Fioretto-Maismehl
Feines Fioretto-Maismehl ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Biomärkten und größeren Supermärkten erhältlich. Feines Polentamehl ist eine mögliche Alternative, macht die Fladen aber etwas körniger.
Herzhafte Maisfladen · Canavese
Dünne Maisfladen aus dem Canavese werden in der Pfanne gebacken, warm gefaltet und mit würzigem Salignun aus frischem Tomino, Pfeffer, Chili und Kümmel bestrichen.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Miasse del Canavese sind sehr dünne Maisfladen aus dem nördlichen Piemont, besonders aus dem Alto Canavese. Der flüssige Maisteig wird in der heißen Pfanne hauchdünn verteilt und gebacken. Warm gefaltet und mit dem würzigen Salignun bestrichen, werden die Fladen zu einer herzhaften piemontesischen Merenda.
Die Miasse schmecken warm, leicht maisig und an den gebräunten Stellen zart knusprig. Der Salignun ist cremig, würzig und pfeffrig, mit einer warmen Kümmelnote und einer milden Schärfe von den Chiliflocken.
Schritt für Schritt
Maismehl, Weizenmehl und das Salz für die Miasse in der Rührschüssel vermischen. Das lauwarme Wasser nach und nach mit dem Schneebesen einrühren, bis ein glatter, dünnflüssiger Teig ohne Klümpchen entsteht.
Daran erkennst du es: Der Teig soll glatt und dünnflüssig sein.
Den Teig 20 Minuten ruhen lassen. Vor dem Ausbacken noch einmal gründlich durchrühren, weil sich das Maismehl am Schüsselboden absetzen kann.
Den frischen Tomino mit einer Gabel zerdrücken. Das Salz für den Salignun, den frisch gemahlenen Pfeffer, die Chiliflocken und die Kümmelsamen einarbeiten, bis ein streichfähiger, würziger Käseaufstrich entsteht.
Daran erkennst du es: Der Aufstrich soll streichfähig und gleichmäßig gewürzt sein.
Eine schwere 24-cm-Pfanne oder ein Miasse-Eisen bei mittlerer bis hoher Hitze vorheizen und mit wenig Schweineschmalz dünn auspinseln. Etwa 75 ml Teig mit der Schöpfkelle hineingießen und die Pfanne sofort schwenken, damit sich der Teig möglichst dünn verteilt.
Daran erkennst du es: Der Teig soll sich hauchdünn bis fast an den Pfannenrand verteilen.
Wichtig: Pfanne und heißes Schmalz vorsichtig handhaben.
Die Miasse 2 bis 3 Minuten backen, bis die Oberfläche trocken ist und die Unterseite goldbraune Stellen zeigt. Mit dem Teigschaber wenden und die zweite Seite 1 bis 2 Minuten backen. Die fertige Miasse auf einen Teller legen und die Pfanne vor jeder weiteren Miasse erneut hauchdünn fetten.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist trocken, die Unterseite zeigt goldbraune Stellen und die zweite Seite ist ebenfalls leicht gebräunt.
Wichtig: Beim Wenden auf die heiße Pfanne achten.
Jede noch warme Miasse mit etwa 30 g Salignun bestreichen. Zuerst halbieren und anschließend noch einmal zusammenfalten, sodass ein Viertel entsteht. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Die Miasse ist warm, gefaltet und gleichmäßig mit Salignun bestrichen.
Gut zu wissen
Feines Fioretto-Maismehl ist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Biomärkten und größeren Supermärkten erhältlich. Feines Polentamehl ist eine mögliche Alternative, macht die Fladen aber etwas körniger.
Frischer Tomino ist an gut sortierten Käsetheken erhältlich. Junge Robiola kann ihn mit einer weicheren und milderen Note ersetzen.
Kümmelsamen aus dem Gewürzregal geben dem Salignun ein kräftigeres Aroma als wilder Kümmel.
Die Fladen werden etwas körniger.
Feines Polentamehl in derselben Rezeptmenge verwenden und wie das Maismehl in den Teig einrühren.
Der Salignun wird weicher und milder.
Junge Robiola in derselben Rezeptmenge verwenden und mit den Gewürzen zu einem streichfähigen Aufstrich vermengen.
Den Teig vor dem ersten Ausbacken und zwischen den einzelnen Miasse gründlich durchrühren.
Den Teig erneut gründlich verrühren, bevor der nächste Fladen gebacken wird.
Etwa 75 ml Teig verwenden und die Pfanne unmittelbar danach schwenken.
Den nächsten Fladen mit etwas weniger Teig backen und schneller verteilen.
Die Pfanne vor jedem Fladen nur hauchdünn mit Schweineschmalz auspinseln.
Überschüssiges Fett vorsichtig aus der Pfanne nehmen und mit deutlich weniger Schmalz fortfahren.
Häufig gefragt
Feines Polentamehl ist möglich, macht die Miasse aber etwas körniger. Je feiner das Maismehl, desto glatter und dünner wird der Teig.
Junge Robiola eignet sich als Ersatz. Der Aufstrich wird dadurch weicher und milder.
Das Maismehl kann sich während der Ruhezeit am Schüsselboden absetzen. Durch erneutes Rühren bleibt der Teig gleichmäßig verteilt.
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