Sardella gezielt dosieren
Sardella ist eine pikante kalabrische Fisch-Chili-Paste. Je nach Produkt kann sie unterschiedlich scharf und salzig ausfallen.
Kalabrische Ricotta-Spinat-Gnocchi
Weiche Gnocchi aus Schafsricotta, Spinat und Pecorino Crotonese werden auf einer seidigen Fonduta aus Caciocavallo Silano und Sardella serviert. Salbeibutter und Walnüsse sorgen für aromatische Tiefe und knusprigen Biss.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Diese kalabrische Gnocchi-Variante verbindet einen zarten Ricotta-Spinat-Teig mit der würzigen Kraft von Sardella und Caciocavallo Silano. Die Gnocchi werden nach dem Kochen in Salbeibutter gewendet und mit der warmen Fonduta sowie gehackten Walnüssen angerichtet.
Die Gnocchi sind weich und zart, aber formstabil, mit einer milden Ricotta- und Spinatnote. Dazu kommen eine cremige, würzige Fonduta, pikante Chili- und Fischanklänge, duftende Salbeibutter und der nussige Biss der Walnüsse.
Schritt für Schritt
Die Ricotta in ein Sieb geben und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen. Je trockener sie ist, desto leichter lässt sich der Teig formen.
Daran erkennst du es: Die Ricotta ist deutlich trockener und gibt kaum noch Flüssigkeit ab.
Den Spinat waschen und mit dem Olivenöl in eine große Pfanne geben. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten zusammenfallen lassen. Abkühlen lassen, sehr gründlich ausdrücken und fein hacken.
Daran erkennst du es: Der Spinat ist vollständig zusammengefallen und anschließend möglichst trocken ausgedrückt.
Ricotta, Spinat, Pecorino Crotonese, 200 g Reismehl, Eigelb und 5 g Salz in einer Schüssel zu einem gleichmäßigen Teig vermengen. Nicht länger als nötig kneten, damit die Gnocchi weich bleiben.
Daran erkennst du es: Der Teig ist gleichmäßig verbunden und formbar, ohne unnötig lange geknetet zu sein.
Die Arbeitsfläche mit dem übrigen Reismehl bestäuben. Den Teig in zwei Portionen teilen, zu etwa 2 cm dicken Rollen formen und in 2 cm lange Stücke schneiden.
Daran erkennst du es: Die Stücke sind kompakt geformt und ungefähr gleich groß.
Für die Fonduta die Milch in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze erwärmen. Den geriebenen Caciocavallo nach und nach einrühren, bis eine glatte Sauce entsteht. Den Topf vom Herd nehmen und die Sardella unterrühren. Die Fonduta warm halten, aber nicht mehr aufkochen.
Daran erkennst du es: Die Fonduta ist glatt und cremig, ohne zu kochen.
Butter in einer Pfanne bei niedriger Hitze schmelzen. Die Salbeiblätter dazugeben und 3–4 Minuten aromatisieren lassen.
Daran erkennst du es: Die Butter duftet nach Salbei, ohne dass die Kräuter verbrennen.
Das Wasser mit 30 g Salz zum Kochen bringen. Die Gnocchi portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, mit einer Schaumkelle herausheben und direkt in der Salbeibutter wenden.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi steigen an die Oberfläche und werden dann sofort herausgehoben.
Etwas Sardella-Fonduta auf die Teller geben. Die Gnocchi darauf verteilen, mit der übrigen Fonduta beträufeln und die gehackten Walnüsse darüberstreuen.
Daran erkennst du es: Die Gnocchi sind mit Fonduta überzogen und die Walnüsse gleichmäßig verteilt.
Gut zu wissen
Sardella ist eine pikante kalabrische Fisch-Chili-Paste. Je nach Produkt kann sie unterschiedlich scharf und salzig ausfallen.
Caciocavallo Silano sorgt für die cremige Käsebasis der Fonduta. Provolone dolce ist eine mildere Alternative.
Pecorino Crotonese bringt eine kalabrische Schafkäsenote in den Teig. Gereifter Pecorino Romano kann ihn ersetzen, schmeckt meist aber salziger und kräftiger.
Ricotta aus Schafmilch gibt dem Teig ein volleres Aroma. Ricotta aus Kuhmilch funktioniert ebenfalls und macht die Gnocchi etwas milder.
Die Sauce wird salziger und geschmacklich weniger fein als mit Sardella.
Beide Zutaten glatt verrühren und anstelle der Sardella in die Fonduta geben.
Die Fonduta schmeckt milder und weniger würzig.
Provolone dolce fein reiben und wie Caciocavallo nach und nach in die warme Milch einrühren.
Der Teig wird meist salziger und etwas kräftiger im Geschmack.
Pecorino Romano fein reiben und in derselben Menge in den Gnocchi-Teig geben.
Die Gnocchi werden geschmacklich etwas milder.
Die Ricotta aus Kuhmilch ebenfalls mindestens 2 Stunden abtropfen lassen und anschließend wie beschrieben verwenden.
Die Ricotta mindestens 2 Stunden im Kühlschrank abtropfen lassen und erst danach mit den übrigen Teigzutaten vermengen.
Die Arbeitsfläche gut mit dem vorgesehenen Reismehl bestäuben und den Teig vorsichtig weiterformen, ohne ihn lange zu kneten.
Die Milch nur bei niedriger Hitze erwärmen und die fertige Fonduta anschließend warm halten, aber nicht mehr kochen lassen.
Die Fonduta sofort vom Herd nehmen und vorsichtig glatt rühren.
Ricotta und Spinat gründlich entwässern und die Gnocchi portionsweise in sprudelnd kochendes Wasser geben.
Die restlichen Gnocchi zunächst vorsichtiger garen und erst herausheben, sobald sie an die Oberfläche steigen.
Häufig gefragt
Das hängt von der verwendeten Sardella ab. Für eine mildere Sauce zunächst weniger Sardella einrühren und nach und nach abschmecken.
Durch das Abtropfen wird die Ricotta trockener. Dadurch lässt sich der Teig leichter formen und die Gnocchi bleiben beim Kochen besser stabil.
Ja. Provolone dolce ist eine brauchbare Alternative, schmeckt jedoch milder und weniger würzig.
Die 30 g Salz sind für die angegebene Menge von 4 l Kochwasser dosiert und würzen die Gnocchi während des Garens.
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