Purputza finden
Purputza wird meist als frische, grob zerkleinerte und gewürzte sardische Schweinefleischzubereitung verkauft. Du findest sie in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder bei sardischen Spezialitätenhändlern.
Kartoffelgnocchi aus Sardinien
Zarte sardische Kartoffelgnocchi mit kräftigem Sugo aus Purputza, passierten Tomaten, Rotwein und Pecorino sardo.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Gnocchi al sugo di purputza verbinden selbst gemachte Kartoffelgnocchi mit einem würzigen sardischen Sugo aus grob zerkleinerter Purputza und Tomate. Pecorino sardo sorgt für eine herzhafte, salzige Tiefe, während frische Minze dem Gnocchiteig eine besondere aromatische Note gibt.
Die Gnocchi sind weich und zart, mit leicht rustikaler Oberfläche, die das kräftige Sugo gut aufnimmt. Das Sugo schmeckt würzig, tomatig und vollmundig, mit einer feinen Rotweinnote und salziger Pecorino-Tiefe; die Minze sorgt für einen frischen Abschluss.
Schritt für Schritt
Die Kartoffeln gründlich waschen und in reichlich Wasser etwa 25 Minuten weich garen. Abgießen, kurz ausdampfen lassen, noch warm pellen und durch die Kartoffelpresse drücken.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln sind weich, wenn ein Messer leicht bis zur Mitte gleitet.
Wichtig: Beim Abgießen und Pellen auf heißes Wasser und heißen Dampf achten.
Die Kartoffelmasse 5 bis 10 Minuten abkühlen lassen. Ei, 40 g Pecorino, Minze und 8 g Salz zugeben. Das Mehl nach und nach einarbeiten, bis ein weicher, gerade formbarer Teig entsteht. Nur so lange kneten, bis sich alles verbunden hat.
Daran erkennst du es: Der Teig ist weich und formbar, klebt aber nicht stark an den Händen.
Den Gnocchiteig abdecken und 20 Minuten ruhen lassen. Währenddessen kann das Sugo vorbereitet werden.
Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in vier Stücke teilen. Jedes Stück zu einer etwa 2 cm dicken Rolle formen und in etwa 2 cm lange Stücke schneiden. Die Stücke nach Wunsch über ein Gnocchibrett oder eine Gabel rollen.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi sind gleichmäßig groß und lassen sich leicht von der bemehlten Fläche lösen.
Während der Teig ruht, das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten glasig dünsten. Den Knoblauch kurz mitdünsten, dann die Purputza zugeben und 6 bis 8 Minuten unter Rühren krümelig braten.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist glasig und die Purputza ist krümelig gebraten.
Mit dem Rotwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, Lorbeerblatt, 3 g Salz und etwas frisch gemahlenen Pfeffer einrühren. Das Sugo bei kleiner Hitze etwa 25 Minuten offen köcheln lassen. Das Lorbeerblatt anschließend entfernen.
Daran erkennst du es: Das Sugo ist eingedickt und verbindet sich gut mit den Gnocchi.
Das Kochwasser zum Sieden bringen und mit den vorgesehenen 15 g Salz würzen. Die Gnocchi portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, noch etwa 1 Minute ziehen lassen und anschließend mit einer Schaumkelle herausheben.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi steigen an die Oberfläche und bleiben beim Herausheben formstabil.
Wichtig: Vorsicht beim Einlegen und Herausheben der Gnocchi aus dem heißen Wasser.
Die Gnocchi direkt im Purputza-Sugo schwenken. Auf vier Teller verteilen und mit dem restlichen Pecorino sardo servieren.
Daran erkennst du es: Alle Gnocchi sind gleichmäßig mit Sugo überzogen.
Gut zu wissen
Purputza wird meist als frische, grob zerkleinerte und gewürzte sardische Schweinefleischzubereitung verkauft. Du findest sie in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder bei sardischen Spezialitätenhändlern.
Pecorino sardo ist ein sardischer Schafmilchkäse. Er ist in italienischen Feinkostläden und an gut sortierten Käsetheken erhältlich.
Das Sugo wird meist etwas milder gewürzt und schmeckt weniger spezifisch sardisch.
Die Bratwurst aus der Hülle lösen und wie die Purputza krümelig braten.
Der Käse schmeckt oft etwas salziger und kräftiger.
Den Pecorino romano im gleichen Verhältnis im Teig und zum Servieren verwenden.
Das Mehl nach und nach zugeben und nur kneten, bis sich der Teig verbunden hat.
Die geformten Gnocchi nicht weiter mit Mehl anreichern und möglichst kurz garen.
Die Kartoffelmasse ausreichend abkühlen lassen und die Gnocchi portionsweise in siedendes Wasser geben.
Etwas mehr Mehl in den restlichen Teig einarbeiten und zunächst ein Probestück garen.
Das Sugo offen köcheln lassen, bis es sichtbar eingedickt ist.
Das Sugo vor dem Vermengen noch einige Minuten weiter einkochen lassen.
Nach dem Aufsteigen nur noch etwa 1 Minute ziehen lassen und sofort herausheben.
Die Gnocchi vorsichtig mit dem Sugo vermengen und nicht weiter erhitzen.
Häufig gefragt
Purputza ist eine grob zerkleinerte, gewürzte sardische Schweinefleischzubereitung, die meist als frische Wurstmasse verkauft wird.
Als Ersatz eignet sich grobe frische Schweinsbratwurst. Das Sugo wird damit meist etwas milder gewürzt.
Gereifter Pecorino romano funktioniert ebenfalls, schmeckt jedoch oft etwas salziger und kräftiger.
Ja. Die Gnocchi gelingen auch ohne Minze, verlieren dann aber die frische aromatische Note der Hausküchenfassung.
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