Lasagne napoletane mit Ricotta und Polpettine

Herzhafte Ofenpasta

Üppige Lasagne napoletane mit langsam gekochtem Tomaten-Ragù, cremiger Ricotta, Mozzarella, Pecorino und kleinen gebratenen Rindfleisch-Polpettine. Die Lasagne wird ohne Béchamel geschichtet und im Ofen goldbraun gratiniert.

Zum Rezept
Lasagne napoletane mit Ricotta und Polpettine
Vorbereitung 55 Minuten
Kochen / Backen 110 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 20 Minuten
Gesamtzeit ca. 3 Stunden
Menge 6 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Aufläufe und überbackene Formgerichte, Nudelgerichte
Prägende Zutatenfamilie Eier, Fleisch, Milchprodukte, Weizen
Prägende Zubereitungsverfahren Backen, Braten in wenig Fett, Kochen in Flüssigkeit, Sanftes Köcheln

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsam geköchelte Ragù bringt eine konzentrierte, tomatige Grundlage in jede Schicht.
  • Ricotta macht die Füllung cremig, während Mozzarella für schmelzende Käsefäden sorgt.
  • Kleine gebratene Polpettine geben der Lasagne herzhafte Tiefe und eine abwechslungsreiche Textur.
  • Die kurze Ruhezeit nach dem Backen hilft, die üppige Schichtung sauber zu portionieren.

Lasagne napoletane gehören zur kampanischen Küche rund um Neapel. Tomaten-Ragù, Ricotta, Mozzarella, Pecorino und kleine Polpettine verbinden sich zu einer kräftigen, saftigen Ofenlasagne. Nach dem Backen ruht sie kurz, damit die Schichten stabil werden und sich sauber portionieren lassen.

Saftige, aromatische Schichten mit intensivem Tomaten-Ragù, cremiger Ricotta, zart schmelzendem Mozzarella und würzigem Pecorino. Die kleinen Polpettine sorgen für herzhafte, gebräunte Bissen.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Zubereitung

  1. Ragù kochen

    Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre und Sellerie bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten. Den Knoblauch 1 Minute mitdünsten, ohne ihn zu bräunen. Passierte Tomaten, zerdrückte Tomaten, Wasser, Lorbeerblatt, Salz und Pfeffer dazugeben. Aufkochen, die Hitze reduzieren und das Ragù 60 Minuten halb zugedeckt leise köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und am Ende das Lorbeerblatt entfernen.

    60 Minuten

    Daran erkennst du es: Das Ragù ist eingekocht und aromatisch; das Lorbeerblatt wurde entfernt.

    • Während das Ragù köchelt, können die Polpettine vorbereitet werden.

    Wichtig: Den Topf beim Köcheln halb zugedeckt lassen und gelegentlich umrühren.

  2. Polpettine formen

    Während das Ragù kocht, das Weißbrot mit 50 ml Wasser 5 Minuten einweichen. Gut ausdrücken und mit Hackfleisch, Ei, 30 g Pecorino, Petersilie, Salz und Pfeffer verkneten. Aus der Masse etwa 28 bis 30 kleine Bällchen von ungefähr 2 cm Durchmesser formen.

    15 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Masse ist gleichmäßig vermengt und zu kleinen, möglichst gleich großen Bällchen geformt.

    • Das Brot nach dem Einweichen gründlich ausdrücken, damit die Masse nicht zu weich wird.
  3. Polpettine braten

    Das neutrale Öl in einer breiten Pfanne erhitzen. Die Polpettine portionsweise bei mittlerer bis kräftiger Hitze 6 bis 8 Minuten rundum braten, bis sie außen gebräunt und innen durchgegart sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

    8 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Polpettine sind rundum gebräunt und innen durchgegart.

    • Die Bällchen portionsweise braten, damit die Pfanne nicht zu voll wird und sie gleichmäßig bräunen.

    Wichtig: Das heiße Öl vorsichtig handhaben und die Polpettine langsam in die Pfanne geben.

  4. Ricotta und Mozzarella vorbereiten

    Die Ricotta in einer Schüssel glatt rühren. 3 bis 4 Esslöffel Ragù unterrühren, damit sie sich später leichter verstreichen lässt. Die Mozzarella gut abtropfen lassen und in kleine Würfel schneiden.

    Daran erkennst du es: Die Ricotta ist streichfähig und die Mozzarella in kleine Würfel geschnitten.

    • Gut abgetropfte Mozzarella verhindert, dass die Lasagne unnötig wässrig wird.
  5. Lasagneblätter vorkochen

    Das Wasser mit dem Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Lasagneblätter portionsweise 4 bis 5 Minuten vorkochen, bis sie biegsam, aber noch bissfest sind. Herausheben, kurz abtropfen lassen und nebeneinander auf ein sauberes Tuch legen.

    5 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Lasagneblätter sind biegsam, aber noch bissfest.

    • Die Blätter portionsweise garen und nicht übereinanderlegen, damit sie nicht zusammenkleben.

    Wichtig: Beim Herausheben aus dem heißen Wasser vorsichtig arbeiten.

  6. Backofen vorheizen

    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    190 °C
  7. Lasagne schichten und backen

    Eine dünne Schicht Ragù auf dem Boden der Form verteilen. Darauf eine Lage Lasagneblätter legen. Mit Ragù, Ricotta, Polpettine, Mozzarella und etwas Pecorino bedecken. Die Schichten wiederholen, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Mit einer letzten Lage Lasagneblätter abschließen. Das restliche Ragù darauf verstreichen und mit Mozzarella und Pecorino bestreuen. Die Form mit Alufolie abdecken und 20 Minuten backen. Folie entfernen und weitere 10 bis 15 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

    35 Minuten 190 °C

    Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist nach dem offenen Nachbacken goldbraun.

    • Die Ricotta mit Ragù mischen, damit sie sich gleichmäßig verstreichen lässt.
    • Während des Backens kann die Küche für das spätere Servieren vorbereitet werden.

    Wichtig: Die heiße Form mit Ofenhandschuhen aus dem Ofen nehmen.

  8. Ruhen lassen und servieren

    Die Lasagne aus dem Ofen nehmen und 20 Minuten ruhen lassen. Danach in sechs Stücke schneiden und warm servieren.

    20 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Schichten stehen beim Anschneiden stabil und lassen sich in sechs Stücke teilen.

    • Die Ruhezeit nicht überspringen, damit die Lasagne beim Portionieren weniger auseinanderläuft.

    Wichtig: Vor dem Anschneiden kurz abkühlen lassen, da die Füllung sehr heiß ist.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Ruhezeit einhalten: Die 20-minütige Ruhezeit nach dem Backen hilft, die saftigen Schichten zu stabilisieren und die Lasagne sauber zu portionieren.
  • Arbeitsschritte verbinden: Während das Ragù 60 Minuten leise köchelt, können Brot eingeweicht, Polpettine geformt und gebraten sowie Ricotta und Mozzarella vorbereitet werden.
  • Ohne Béchamel: Diese Fassung setzt auf Ricotta, Mozzarella und Pecorino statt auf Béchamel.

Zutatenwissen

Pecorino Romano

Pecorino Romano findest du meist im gut sortierten Käsefach, in italienischen Feinkostgeschäften oder in größeren Supermärkten. Er schmeckt kräftiger und salziger als Parmesan.

Mozzarella gut abtropfen

Gut abgetropfte Mozzarella hält überschüssige Flüssigkeit aus der Lasagne fern und lässt sich anschließend gut in kleine Würfel schneiden.

Sinnvolle Alternativen

Parmesan

Die Lasagne wird etwas milder und weniger salzig.

Pecorino Romano in der Polpettine-Masse und in den Schichten durch Parmesan ersetzen und ihn jeweils fein reiben.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Lasagne wird wässrig und verliert beim Anschneiden ihre Form.

Das Ragù 60 Minuten leise köcheln lassen und die Mozzarella gut abtropfen lassen.

Die Lasagne vor dem Anschneiden die volle Ruhezeit stehen lassen; eine vollständig flüssige Schichtung lässt sich nachträglich nur begrenzt korrigieren.

Die Polpettine verteilen sich ungleichmäßig in den Schichten.

Die Masse zu etwa 28 bis 30 kleinen, möglichst gleich großen Bällchen formen.

Größere Bällchen vor dem Schichten halbieren oder grob zerteilen.

Die Lasagneblätter reißen oder werden beim Schichten weich und klebrig.

Die Blätter nur bis biegsam, aber bissfest vorkochen und nebeneinander auf ein Tuch legen.

Gerissene Blätter überlappend verwenden und die Schichten vorsichtig aufbauen.

Die Lasagne läuft beim Portionieren auseinander.

Die Lasagne nach dem Backen vollständig 20 Minuten ruhen lassen.

Einzelne Portionen mit einem breiten Pfannenwender aus der Form heben und besonders vorsichtig servieren.

Varianten

Mit hart gekochtem Ei

Für eine weitere traditionelle Familienvariante hart gekochte Eier ergänzen und zwischen den Lasagneschichten verteilen.

Servieren und kombinieren

  • Warm in sechs Stücken servieren: Die Lasagne nach der 20-minütigen Ruhezeit in sechs Stücke schneiden und warm servieren.

Allergene und Nährwerte

  • Glutenhaltiges Getreide: enthält · Enthalten durch Weißbrot und Lasagneblätter aus Hartweizengrieß.
  • Milch: enthält · Enthalten durch Ricotta, Mozzarella und Pecorino Romano.
  • Ei: enthält · Enthalten durch das Ei in der Polpettine-Masse.

Lebensmittelsicherheit

  • Hackfleisch vollständig garen: Die Polpettine rundum braten, bis sie außen gebräunt und innen durchgegart sind.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Wird diese Lasagne mit Béchamel zubereitet?

Nein. Diese Lasagne napoletana wird mit Ricotta, Mozzarella, Pecorino, Ragù und kleinen Polpettine geschichtet; Béchamel steht nicht im Mittelpunkt.

Warum muss die Lasagne nach dem Backen ruhen?

Die 20-minütige Ruhezeit hilft, die saftigen Schichten zu stabilisieren, sodass sich die Lasagne sauber in sechs Stücke schneiden lässt.

Kann Pecorino Romano ersetzt werden?

Ja. Parmesan funktioniert in gleicher Menge. Die Lasagne wird dadurch etwas milder und weniger salzig.

Wie groß sollen die Polpettine sein?

Die Masse wird zu etwa 28 bis 30 kleinen Bällchen von ungefähr 2 cm Durchmesser geformt.

Aus unserer Küche

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