Caciotta
Caciotta ist ein milder italienischer Schnittkäse. Sie ist meist in italienischen Feinkostläden oder an gut sortierten Käsetheken erhältlich.
Pasta al forno · Emilia-Romagna
Frische Eier-TagliatelleFlache, meist eihaltige Bandnudeln der italienischen Küche. werden mit langsam geschmortem Ragù alla bolognese, Sahne und CaciottaCaciotta ist ein milder italienischer Schnittkäse. in einer Form geschichtet und mit Parmigiano goldbraun überbacken.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
In der Emilia-Romagna werden frische Eiernudeln nicht nur mit Ragù serviert, sondern auch als kräftige Ofenpasta zubereitet. Für diese Variante werden die Tagliatelle halb gegart, mit langsam geschmortem Ragù alla bolognese, etwas Sahne und milder Caciotta vermengt und anschließend goldbraun überbacken. So bleibt die Pasta saftig, während die Oberfläche eine herzhafte Kruste bekommt.
Saftige, biegsame Tagliatelle mit einem herzhaften, sämigen Ragù; dazu schmelzende milde Caciotta und eine goldbraune, würzige Parmigiano-Kruste.
Schritt für Schritt
Zwiebel, Möhre und Sellerie sehr fein würfeln. Die Pancetta ebenfalls fein schneiden.
Das Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Pancetta darin bei mittlerer Hitze auslassen, bis sie leicht gebräunt ist. Zwiebel, Möhre und Sellerie zugeben und etwa 8 Minuten sanft anschwitzen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und aromatisch, ohne stark gebräunt zu sein.
Wichtig: Beim Erhitzen von Öl und ausgelassener Pancetta vorsichtig arbeiten.
Das Rindfleisch einrühren und unter regelmäßigem Wenden kräftig anbraten, bis es vollständig zerfallen ist und leicht zu brutzeln beginnt.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist vollständig zerfallen und zeigt keine rohen, zusammenhängenden Stellen mehr.
Mit dem Wein ablöschen und vollständig einkochen lassen. Passierte Tomaten, Tomatenmark und 150 ml Brühe einrühren. Das Ragù zugedeckt bei sehr kleiner Hitze etwa 2 Stunden schmoren lassen. Bei Bedarf schluckweise die restliche Brühe ergänzen, damit es nicht ansetzt.
Daran erkennst du es: Das Ragù ist deutlich eingedickt und sämig, aber nicht trocken.
Wichtig: Das Ragù nicht unbeaufsichtigt vollständig trocken einkochen lassen.
In den letzten 10 Minuten die Milch einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das fertige Ragù soll sämig, aber nicht trocken sein.
Daran erkennst du es: Das Ragù ist sämig und lässt sich noch gut mit der Pasta vermengen.
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Caciotta entrinden und in kleine Würfel schneiden. Eine Form von etwa 25 × 35 cm mit dem Olivenöl ausstreichen.
Wichtig: Beim Vorheizen und beim Umgang mit der heißen Form geeignete Ofenhandschuhe verwenden.
Das Wasser mit dem Salz zum Kochen bringen. Die frischen Tagliatelle darin nur etwa 1 Minute garen, sodass sie biegsam, aber noch deutlich bissfest sind. Abgießen und kurz abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Tagliatelle sind biegsam, aber im Kern noch deutlich bissfest.
Wichtig: Beim Abgießen des kochenden Wassers besonders vorsichtig arbeiten.
Etwa zwei Drittel des Ragùs mit den Tagliatelle, der Sahne und der Hälfte des Parmigiano Reggiano vermengen.
Daran erkennst du es: Die Tagliatelle sind gleichmäßig mit Ragù und Sahne überzogen.
Den Boden der Form mit einigen Löffeln des übrigen Ragùs bedecken. Die Hälfte der Tagliatelle darauf verteilen und mit der Hälfte der Caciotta bestreuen. Die restlichen Tagliatelle daraufgeben.
Das übrige Ragù, die restliche Caciotta und den restlichen Parmigiano Reggiano gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist möglichst gleichmäßig mit Ragù und Käse bedeckt.
Die Form auf der mittleren Schiene 20 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und der Käse vollständig geschmolzen.
Wichtig: Die Form ist nach dem Backen sehr heiß.
Die Form vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen, damit sich die Schichten setzen und die Pasta leichter portionieren lässt.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist noch heiß, die Schichten lassen sich aber sauber portionieren.
Wichtig: Die Form erst mit geeignetem Schutz aus dem Ofen nehmen und auf eine hitzefeste Fläche stellen.
Gut zu wissen
Caciotta ist ein milder italienischer Schnittkäse. Sie ist meist in italienischen Feinkostläden oder an gut sortierten Käsetheken erhältlich.
Frische Eier-Tagliatelle garen sehr schnell. Für die Ofenpasta reicht deshalb eine kurze Garzeit, damit sie nach dem Backen noch Struktur behalten.
Für das Ablöschen eignet sich trockener Rot- oder Weißwein. Er sollte anschließend vollständig einkochen, bevor Tomaten und Brühe dazukommen.
Die Kruste wird etwas kräftiger und schmilzt elastischer als mit milder Caciotta.
Caciotta im gleichen Gewicht durch jungen Fontina ersetzen, entrinden und ebenfalls würfeln.
Die Tagliatelle nur biegsam, aber noch deutlich bissfest garen und anschließend sofort abgießen.
Die Ofenzeit nicht verlängern; die Pasta kann dennoch serviert werden, wenn die Oberfläche bereits goldbraun ist.
Das Ragù gelegentlich prüfen und bei Bedarf schluckweise Brühe einrühren.
Vor dem Vermengen etwas von der restlichen Brühe oder einen kleinen Teil der vorgesehenen Sahne einarbeiten.
Die Form auf der mittleren Schiene backen und nach 20 Minuten kontrollieren.
Die Form aus dem Ofen nehmen, sobald die Oberfläche goldbraun ist, und die Ruhezeit einhalten.
Häufig gefragt
Als Alternative eignet sich junger Fontina im gleichen Gewicht. Die Kruste wird damit etwas kräftiger und schmilzt elastischer.
Frische Tagliatelle garen sehr schnell und ziehen im Ofen weiter. Die kurze Garzeit hält sie nach dem Überbacken biegsam und bissfest.
Das Ragù soll sämig, aber nicht trocken sein. Bei Bedarf während des Schmorens schluckweise die restliche Brühe ergänzen.
Geeignet ist eine rechteckige Form von etwa 25 × 35 cm mit mindestens 5 cm Höhe.
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