Lardo einkaufen
Lardo ist meist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder an der Frischetheke erhältlich. Er schmilzt langsam aus und gibt dem Sugo eine besonders runde, schmelzende Fülle.
Kaninchen aus dem Trentino
Herzhaftes Kaninchengericht aus der Val di Fiemme: In Lardo, Zwiebel, Knoblauch und Kräutern geschmorte Kaninchenstücke werden mit Weißwein und Brühe zu einem kräftigen Sugo verbunden und mit cremiger Polenta serviert.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Tonco de cunèl alla paesana ist ein bodenständiges Kaninchengericht aus der Val di Fiemme im Trentino. Die Kaninchenstücke werden in Lardo, Butter und Olivenöl goldbraun angebraten und anschließend mit Weißwein, Brühe, Rosmarin, Lorbeer und Wacholder langsam geschmort. Dazu kommt cremige Polenta, die den würzigen Schmorsugo aufnimmt.
Zartes, langsam geschmortes Kaninchen trifft auf einen dichten, herzhaften Sugo mit feiner Wacholdernote. Die Polenta ist weich und cremig, während Lardo und Butter für eine runde, schmelzende Fülle sorgen.
Schritt für Schritt
Die Kaninchenstücke mit Küchenpapier trocken tupfen und rundum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen. Zwiebel und Knoblauch vorbereiten. Die Wacholderbeeren mit der flachen Seite eines Messers leicht andrücken.
Den Lardo im schweren Schmortopf bei niedriger bis mittlerer Hitze langsam auslassen. Olivenöl und Butter dazugeben. Die Kaninchenstücke portionsweise rundum goldbraun anbraten, insgesamt etwa 10 bis 12 Minuten. Die Stücke mit der Küchenzange herausnehmen und beiseitestellen.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind rundum goldbraun gebräunt.
Zwiebel und Knoblauch im gleichen Topf 4 bis 5 Minuten weich dünsten. Das Kaninchen wieder hineingeben und mit dem Weißwein ablöschen. Den Wein 5 bis 7 Minuten offen einkochen lassen.
Daran erkennst du es: Die Zwiebel ist weich und der Weißwein deutlich reduziert.
Rosmarin, Lorbeer und Wacholder hinzufügen. 350 ml der Fleischbrühe angießen, den Topf abdecken und das Kaninchen bei sehr niedriger Hitze etwa 60 Minuten sanft schmoren lassen. Die Stücke sollen nur leicht köcheln.
Daran erkennst du es: Das Fleisch beginnt, sich leicht vom Knochen zu lösen, bleibt aber noch stabil an den Stücken.
Während das Kaninchen gart, das Wasser mit den 10 g Salz im Polentatopf aufkochen. Das Maismehl unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen einrieseln lassen. Die Hitze reduzieren und die Polenta 35 bis 40 Minuten quellen lassen; regelmäßig umrühren.
Daran erkennst du es: Die Polenta ist cremig, glatt und hat keine trockenen Mehlstellen mehr.
Die Kaninchenstücke wenden und die restliche Fleischbrühe nach und nach angießen, sobald der Sugo zu stark einkocht. Den Topf offen weitere 25 bis 30 Minuten schmoren lassen. Das Fleisch ist fertig, wenn es sich leicht vom Knochen löst und der Sugo die Stücke sämig überzieht.
Daran erkennst du es: Das Fleisch löst sich leicht vom Knochen und der Sugo haftet sämig an den Stücken.
Rosmarinzweig und Lorbeerblätter entfernen. Den Sugo abschmecken; er soll kräftig und reichlich, aber nicht wässrig sein. Falls die Polenta zu fest wird, mit wenig heißem Wasser cremig rühren.
Daran erkennst du es: Der Sugo ist konzentriert und haftet an den Kaninchenstücken; die Polenta bleibt cremig.
Die Polenta auf vorgewärmte Teller geben, die Kaninchenstücke darauflegen und großzügig mit dem Schmorsugo überziehen.
Daran erkennst du es: Polenta, Kaninchen und Sugo sind heiß und werden unmittelbar serviert.
Gut zu wissen
Lardo ist meist in italienischen Feinkostläden, gut sortierten Metzgereien oder an der Frischetheke erhältlich. Er schmilzt langsam aus und gibt dem Sugo eine besonders runde, schmelzende Fülle.
Leicht angedrückte Wacholderbeeren geben dem Gericht seine charakteristische harzige Würze. Ohne Wacholder bleibt der Sugo kräftig, verliert aber diese alpine Aromennote.
Die 10 g Salz gehören ausschließlich in die Polenta. Das Kaninchen und der Sugo werden separat nach Geschmack gewürzt.
Der Sugo wird etwas salziger und weniger schmelzend.
Die Pancetta fein hacken und wie den Lardo im Schmortopf langsam auslassen. Vor dem weiteren Würzen den Salzgehalt des Sugos prüfen.
Die Kaninchenstücke portionsweise rundum anbraten und zwischen den Portionen ausreichend Platz lassen.
Die bereits angebratenen Stücke herausnehmen, den Ansatz weiter einkochen lassen und anschließend mit dem Schmoren fortfahren.
Die restliche Brühe nur nach Bedarf angießen und den zweiten Schmorabschnitt offen durchführen.
Das Kaninchen kurz herausnehmen und den Sugo offen weiter einkochen lassen, bis er sämig ist.
Das Maismehl langsam unter ständigem Rühren einrieseln lassen und die Polenta regelmäßig umrühren.
Die Polenta mit etwas heißem Wasser kräftig glatt rühren.
Bei sehr niedriger Hitze schmoren und darauf achten, dass die Stücke nur leicht köcheln.
Etwas Brühe nachgießen, den Ansatz vorsichtig vom Boden lösen und bei niedrigerer Hitze weitergaren.
Für eine leichter erhältliche Speckvariante lässt sich der Lardo durch ungeräucherte Pancetta ersetzen.
Häufig gefragt
Ja. Ungeräucherte Pancetta eignet sich als Ersatz. Der Sugo wird dadurch etwas salziger und weniger schmelzend; deshalb erst am Ende vorsichtig nachsalzen.
Ja. Das Gericht bleibt kräftig und aromatisch, verliert aber seine charakteristische harzige Wacholdernote.
350 ml Brühe kommen zum zugedeckten Schmoren in den Topf. Die restliche Brühe wird während des offenen zweiten Schmorabschnitts nur nach Bedarf ergänzt, damit der Sugo reichlich, aber nicht wässrig bleibt.
Ja. Die Polenta wird während der ersten Schmorphase gekocht und regelmäßig gerührt, sodass beide Komponenten ungefähr gleichzeitig servierbereit sind.
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