Anislikör finden und verwenden
Anislikör ist meist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Spirituosenabteilungen und größeren Supermärkten erhältlich. Er aromatisiert die Sultaninen und gibt der Krume ein warmes Anisaroma.
Süßes Osterbrot aus der Romagna
Süßes, nur mäßig süßes Osterhefegebäck aus der Romagna mit zweifacher Gehzeit, Sultaninen, Anislikör und Zitronenschale. Die vereinfachte Hausversion ergibt zwei runde Pagnotte und eignet sich pur zum Frühstück oder zur Osterzeit.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Pagnotta pasquale ist ein regional verankertes Osterbrot aus der Valle del Savio rund um Sarsina in der Emilia-Romagna. Diese Hausversion arbeitet mit einem kleinen Vorteig und Trockenhefe statt mit einer langen Mutterhefeführung. Der weiche Hefeteig wird zweimal gehen gelassen, zu zwei runden Laiben geformt, mit Ei bestrichen und mit einem Kreuzschnitt gebacken.
Außen goldbraun und dünn gebacken, innen weich, elastisch und saftig. Die Sultaninen bringen fruchtige Süße, während Zitronenschale und Anislikör ein warmes, leicht würziges Aroma geben.
Schritt für Schritt
Wasser, Trockenhefe und Honig in der Rührschüssel verrühren. 100 g Mehl einarbeiten, bis ein weicher, dickflüssiger Teig entsteht. Die Schüssel abdecken und den Vorteig bei etwa 24 bis 26 °C 60 bis 90 Minuten stehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist und Blasen zeigt.
Daran erkennst du es: Der Vorteig ist sichtbar aufgegangen und zeigt Blasen.
Die Sultaninen mit dem Anislikör vermengen und 20 bis 30 Minuten quellen lassen. Anschließend in einem Sieb gut abtropfen lassen und überschüssige Flüssigkeit ausdrücken.
Daran erkennst du es: Die Sultaninen sind aromatisiert und gut abgetropft, ohne überschüssige Flüssigkeit.
Vorteig, Milch, Eier, Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale in die Rührschüssel geben. 400 g Mehl hinzufügen und mit dem Knethaken 4 bis 5 Minuten langsam verkneten. Salz einarbeiten.
Daran erkennst du es: Die Zutaten sind zu einem gleichmäßigen, noch weichen Teig verbunden.
Die weiche Butter in mehreren kleinen Portionen zugeben. Den Teig weitere 8 bis 10 Minuten kneten, bis er glatt, elastisch und weich ist. Die abgetropften Sultaninen nur so lange unterarbeiten, bis sie gleichmäßig verteilt sind.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und weich; die Sultaninen sind gleichmäßig verteilt.
Den Teig abdecken und bei etwa 24 bis 26 °C 90 bis 120 Minuten gehen lassen. Er soll sich deutlich vergrößern, muss sich aber nicht vollständig verdoppeln.
Daran erkennst du es: Der Teig hat sich deutlich vergrößert, ohne zwingend vollständig verdoppelt zu sein.
Den Teig auf die zwei mit Backpapier ausgelegten Formen verteilen, zu runden Laiben formen und in die Formen setzen. Abdecken und weitere 90 bis 150 Minuten gehen lassen, bis die Teige sichtbar aufgegangen sind.
Daran erkennst du es: Die Teiglinge sind sichtbar aufgegangen und behalten ihre runde Form.
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ei und Milch verquirlen. Die Teigoberflächen damit bestreichen und jeweils einen flachen Kreuzschnitt anbringen.
Daran erkennst du es: Die Oberflächen sind gleichmäßig bestrichen und jeweils flach kreuzförmig eingeschnitten.
Die Pagnotte 30 bis 35 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Werden sie zu dunkel, nach etwa 20 Minuten locker mit Backpapier abdecken. Anschließend 10 Minuten in den Formen abkühlen lassen, dann auf ein Gitter setzen und vollständig auskühlen lassen. Während der Ofen läuft, kann die Küche für das Vorbereiten des Servierens genutzt werden.
Daran erkennst du es: Die Pagnotte sind goldbraun und nach dem Abkühlen stabil genug, um aus den Formen genommen zu werden.
Wichtig: Backformen und Gebäck unmittelbar nach dem Backen nur mit geeignetem Hitzeschutz anfassen.
Gut zu wissen
Anislikör ist meist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Spirituosenabteilungen und größeren Supermärkten erhältlich. Er aromatisiert die Sultaninen und gibt der Krume ein warmes Anisaroma.
Für ein klares Zitronenaroma nur die fein abgeriebene gelbe Außenschale einer unbehandelten Zitrone verwenden; die weiße Schicht darunter kann bitter schmecken.
Sultaninen nach dem Quellen gut abtropfen lassen und Butter nur weich, nicht flüssig verwenden.
Den Teig weiterkneten, bis er elastischer wird, und ihn vor dem Formen kurz kühl stellen, ohne zusätzlich Mehl einzustreuen.
Den Vorteig zugfrei bei etwa 24 bis 26 °C stehen lassen und die Hefe trocken und frisch lagern.
Dem Vorteig etwas zusätzliche Zeit geben; bleibt die Aktivität aus, sollte der Teig nicht unverändert weiterverarbeitet werden.
Auf der mittleren Schiene backen und die Oberfläche nach etwa 20 Minuten locker mit Backpapier schützen.
Backpapier locker auflegen und die Backzeit bis zur gewünschten Krume fortsetzen.
Auf einen glatten, elastischen Teig und sichtbar aufgegangene Teiglinge achten, statt nur nach der Uhr zu arbeiten.
Nach dem Backen lässt sich eine zu kompakte Krume nicht vollständig korrigieren; das Gebäck kann dünn aufgeschnitten serviert oder getoastet werden.
Häufig gefragt
Pagnotta pasquale ist ein süßes Osterhefegebäck aus der Romagna, das besonders mit der Valle del Savio rund um Sarsina verbunden wird.
Der kleine Vorteig unterstützt die Hefetätigkeit und gibt dem Teig einen aromatischen und lockeren Start, ohne eine lange Mutterhefeführung zu benötigen.
Sie kann pur zum Frühstück gegessen oder mit Marmelade serviert werden. In der traditionellen Osterverwendung wird sie auch in herzhaften Kombinationen genannt.
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