Carnaroli-Reis
Carnaroli bleibt im Kern leicht bissfest und gibt beim Rühren Stärke an die Brühe ab. Das unterstützt die cremige Risottokonsistenz.
Risotto, ligurische Variante
Cremiges Risotto mit Carnaroli-Reis, kleinen Kartoffelwürfeln und frisch zubereitetem Pesto alla genovese.
In dieser Richtung gibt es kein weiteres Rezept.
Die Gesamtzeit ist ein Richtwert. Vorbereitungs-, Koch- und Ruhezeiten können sich überschneiden.
Darum gelingt es
Dieses ligurisch geprägte Kartoffelrisotto verbindet cremigen Carnaroli-Reis mit kleinen, festkochenden Kartoffelwürfeln und einem aromatischen Pesto aus Basilikum, Pinienkernen und Parmesan. Die Gemüsebrühe wird nach und nach eingearbeitet, während das Pesto erst nach dem Abschalten untergehoben wird. So bleibt das Risotto weich fließend und das Korn leicht bissfest.
Cremig und weich fließend, mit leicht bissfestem Reis und zarten Kartoffelwürfeln. Basilikum sorgt für ein frisches, würziges Aroma, Pinienkerne und Parmesan für nussige und herzhafte Tiefe.
Schritt für Schritt
Die Gemüsebrühe in einem Topf erhitzen und knapp unter dem Siedepunkt warm halten. Währenddessen die Kartoffeln schälen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden.
Für das Pesto die Knoblauchzehe mit dem Salz zerreiben. Die Basilikumblätter portionsweise dazugeben und zu einer groben Paste verarbeiten. Pinienkerne und Parmesan einarbeiten, dann das Olivenöl langsam unterrühren. Das Pesto beiseitestellen und nicht erhitzen.
Das Olivenöl zum Garen in einem breiten Topf erhitzen. Die zweite Knoblauchzehe ganz hineingeben und kurz aromatisieren, dann wieder entfernen. Die Kartoffelwürfel 3 Minuten unter Rühren anbraten.
Daran erkennst du es: Die Kartoffelwürfel sind außen leicht aromatisiert, aber noch nicht weich.
Den Carnaroli-Reis zu den Kartoffeln geben und 2 Minuten unter Rühren rösten, bis die Reiskörner an den Rändern glasig wirken. Eine Kelle heiße Brühe angießen und rühren, bis sie fast aufgenommen ist.
Daran erkennst du es: Die Reiskörner wirken an den Rändern glasig, ohne zu bräunen.
Die restliche Brühe nach und nach kellenweise zugießen. Erst nachgießen, wenn die vorherige Menge nahezu aufgenommen wurde. Das Risotto 18–20 Minuten sanft garen und regelmäßig rühren, bis der Reis außen cremig, innen aber noch leicht bissfest ist und die Kartoffeln weich sind.
Daran erkennst du es: Der Reis ist außen cremig und innen noch leicht bissfest; die Kartoffelwürfel sind weich.
Den Topf vom Herd nehmen und das Pesto gründlich unterheben. Falls das Risotto zu fest wirkt, mit einem kleinen Schuss heißer Brühe bis zur weich fließenden Konsistenz all’onda lockern.
Daran erkennst du es: Das Risotto fließt weich auseinander, wenn der Topf leicht bewegt wird.
Das Risotto 2 Minuten zugedeckt ruhen lassen, nochmals vorsichtig rühren und sofort heiß servieren.
Daran erkennst du es: Nach dem Ruhen ist die Konsistenz cremig und weich fließend.
Gut zu wissen
Carnaroli bleibt im Kern leicht bissfest und gibt beim Rühren Stärke an die Brühe ab. Das unterstützt die cremige Risottokonsistenz.
Festkochende Kartoffeln behalten beim Mitgaren besser ihre Form und ergänzen das cremige Risotto um zarte, erkennbare Würfel.
Die Brühe wird während des gesamten Garens knapp unter dem Siedepunkt warm gehalten und portionsweise zum Reis gegeben.
Das Pesto bleibt bis zum Ende beiseitegestellt und wird erst nach dem Abschalten untergehoben.
Das Risotto bleibt cremig, kann aber etwas weicher und weniger bissfest werden.
Arborio-Reis in gleicher Menge verwenden und nach demselben Verfahren garen. Die Brühe weiterhin portionsweise zugeben und die Konsistenz am Ende prüfen.
Das Pesto erhält ein etwas kräftigeres, mandelartiges Nussaroma.
Geschälte Mandeln in gleicher Menge verwenden und zusammen mit Parmesan in das Pesto einarbeiten.
Das Pesto bleibt würzig und cremig, mit einem etwas milderen Käsearoma.
Grana Padano fein reiben und anstelle des Parmesans in das Pesto einarbeiten.
Das Pesto vollständig vorbereiten, beiseitestellen und erst nach dem Abschalten unterheben.
Das Risotto vom Herd nehmen und vorsichtig mit etwas zusätzlichem frischem Pesto ausgleichen, sofern vorhanden.
Erst nachgießen, wenn die vorherige Kelle nahezu aufgenommen wurde.
Bei zu fester Konsistenz nach und nach heiße Brühe einrühren; bei zu flüssiger Konsistenz kurz offen weitergaren.
Ab 18 Minuten regelmäßig probieren und den Topf vom Herd nehmen, sobald der Reis außen cremig und innen noch leicht bissfest ist.
Das Risotto sofort servieren und nicht weiter ruhen lassen.
Die Brühe in einem separaten Topf knapp unter dem Siedepunkt warm halten.
Die weitere Brühe wieder vollständig erhitzen und anschließend portionsweise einarbeiten.
Häufig gefragt
Das Pesto kommt erst nach dem Abschalten dazu, damit Basilikum, Pinienkerne und Parmesan ihr frisches Aroma behalten und nicht lange erhitzt werden.
Das Risotto soll weich fließend sein und sich beim Bewegen des Tellers leicht ausbreiten, während die Reiskörner im Kern noch etwas Biss behalten.
Heiße Brühe hält den Garprozess des Reises gleichmäßig aufrecht. Sie wird deshalb in einem separaten Topf knapp unter dem Siedepunkt warm gehalten.
Die Kartoffelwürfel sind fertig, wenn sie weich sind, aber beim Rühren noch als einzelne Stücke erkennbar bleiben.
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