Pasta al forno mit Aubergine und ’nduja

Herzhafte Ofenpasta

Kalabrische Ofenpasta mit gebratenen Auberginen, würziger ’nduja-Tomatensauce, schmelzender Provola und Pecorino für sechs Personen.

Zum Rezept
Pasta al forno mit Aubergine und ’nduja
Vorbereitung 55 Minuten
Kochen / Backen 55 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 40 Minuten
Gesamtzeit ca. 115 Minuten
Menge 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte, Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Fleisch, Gemüse, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Frittieren, Grillen, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die Auberginen werden separat goldbraun ausgebacken und behalten dadurch ein kräftiges Röstaroma.
  • ’nduja löst sich in der heißen Tomatensauce auf und verbindet Schärfe, Würze und eine cremige Textur.
  • Provola sorgt zwischen den Schichten für schmelzende Käsefäden, während Pecorino die Oberfläche herzhaft abrundet.
  • Das kurze Vorkochen der Rigatoni verhindert, dass die Pasta beim Überbacken zu weich wird.

Pasta al forno con melanzane e ’nduja verbindet gebratene Aubergine mit einer kräftigen Tomatensauce, schmelzender Provola und der angenehmen Schärfe kalabrischer ’nduja. Die Rigatoni werden mit der Sauce vermengt, geschichtet und ohne Béchamel überbacken, sodass die charakteristischen Zutaten klar im Mittelpunkt bleiben.

Saftige, würzige Ofenpasta mit goldbraunen Auberginen, schmelzender Provola und einer kräftigen, leicht scharfen Tomatensauce. Die Oberfläche gratiniert herzhaft, während die Schichten im Inneren weich, aromatisch und cremig bleiben.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Auberginen vorbereiten

    Die Auberginen waschen, die Enden entfernen und das Fruchtfleisch in etwa 2 cm große Würfel schneiden. Mit 12 g Salz vermengen und 30 Minuten in einem Sieb ruhen lassen. Währenddessen können Sauce-Zutaten und Arbeitsgeräte bereitgestellt werden. Die Auberginen kurz abspülen und anschließend sehr gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Auberginen sind nach dem Abspülen gründlich trocken getupft.

    • Das gründliche Trockentupfen verhindert starkes Spritzen beim Ausbacken.
  2. Auberginen braten

    Das neutrale Öl in einem hohen Topf auf 170 bis 175 °C erhitzen. Die Auberginen portionsweise jeweils 4 bis 5 Minuten goldbraun ausbacken. Mit einem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    5 Minuten 175 °C

    Daran erkennst du es: Die Auberginenwürfel sind goldbraun und weich.

    • Das Öl nach jeder Portion wieder auf die Zieltemperatur bringen.

    Wichtig: Das heiße Öl vorsichtig handhaben und den Topf nicht überfüllen.

  3. Tomatensauce kochen

    Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 5 bis 6 Minuten weich dünsten. Den Knoblauch kurz mitdünsten, dann die passierten Tomaten und 5 g Salz einrühren. Die Sauce ohne Deckel etwa 20 Minuten sanft köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen, die ’nduja vollständig in der heißen Sauce auflösen und das Basilikum unterrühren.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, und die Sauce hat leicht eingedickt.

    • Die ’nduja erst nach dem Köcheln einrühren, damit sie sich vollständig in der heißen Sauce verteilt.
  4. Pasta vorkochen

    4,5 l Wasser aufkochen, mit 35 g Salz würzen und die Rigatoni 3 Minuten kürzer kochen als auf der Packung angegeben. 150 ml Kochwasser auffangen, dann die Pasta abgießen.

    100 °C

    Daran erkennst du es: Die Rigatoni sind noch deutlich bissfest, da sie im Ofen weitergaren.

    • Das Kochwasser vor dem Abgießen auffangen; es kann die Sauce bei Bedarf geschmeidiger machen.

    Wichtig: Beim Abgießen auf den heißen Dampf und das kochende Wasser achten.

  5. Pasta vermengen

    Etwa ein Drittel der Tomatensauce beiseitestellen. Die Rigatoni mit den übrigen zwei Dritteln der Sauce vermengen. Falls die Mischung zu trocken wirkt, etwas vom aufgefangenen Kochwasser einrühren. Die Hälfte der gebratenen Auberginen vorsichtig unterheben.

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist gleichmäßig mit Sauce überzogen und bleibt saftig.

    • Nur so viel Kochwasser verwenden, dass die Mischung saftig, aber nicht flüssig wird.
  6. Form schichten

    Den Backofen auf 200 °C Oberhitze und Unterhitze vorheizen, alternativ auf 180 °C Umluft. Eine Form von 30 x 20 cm mit 10 ml Olivenöl ausstreichen. Zwei bis drei Esslöffel der beiseitegestellten Sauce auf dem Boden verteilen. Die Hälfte der Pasta einfüllen, darauf die Hälfte der restlichen Auberginen und die Hälfte der Provola geben. Mit der übrigen Pasta bedecken und die restlichen Auberginen und die restliche Provola darauf verteilen. Die übrige Tomatensauce darübergeben und mit dem Pecorino bestreuen.

    200 °C

    Daran erkennst du es: Die Schichten sind gleichmäßig verteilt und die Oberfläche ist mit Pecorino bestreut.

    • Die zurückgestellte Sauce zuerst dünn auf dem Boden verteilen, damit die unterste Pastaschicht nicht anhaftet.
  7. Überbacken

    Die Form mit Backpapier und locker aufgelegter Alufolie abdecken. 18 Minuten backen. Die Abdeckung entfernen und weitere 8 Minuten backen. Für eine kräftige Kruste die Pasta anschließend 2 Minuten unter dem Grill gratinieren.

    28 Minuten 200 °C

    Daran erkennst du es: Die Provola ist geschmolzen, und die Oberfläche ist goldbraun gratiniert.

    • Die Folie nur locker auflegen, damit die Oberfläche geschützt bleibt, ohne die Schichtung zu berühren.

    Wichtig: Beim Entfernen der Abdeckung auf austretenden heißen Dampf achten.

  8. Ruhen lassen und servieren

    Die Pasta al forno 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch setzen sich die Schichten, ohne dass das Gericht trocken wird. Warm direkt aus der Form servieren und in Stücke teilen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schichten lassen sich nach der Ruhezeit sauberer portionieren.

    • Die Ruhezeit nicht überspringen, damit die Stücke beim Servieren besser zusammenhalten.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Auberginen gründlich trocknen: Nach dem Einsalzen, Abspülen und Ruhen müssen die Auberginen sehr gründlich trocken getupft werden. So spritzt das Öl weniger, und die Würfel bräunen besser.
  • Pasta bewusst kürzer kochen: Die Rigatoni werden drei Minuten kürzer als auf der Packung angegeben gekocht, weil sie im Ofen weitergaren.
  • ’Nduja in der heißen Sauce auflösen: Die ’nduja kommt nach dem Köcheln in die heiße Sauce und wird vollständig eingerührt. Dadurch verteilt sich ihre Würze gleichmäßig.

Zutatenwissen

Wo du ’nduja findest

’Nduja ist eine weiche, scharfe kalabrische Salami. Du findest sie im Glas oder im Darm in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Supermärkten und beim italienischen Metzger.

Provola gut trocknen

Die Provola vor dem Würfeln gut trocknen. So verteilt sie sich beim Überbacken besser zwischen den Schichten, ohne die Pasta unnötig zu verwässern.

Sinnvolle Alternativen

Scharfe Streichsalami

Die Sauce wird meist etwas salziger und weniger cremig.

Die scharfe Streichsalami wie die ’nduja in die heiße Tomatensauce einrühren und vollständig auflösen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Auberginen spritzen stark und bräunen kaum.

Die Würfel sehr sorgfältig mit Küchenpapier trocknen und portionsweise ausbacken.

Die bereits gebratenen Würfel auf Küchenpapier abtropfen lassen und die nächste Portion erst bei wieder erreichter Öltemperatur ausbacken.

Die Rigatoni werden im Auflauf weich und verlieren ihre Form.

Die Rigatoni drei Minuten kürzer als auf der Packung angegeben kochen.

Bei einer noch nicht geschichteten Mischung etwas zusätzliche Sauce zurückhalten und die Backzeit nicht unnötig verlängern.

Die Pasta wirkt nach dem Backen trocken.

Bei Bedarf etwas aufgefangenes Kochwasser einrühren und die Form zunächst abdecken.

Die Oberfläche wird dunkel, bevor der Auflauf vollständig erhitzt ist.

Die Grillstufe erst am Ende für höchstens etwa 2 Minuten verwenden und die Oberfläche beobachten.

Die Form aus dem Ofen nehmen und vor dem Servieren die vollständige Ruhezeit einhalten.

Servieren und kombinieren

  • Warm aus der Form servieren: Die Pasta al forno nach zehn Minuten Ruhezeit direkt aus der Form in Stücke teilen und warm servieren.
  • Saubere Stücke schneiden: Für gut erkennbare Schichten die Portionen erst nach der vollständigen Ruhezeit schneiden.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Rigatoni werden aus einem glutenhaltigen Getreideprodukt hergestellt; die konkrete Produktkennzeichnung beachten.
  • Milch: enthält · Provola und Pecorino sind Milchprodukte.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Was kann ich statt ’nduja verwenden?

Scharfe Streichsalami ist eine mögliche Alternative. Die Sauce wird damit meist etwas salziger und weniger cremig.

Warum sollte die Provola gut getrocknet sein?

Gut getrocknete Provola gibt beim Überbacken weniger zusätzliche Flüssigkeit ab und schmilzt gleichmäßiger zwischen den Pastaschichten.

Warum muss die Pasta al forno nach dem Backen ruhen?

Die zehnminütige Ruhezeit lässt die Schichten etwas fest werden, sodass sich die Pasta besser in Stücke teilen lässt.

Aus unserer Küche

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