Manfrigoli con le seppie

Frische Pasta aus der Romagna

Romagnolische Eierpasta mit zarten Seppie in einer würzigen Tomatensauce. Die kleinen, unregelmäßig geschnittenen Pastastückchen garen direkt in der Sauce und nehmen dabei viel von ihrer aromatischen Flüssigkeit auf.

Zum Rezept
Manfrigoli con le seppie aus der Emilia-Romagna
Vorbereitung 45 Minuten
Kochen / Backen 35 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 30 Minuten
Gesamtzeit ca. 110 Minuten
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Gemüse, Kräuter und Gewürze, Weichtiere, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Die frische Eierpasta gart direkt in der Seppiasauce und nimmt deren würzige, leicht maritime Aromen besonders gut auf.
  • Das sanfte Köcheln macht die Seppie zart, während Tomate, Zwiebel, Knoblauch und Petersilie für eine aromatische Grundlage sorgen.
  • Die unregelmäßigen kleinen Pastastückchen sorgen für eine rustikale Struktur und binden die reichlich vorhandene Sauce.
  • Die restliche Wassermenge lässt sich flexibel einsetzen, sodass die Konsistenz eher suppig oder etwas sämiger ausfallen kann.

Manfrigoli con le seppie sind eine romagnolische Spezialität aus der Emilia-Romagna: sehr kleine, unregelmäßig geschnittene Stückchen frischer Eierpasta, die direkt in einer würzigen Seppiasauce garen. Die Pasta nimmt dabei viel von der aromatischen Flüssigkeit auf und bleibt angenehm bissfest. Hier kommt das Gericht als einfache, eher suppige Mahlzeit mit wenigen, klaren Zutaten auf den Tisch.

Die Manfrigoli sind weich, aber leicht bissfest und von einer reichlich flüssigen, würzigen Tomatensauce umgeben. Die Seppie schmecken zart und mild-meeresfrüchtig, während Petersilie, Knoblauch und Weißwein für Frische und Tiefe sorgen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Teig herstellen und ruhen lassen

    Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier und die Prise Salz hineingeben, mit einer Gabel verquirlen und nach und nach Mehl einarbeiten. Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. In Frischhaltefolie oder ein Bienenwachstuch wickeln und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.

    30 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt und elastisch.

    • Die Ruhezeit macht den Teig geschmeidiger und erleichtert das dünne Ausrollen.
  2. Manfrigoli schneiden

    Den Teig portionsweise mit einem Nudelholz oder einer Pastamaschine 1 bis 2 mm dünn ausrollen. Die Platten leicht bemehlen, in ungefähr 1 cm breite Streifen schneiden und diese anschließend schräg in sehr kleine, unregelmäßige Stückchen von etwa 5 bis 10 mm teilen. Die Manfrigoli auf einem bemehlten Tuch verteilen und bis zur Verwendung trocknen lassen.

    Daran erkennst du es: Die Pastastückchen sind trocken an der Oberfläche und kleben nicht zusammen.

    • Die unregelmäßige Form gehört zum Charakter der Manfrigoli; die Stückchen müssen nicht gleich groß sein.
  3. Zutaten vorbereiten

    Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Die Petersilie waschen, trocken schütteln und fein schneiden. Falls die Seppie nicht küchenfertig vorbereitet sind, den Körper säubern, den Schnabel entfernen und die Seppie in etwa 1 cm große Stücke schneiden.

    Daran erkennst du es: Die Seppie sind in gleichmäßige, etwa 1 cm große Stücke geschnitten.

    • Küchenfertige Seppie sparen Vorbereitungszeit; bei unvorbereiteten Tieren sorgfältig arbeiten.
  4. Seppie anbraten

    Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze 5 Minuten weich dünsten. Knoblauch und die Hälfte der Petersilie hinzufügen und 1 Minute mitdünsten. Die Seppie einlegen und 4 Minuten unter Rühren anbraten.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich, der Knoblauch duftet und die Seppie sind rundum angebraten.

    • Die Zwiebel soll weich werden, aber nicht stark bräunen.
  5. Seppiasauce köcheln lassen

    Mit dem Weißwein ablöschen und 2 bis 3 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, 500 ml Wasser, Salz und Pfeffer einrühren. Alles aufkochen, dann die Hitze reduzieren und die Sauce etwa 25 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Seppie zart sind.

    25 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Seppie sind zart und die Sauce schmeckt aromatisch und ausgewogen.

    • Die Sauce nur sanft köcheln lassen, damit die Seppie zart werden und nicht unnötig austrocknen.
  6. Manfrigoli garen

    Die Sauce erneut kräftig aufkochen lassen. Die frischen Manfrigoli hineingeben und 3 bis 4 Minuten garen, dabei vorsichtig umrühren. Falls die Flüssigkeit zu stark eindickt, nach und nach etwas vom übrigen Wasser zugeben. Die Pasta soll weich, aber noch leicht bissfest sein.

    4 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Pasta ist weich, aber im Kern noch leicht bissfest; die Sauce bleibt reichlich flüssig.

    • Vorsichtig umrühren, damit die kleinen Pastastückchen nicht zerfallen.
  7. Abschmecken und servieren

    Die restliche Petersilie einrühren, die Konsistenz prüfen und bei Bedarf mit Salz abschmecken. Die Manfrigoli con le seppie sofort heiß und mit reichlich Sauce servieren.

    Daran erkennst du es: Das Gericht ist heiß, die Pasta leicht bissfest und die Sauce eher suppig.

    • Die Manfrigoli direkt aus dem Topf servieren, solange die Sauce noch reichlich vorhanden ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Konsistenz anpassen: Die Manfrigoli sollen als eher suppige Pasta serviert werden. Wird die Sauce während des Pastagarens zu dick, nach und nach etwas vom übrigen Wasser einrühren.
  • Pasta direkt in der Sauce garen: Die frischen Manfrigoli werden nicht separat gekocht, sondern direkt in der kräftig aufgekochten Seppiasauce gegart. So nehmen sie besonders viel Geschmack auf.
  • Seppie zart werden lassen: Die Seppie zunächst sanft in der Tomatensauce köcheln lassen und erst danach die Pasta zufügen. So bleibt genügend Zeit, bis die Seppie zart sind.

Zutatenwissen

Seppie einkaufen

Frische oder küchenfertige Seppie bekommst du meist beim Fischhändler, an gut sortierten Fischtheken oder tiefgekühlt im italienischen Lebensmittelhandel.

Küchenfertige Seppie verwenden

Sind die Seppie nicht vorbereitet, müssen Körper und Schnabel gesäubert und das Fleisch anschließend in etwa 1 cm große Stücke geschnitten werden.

Petersilie aufteilen

Die Hälfte der Petersilie wird mit Knoblauch und Zwiebel mitgedünstet, die andere Hälfte kommt erst am Ende in das fertige Gericht.

Sinnvolle Alternativen

Tintenfisch

Tintenfisch bleibt meist etwas fester und schmeckt weniger zart-süß als Seppie.

Tintenfisch in etwa 1 cm große Stücke schneiden und an derselben Stelle wie die Seppie in die Sauce geben. Die Zartheit während des Köchelns prüfen.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Pasta saugt die gesamte Flüssigkeit auf und das Gericht wird zu trocken.

Die Sauce während des Pastagarens beobachten und bei Bedarf nach und nach Wasser einrühren.

Mit etwas vom übrigen Wasser verdünnen und vorsichtig weitergaren, bis die Pasta die gewünschte Konsistenz erreicht.

Die Seppie bleiben zäh.

Die Seppie etwa 25 Minuten sanft köcheln lassen und erst bei zarter Textur die Manfrigoli zufügen.

Die Sauce mit den Seppie weiter sanft köcheln lassen, bis sie zarter werden; die Pasta erst danach ergänzen, falls sie noch nicht im Topf ist.

Die kleinen Pastastückchen kleben beim Trocknen zusammen.

Die Stückchen nach dem Schneiden locker auf einem bemehlten Tuch verteilen und bis zur Verwendung trocknen lassen.

Zusammengeklebte Stückchen vorsichtig voneinander lösen und erneut bemehlen.

Die Manfrigoli werden weich statt leicht bissfest.

Die Pasta erst in die kräftig kochende Sauce geben und die Garzeit aufmerksam beobachten.

Sofort servieren und die restliche Sauce reichlich darum verteilen; nachträglich lässt sich die Textur nur begrenzt korrigieren.

Varianten

Etwas sämigere Manfrigoli

Für eine weniger suppige Variante die restliche Wassermenge nur sparsam ergänzen und die Pasta in der konzentrierteren Sauce garen.

Servieren und kombinieren

  • Direkt aus dem Topf servieren: Die Manfrigoli con le seppie sofort heiß servieren, damit die Pasta ihre angenehm bissfeste Struktur behält und reichlich Sauce auf dem Teller bleibt.
  • Mit viel Sauce anrichten: Beim Portionieren darauf achten, dass jede Portion sowohl Manfrigoli als auch reichlich würzige Seppiasauce erhält.

Allergene und Nährwerte

  • Gluten: enthält · Das Gericht enthält Weizenmehl.
  • Eier: enthält · Die Manfrigoli werden mit Eiern hergestellt.
  • Weichtiere: enthält · Seppie sind Kopffüßer und gehören zu den Weichtieren.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wie werden frische Seppie vorbereitet?

Falls sie nicht küchenfertig sind, den Körper säubern, den Schnabel entfernen und das Fleisch anschließend in etwa 1 cm große Stücke schneiden.

Müssen die Manfrigoli vor dem Kochen vollständig trocknen?

Nein. Sie werden auf einem bemehlten Tuch verteilt und bis zur Verwendung trocknen gelassen. Die Oberfläche sollte nicht mehr stark kleben; eine lange Trocknungszeit ist nicht nötig.

Wie bleibt das Gericht eher suppig?

Die Manfrigoli direkt in der Sauce garen und bei Bedarf etwas vom übrigen Wasser ergänzen. So bleibt genügend aromatische Flüssigkeit im Topf.

Kann ich Seppie durch Tintenfisch ersetzen?

Ja. Tintenfisch eignet sich als klar gekennzeichnete Alternative. Er bleibt meist etwas fester und schmeckt weniger zart-süß als Seppie.

Aus unserer Küche

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