Capuliato selbst zubereiten
Fertiges Capuliato ist nicht erforderlich. Die grobe Paste wird in diesem Rezept direkt aus getrockneten, nicht in Öl eingelegten Tomaten hergestellt.
Sizilianische Pastaküche
Sizilianische Spaghetti mit einer groben Paste aus getrockneten Tomaten, Knoblauch, Basilikum und Peperoncino. Das Capuliato wird in Olivenöl erwärmt und mit etwas Pastawasser zu einer glänzenden Sauce gebunden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Spaghetti con il capuliato bringt das kräftige Aroma getrockneter Tomaten direkt auf den Teller. Die grobe Tomatenpaste wird mit Knoblauch, Basilikum, Peperoncino und nativem Olivenöl vermischt und anschließend mit bissfesten Spaghetti und etwas Kochwasser cremig verbunden. So entsteht ein unkompliziertes Pastagericht mit süßlich-würziger Tomatennote und mediterranem Charakter.
Die Spaghetti schmecken intensiv tomatig, leicht süßlich und würzig. Olivenöl verleiht der Sauce Fülle, Basilikum bringt eine frische Kräuternote ein, während Knoblauch und Peperoncino für Wärme und dezente Schärfe sorgen. Die grobe Paste und der glänzende Saucenfilm geben dem Gericht eine angenehm rustikale Textur.
Schritt für Schritt
Die getrockneten Tomaten mit dem heißen Wasser übergießen und 10 Minuten einweichen. Anschließend abgießen, gut abtropfen lassen und grob schneiden. Das Einweichwasser wird nicht weiterverwendet.
Daran erkennst du es: Die Tomaten sind weich genug, um sich gut schneiden und mixen zu lassen.
Acht Basilikumblätter, eine geschälte Knoblauchzehe, die getrocknete Chilischote und 45 ml Olivenöl mit den Tomaten in einen Mixer geben. Alles zu einer groben, streichfähigen Paste verarbeiten. Nicht zu fein pürieren.
Daran erkennst du es: Die Paste ist streichfähig, enthält aber noch eine grobe Struktur.
Das Wasser mit dem Salz in einem großen Topf aufkochen. Die Spaghetti hineingeben und nach Packungsangabe, jedoch etwa 1 Minute kürzer, bissfest garen. Vor dem Abgießen 150 ml Kochwasser auffangen.
Daran erkennst du es: Die Spaghetti sind bissfest und etwa 1 Minute kürzer als nach der Packungsangabe gegart.
Wichtig: Beim Abgießen auf aufsteigenden Dampf und heißes Kochwasser achten.
Während die Pasta kocht, das übrige Olivenöl in einer großen Pfanne bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Die beiden übrigen, fein geschnittenen Knoblauchzehen 1 bis 2 Minuten darin aromatisieren, ohne sie dunkel werden zu lassen.
Daran erkennst du es: Der Knoblauch duftet, bleibt aber hell und wird nicht braun.
Die Tomatenpaste in die Pfanne geben und 2 Minuten unter Rühren erwärmen. Sie soll duften und sich mit dem Öl verbinden, aber nicht stark bräunen.
Daran erkennst du es: Die Paste duftet und ist gleichmäßig mit dem Öl verbunden, ohne stark gebräunt zu sein.
Die abgegossenen Spaghetti in die Pfanne geben und mit 100 ml Kochwasser 1 bis 2 Minuten schwenken. Falls die Sauce noch zu fest ist, nach und nach etwas vom restlichen Kochwasser ergänzen, bis die Pasta glänzend überzogen ist.
Daran erkennst du es: Die Sauce haftet glänzend an den Spaghetti und wirkt nicht trocken.
Die übrigen zwei Basilikumblätter zerzupfen und unterheben. Die Spaghetti sofort servieren. Erst am Ende prüfen, ob zusätzlich Salz nötig ist, da getrocknete Tomaten unterschiedlich salzig sein können.
Daran erkennst du es: Das Basilikum ist frisch eingearbeitet und die Pasta wird unmittelbar serviert.
Gut zu wissen
Fertiges Capuliato ist nicht erforderlich. Die grobe Paste wird in diesem Rezept direkt aus getrockneten, nicht in Öl eingelegten Tomaten hergestellt.
Von den 75 ml Olivenöl kommen 45 ml in die Tomatenpaste. Das übrige Öl wird zum Aromatisieren des Knoblauchs und zum Erwärmen der Paste verwendet.
Die Pasta wird weniger scharf, behält aber eine leichte Paprikanote.
Die getrocknete Chilischote im gleichen Arbeitsschritt verwenden.
Das Aroma wird weniger frisch und etwas konzentrierter.
Nur verwenden, wenn frisches Basilikum nicht verfügbar ist, und vorsichtig dosieren.
Den Knoblauch nur bei niedriger bis mittlerer Hitze 1 bis 2 Minuten aromatisieren und nicht bräunen lassen.
Bei leichter Bräunung die Paste zügig zugeben und die Hitze reduzieren; bei deutlich bitterem Knoblauch besser mit frischem Öl neu beginnen.
Nur kurz mixen und die Paste bewusst grob und streichfähig lassen.
Einige fein geschnittene getrocknete Tomaten unter die Paste rühren, sofern vorhanden.
Das Kochwasser vor dem Abgießen auffangen und nach und nach einarbeiten.
Esslöffelweise restliches Kochwasser ergänzen und die Pasta bei niedriger Hitze weiter schwenken.
Die Paste nur bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen und regelmäßig rühren.
Mit etwas Kochwasser verdünnen und die Pasta sofort unterheben; bei stark bitterem Geschmack lässt sich die Sauce nicht vollständig ausgleichen.
Häufig gefragt
Capuliato ist eine grobe Paste aus getrockneten Tomaten. In diesem Rezept wird sie mit Olivenöl, Knoblauch, Basilikum und getrockneter Chilischote selbst zubereitet.
Nein. Das Einweichwasser wird in diesem Rezept abgegossen und nicht weiterverwendet.
Das stärkehaltige Kochwasser hilft dabei, die Tomatenpaste mit dem Olivenöl zu verbinden und eine glänzende Sauce zu erzeugen, die an den Spaghetti haftet.
Der größere Teil wird in die Tomatenpaste gemixt. Die letzten Blätter werden erst am Ende untergehoben und bringen dadurch eine frischere Kräuternote ein.
Das sollte erst am Ende geprüft werden. Getrocknete Tomaten können unterschiedlich salzig sein, deshalb ist zusätzliches Salz nicht immer nötig.
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