Safran vorbereiten
Das Ziehenlassen der Safranfäden in heißer Brühe verteilt Farbe und Aroma gleichmäßig im Reis. Gemahlener Safran kann alternativ verwendet werden; sein Aroma wirkt meist gleichmäßiger und weniger nuanciert.
Sardinien · Reis-Timballo
Eine goldbraun gebackene sardische Reistimballa mit Safranreis, würzigem Lammragù und Pecorino Sardo. Die schnittfeste Form wird warm in Tortenstücken serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Die Timballa di riso con agnello verbindet saftiges Lammragù mit aromatischem Safranreis und würzigem Pecorino Sardo. Eier und Käse geben dem Reis Halt, während die knusprige Bröselkruste für einen goldbraunen Abschluss sorgt. Nach dem Backen ruht die Form kurz, damit sich die Schichten sauber in Stücke schneiden lassen.
Außen ist die Timballa goldbraun und leicht knusprig, innen saftig und schnittfest. Der Safran duftet fein würzig, das Lammragù schmeckt herzhaft und konzentriert, während Pecorino Sardo salzige, kräftige Käsenoten und kleine cremige Schmelzpunkte beisteuert.
Schritt für Schritt
Zwiebel, Karotte, Sellerie und Knoblauch sehr fein würfeln. Die Petersilie hacken. Die Safranfäden in 50 ml von der Brühe in einer kleinen Schale ansetzen und 10 Minuten ziehen lassen.
Das Olivenöl in einem breiten Topf erhitzen. Zwiebel, Karotte, Sellerie und Knoblauch bei mittlerer Hitze 6 bis 8 Minuten weich dünsten.
Daran erkennst du es: Das Gemüse ist weich, aber noch nicht dunkel gebräunt.
Das Lammfleisch dazugeben und unter Rühren kräftig anbraten, bis es nicht mehr rosa ist. Mit dem Weißwein ablöschen und 2 Minuten einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Das Fleisch ist rundum nicht mehr rosa und der Wein ist deutlich reduziert.
Passierte Tomaten, Lorbeerblatt, Rosmarinzweig, Salz und Pfeffer einrühren. Das Ragù ohne Deckel etwa 25 bis 30 Minuten sanft köcheln lassen, bis es dick und nicht mehr wässrig ist. Lorbeer und Rosmarin entfernen, die Petersilie unterrühren und das Ragù etwas abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Das Ragù ist dick eingekocht und läuft nicht wässrig auseinander.
Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit 20 g Butter ausstreichen und mit 30 g Semmelbröseln auskleiden. Überschüssige Brösel aus der Form klopfen.
Die restliche Brühe aufkochen. Den Reis hineingeben, die Safranbrühe hinzufügen und den Reis bei mittlerer Hitze 12 bis 14 Minuten garen. Falls die Brühe ungesalzen ist, das Salz für den Reis einrühren. Gelegentlich umrühren. Der Reis soll noch Biss haben und die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen haben. Den Reis auf einem breiten Teller 10 Minuten abkühlen lassen.
Daran erkennst du es: Die Körner sind noch bissfest und die Flüssigkeit ist weitgehend aufgenommen.
Eier und 80 g geriebenen Pecorino unter den lauwarmen Reis rühren. Die Masse gründlich vermengen, ohne die Reiskörner zu zerdrücken.
Daran erkennst du es: Ei und Käse sind gleichmäßig verteilt und der Reis bleibt körnig.
Etwa zwei Drittel der Reismasse in die Form geben und auf dem Boden sowie an den Seiten zu einer gleichmäßigen Schicht von ungefähr 1,5 cm drücken. Das Lammragù in die Reisform füllen und die Pecorino-Würfel gleichmäßig darauf verteilen. Mit dem restlichen Reis vollständig bedecken und die Oberfläche vorsichtig andrücken.
Daran erkennst du es: Die Füllung ist vollständig von Reis umschlossen und die Oberfläche ist geschlossen.
Die übrigen 20 g Semmelbrösel und den restlichen geriebenen Pecorino vermischen. Auf der Oberfläche verteilen und mit 10 g Butter in kleinen Stückchen belegen.
Die Timballa auf der mittleren Schiene 35 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Vor dem Öffnen der Springform 15 Minuten ruhen lassen. Warm in Tortenstücken servieren.
Daran erkennst du es: Die Oberfläche ist goldbraun und die Form lässt sich nach der Ruhezeit sauber schneiden.
Gut zu wissen
Das Ziehenlassen der Safranfäden in heißer Brühe verteilt Farbe und Aroma gleichmäßig im Reis. Gemahlener Safran kann alternativ verwendet werden; sein Aroma wirkt meist gleichmäßiger und weniger nuanciert.
Der geriebene Pecorino bindet den Reis und bildet mit den Semmelbröseln die Kruste. Die Würfel werden in der Füllung verteilt und sorgen dort für schmelzende Käseakzente.
Ein Teil der Semmelbrösel kleidet die gebutterte Form aus, der Rest wird mit Pecorino auf der Oberfläche verteilt. Die beiden Mengen erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Das Aroma wird etwas gleichmäßiger, aber weniger nuanciert.
Den gemahlenen Safran wie die Safranbrühe zum Reis geben; ein vorheriges Ziehenlassen ist nicht zwingend erforderlich.
Der Käse schmeckt meist etwas milder als Pecorino Sardo.
Die gleiche Gesamtmenge verwenden und weiterhin 80 g gerieben sowie 120 g gewürfelt einsetzen.
Das Ragù und der Pecorino treten geschmacklich stärker in den Vordergrund.
Die Gemüsebrühe anstelle einer leichten Fleischbrühe verwenden und den Salzgehalt vor dem zusätzlichen Reis-Salz prüfen.
Das Ragù ohne Deckel köcheln lassen, bis es dick und nicht mehr wässrig ist.
Das Ragù vor dem Füllen noch einige Minuten weiter einkochen lassen, falls es zu flüssig wirkt.
Den Reis nur 12 bis 14 Minuten garen und mit erkennbarem Biss weiterverarbeiten.
Bei leicht zu weichem Reis die Reismasse besonders vorsichtig und nicht zu dick in die Form drücken.
Die gebackene Form vor dem Öffnen vollständig ruhen lassen.
Die Form wieder schließen und die Timballa noch einige Minuten ruhen lassen, bevor sie geschnitten wird.
Boden und Seiten mit einer gleichmäßigen Reisschicht von ungefähr 1,5 cm auskleiden.
Vor dem Backen sichtbare Lücken mit restlicher Reismasse schließen und die Oberfläche vorsichtig verdichten.
Häufig gefragt
Ja. Verwende 0,2 g gemahlenen Safran. Das Aroma wirkt meist gleichmäßiger, aber etwas weniger nuanciert.
Ein mittelalter Pecorino aus einer anderen italienischen Region funktioniert ebenfalls. Die Timballa schmeckt damit meist etwas milder.
Eine runde, ofenfeste Form ähnlicher Größe ist möglich. Die Reisschicht sollte weiterhin ungefähr 1,5 cm dick sein.
Es sollte dick eingekocht sein und nicht wässrig auseinanderlaufen. Erst dann eignet es sich als Füllung für die Reistimballa.
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