Hase einkaufen
Hase bekommst du am besten bei einem Wildhändler, in einer Metzgerei mit Wildangebot oder auf Vorbestellung.
Sizilianischer Wildschmorbraten
Kräftiges sizilianisches Schmorgericht aus mariniertem Hasen mit Rotwein, Wurzelgemüse, Wacholder und Kräutern.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Lepre in salmì ist ein aromatisches Schmorgericht aus Hase, das durch eine zwölfstündige Rotweinmarinade besonders tief und würzig wird. Nach dem Anbraten schmoren die Hasenstücke langsam in Marinade und Wildfond, bis sich das Fleisch leicht vom Knochen löst.
Das Fleisch wird zart und saftig, mit einer kräftigen Wildnote und würzigen Anklängen von Wacholder, Rosmarin und Lorbeer. Die dunkle Sauce schmeckt voll, leicht fruchtig vom Rotwein und angenehm warm durch Pfeffer, Nelken und Zimt.
Schritt für Schritt
Hase und Rotwein in eine große Schüssel geben. Zwiebel, Möhre, Sellerie, Knoblauch, Lorbeer, Rosmarin, Wacholder, Pfefferkörner, Gewürznelken und Zimt hinzufügen. Die Schüssel abdecken und den Hasen 12 Stunden im Kühlschrank marinieren.
Wichtig: Die Marinade durchgehend im Kühlschrank aufbewahren.
Das Fleisch aus der Marinade nehmen und gründlich trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb gießen und Wein und Gemüse getrennt auffangen. Das Fleisch mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen.
Das Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen. Die Hasenstücke portionsweise rundum kräftig anbraten, anschließend herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundum gebräunt.
Das aufgefangene Gemüse in den Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten anrösten. Das Tomatenmark einrühren und 1 Minute mitrösten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist leicht gebräunt und das Tomatenmark dunkler geworden.
500 ml der abgeseihten Marinade angießen und den Bratensatz lösen. Die Flüssigkeit 5 Minuten sprudelnd einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit ist leicht reduziert und der Bratensatz gelöst.
Die Hasenstücke zurück in den Topf legen und den Wildfond angießen. Die Flüssigkeit soll das Fleisch etwa zur Hälfte umgeben. Die Kräuter und Gewürze aus der Marinade wieder hinzufügen.
Den Topf abdecken und den Hasen bei sehr niedriger Hitze etwa 2 Stunden schmoren. Die Stücke gelegentlich wenden. Wenn der Fond zu stark einkocht, etwas von der restlichen Marinade nachgießen und die Flüssigkeit erneut vollständig aufkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch lässt sich leicht vom Knochen lösen.
Wichtig: Restliche Marinade vor dem Nachgießen vollständig aufkochen lassen.
Sobald sich das Fleisch leicht vom Knochen löst, die Hasenstücke aus dem Topf nehmen. Lorbeer, Rosmarin, Zimt und Gewürznelken entfernen. Den Schmorfond nach Wunsch durch ein Sieb streichen, damit eine glatte Sauce entsteht.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist glatt und frei von den groben Kräutern und Gewürzen.
Fleisch und Sauce wieder in den Topf geben und 5 Minuten ohne Deckel ziehen lassen. Abschmecken und heiß servieren.
Daran erkennst du es: Fleisch und Sauce sind vollständig heiß und gut miteinander verbunden.
Gut zu wissen
Hase bekommst du am besten bei einem Wildhändler, in einer Metzgerei mit Wildangebot oder auf Vorbestellung.
Wildfond ist bei Wildmetzgereien, in gut sortierten Supermärkten oder im Feinkosthandel erhältlich.
Wacholderbeeren unterstreichen das herzhafte Aroma des Hasen. Ihr Geschmack ist intensiv, deshalb sollte die angegebene Menge nicht deutlich überschritten werden.
Das Fleisch schmeckt milder und gart meist schneller. Das Gericht ist dann keine Lepre in salmì mehr.
Zuchtkaninchen wie den Hasen marinieren und anbraten, die Garzeit aber früher prüfen, sobald das Fleisch zart ist.
Der Schmorfond wird kräftig, schmeckt aber weniger wildtypisch.
Die Rinderbrühe anstelle des Wildfonds in Schritt 6 angießen.
Die Stücke vor dem Würzen mit Küchenpapier sorgfältig trocknen.
Die Flüssigkeit verdampfen lassen und die Stücke portionsweise weiterbräunen, bevor die nächsten Zutaten in den Topf kommen.
Die Stücke portionsweise anbraten und zwischen den Durchgängen ausreichend Platz lassen.
Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen und die übrigen portionsweise nachbräunen.
Den Topf abdecken und bei sehr niedriger Hitze schmoren; den Flüssigkeitsstand gelegentlich prüfen.
Etwas restliche Marinade nachgießen und sie vor dem Weitergaren vollständig aufkochen lassen.
Die Flüssigkeit nur so weit reduzieren lassen, dass das Fleisch etwa zur Hälfte umgeben bleibt.
Mit etwas ungesalzener Flüssigkeit verdünnen und die Sauce anschließend erneut erhitzen.
Zuchtkaninchen kann anstelle von Hase verwendet werden. Die Variante schmeckt milder und gart meist schneller; sie ist nicht mehr Lepre in salmì.
Häufig gefragt
Am besten beim Wildhändler, in einer Metzgerei mit Wildangebot oder auf Vorbestellung.
Ja. Zuchtkaninchen schmeckt milder und gart meist schneller. Mit dieser Ersetzung handelt es sich nicht mehr um Lepre in salmì.
Wildfond gibt es bei Wildmetzgereien, in gut sortierten Supermärkten oder im Feinkosthandel.
Eine kräftige Rinderbrühe ist möglich. Der Schmorfond wird dadurch weniger wildtypisch.
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