Semola rimacinata
Das fein gemahlene Hartweizengrießmehl ist in italienischen Lebensmittelgeschäften und gut sortierten Supermärkten erhältlich. Mit Weizenmehl Type 550 wird der Teig etwas weniger kernig und aromatisch.
Pizza in der Form
Kräftige sizilianische Blechpizza aus Trapani mit Tomatensauce, Sardellen, Pecorino, Knoblauch und reichlich getrocknetem Oregano.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Rianata trapanese ist eine charaktervolle Pizza aus Trapani im Westen Siziliens. Ihr kräftiges Aroma entsteht durch Tomate, Sardellen, Pecorino und eine großzügige Menge Oregano. Der weiche, leicht klebrige Teig wird in einer geölten Form bis in die Ecken gedrückt und bleibt innen saftig, während der Rand goldbraun und die Unterseite angenehm fest wird. Für den Haushaltsbackofen eignet sich ein rechteckiges Blech besonders gut; anschließend lässt sich die Pizza in acht Stücke schneiden.
Die Rianata duftet intensiv nach Oregano, Knoblauch und würzigem Pecorino. Die Tomatensauce schmeckt fruchtig und herzhaft, mit deutlicher Sardellennote. Innen bleibt der Teig weich und elastisch, während Rand und Unterseite goldbraun und leicht knusprig werden.
Schritt für Schritt
100 ml vom lauwarmen Wasser mit der Hefe und dem Zucker in einer kleinen Schüssel verrühren. Etwa 5 Minuten stehen lassen, bis sich die Hefe weitgehend aufgelöst hat.
Daran erkennst du es: Die Hefe ist weitgehend im Wasser aufgelöst.
Semola in die große Schüssel geben. Hefewasser und das übrige Wasser nach und nach einarbeiten. Salz und 20 ml Olivenöl hinzufügen und den Teig 8–10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und noch leicht klebrig ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch, bleibt aber leicht klebrig.
Eine Schüssel dünn mit Olivenöl ausstreichen, den Teig hineinlegen und abgedeckt bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden gehen lassen, bis er deutlich aufgegangen ist.
Daran erkennst du es: Der Teig ist deutlich aufgegangen.
Die geschälten Tomaten zerdrücken. 30 ml Olivenöl in einem Topf erwärmen. Den Knoblauch fein hacken und mit 40 g Sardellen kurz darin erwärmen, bis sich die Sardellen auflösen. Tomaten und 3 g Salz zugeben und die Sauce bei kleiner Hitze 20–25 Minuten einkochen lassen. Den Knoblauch anschließend entfernen, wenn ein milderer Geschmack gewünscht ist.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist eingekocht und nicht mehr wässrig.
Das 30 × 40 cm große Blech großzügig mit Olivenöl ausstreichen. Den gegangenen Teig hineingeben und mit geölten Fingerspitzen vorsichtig bis in die Ecken drücken. Nicht ausrollen und die Luft nicht vollständig herausdrücken. Abdecken und weitere 45 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig liegt bis in den Ecken und wirkt wieder sichtbar gelockert.
Den Backofen rechtzeitig auf 240 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Blech wird später zunächst im unteren Drittel des Ofens eingeschoben.
Die restlichen 40 g Sardellen auf dem Teig verteilen. Etwa 70 g Pecorino darüberstreuen. Die Tomatensauce gleichmäßig daraufgeben, anschließend den restlichen Pecorino und den Oregano verteilen.
Daran erkennst du es: Der Belag ist gleichmäßig bis nahe an den Rand verteilt.
Das Blech zunächst im unteren Drittel des Ofens einschieben und die Rianata 20–25 Minuten backen. Bei einem sehr kräftigen Ofen die Temperatur nach 15 Minuten auf 220 °C reduzieren.
Daran erkennst du es: Der Rand ist goldbraun, die Unterseite fest und leicht knusprig.
Wichtig: Beim Herausnehmen Blech und Rand nur mit geeignetem Hitzeschutz anfassen.
Die Pizza 5 Minuten im Blech abkühlen lassen, anschließend in 8 rechteckige Stücke schneiden und warm servieren.
Daran erkennst du es: Die Pizza lässt sich sauber schneiden und wird warm serviert.
Wichtig: Vor dem Schneiden kurz abkühlen lassen, da Belag und Blech sehr heiß sind.
Gut zu wissen
Das fein gemahlene Hartweizengrießmehl ist in italienischen Lebensmittelgeschäften und gut sortierten Supermärkten erhältlich. Mit Weizenmehl Type 550 wird der Teig etwas weniger kernig und aromatisch.
Pecorino Siciliano gibt der Rianata ein würziges Schafskäsearoma. Er ist an Käsetheken, in italienischen Feinkostläden und in gut sortierten Supermärkten erhältlich.
Sardellenfilets in Öl werden vor der Verwendung abgetropft. Gesalzene Sardellen können abgespült, ausgenommen und gut trocken getupft werden; sie schmecken meist intensiver und salziger.
Der Teig wird etwas weniger kernig und aromatisch.
Semola im gleichen Gewicht durch Weizenmehl Type 550 ersetzen und den Teig wie beschrieben zubereiten.
Der Käse schmeckt meist etwas salziger und kräftiger.
Pecorino Siciliano im gleichen Gewicht durch fein geriebenen Pecorino Romano ersetzen. Das Salz der Sauce bei Bedarf vorsichtig abschmecken.
Das Sardellenaroma wird intensiver und salziger.
Gesalzene Sardellen abspülen, ausnehmen und gut trocken tupfen, bevor sie aufgeteilt und verwendet werden.
Den Teig nicht ausrollen und beim Drücken in die Ecken möglichst sanft behandeln.
Den Teig vor dem Belegen nochmals einige Minuten ruhen lassen, wenn er sich stark zusammengezogen hat.
Die Sauce 20–25 Minuten bei kleiner Hitze reduzieren, bis sie nicht mehr wässrig ist.
Die Pizza vollständig ausbacken und die Unterseite prüfen; bei Bedarf einige Minuten länger backen, ohne den Rand zu dunkel werden zu lassen.
Die Rianata 5 Minuten im Blech abkühlen lassen.
Die Stücke mit einem breiten Pfannenwender aus dem Blech heben und warm servieren.
Den Ofen vollständig auf 240 °C vorheizen und das Blech zunächst im unteren Drittel einschieben.
Die Pizza noch kurz weiterbacken und bei Bedarf die Temperatur auf 220 °C reduzieren, damit der Rand nicht zu dunkel wird.
Häufig gefragt
Ja. Weizenmehl Type 550 funktioniert ebenfalls. Der Teig wird damit etwas weniger kernig und aromatisch.
Pecorino Romano ist eine passende Alternative. Er schmeckt meist etwas salziger und kräftiger.
Ja. Gesalzene Sardellen abspülen, ausnehmen und gut trocken tupfen. Sie bringen ein intensiveres und salzigeres Aroma mit.
Der Teig wird mit geölten Fingerspitzen in das Blech gedrückt, damit die eingeschlossene Luft erhalten bleibt und die Pizza innen weich und locker wird.
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