Gewässerter Stockfisch
Baccalà bezeichnet hier gewässerten Stockfisch. Getrockneter Stockfisch muss vor der Zubereitung 48 bis 72 Stunden im Kühlschrank gewässert werden; bereits gewässerter Fisch kann direkt verwendet werden.
Fischgericht aus Trentino-Südtirol
Baccalà alla trentina ist ein langsam geschmortes Stockfischgericht mit Kartoffeln, Zwiebeln, Sellerie und Milch. Die Fischstücke garen auf den vorgegarten Kartoffeln in einer milden, cremigen Sauce und bleiben durch das vorsichtige Rütteln des Topfes möglichst ganz.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Baccalà alla trentina ist ein herzhaftes Fischgericht aus Trentino-Südtirol. Gewässerter Stockfisch wird mit Kartoffeln, Zwiebel, Sellerie und Milch langsam gegart. Die milde Sauce umhüllt Fisch und Kartoffeln, während der Topf nicht umgerührt wird, damit die Stücke ihre Form behalten.
Der Stockfisch wird weich und saftig, die Kartoffeln nehmen die milde Milch-Sauce auf. Zwiebel, Sellerie, Knoblauch und Petersilie geben dem Gericht eine würzige, aber zurückhaltende Tiefe; die Sauce bleibt cremig und leicht herzhaft.
Schritt für Schritt
Getrockneten Stockfisch vor der Zubereitung 48 bis 72 Stunden in reichlich kaltem Wasser im Kühlschrank einweichen und das Wasser mindestens drei- bis viermal täglich wechseln. Danach gründlich abspülen und abtropfen lassen. Bereits gewässerten Stockfisch direkt verwenden.
Wichtig: Den getrockneten Stockfisch während des gesamten Wässerns im Kühlschrank aufbewahren.
Haut und Gräten sorgfältig vom Stockfisch entfernen und den Fisch in große, möglichst gleichmäßige Stücke teilen. Kartoffeln schälen und in etwa 5 mm dicke Scheiben schneiden. Zwiebel, Sellerie und Knoblauch fein hacken.
Olivenöl und Butter in einem breiten, schweren Topf erhitzen. Zwiebel, Sellerie und Knoblauch bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 8 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und duftet, aber kaum gebräunt.
Kartoffelscheiben und Lorbeerblatt einlegen. Wasser angießen, den Topf abdecken und die Kartoffeln 12 Minuten vorgaren. Den Topf zwischendurch vorsichtig rütteln, aber nicht mit dem Kochlöffel umrühren.
Daran erkennst du es: Die Kartoffeln beginnen weich zu werden, sind aber noch nicht vollständig gar.
Die Stockfischstücke dicht nebeneinander auf die Kartoffeln legen. Petersilie und etwas Pfeffer darüberstreuen. Die Milch angießen, bis der Fisch fast bedeckt ist. Die Milch langsam erhitzen, aber nicht sprudelnd kochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Milch ist heiß und beginnt leicht zu dampfen, ohne stark zu kochen.
Wichtig: Milch nicht sprudelnd kochen lassen, damit sie nicht stark ansetzt oder überkocht.
Den Topf halb abdecken und das Gericht bei sehr kleiner Hitze etwa 65 Minuten garen. Den Topf gelegentlich vorsichtig rütteln, damit nichts ansetzt. Nicht umrühren, damit Fischstücke und Kartoffeln möglichst intakt bleiben.
Daran erkennst du es: Der Fisch ist weich, die Kartoffeln sind vollständig gar und die Sauce umhüllt die Stücke cremig.
Falls die Sauce während des Garens zu stark eindickt, schluckweise etwas Milch nachgießen. Die Sauce soll cremig bleiben und den Fisch umhüllen, ohne wässrig zu werden.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist cremig und haftet leicht an Fisch und Kartoffeln.
Lorbeerblatt entfernen. Erst jetzt vorsichtig salzen, da der Fisch je nach Wässerung noch eine eigene Salznote mitbringt. Mit schwarzem Pfeffer abschmecken und sofort heiß servieren.
Daran erkennst du es: Die Sauce ist mild herzhaft abgeschmeckt und das Gericht wird heiß serviert.
Gut zu wissen
Baccalà bezeichnet hier gewässerten Stockfisch. Getrockneter Stockfisch muss vor der Zubereitung 48 bis 72 Stunden im Kühlschrank gewässert werden; bereits gewässerter Fisch kann direkt verwendet werden.
Stockfisch ist beim Fischhändler, in italienischen Feinkostgeschäften und in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Bereits gewässerter Stockfisch aus der Fischtheke erleichtert die Vorbereitung.
Der Salzgehalt hängt von der Wässerung des Stockfischs ab. Das dosierte Salz deshalb erst am Ende verwenden und vorsichtig nachwürzen.
Das Gericht schmeckt meist salziger; die Konsistenz bleibt ähnlich, wenn der Kabeljau ausreichend gewässert wurde.
Gesalzenen Kabeljau je nach Dicke ähnlich lange wässern, das Wasser regelmäßig wechseln und den Salzgehalt vor dem Abschmecken berücksichtigen. Das Salz im Rezept besonders vorsichtig dosieren.
Den Topf nur vorsichtig rütteln und die Fischstücke vor dem Garen dicht nebeneinander auf die Kartoffeln legen.
Zerfallene Stücke vorsichtig in der cremigen Sauce belassen und das Gericht als rustikale Schmorpfanne servieren.
Die Milch langsam erhitzen und das Gericht anschließend bei sehr kleiner Hitze garen.
Den Topf sofort von der stärksten Hitze nehmen, ohne den Bodensatz unterzurühren, und bei niedrigerer Temperatur fortfahren.
Erst nach dem Garen vorsichtig salzen und abschmecken.
Mit etwas ungesalzener Milch und zusätzlichen ungesalzenen Kartoffeln ausgleichen, sofern die Konsistenz dies zulässt.
Kartoffeln etwa 5 mm dünn schneiden und die zwölfminütige Vorgarzeit einhalten.
Bei sehr kleiner Hitze weitergaren und den Topf teilweise abgedeckt lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Gesalzener Kabeljau kann anstelle von gewässertem Stockfisch verwendet werden. Nach dem Wässern wird er wie der Stockfisch vorbereitet und langsam mit Kartoffeln und Milch gegart.
Getrockneten Stockfisch bis zu 48 bis 72 Stunden vor dem Kochen im Kühlschrank wässern und das Wasser regelmäßig wechseln. Bereits gewässerten Stockfisch erst unmittelbar vor der Zubereitung auspacken und abtropfen lassen.
Häufig gefragt
Ja. Bereits gewässerter Stockfisch kann direkt vorbereitet und in große Stücke geteilt werden. Die angegebene Gesamtzeit bezieht sich auf diese Variante.
Getrockneter Stockfisch sollte 48 bis 72 Stunden in reichlich kaltem Wasser im Kühlschrank liegen. Das Wasser mindestens drei- bis viermal täglich wechseln.
Durch vorsichtiges Rütteln statt Umrühren bleiben Fischstücke und Kartoffelscheiben möglichst ganz und die Sauce verteilt sich trotzdem im Topf.
Erst ganz am Ende. Gewässerter Stockfisch kann je nach Wässerung noch unterschiedlich salzig sein.
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