Geeignete Crauti auswählen
Möglichst naturbelassene fermentierte Crauti ohne bereits zugesetzte Gewürzsauce verwenden. So bleiben Weißwein, Butter und die braune Mehlschwitze geschmacklich bestimmend.
Contorno aus Trentino-Südtirol
Herzhafte Krautbeilage aus fermentiertem Weißkohl, trockenem Weißwein, Butter und einer goldbraun gerösteten Mehlschwitze. Die Crauti werden sanft geschmort und anschließend sämig gebunden.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Crauti al sugo bruno ist eine herzhafte Beilage aus dem Trentino-Südtirol. Fermentierter Weißkohl wird mit trockenem Weißwein und Butter gegart und anschließend mit einer goldbraunen Mehlschwitze gebunden. So verbinden sich angenehme Säure, milde Buttrigkeit und eine warme, nussige Röstnote.
Die Crauti sind weich, saftig und sämig von einer goldbraunen Bindung umhüllt. Ihr Geschmack reicht von angenehm säuerlich und herzhaft bis zu warm, buttrig und leicht nussig.
Schritt für Schritt
Die Crauti in einem Sieb gut abtropfen lassen und kräftig ausdrücken. Wenn sie sehr salzig oder kräftig sauer sind, kurz mit kaltem Wasser abspülen und anschließend erneut gut ausdrücken.
Crauti, Butter, Weißwein und 100 ml Wasser in den breiten Topf geben. Aufkochen, dann zugedeckt bei niedriger Hitze 30 Minuten sanft schmoren. Zwischendurch umrühren.
Daran erkennst du es: Die Crauti sind weich und haben deutlich an Flüssigkeit verloren.
Für den sugo bruno das Öl in einem kleinen Topf erhitzen. Das Mehl einrühren und bei mittlerer bis niedriger Hitze 4–6 Minuten unter ständigem Rühren rösten, bis die Mehlschwitze haselnussbraun duftet. Nicht dunkelbraun werden lassen.
Daran erkennst du es: Die Mehlschwitze duftet nussig und ist haselnussbraun, aber nicht dunkelbraun.
Den kleinen Topf vom Herd nehmen. Die übrigen 50 ml Wasser nach und nach unter ständigem Rühren einarbeiten, bis eine glatte, flüssige Bindung entsteht.
Daran erkennst du es: Die Bindung ist glatt und frei von trockenen Mehlklümpchen.
Die Mehlschwitze zu den Crauti geben, gründlich vermengen und ohne Deckel weitere 10–15 Minuten leise köcheln lassen, bis die Flüssigkeit sämig gebunden ist. Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Flüssigkeit haftet sämig an den Crauti, ohne dass die Beilage trocken wirkt.
Gut zu wissen
Möglichst naturbelassene fermentierte Crauti ohne bereits zugesetzte Gewürzsauce verwenden. So bleiben Weißwein, Butter und die braune Mehlschwitze geschmacklich bestimmend.
Sehr salzige oder kräftig saure Crauti kurz abspülen und anschließend gut ausdrücken. Bei milderen Produkten ist dieser Schritt nicht zwingend nötig.
Weizenmehl und Öl unter ständigem Rühren rösten, bis eine haselnussbraune Farbe und ein nussiger Duft entstehen. Die Mehlschwitze nicht dunkelbraun werden lassen.
Bei mittlerer bis niedriger Hitze arbeiten und ständig rühren. Die Mehlschwitze vom Herd nehmen, sobald sie haselnussbraun duftet.
Eine zu dunkel geröstete Mehlschwitze besser nicht weiterverwenden, sondern mit den vorhandenen Mengen neu ansetzen.
Sehr salzige Crauti kurz abspülen und erst am Ende der Zubereitung nachsalzen.
Mit etwas zusätzlichem Wasser verdünnen und die Bindung bei niedriger Hitze wieder sämig einkochen lassen.
Den Topf vom Herd nehmen und das Wasser nach und nach unter ständigem Rühren zugeben.
Die Bindung kräftig glattrühren und bei Bedarf durch ein Sieb streichen, bevor sie zu den Crauti kommt.
Die angegebene Wassermenge aufteilen und die Crauti erst am Ende ohne Deckel binden lassen.
Schluckweise heißes Wasser einrühren und kurz leise köcheln lassen, bis wieder eine sämige Konsistenz erreicht ist.
Häufig gefragt
Nur wenn sie sehr salzig oder kräftig sauer schmecken. Danach die Crauti erneut gut ausdrücken, damit die Bindung nicht verwässert.
100 ml Wasser schmoren mit den Crauti. Die übrigen 50 ml werden später nach und nach in die Mehlschwitze eingerührt, damit eine glatte Bindung entsteht.
Sie soll haselnussbraun duften und eine warme Röstnote entwickeln, aber nicht dunkelbraun werden, da sie sonst bitter schmecken kann.
Am besten erst nach dem Binden abschmecken. Fermentierte Crauti können je nach Produkt bereits unterschiedlich stark gesalzen sein.
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