Bologna im Suppentopf

Emilia-Romagna · Bohnensuppe

Eine sämige Bohnensuppe aus Bologna mit getrockneten Borlotti, Tomate, Knoblauch, Petersilie und Parmesanrinde. Ein Teil der Bohnen wird püriert, während ganze Bohnen für eine angenehm stückige Struktur erhalten bleiben.

Zum Rezept
Bologna im Suppentopf
Vorbereitung 25 Minuten
Kochen / Backen 110 Minuten
Zusätzliche Ruhe- / Kühlzeit 12 Stunden
Gesamtzeit ca. 13 Std. 50 Min.
Menge 4 Portionen
Gerichtsform und Gerichtsart Suppen
Prägende Zutatenfamilie Gemüse, Hülsenfrüchte, Kräuter und Gewürze, Milchprodukte
Prägende Zubereitungsverfahren Einweichen, Quellenlassen und Wässern, Kochen in Flüssigkeit, Pürieren und Mixen, Sanftes Köcheln
Geprüfte Rezept-Eignung Vegetarisch (Ei und Milch möglich), Vegetarisch ohne Ei (Milch möglich)

Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.

Darum gelingt es

Was dieses Rezept zuverlässig macht

  • Das langsame Garen macht die getrockneten Borlotti weich und aromatisch.
  • Ein Teil der Bohnen bindet die Suppe auf natürliche Weise, ohne dass zusätzliche Stärke nötig ist.
  • Tomaten-Kräuter-Sugo, Knoblauch und Parmesanrinde sorgen für Würze und Tiefe.
  • Ganze Bohnen geben der sämigen Suppe Biss und Struktur.

Zuppa di fagioli alla bolognese ist eine schlichte, sämige Bohnensuppe aus Bologna in der Emilia-Romagna. Getrocknete Borlotti werden langsam gegart und mit Tomate, Knoblauch und Petersilie abgeschmeckt. Die Parmesanrinde gibt dem Sud würzige Tiefe, während pürierte und ganze Bohnen für eine dichte, zugleich stückige Konsistenz sorgen.

Die Suppe ist dickflüssig und sämig, mit weichen ganzen Bohnen in einer tomatigen, würzigen Brühe. Knoblauch und Petersilie wirken aromatisch, die Parmesanrinde rundet den Geschmack herzhaft ab.

Schritt für Schritt

Zubereitung

Bohnen einweichen und garen

  1. Bohnen einweichen

    Die Borlotti-Bohnen in der großen Schüssel mit reichlich kaltem Wasser bedecken und 12 Stunden einweichen.

    12 Stunden
    • Die Einweichzeit gehört zur Gesamtzeit und sollte vollständig eingehalten werden.
  2. Bohnen weich kochen

    Die Bohnen abgießen und gründlich abspülen. Mit 2,5 l frischem Wasser und der Parmesanrinde in den großen Topf geben. Aufkochen, dann bei niedriger Hitze 80 bis 90 Minuten sanft garen. Bei Bedarf etwas heißes Wasser zum Nachgießen verwenden. In dieser Phase noch nicht salzen.

    90 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Bohnen sind weich und lassen sich leicht zerdrücken.

    • Während die Bohnen garen, den Tomaten-Kräuter-Sugo zubereiten.

Tomaten-Kräuter-Sugo kochen

  1. Knoblauch und Petersilie anschwitzen

    Knoblauch und Petersilie fein hacken. Das Olivenöl im zweiten Topf bei niedriger Hitze erwärmen. Knoblauch und Petersilie darin etwa 10 Minuten langsam anschwitzen, ohne sie zu verbrennen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Knoblauch und Petersilie sind weich und aromatisch, aber nicht gebräunt oder verbrannt.

    • Die niedrige Hitze bewahrt das feine Aroma von Knoblauch und Petersilie.
  2. Tomatensugo köcheln

    Passierte Tomaten und Tomatenmark zum Kräuteröl geben und 10 Minuten leise köcheln lassen.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Der Sugo ist verbunden und leicht eingedickt.

Verrühren und sämig ziehen lassen

  1. Sugo mit den Bohnen verbinden

    Den Tomaten-Kräuter-Sugo zu den gegarten Bohnen geben und gut verrühren. Die Suppe weitere 10 Minuten sanft köcheln lassen. Anschließend das Salz einrühren.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Sugo und Kochflüssigkeit sind gleichmäßig verbunden.

    • Das Salz erst nach dem Weichkochen der Bohnen einrühren.
  2. Hälfte der Bohnen pürieren

    Die Parmesanrinde herausnehmen. Etwa die Hälfte der Bohnen mit etwas Kochflüssigkeit herausheben, fein pürieren und wieder in den Topf geben. Alles noch 10 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen, bis die Suppe sämig ist und zugleich ganze Bohnen enthält.

    10 Minuten

    Daran erkennst du es: Die Suppe ist sämig, enthält aber weiterhin ganze Bohnen.

    • Nur etwa die Hälfte der Bohnen pürieren, damit die Suppe stückig bleibt.

Gut zu wissen

Hinweise zum Rezept

  • Salz erst nach dem Garen: Die Bohnen während des langen Garens nicht salzen. Das Salz erst einrühren, wenn die Bohnen weich sind und der Tomaten-Kräuter-Sugo bereits hinzugefügt wurde.
  • Sämig und stückig zugleich: Durch das Pürieren etwa der Hälfte der Bohnen wird die Suppe gebunden, während die übrigen ganzen Bohnen für Struktur sorgen.
  • Parmesanrinde: Die Parmesanrinde sorgt für würzige Tiefe und kann weggelassen werden. Ohne sie schmeckt die Suppe etwas weniger rund.

Zutatenwissen

Wo du Parmesanrinde findest

Parmesanrinde ist oft beim Käsehändler, an der Käsetheke gut sortierter Märkte oder im italienischen Feinkostladen erhältlich.

Sinnvolle Alternativen

Parmesanrinde weglassen

Die Suppe schmeckt etwas weniger rund und weniger würzig.

Die Parmesanrinde einfach nicht mit den Bohnen mitkochen. Die übrigen Arbeitsschritte bleiben unverändert.

Typische Fehler und ihre Lösung

Die Bohnen bleiben trotz langer Garzeit fest.

Die Bohnen erst nach dem Garen und nach dem Einrühren des Tomaten-Kräuter-Sugos salzen.

Die Bohnen weiter sanft garen, bis sie weich sind, und erst danach abschmecken.

Das Kräuteröl schmeckt bitter oder zu dunkel.

Das Öl nur bei niedriger Hitze erwärmen und die Mischung langsam anschwitzen.

Bei deutlich bitterem Geschmack das Kräuteröl ersetzen und den Sugo neu ansetzen.

Die Suppe enthält kaum noch ganze Bohnen.

Nur etwa die Hälfte der Bohnen herausheben und fein pürieren.

Einige gegarte ganze Bohnen separat zurückhalten und anschließend vorsichtig unterheben.

Servieren und kombinieren

  • Heiß servieren: Die Suppe heiß servieren, sobald sie nach dem Pürieren sämig gezogen ist und noch ganze Bohnen enthält.

Planen und Reste genießen

Vorbereiten

Die Borlotti-Bohnen können 12 Stunden vor dem Kochen eingeweicht werden. Anschließend abgießen, abspülen und direkt weiterverarbeiten.

Allergene und Nährwerte

  • Milch: enthält · Die Parmesanrinde stammt aus Milch.

Häufig gefragt

Fragen zum Rezept

Warum müssen die Borlotti-Bohnen eingeweicht werden?

Die getrockneten Bohnen werden 12 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht, bevor sie gegart werden. Anschließend werden sie abgegossen, gründlich abgespült und mit frischem Wasser gekocht.

Kann ich die Parmesanrinde weglassen?

Ja. Die Parmesanrinde kann weggelassen werden; die Suppe schmeckt dann etwas weniger rund.

Wie wird die Suppe sämig und bleibt trotzdem stückig?

Etwa die Hälfte der gegarten Bohnen wird mit etwas Kochflüssigkeit fein püriert und anschließend wieder untergerührt. Die übrigen Bohnen bleiben ganz.

Aus unserer Küche

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