Pizza al tegamino alla ferrarese con salama da sugo e patatine di pere

Pizza al tegamino aus Ferrara

Eine ferraresische Pizza al tegamino aus doppelt geführtem Teig, gebacken im runden Eisenpfännchen und belegt mit Mozzarella, Spinat, Salama da sugoDie gekochte Spezialität aus Ferrara trägt den würzigen, muskatigen und saftigen Charakter der Variante., SquacqueroneDer sehr weiche Frischkäse wird nicht mitgebacken, sondern auf die fertige Pizza gesetzt. und knusprig-biegsamen Birnenchips.

Zum Rezept
Pizza al tegamino alla ferrarese
Vorbereitung 70 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 22 Stunden
Gesamtzeit ca. 23 Stunden
Menge 4 Pizzen
Gerichtsform und Gerichtsart Fladenbrote
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Obst, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Braten in wenig Fett, Trocknen

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Der doppelt geführte Teig entwickelt über die lange Biga-Ruhe ein aromatisches Profil und bleibt im Pfännchen innen weich mit kräftig gebräuntem Rand.
  • Mozzarella und zusammengefallener Spinat bilden eine saftige, herzhafte Basis, während Squacquerone erst nach dem Backen seine besonders weiche Cremigkeit bewahrt.
  • Salama da sugo und süße Birnenchips setzen gegensätzliche Akzente, die durch die Balsamico-Creme miteinander verbunden werden.

Pizza al tegamino alla ferrarese con salama da sugo und patatine di pere verbindet die weiche, doppelt geführte Pizza aus dem Eisenpfännchen mit Zutaten aus Ferrara. Salama da sugo und Squacquerone bringen Würze und Cremigkeit, während dünne Birnenchips einen süß-herzhaften Akzent setzen. Die Pizza wird im gut vorgeheizten Haushaltsbackofen gebacken und anschließend sofort serviert.

Der Rand wird kräftig goldbraun und der Boden fest, während das Innere weich und elastisch bleibt. Dazu kommen geschmolzene Mozzarella, saftiger Spinat, würzig-saftige Salama da sugo, kühler cremiger Squacquerone und biegsame, leicht gebräunte Birnenchips mit süßem Aroma.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Teig, Belag und Backen

  1. Biga ansetzen

    Für die Biga 300 g vom Type-1-Mehl mit 135 ml kaltem Wasser, der frischen Hefe und 2 g Zucker zu einem groben Teig mischen. Die Schüssel abdecken und die Biga etwa 18 Stunden bei 18–20 °C ruhen lassen.

    18 Stunden 19 °C

    Daran erkennst du es: Die Biga ist durchgezogen und aromatisch, ohne vollständig zusammenzufallen.

    • Die Biga nur grob vermischen; sie muss vor der langen Ruhe nicht glatt sein.
  2. Teig fertig kneten

    Die Biga mit dem restlichen Type-1-Mehl, dem Vollkornweizenmehl und zunächst etwa 200 ml des übrigen Wassers verkneten. Nach und nach das restliche Wasser einarbeiten und den Teig etwa 10 Minuten kneten, bis er glatt und elastisch ist. Salz und anschließend 20 ml Olivenöl gründlich einarbeiten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und lässt sich dehnen, ohne sofort zu reißen.

    • Das Wasser portionsweise einarbeiten, damit der Teig seine Spannung behält.
    • Salz und Öl erst nach der ersten Teigentwicklung vollständig einarbeiten.
  3. Teig ruhen lassen und portionieren

    Den Teig abgedeckt 30–40 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. In 4 gleich große Stücke teilen, zu glatten Kugeln formen und in einer leicht geölten, verschlossenen Teigbox oder auf einem Blech weitere 2–3 Stunden gehen lassen, bis sie deutlich aufgegangen sind.

    3 Stunden

    Daran erkennst du es: Die Teigkugeln sind sichtbar aufgegangen und fühlen sich luftig an.

    • Beim Formen möglichst wenig Luft aus dem Teig drücken.
    • Die Teigkugeln während der Gehzeit gut abdecken, damit ihre Oberfläche nicht austrocknet.
  4. Spinat und Mozzarella vorbereiten

    Während der Teig geht, den Spinat waschen, grob schneiden und mit 20 ml Olivenöl und 4 g Salz in einer Pfanne etwa 5 Minuten zusammenfallen lassen. Den Spinat abkühlen lassen. Die Mozzarella gut abtropfen lassen und würfeln.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Spinat ist zusammengefallen, aber nicht trocken gegart.

    • Den Spinat nach dem Garen etwas abkühlen lassen, damit der Teig später nicht durch heiße Feuchtigkeit belastet wird.
    • Die Mozzarella gut abtropfen lassen, damit der Belag nicht zu wässrig wird.
  5. Birnenchips trocknen

    Die Birnen waschen, nicht schälen und in etwa 3 mm dünne Scheiben schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit 5 g Zucker bestreuen und im Umluftofen bei 150 °C etwa 30 Minuten trocknen, bis sie leicht gebräunt und biegsam sind. Anschließend auskühlen lassen.

    30 Minuten 150 °C

    Daran erkennst du es: Die Scheiben sind leicht gebräunt, biegsam und an der Oberfläche nicht mehr feucht.

    • Die Scheiben möglichst gleichmäßig dünn schneiden, damit sie gleichzeitig trocknen.
    • Die Birnenchips erst nach dem Auskühlen vom Backpapier lösen.
  6. Teig in die Pfännchen geben

    Die 4 Eisenpfännchen mit 20 ml Olivenöl ausstreichen. Jede Teigkugel mit bemehlten Händen vorsichtig auf Pfännchengröße ziehen, ohne die Luft vollständig herauszudrücken. In die Pfännchen legen, bis an den Rand drücken und abgedeckt nochmals 30 Minuten ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig liegt bis an den Rand und wirkt nach der Ruhe wieder leicht aufgepolstert.

    • Den Teig nicht mit einem Nudelholz ausrollen, damit die gewünschte lockere Struktur erhalten bleibt.
    • Das Öl bis in die Randzone verteilen, damit der Boden gut bräunt.
  7. Pizzen backen

    Den Haushaltsbackofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen; bei Umluft 230 °C verwenden. Mozzarella und Spinat auf den Teig verteilen und die Pfännchen im unteren Drittel des Ofens 20–25 Minuten backen, bis der Rand kräftig goldbraun und der Boden fest ist.

    25 Minuten 250 °C

    Daran erkennst du es: Der Rand ist kräftig goldbraun und der Boden fest.

    • Den Ofen vollständig vorheizen, bevor die Pfännchen hineinkommen.
    • Die Pfännchen im unteren Ofendrittel platzieren, damit der Boden ausreichend Hitze erhält.

    Wichtig: Eisenpfännchen und Griffe sind sehr heiß; beim Herausnehmen Ofenhandschuhe verwenden.

  8. Belegen und servieren

    Die gekochte Salama da sugo in dünne Scheiben schneiden. Die fertigen Pizzen mit Salama, Squacquerone und Birnenchips belegen. Zum Schluss die Balsamico-Creme darüberträufeln und sofort servieren.

    Daran erkennst du es: Die Pizzen sind unmittelbar nach dem Belegen servierbereit.

    • Squacquerone und Birnenchips erst nach dem Backen auflegen, damit beides seine gewünschte Textur behält.

    Wichtig: Die Pizzen heiß servieren und beim Umgang mit den Pfännchen weiterhin Ofenhandschuhe verwenden.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Lange Teigführung: Die lange Biga-Ruhe von etwa 18 Stunden ist ein wesentlicher Teil des Rezepts. Die Temperatur von etwa 18–20 °C möglichst konstant halten.
  • Arbeiten während der Gehzeit: Spinat, Mozzarella und Birnenchips lassen sich während der Teigruhe vorbereiten. So bleibt die angegebene aktive Zeit trotz der langen Gesamtzeit überschaubar.
  • Belag erst nach dem Backen ergänzen: Salama da sugo, Squacquerone, Birnenchips und Balsamico-Creme kommen erst auf die fertige Pizza. Dadurch bleiben die Wurst saftig, der Frischkäse cremig und die Birnenchips biegsam.

Zutatenwissen

Salama da sugo

Die gekochte Spezialität aus Ferrara trägt den würzigen, muskatigen und saftigen Charakter der Variante. Sie wird erst nach dem Backen in dünnen Scheiben aufgelegt.

Squacquerone

Der sehr weiche Frischkäse wird nicht mitgebacken, sondern auf die fertige Pizza gesetzt. So bleibt seine cremige, weiche Konsistenz erhalten.

Birnenchips

Feste Birnen wie Abate eignen sich für dünne Scheiben, die im Umluftofen leicht trocknen, bräunen und biegsam bleiben.

Sinnvolle Alternativen

Kräftige grobe Kochsalami

Die Pizza wird weniger muskatwürzig und weniger saftig als mit Salama da sugo.

Die Kochsalami ebenfalls in dünne Scheiben schneiden und erst nach dem Backen auf die Pizza legen.

Stracchino

Stracchino ist etwas fester und milder als Squacquerone.

Stracchino nach dem Backen auf den heißen Pizzen verteilen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Pizzaboden bleibt weich oder wird in der Mitte wässrig.

Spinat abkühlen lassen und Mozzarella vor dem Würfeln gründlich abtropfen lassen.

Die Pizza einige Minuten länger backen, bis der Boden fest ist, ohne den nachträglichen Belag mitzubacken.

Der Rand geht kaum auf und wird kompakt.

Die Teigkugeln vorsichtig mit bemehlten Händen auf Pfännchengröße ziehen und nicht ausrollen.

Die geformten Teige nochmals abgedeckt ruhen lassen, bevor sie belegt werden.

Die Birnenchips werden trocken oder dunkel statt biegsam und leicht gebräunt.

Die Birnen möglichst gleichmäßig etwa 3 mm dünn schneiden und gegen Ende kontrollieren.

Sehr dunkle Scheiben aussortieren und die übrigen nur sparsam verwenden.

Der Belag ist gar, aber der Boden bleibt blass und weich.

Den Ofen vollständig vorheizen und die Pfännchen im unteren Drittel backen.

Die Pizza kurz weiterbacken, bis der Boden fest ist.

Varianten

Variante mit Stracchino

Eine mildere und etwas festere Frischkäsevariante, wenn Squacquerone nicht erhältlich ist.

Ausgeprägter Birnenakzent

Die süß-herzhafte Kombination wird stärker betont, indem die Birnenchips besonders gleichmäßig und leicht gebräunt getrocknet werden.

Servieren und kombinieren

  • Sofort aus dem Pfännchen servieren: Die Pizza direkt nach dem Belegen mit Salama da sugo, Squacquerone, Birnenchips und Balsamico-Creme servieren, solange der Boden fest und der Käse warm ist.
  • Regionale Zutaten hervorheben: Salama da sugo und Squacquerone als zentrale Zutaten auf dem Tisch erklären und die Birnenchips erst unmittelbar vor dem Servieren auflegen.

Planen und Reste genießen

Einfrieren

Die Textur von Teig, Mozzarella, Squacquerone und Birnenchips kann nach dem Einfrieren deutlich leiden.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide (Weizen): enthält · Beide Mehle stammen aus Weizen.
  • Milch: enthält · Mozzarella und Squacquerone sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum braucht der Teig eine so lange Biga-Ruhe?

Die Biga entwickelt während der etwa 18-stündigen Ruhe Aroma und Teigstruktur. Anschließend wird sie mit den restlichen Zutaten zu einem elastischen Teig weiterverarbeitet.

Kann ich Salama da sugo ersetzen?

Ja. Eine kräftige grobe Kochsalami ist der im Rezept genannte Ersatz. Die Pizza wird damit weniger muskatwürzig und weniger saftig.

Was eignet sich als Ersatz für Squacquerone?

Stracchino ist eine passende Alternative, allerdings etwas fester und milder. Beide Frischkäse werden erst nach dem Backen auf die Pizza gegeben.

Wie sollen die Birnenchips am Ende sein?

Die Birnenscheiben sollen leicht gebräunt, biegsam und an der Oberfläche nicht mehr feucht sein. Nach dem Auskühlen lassen sie sich gut auf die fertige Pizza legen.

Aus unserer Küche

Kommentare zum Rezept

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