Eselsfleisch besorgen
Eselsfleisch ist in Deutschland meist nicht spontan verfügbar. Bei einer spezialisierten Metzgerei für Pferde- und andere seltene Fleischsorten nachfragen oder einige Tage vorher bestellen.
Piemont · Schmorgericht aus Borgomanero
Piemontesisches Schmorgericht aus Borgomanero mit sehr fein geschnittenem Eselsfleisch, Lardo, Wirsing und trockenem Rotwein, serviert mit weicher Polenta.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Tapulone gehört zur Küche von Borgomanero in der Provinz Novara. Für dieses herzhafte Schmorgericht wird Eselsfleisch sehr fein mit dem Messer geschnitten und gemeinsam mit Lardo, Wirsing, Rotwein, Brühe und Kräutern langsam gegart. Die weiche Polenta nimmt den sämigen Fond auf und ergänzt das kräftige Weinaroma.
Herzhaftes, tief aromatisches Schmorgericht mit kräftigem Rotweinduft, zartem fein geschnittenem Fleisch und sämigem Fond. Der Wirsing sorgt für weiche Gemüsefasern, die Polenta für eine cremige, milde Ergänzung.
Schritt für Schritt
Das Eselsfleisch in dünne Scheiben schneiden, die Scheiben stapeln und zunächst längs, dann quer in sehr kleine Stücke schneiden. Es soll fast wie grob gehacktes Fleisch aussehen. Den Wirsing waschen und in feine Streifen schneiden.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist sehr fein geschnitten, der Wirsing liegt in gleichmäßigen Streifen vor.
Lardo und Olivenöl in einem breiten, schweren Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Knoblauch, Rosmarin und Lorbeer dazugeben und etwa 2 Minuten aromatisieren, ohne den Knoblauch dunkel werden zu lassen.
Daran erkennst du es: Der Knoblauch duftet, bleibt aber hell und wird nicht dunkel.
Den Wirsing einlegen und 8 bis 10 Minuten unter Rühren zusammenfallen lassen. Das fein geschnittene Fleisch hinzufügen, mit einem Kochlöffel lockern und etwa 10 Minuten offen garen.
Daran erkennst du es: Der Wirsing ist deutlich zusammengefallen, und das Fleisch ist gelockert und nicht zu großen Klumpen verbunden.
Den Rotwein angießen und bei mittlerer Hitze vollständig einkochen lassen. Dabei gelegentlich rühren, damit sich das Fleisch nicht zu großen Klumpen verbindet.
Daran erkennst du es: Der Wein ist weitgehend verdampft, und der Topfboden bleibt nicht flüssig bedeckt.
Etwa 300 ml der heißen Brühe angießen. Rosmarin und Lorbeer im Topf lassen, die Hitze auf niedrig stellen und das Tapulone 60 bis 75 Minuten sanft schmoren lassen. Nach und nach die restliche Brühe hinzufügen, sobald der Topfboden trocken wird. Am Ende soll das Fleisch zart und der Fond sämig, aber nicht suppig sein.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist zart, und der Fond ist sämig und nicht suppig.
Während das Tapulone schmort, das Wasser mit dem Salz in einem zweiten Topf aufkochen. Den Maisgrieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen, die Hitze reduzieren und die Polenta 35 bis 40 Minuten sanft quellen lassen. Regelmäßig rühren, damit sie cremig bleibt.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist weich, cremig und ohne harte Körner.
Rosmarinzweig und Lorbeer aus dem Tapulone entfernen. Butter unterrühren, mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und noch 2 Minuten ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Butter ist vollständig eingearbeitet, und der Fond haftet leicht am Fleisch.
Die weiche Polenta auf vorgewärmte Teller geben und das Tapulone darauf oder daneben servieren.
Daran erkennst du es: Polenta und Tapulone werden weich und heiß serviert.
Gut zu wissen
Eselsfleisch ist in Deutschland meist nicht spontan verfügbar. Bei einer spezialisierten Metzgerei für Pferde- und andere seltene Fleischsorten nachfragen oder einige Tage vorher bestellen.
Italienischer Lardo ist luftgereifter Rückenspeck. Er ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien und spezialisierten Online-Fachgeschäften erhältlich.
Ein trockener Nebbiolo aus dem Piemont passt besonders gut. Ein trockener Barbera aus dem Piemont ist ebenfalls geeignet und macht den Fond meist etwas fruchtiger und lebhafter.
Das Gericht wird etwas salziger und weniger fein aromatisch.
Den ungeräucherten Rückenspeck fein würfeln und wie den Lardo im Olivenöl erwärmen.
Der Fond wird meist etwas fruchtiger und lebhafter.
Den trockenen Barbera in derselben Zubereitungsphase wie den Rotwein angießen und vollständig einkochen lassen.
Die Aromen nur bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 2 Minuten erwärmen und den Knoblauch nicht dunkel werden lassen.
Den Ansatz verwerfen, solange noch keine weiteren Zutaten darin sind, und mit frischem Lardo, Öl und Knoblauch neu beginnen.
Das Fleisch sofort mit dem Kochlöffel verteilen und beim Einkochen des Weins gelegentlich rühren.
Die Klumpen vorsichtig mit dem Kochlöffel zerteilen, ohne das Fleisch zu zerdrücken.
Die Brühe portionsweise nachgießen und nur so viel verwenden, wie bei trockenem Topfboden nötig ist.
Das Tapulone ohne zusätzliches Nachgießen weiter sanft schmoren lassen, bis der Fond sämiger wird.
Den Maisgrieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen und während des Quellens regelmäßig weiterrühren.
Die Polenta vorsichtig in einen sauberen Topf umfüllen, ohne den angesetzten Boden abzukratzen, und mit etwas heißem Wasser cremig rühren.
Häufig gefragt
Das Fleisch wird in dünne Scheiben, anschließend in Streifen und quer in sehr kleine Stücke geschnitten. Es soll fast wie grob gehacktes Fleisch aussehen.
Ja. Die Polenta wird während der 60 bis 75 Minuten Schmorzeit zubereitet und benötigt etwa 35 bis 40 Minuten.
Als Ersatz eignet sich ungeräucherter Rückenspeck. Das Tapulone wird dadurch etwas salziger und weniger fein aromatisch.
Ein trockener Barbera aus dem Piemont passt ebenfalls. Er macht den Fond meist etwas fruchtiger und lebhafter.
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