Baccalà auswählen
Gesalzener Kabeljau ist bei gut sortierten Fischhändlern, italienischen Feinkostgeschäften und mediterranen Lebensmittelmärkten erhältlich. Auf die Bezeichnung Baccalà oder gesalzener Kabeljau achten, nicht auf Stoccafisso.
Piemont · Fischgericht aus Alessandria
Gesalzener Kabeljau wird entsalzt, kurz blanchiert, mehliert und goldbraun ausgebacken. Dazu kommen eine kräftige Tomatensauce mit Zwiebeln, Knoblauch und Sardellen sowie weiche Maispolenta.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Merluzzo all’alessandrina ist eine piemontesische Fischzubereitung aus dem Raum Alessandria. Der Baccalà wird nach dem Entsalzen kurz blanchiert, in Mehl gewendet und goldbraun ausgebacken. In einer würzigen Sauce aus Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Sardellen und Weißwein zieht er anschließend kurz durch, während cremige Maispolenta die Sauce aufnimmt.
Außen goldbraun und zart knusprig, innen saftig und kräftig würzig: Der Baccalà liegt in einer aromatischen, leicht eingekochten Tomatensauce. Die weiche Maispolenta ist cremig, mild und nimmt die Sauce besonders gut auf.
Schritt für Schritt
Den gesalzenen Kabeljau unter kaltem Wasser abspülen und in die große Schüssel legen. Mit kaltem Wasser bedecken und 72 Stunden im Kühlschrank entsalzen. Das Wasser mindestens alle 8 bis 12 Stunden wechseln.
Daran erkennst du es: Der Fisch ist ausreichend entsalzt und bleibt vollständig gekühlt.
Wichtig: Den Fisch während des gesamten Entsalzens im Kühlschrank aufbewahren.
Das Wasser im großen Topf aufkochen. Den entsalzten Fisch hineingeben und bei knappem Siedepunkt 3 Minuten blanchieren. Mit der Schaumkelle herausheben und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Haut und Gräten entfernen und den Fisch auf dem Schneidebrett mit dem Küchenmesser in etwa 6 cm große Stücke teilen.
Daran erkennst du es: Der Fisch ist kurz blanchiert, lässt sich sicher anfassen und ist von Haut und Gräten befreit.
Wichtig: Den Fisch nach dem Blanchieren kurz abkühlen lassen, bevor Haut und Gräten entfernt werden.
Das Olivenöl im breiten Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Knoblauch und Sardellen darin unter Rühren schmelzen lassen. Die fein geschnittenen Zwiebeln hinzufügen und etwa 10 Minuten weich dünsten, ohne sie zu bräunen. Mit dem Weißwein ablöschen und weitere 10 Minuten köcheln lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebeln sind weich und nicht gebräunt, die Sardellen haben sich im Öl aufgelöst.
Die passierten Tomaten einrühren und die Sauce 15 Minuten sanft einkochen lassen. Noch nicht salzen, bevor der Fisch in der Sauce liegt, denn der Baccalà bringt trotz des Entsalzens eigene Würze mit.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist leicht eingedickt und verbindet sich gleichmäßig.
Während die Sauce kocht, das Wasser für die Polenta mit dem Salz im Polentatopf aufkochen. Den Maisgrieß unter ständigem Rühren langsam einrieseln lassen. Die Polenta bei niedriger Hitze 45 bis 50 Minuten garen und regelmäßig umrühren, bis sie weich und cremig ist.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist weich, cremig und nicht mehr körnig.
Wichtig: Beim Einrühren in die kochende Flüssigkeit vorsichtig arbeiten, da die Polenta spritzen kann.
Die Fischstücke rundum trocken tupfen und im Mehl wenden. Überschüssiges Mehl abschütteln. Das Öl in der tiefen Pfanne oder im Bräter auf etwa 175 °C erhitzen und die Stücke portionsweise 3 bis 4 Minuten pro Seite goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundum goldbraun ausgebacken und gut abgetropft.
Wichtig: Heißes Öl nicht unbeaufsichtigt lassen und die Fischstücke vorsichtig einlegen.
Den ausgebackenen Baccalà vorsichtig in die Tomatensauce legen und 5 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Die gehackte Petersilie darüberstreuen und die Sauce vorsichtig um den Fisch verteilen.
Daran erkennst du es: Der Fisch ist von Sauce umgeben und durchgehend heiß, ohne zu zerfallen.
Die heiße Polenta auf tiefe Teller geben, den Baccalà darauf anrichten und reichlich Tomatensauce darüberlöffeln. Sofort servieren.
Daran erkennst du es: Polenta, Fisch und Sauce werden heiß und unmittelbar nach dem Fertigstellen serviert.
Gut zu wissen
Gesalzener Kabeljau ist bei gut sortierten Fischhändlern, italienischen Feinkostgeschäften und mediterranen Lebensmittelmärkten erhältlich. Auf die Bezeichnung Baccalà oder gesalzener Kabeljau achten, nicht auf Stoccafisso.
Falls bereits entsalzter Baccalà gekauft wird, entfällt die 72-stündige Einweichzeit. Die Würzung sollte dann besonders zurückhaltend erfolgen.
Die lange Entsalzungszeit entfällt; der Fisch kann milder gewürzt werden.
Bereits entsalzten Baccalà verwenden und direkt mit dem Blanchieren beginnen. Vor dem Salzen der Sauce vorsichtig abschmecken, da der Salzgehalt je nach Produkt variieren kann.
Den Fisch 72 Stunden im Kühlschrank wässern und das Wasser mindestens alle 8 bis 12 Stunden wechseln. Die Sauce erst nach dem Einlegen des Fischs beurteilen.
Die Sauce nicht zusätzlich salzen und den Fisch mit ausreichend Polenta servieren.
Die Zwiebeln bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam weich dünsten, ohne sie zu bräunen.
Bei leichter Bräunung mit dem Weißwein ablöschen; bei deutlich bitterem Geschmack die Sauce neu ansetzen.
Den ausgebackenen Baccalà vorsichtig in die Sauce legen und die Sauce nur behutsam um die Stücke verteilen.
Zerfallene Stücke als rustikales Ragout auf der Polenta servieren.
Den Grieß langsam unter ständigem Rühren einrieseln lassen und die Polenta regelmäßig umrühren.
Mit etwas heißem Wasser glatt rühren und bei niedriger Hitze weitergaren.
Häufig gefragt
Ja. Dann entfällt die 72-stündige Einweichzeit. Vor dem Salzen der Sauce besonders vorsichtig abschmecken, weil der Salzgehalt je nach Produkt unterschiedlich sein kann.
Für dieses Rezept wird Baccalà, also gesalzener Kabeljau, verwendet. Stoccafisso besteht dagegen aus ungesalzenem Trockenfisch und ist für diese Zubereitung nicht die vorgesehene Zutat.
Der Baccalà bringt trotz des Entsalzens noch eigene Würze mit. Deshalb die Sauce erst beurteilen, wenn der Fisch darin liegt.
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