.

  2. Teig kneten

    Semola in die große Schüssel geben. Hefewasser und das übrige Wasser nach und nach einarbeiten. Salz und 20 ml Olivenöl hinzufügen und den Teig 8–10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und noch leicht klebrig ist.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch, bleibt aber leicht klebrig.

    • Nicht zusätzlich Mehl einarbeiten, solange sich der Teig noch gut kneten lässt.
  3. Teig gehen lassen

    Eine Schüssel dünn mit Olivenöl ausstreichen, den Teig hineinlegen und abgedeckt bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.

    2 Stunden

    Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen.

    • Die Schüssel gut abdecken, damit die Teigoberfläche nicht austrocknet.
  4. Tomatensauce kochen

    Die geschälten Tomaten zerdrücken. 30 ml Olivenöl in einem Topf erwärmen. Den Knoblauch fein hacken und mit 40 g Sardellen kurz darin erwärmen, bis sich die Sardellen auflösen. Tomaten und 3 g Salz zugeben und die Sauce bei kleiner Hitze 20–25 Minuten einkochen lassen. Den Knoblauch anschließend entfernen, wenn ein milderer Geschmack gewünscht ist.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Sauce ist eingekocht und nicht mehr wässrig.

    • Die Sauce kann während der ersten Gehzeit des Teigs zubereitet werden.
  5. Teig in die Form geben

    Das 30 × 40 cm große Blech großzügig mit Olivenöl ausstreichen. Den gegangenen Teig hineingeben und mit geölten Fingerspitzen vorsichtig bis in die Ecken drücken. Nicht ausrollen und die Luft nicht vollständig herausdrücken. Abdecken und weitere 45 Minuten ruhen lassen.

    45 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig liegt bis in den Ecken und wirkt wieder sichtbar gelockert.

    • Wenn sich der Teig zusammenzieht, einige Minuten entspannen lassen und anschließend weiterdrücken.
  6. Ofen vorheizen

    Den Backofen rechtzeitig auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Blech wird später zunächst im unteren Drittel des Ofens eingeschoben.

    240 °C
    • Den Ofen vollständig vorheizen, bevor die Pizza eingeschoben wird.
  7. Pizza belegen

    Die restlichen 40 g Sardellen auf dem Teig verteilen. Etwa 70 g Pecorino darüberstreuen. Die Tomatensauce gleichmäßig daraufgeben, anschließend den restlichen Pecorino und den Oregano verteilen.

    Daran erkennst du es: Der Belag ist gleichmäßig bis nahe an den Rand verteilt.

    • Die Sauce gleichmäßig verstreichen, ohne den weichen Teig stark zu belasten.
  8. Rianata backen

    Das Blech zunächst im unteren Drittel des Ofens einschieben und die Rianata 20–25 Minuten backen. Bei einem sehr kräftigen Ofen die Temperatur nach 15 Minuten auf 220 °C reduzieren.

    25 Minuten 240 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist goldbraun, die Unterseite fest und leicht knusprig.

    • Die Pizza nicht allein nach der Oberseite beurteilen, sondern auch die Festigkeit der Unterseite prüfen.

    Wichtig: Beim Herausnehmen Blech und Rand nur mit geeignetem Hitzeschutz anfassen.

  9. Abkühlen und servieren

    Die Pizza 5 Minuten im Blech abkühlen lassen, anschließend in 8 rechteckige Stücke schneiden und warm servieren.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pizza lässt sich sauber schneiden und wird warm serviert.

    • Die kurze Ruhezeit erleichtert das Schneiden und verhindert, dass der Belag beim Anschneiden stark verrutscht.

    Wichtig: Vor dem Schneiden kurz abkühlen lassen, da Belag und Blech sehr heiß sind.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Teig vorsichtig behandeln: Den Teig mit geölten Fingerspitzen in die Form drücken und nicht ausrollen. So bleibt möglichst viel Luft im Teig und die gebackene Rianata wird innen weich und locker.
  • Sauce ausreichend reduzieren: Die Tomatensauce sollte vor dem Belegen deutlich eingekocht sein. Eine zu wässrige Sauce kann die weiche Teigmitte unnötig beschweren.
  • Sardellen aufteilen: 40 g Sardellen werden in der Sauce aufgelöst, die restlichen 40 g kommen später als Belag auf den Teig. Dadurch bleibt das Sardellenaroma sowohl in der Sauce als auch in einzelnen Bissen präsent.
  • Im unteren Ofendrittel backen: Die Position im unteren Drittel unterstützt eine festere, leicht knusprige Unterseite. Bei einem besonders kräftigen Ofen kann die Temperatur nach 15 Minuten auf 220 °C gesenkt werden.

Zutatenwissen

Semola rimacinata

Das fein gemahlene Hartweizengrießmehl ist in italienischen Lebensmittelgeschäften und gut sortierten Supermärkten erhältlich. Mit Weizenmehl Type 550 wird der Teig etwas weniger kernig und aromatisch.

Pecorino Siciliano

Pecorino Siciliano gibt der Rianata ein würziges Schafskäsearoma. Er ist an Käsetheken, in italienischen Feinkostläden und in gut sortierten Supermärkten erhältlich.

Sardellenfilets

Sardellenfilets in Öl werden vor der Verwendung abgetropft. Gesalzene Sardellen können abgespült, ausgenommen und gut trocken getupft werden; sie schmecken meist intensiver und salziger.

Sinnvolle Alternativen

Weizenmehl Type 550

Der Teig wird etwas weniger kernig und aromatisch.

Semola im gleichen Gewicht durch Weizenmehl Type 550 ersetzen und den Teig wie beschrieben zubereiten.

Pecorino Romano

Der Käse schmeckt meist etwas salziger und kräftiger.

Pecorino Siciliano im gleichen Gewicht durch fein geriebenen Pecorino Romano ersetzen. Das Salz der Sauce bei Bedarf vorsichtig abschmecken.

Gesalzene Sardellenfilets

Das Sardellenaroma wird intensiver und salziger.

Gesalzene Sardellen abspülen, ausnehmen und gut trocken tupfen, bevor sie aufgeteilt und verwendet werden.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die fertige Pizza wird innen dicht und wenig locker.

Den Teig nicht ausrollen und beim Drücken in die Ecken möglichst sanft behandeln.

Den Teig vor dem Belegen nochmals einige Minuten ruhen lassen, wenn er sich stark zusammengezogen hat.

Die Mitte der Pizza bleibt sehr weich oder wirkt feucht.

Die Sauce 20–25 Minuten bei kleiner Hitze reduzieren, bis sie nicht mehr wässrig ist.

Die Pizza vollständig ausbacken und die Unterseite prüfen; bei Bedarf einige Minuten länger backen, ohne den Rand zu dunkel werden zu lassen.

Der Belag verrutscht beim Schneiden.

Die Rianata 5 Minuten im Blech abkühlen lassen.

Die Stücke mit einem breiten Pfannenwender aus dem Blech heben und warm servieren.

Der Rand ist bereits gebräunt, während die Unterseite noch nicht fest ist.

Den Ofen vollständig auf 240 °C vorheizen und das Blech zunächst im unteren Drittel einschieben.

Die Pizza noch kurz weiterbacken und bei Bedarf die Temperatur auf 220 °C reduzieren, damit der Rand nicht zu dunkel wird.

Servieren und kombinieren

  • Warm in rechteckigen Stücken servieren: Die Rianata nach der kurzen Abkühlzeit in acht rechteckige Stücke schneiden und warm servieren. So kommen die weiche Krume, der würzige Belag und der Duft des Oreganos am besten zur Geltung.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Semola rimacinata di grano duro ist ein Weizenprodukt.
  • Fisch: enthält · Die Rianata enthält Sardellenfilets.
  • Milch: enthält · Pecorino Siciliano ist ein Käse aus Schafsmilch.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Kann ich Semola rimacinata ersetzen?

Ja. Weizenmehl Type 550 funktioniert ebenfalls. Der Teig wird damit etwas weniger kernig und aromatisch.

Welcher Käse passt statt Pecorino Siciliano?

Pecorino Romano ist eine passende Alternative. Er schmeckt meist etwas salziger und kräftiger.

Kann ich gesalzene Sardellen verwenden?

Ja. Gesalzene Sardellen abspülen, ausnehmen und gut trocken tupfen. Sie bringen ein intensiveres und salzigeres Aroma mit.

Warum wird der Teig nicht ausgerollt?

Der Teig wird mit geölten Fingerspitzen in das Blech gedrückt, damit die eingeschlossene Luft erhalten bleibt und die Pizza innen weich und locker wird.

Aus unserer Küche

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