Zucca violina
Die längliche italienische Kürbissorte ist in gut sortierten italienischen Lebensmittelgeschäften, auf Wochenmärkten und manchmal in größeren Supermärkten erhältlich.
Gefüllte Pasta, Emilia-Romagna
Große, hutförmig gefaltete Eierpastataschen aus Ferrara mit mild-süßer Kürbisfüllung, Parmigiano und Muskat, serviert mit langsam geschmortem Rinder-Schweine-Ragù.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Cappellacci di zucca ferraresi al ragù gehören zur Küche von Ferrara in Emilia-Romagna. Die großen Eierpastataschen werden mit im Ofen gegartem Kürbis, Parmigiano, Paniermehl und Muskat gefüllt, sorgfältig geformt und anschließend mit einem herzhaften Ragù serviert. Die ferraresische Variante kommt hier ohne Mostarda und Amaretti aus.
Die dünne Eierpasta ist zart und leicht bissfest, während die Kürbisfüllung weich, cremig und mild süß schmeckt. Parmigiano und Muskat setzen würzige Akzente; das sämige Ragù bringt kräftige Fleischaromen, Tomatentiefe und eine warme, herzhafte Note.
Schritt für Schritt
Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Das Kürbisfleisch in etwa 3 cm große Stücke schneiden, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 40 bis 50 Minuten backen, bis es weich ist. Vollständig abkühlen lassen und überschüssige Flüssigkeit abgießen. Während der Kürbis im Ofen ist, kann der Pastateig vorbereitet werden.
Daran erkennst du es: Der Kürbis ist weich und lässt sich leicht zerdrücken.
Wichtig: Den heißen Kürbis vor der Weiterverarbeitung vollständig abkühlen lassen.
Das Mehl auf die Arbeitsfläche geben und in der Mitte eine Mulde formen. Eier und Salz hineingeben, die Eier mit einer Gabel verquirlen und nach und nach Mehl einarbeiten. Den Teig 8 bis 10 Minuten kräftig kneten, bis er glatt und elastisch ist. In Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Der Teig ist glatt, elastisch und nicht mehr klebrig.
Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Zwiebel, Möhre und Sellerie bei niedriger bis mittlerer Hitze 8 bis 10 Minuten weich dünsten, ohne sie stark zu bräunen. Rinder- und Schweinehackfleisch zugeben und 8 bis 10 Minuten anbraten, dabei mit dem Kochlöffel krümelig rühren.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich und das Hackfleisch krümelig angebraten.
Mit dem Rotwein ablöschen und 3 bis 4 Minuten einkochen lassen. Passierte Tomaten, Wasser, Lorbeerblatt, Salz und etwas Pfeffer einrühren. Das Ragù 60 Minuten offen bei niedriger Hitze sanft schmoren lassen und gelegentlich umrühren. Falls es zu stark eindickt, etwas Wasser nachgießen. Das Lorbeerblatt anschließend entfernen.
Daran erkennst du es: Das Ragù ist sämig eingekocht, aber noch fließfähig genug, um die Pasta zu umhüllen.
Den abgekühlten Kürbis fein zerdrücken. Parmigiano, Paniermehl, Zucker, Muskatnuss, Salz und Pfeffer gründlich untermischen. Die Masse sollte formbar und nicht wässrig sein. Zugedeckt 20 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist formbar und bleibt beim Portionieren zusammen.
Wichtig: Die Füllung bis zur Verwendung gekühlt halten.
Den Teig in 4 Portionen teilen. Jede Portion mit dem Nudelholz oder der Nudelmaschine dünn ausrollen, etwa 1 mm stark. Die Teigplatten in Quadrate von etwa 7 cm Kantenlänge schneiden. Jeweils ungefähr 14 g Kürbisfüllung in die Mitte setzen.
Daran erkennst du es: Die Teigplatten sind dünn, gleichmäßig und lassen sich ohne Einreißen formen.
Jedes Quadrat diagonal zu einem Dreieck zusammenklappen und die Ränder rund um die Füllung sorgfältig andrücken, damit keine Luft eingeschlossen bleibt. Anschließend die beiden unteren Ecken nach oben zueinander führen und fest zusammendrücken. Die fertigen Cappellacci auf ein leicht bemehltes Tuch legen.
Daran erkennst du es: Die Ränder sind vollständig verschlossen und die beiden unteren Ecken halten zusammen.
Einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen und kräftig salzen. Die Cappellacci portionsweise hineingeben und 3 bis 4 Minuten garen, bis die Pasta an den Rändern weich ist. Mit einer Schaumkelle herausheben und direkt in das heiße Ragù geben. Vorsichtig schwenken und bei Bedarf mit 2 bis 3 Esslöffeln Kochwasser lockern.
Daran erkennst du es: Die Ränder der Pasta sind weich, während die Teigtaschen ihre Form behalten.
Wichtig: Kochendes Wasser und heißes Ragù vorsichtig handhaben.
Die Cappellacci sofort mit dem Ragù servieren.
Daran erkennst du es: Die Pasta ist heiß und vollständig mit Ragù umhüllt.
Gut zu wissen
Die längliche italienische Kürbissorte ist in gut sortierten italienischen Lebensmittelgeschäften, auf Wochenmärkten und manchmal in größeren Supermärkten erhältlich.
Der fein geriebene Parmigiano gibt der milden Kürbismasse Würze und unterstützt ihre feste, formbare Konsistenz.
Der trockene Rotwein wird nach dem Ablöschen eingekocht und gibt dem langsam geschmorten Ragù zusätzliche Tiefe.
Die feste, süßliche Konsistenz passt gut zur Füllung; das Aroma ist etwas nussiger.
Den Butternut-Kürbis entkernen, schälen, in etwa 3 cm große Stücke schneiden und wie beschrieben im Ofen garen.
Den Kürbis vollständig abkühlen lassen, gründlich abgießen und die Füllung 20 Minuten kühlen.
Die Masse weiter abtropfen lassen und erst danach erneut portionieren.
Die Füllung mittig platzieren, Luft herausdrücken und die Ränder rundum fest andrücken.
Offene Exemplare vor dem Kochen nachdrücken; bereits aufgegangene Teigtaschen vorsichtig aus dem Wasser heben.
Die Platten auf etwa 1 mm ausrollen und die Ränder beim Verschließen nicht unnötig verdicken.
Das Ragù gelegentlich umrühren und bei zu starker Eindickung etwas Wasser ergänzen.
Beim Schwenken 2 bis 3 Esslöffel Kochwasser zugeben.
Häufig gefragt
Ja. Butternut-Kürbis eignet sich als Ersatz. Seine feste, süßliche Konsistenz passt gut, das Aroma ist etwas nussiger.
Der Ansatz ergibt etwa 40 bis 45 Cappellacci und ist für 4 Personen ausgelegt.
Die Masse sollte formbar und nicht wässrig sein. Den Kürbis deshalb vollständig abkühlen lassen, überschüssige Flüssigkeit abgießen und die Füllung vor dem Formen kühlen.
Ja. Das Ragù kann nach dem Anbraten offen bei niedriger Hitze schmoren, während Teig und Füllung vorbereitet werden.
Unabhängig von Google Analytics verwenden wir eine cookielose, selbst betriebene Reichweitenstatistik mit Plausible. Sie erhält keine Kontodaten, Suchbegriffe oder URL-Parameter. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung.
Aus unserer Küche
Kommentare zum Rezept
Wie hat es dir geschmeckt? Teile deine Erfahrungen oder stelle eine Frage.
Kommentare werden geladen …