Pollo alla siciliana mit Kirschtomaten und Oliven

Sizilianisches Schmorgericht

Saftige Hähnchenschenkel und Hähnchenoberschenkel schmoren mit Kirschtomaten, Oliven, Kapern, Chili und Roséwein zu einem aromatischen sizilianischen Schmorfond.

Zum Rezept
Pollo alla siciliana mit Kirschtomaten und Oliven
Vorbereitung 20 Minuten
Kochen / Backen 75 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 5 Minuten
Gesamtzeit ca. 100 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Eintöpfe und ragoutartige Gerichte
Prägende Zutatenfamilie Geflügel, Gemüse, Kräuter und Gewürze
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Sanftes Köcheln, Schmoren
Verzehrkontext Abendmahlzeit

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das Anbraten mit Hautseite nach unten entwickelt kräftige Röstaromen und unterstützt eine aromatische Grundlage für den Schmorfond.
  • Kirschtomaten, Roséwein, Kapern und Oliven verbinden fruchtige, salzige und würzige Noten.
  • Das langsame Schmoren hält die Hähnchenteile saftig und macht das Fleisch zart.
  • Das offene Einkochen am Ende konzentriert den Fond und gibt ihm eine sämige, kräftige Konsistenz.

Pollo alla siciliana verbindet kräftig angebratene Hähnchenteile mit Kirschtomaten, grünen und schwarzen Oliven, Kapern und milder Schärfe. Nach dem Anbraten schmort das Fleisch langsam in Roséwein und Gemüsebrühe, bis der Fond leicht eingedickt ist. Rustikales Brot eignet sich besonders gut, um den würzigen Schmorfond aufzunehmen.

Zartes, saftiges Hähnchen trifft auf einen fruchtig-würzigen Fond mit süßlichen Tomaten, salzigen Oliven und Kapern sowie einer milden Chilinote. Der Fond ist leicht eingedickt und eignet sich zum Auftunken mit rustikalem Brot.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Kapern und Zutaten vorbereiten

    Die Kapern unter kaltem Wasser abspülen und 10 Minuten in frischem Wasser wässern. Anschließend gut abtropfen lassen. Die Kirschtomaten halbieren. Die Hähnchenteile sorgfältig trocken tupfen. Die Chilischote vom Stiel befreien; für eine mildere Schärfe die Kerne entfernen. Diese Vorbereitungen können während des Wässerns der Kapern parallel erledigt werden.

    10 Minuten
    • Die Hähnchenteile besonders an der Hautseite gut trocken tupfen, damit sie besser bräunen.
    • Die Kerne der Chilischote nach gewünschter Schärfe entfernen.

    Wichtig: Rohe Hähnchenteile getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln vorbereiten und anschließend Hände sowie Arbeitsfläche gründlich reinigen.

  2. Hähnchen kräftig anbraten

    Das Olivenöl in einem breiten Schmortopf erhitzen. Die Hähnchenteile mit dem Salz würzen und mit der Hautseite nach unten hineinlegen. Bei mittlerer bis hoher Hitze 6 Minuten anbraten, wenden und weitere 4 Minuten bräunen. Das Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Hautseite ist kräftig gebräunt; das Fleisch muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig durchgegart sein.

    • Den Topf nicht überfüllen; bei Bedarf in zwei Durchgängen anbraten.
    • Die Hähnchenteile erst wenden, wenn sich eine deutliche Bräunung gebildet hat.

    Wichtig: Rohe Hähnchenteile nach dem Anbraten nicht mit verzehrfertigen Lebensmitteln in Kontakt bringen.

  3. Aromatische Basis aufbauen

    Die Knoblauchzehen und die Chilischote im verbliebenen Öl 1 Minute sanft anrösten. Die Kirschtomaten, Lorbeerblätter und den Oregano hinzufügen. Das Hähnchen wieder in den Topf legen und den Roséwein angießen. 2 bis 3 Minuten offen köcheln lassen, damit der Alkohol weitgehend verdampft.

    3 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Wein köchelt sichtbar und der scharfe Alkoholgeruch lässt nach.

    • Knoblauch und Chili nur sanft anrösten, damit sie nicht bitter werden.
    • Den Bratensatz beim Angießen des Weins mit einem Kochlöffel lösen.
  4. Zugedeckt schmoren

    Die heiße Gemüsebrühe angießen. Die Hälfte der Oliven und die abgespülten Kapern dazugeben. Den Topf abdecken und das Gericht bei niedriger Hitze 50 bis 55 Minuten sanft schmoren lassen. Nach etwa 30 Minuten die Hähnchenteile einmal wenden.

    55 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit bewegt sich nur sanft; das Fleisch wird zunehmend zart und beginnt, sich vom Knochen zu lösen.

    • Die Hitze so einstellen, dass der Fond sanft köchelt und nicht stark sprudelt.
    • Den Deckel während der ersten Garphase möglichst geschlossen halten.
  5. Fond offen einkochen

    Den Deckel abnehmen und die restlichen Oliven hinzufügen. Das Gericht weitere 10 bis 15 Minuten offen köcheln lassen, bis der Fond leicht eingedickt ist. Falls der Boden zu stark einkocht, mit einem kleinen Schuss Wasser verdünnen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Fond haftet leicht an den Hähnchenteilen und wirkt konzentriert, bleibt aber noch gut löffelbar.

    • Die Hähnchenteile vorsichtig bewegen, damit die Haut möglichst intakt bleibt.
    • Nur wenig Wasser nachgießen, damit der Fond nicht wieder zu dünn wird.
  6. Garzustand prüfen und ruhen lassen

    Das Hähnchen ist fertig, wenn sich das Fleisch leicht vom Knochen löst und an der dicksten Stelle vollständig durchgegart ist. Für eine genaue Kontrolle sollte es im Kern mindestens 74 °C erreichen. Den Topf vom Herd nehmen und das Pollo alla siciliana 5 Minuten ruhen lassen.

    5 Minuten 74 °C

    Daran erkennst du es: Das Fleisch löst sich leicht vom Knochen und erreicht an der dicksten Stelle mindestens 74 °C.

    • Das Thermometer in den dicksten Teil des Fleisches stecken und den Knochen nicht berühren.
    • Die Ruhezeit hilft, die Hitze im Fleisch auszugleichen und den Fond leicht setzen zu lassen.

    Wichtig: Hähnchen erst servieren, wenn es vollständig durchgegart ist und an der dicksten Stelle mindestens 74 °C erreicht.

  7. Servieren

    Die Hähnchenteile mit Kirschtomaten, Oliven, Kapern und dem eingekochten Fond servieren. Dazu passt rustikales Brot, das den würzigen Schmorfond aufnimmt.

    • Das Gericht direkt aus dem Schmortopf oder auf einer vorgewärmten Platte servieren.
    • Rustikales Brot zum Auftunken des Fonds reichen.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Vorbereitung parallel erledigen: Während die Kapern wässern, können Tomaten, Hähnchenteile und Chilischote vorbereitet werden. Dadurch bleibt die aktive Vorbereitungszeit ungefähr bei 20 Minuten.
  • Für kräftige Röstaromen: Die Hähnchenteile vor dem Anbraten gründlich trocken tupfen und den Topf nicht überfüllen. Nur so kann die Haut ausreichend bräunen, ohne dass das Fleisch im eigenen Saft dünstet.
  • Konsistenz des Fonds: Der Fond soll am Ende leicht eingedickt, aber noch löffelbar sein. Bei zu starkem Einkochen mit einem kleinen Schuss Wasser verdünnen.
  • Garzustand des Hähnchens: Die angegebene Garzeit ist ein Richtwert. Entscheidend sind das leicht vom Knochen lösbare Fleisch und eine Kerntemperatur von mindestens 74 °C an der dicksten Stelle.

Zutatenwissen

Kapern unter Salz vorbereiten

Kapern unter Salz vor der Verwendung abspülen und wässern. Die zehnminütige Wässerung reduziert überschüssige Salzigkeit, ohne das Kapernaroma vollständig auszuwaschen.

Roséwein auswählen

Ein trockener Roséwein bringt Säure und Fruchtigkeit in den Schmorfond. Ein sehr süßer Wein würde den Fond unnötig süß wirken lassen.

Oliven aufteilen

Die Hälfte der Oliven schmort von Beginn an im Fond und gibt Salz sowie Aroma ab. Die restlichen Oliven kommen erst beim offenen Einkochen dazu und behalten dadurch mehr Struktur.

Schärfe anpassen

Die Schärfe lässt sich über die Kerne und die verwendete Chilischote steuern. Für eine mildere Variante die Kerne vollständig entfernen.

Sinnvolle Alternativen

Zusätzliche Gemüsebrühe

Der Fond wird weniger fruchtig und ohne Weinaroma, bleibt aber herzhaft.

Den Roséwein durch 300 ml zusätzliche heiße Gemüsebrühe ersetzen und den Fond am Ende etwas länger offen einkochen, falls er zu dünn bleibt.

Eingelegte Kapern

Das Kapernaroma ist milder und meist weniger salzig.

Eingelegte Kapern gut abtropfen lassen und vor der Zugabe probieren. Die zusätzliche Wässerungszeit kann entfallen, wenn sie nicht stark salzig sind.

Getrockneter Rosmarin

Das Gericht erhält ein kräftigeres, harzigeres Kräuteraroma.

Den Rosmarin anstelle des Oregano in Schritt 3 zu den Tomaten geben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Hähnchenhaut bräunt kaum und bleibt blass.

Die Hähnchenteile sorgfältig trocken tupfen und bei Bedarf portionsweise anbraten.

Die Teile aus dem Topf nehmen, den Fond kurz konzentrieren und das Hähnchen anschließend wieder einsetzen. Eine knusprige Haut lässt sich nachträglich nur begrenzt herstellen.

Knoblauch und Chili schmecken bitter.

Knoblauch und Chili nur etwa 1 Minute sanft anrösten und sofort Tomaten sowie weitere Flüssigkeit zugeben.

Verbrannte Aromaten entfernen, sofern möglich, und mit frischen Aromaten neu ansetzen.

Der Schmorfond bleibt wässrig.

Den Deckel in Schritt 5 vollständig abnehmen und den Fond bis zur leichten Bindung einkochen lassen.

Das Hähnchen kurz herausnehmen und den Fond allein weiter reduzieren, bevor das Fleisch wieder eingelegt wird.

Der Fond schmeckt zu salzig.

Kapern gründlich abspülen und wässern; die Brühe und Oliven vorab auf ihren Salzgehalt prüfen.

Mit einem kleinen Schuss Wasser oder ungesalzener Brühe verdünnen und den Fond anschließend wieder vorsichtig einkochen.

Varianten

Alkoholfreie Variante

Eine alkoholfreie Version mit zusätzlicher Gemüsebrühe anstelle des Roséweins.

Milde Variante

Eine deutlich mildere Version mit reduzierter Schärfe.

Olivenbetonte Variante

Eine Variante mit kräftigerem Olivenaroma und stärkerem salzig-fruchtigem Charakter.

Servieren und kombinieren

  • Mit rustikalem Brot: Rustikales Brot dazu reichen und in den eingekochten Schmorfond tunken. Das Brot nimmt die würzige Flüssigkeit besonders gut auf.
  • Mit grünem Gemüse: Ein schlicht gegartes grünes Gemüse ergänzt das kräftige Schmorgericht, ohne mit dem aromatischen Fond zu konkurrieren.
  • Direkt aus dem Schmortopf servieren: Das Gericht in einer vorgewärmten Schüssel oder direkt im Schmortopf auf den Tisch bringen, damit der Fond warm und fließfähig bleibt.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Das Gericht kann bis zu 24 Stunden im Voraus vollständig zubereitet werden. Nach dem Abkühlen abgedeckt kühlen und zum Servieren langsam erhitzen. Falls der Fond beim Kühlen stark andickt, mit einem kleinen Schuss Wasser oder Brühe verdünnen.

Aufbewahren

Reste innerhalb von zwei Stunden abkühlen lassen, in einen flachen, gut verschließbaren Behälter geben und im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von drei Tagen verbrauchen.

Nicht wiederholt abkühlen und erwärmen. Nur die benötigte Menge entnehmen und vollständig durchwärmen.

Einfrieren

Das vollständig abgekühlte Gericht portionsweise mit ausreichend Fond luftdicht verpacken und einfrieren.

Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend langsam im Topf oder in der Mikrowelle erhitzen, bis das Gericht vollständig heiß ist.

Die Textur der Kirschtomaten und der Haut kann nach dem Einfrieren weicher sein; der Schmorfond bleibt geschmacklich gut geeignet.

Aufwärmen

  • Im Schmortopf: Das Gericht abgedeckt bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam erhitzen. Gelegentlich vorsichtig wenden und bei Bedarf einen kleinen Schuss Wasser oder Brühe ergänzen.
  • Mikrowelle: Eine Portion mit etwas Fond abgedeckt in kurzen Intervallen erhitzen und zwischendurch wenden oder umrühren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Welcher Topf eignet sich für Pollo alla siciliana?

Am besten eignet sich ein breiter Schmortopf mit Deckel, in dem die Hähnchenteile möglichst nebeneinanderliegen. So können sie zunächst bräunen und anschließend gleichmäßig schmoren.

Warum werden Kapern unter Salz gewässert?

Kapern unter Salz werden abgespült und gewässert, damit überschüssiges Salz entfernt wird und ihr würziges Aroma ausgewogen in den Schmorfond übergeht.

Kann der Roséwein ersetzt werden?

Ja. Für eine alkoholfreie Variante den Roséwein durch zusätzliche heiße Gemüsebrühe ersetzen und den Fond bei Bedarf etwas länger offen einkochen.

Woran erkennt man, dass das Hähnchen fertig ist?

Das Fleisch sollte sich leicht vom Knochen lösen. Für eine genaue Kontrolle sollte die dickste Stelle mindestens 74 °C erreichen.

Aus unserer Küche

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